Laserwochenende in Friesland
Eine Idee wurde geboren! Männer - begeisterte Segler - Laser - Wind - Friesische Seen. Aus dieser Kombination sollte ein verlängertes Wochenende entstehen. Jetzt mußte das nur noch den Frauen beigebracht werden. Statt des erwarteten leichten Widerstandes sagten diese jedoch nur: "Prima, dann fahren wir eben zu einem Einkaufs- und Bummelwochenende nach London oder Paris!". Die Entscheidung war schnell gefallen, einfacher und vor allem preiswerter war, die Frauen einfach mit nach Friesland zu nehmen. Das war die Geburtsstunde des ersten Laserwochenendes im Jahr 1996. Aus den ursprünglich angedachten Übernachtungsmöglichkeiten mit Wohnwagen und Zelten wurden schnell Ferienhäuser. 1998 fahren nun bereits zum dritten Mal
segelfreudige Mitglieder des SHM ins sogenannte "Laserwochenende". Der Ablauf ist eigentlich immer gleich, erfreut sich aber gleichbleibender Beliebtheit.
Donnerstag:
Die Männer stauen die Boote, und einige Frauen fahren einkaufen. Hier ist der Spaß schon vorprogrammiert:
3 Frauen - 3 große Einkaufswagen - staunende Blicke der übrigen Einkaufenden - eine skeptisch dreinschauende Kassiererin, die nach dem zweiten Wagen erst einmal einen Zwischenstopp einlegt, um sich zu vergewissern, daß auch wirklich alle Waren bezahlt werden können. Auf die bange Frage: "Das kaufen Sie aber nicht alles für einen Privathaushalt, oder?" gibt es außer einem Kopfschütteln und herzhaftem Lachen keine Antwort. Die Mengen für 3 Tage und 20 Leute sind aber auch phänomenal:
niemand soll schließlich hungern, und an Süßem und Salzigem und an Flüssignahrung darf auch kein Mangel bestehen. Allein für drei Tage Skipperfrühstück (Rührei mit Speck und Zwiebeln á la Dieter Fröse) werden jedes Jahr 120 Eier verarbeitet.
Freitag: Abfahrt um 14.00 Uhr vom Aasee nach Heeg und Abendessen. Samstag und Sonntag: Frühstück, Segeln auf dem Heeger Meer mit Picknick und abends grillen. |
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Montag:
Nach dem Frühstück verladen der Boote und Rückfahrt nach Münster, jedoch mit Zwischenstopp zum Verzehr von "Frikandel spezial mit Pataten" - ein unbedingtes Muß. Wichtig ist, daß alle Mahlzeiten, vom Frühstück bis zum abendlichen Grillen, von allen gemeinsam eingenommen werden. Dafür sind zwar immer gleich nach dem Einzug in die Häuser kleinere bis mittlere Umräumaktionen nötig, aber alles ist möglich.
Die Nachfrage nach diesen Segelausflügen ist stets groß; jedes der drei Wochenenden war und ist ausgebucht. 1996 - Freizeitpark Yn 'e Lijte in Grouw, 1997 - Feriendorf De Pharshoeke in Heeg und 1998? Wieder De Pharshoeke in Heeg. Der Grund ist schnell erklärt: schöne Häuser, tolle Lage und vor allem, flach abfallender Sandstrand vor einer schönen, grünen Liegewiese. Wenn der geneigte Leser jetzt denkt - "haben die ein Glück" - weit gefehlt, die Herren der Schöpfung haben Strand und Liegewiese nicht für die teilnehmenden Personen, sondern, selbstverständlich, für die mitgebrachten Laser und den Katamaran
reserviert. Weich gebettet auf der Liegewiese können die Boote übernachten und zum Segeln sanft ins Wasser gleiten!
Mit sieben clubeigenen Lasern, einem privaten Katamaran und drei gemieteten Valk-Segelbooten bildet das Ganze eine recht ansehnliche Flotte. Hoch ins Top gezogene Hansawimpel gewährleisten, daß sich immer alle auf dem weitläufigen Heeger Meer wiederfinden.
Bei diesen Segelausflügen sind dem Ideen- und Einfallsreichtum der Teilnehmer keine Grenzen gesetzt. Ein Beispiel dafür ist der von Klaus Veelker im vergangenen Jahr erfundene Getränkehalter für Laser. Die Grundlage hierzu liefert wohl ein gewisser Herr Cardano mit seiner Erfindung der kardanischen Aufhängung. Klaus Veelker hat sich dieses Prinzip zu Nutze gemacht und einen freischwingenden Halter für Dosengetränke auf Lasern gebaut. Alle sind gespannt, wer mit welcher Erfindung oder guten Idee in diesem Jahr überraschen wird.
Abschließend soll aber noch erwähnt werden, daß sich das im vergangenen Jahr vom Hansa-Verband gestiftete Bier größter Beliebtheit erfreute. Zur Nachahmung empfohlen!?!
Annette Fröse, Birgit Lerche, Peter Lerche, Helmut Hirsch