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SEGELCLUB HANSA MÜNSTER e.V.
Segelfreizeit Heeg - 2017
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Segelfreizeit am Heeger Meer 2017
der Webmaster bittet um Fotos zu diesem Bericht

(zu einem anderen Bericht zum gleichen Event)

Vorwort: Der folgende Bericht ist von "Ersttätern" in Sachen "Segelfreizeit Heeg" verfasst worden. Er wendet sich deshalb nicht nur an die "Vereinsälteren", sondern auch an alle, für die sich zukünftig die Frage einer Teilnahme an diesem Ereignis erstmalig stellt.

Bericht:
Natürlich haben auch wir am Mittwoch vor dem Start einen Blick in die einschlägigen Angebote von Wetterprognosen für das kommende Wochenende geworfen. Das Ergebnis war nahezu niederschmetternd:
"Kräftige Regenschauer, Wind 4 – 5 in Böen 6 – 8 bft" (Quelle: Wetteronline); leider bestätigt durch "Seewetter Harlingen", dort für die Wattensee zum gleichen Zeitraum 7 – 9 bft.
Während der Anfahrt wurden wir am Freitag auf der B54 bereits durch erste Wol-kenbrüche empfangen. Es muss wohl am Fahrerwechsel gelegen haben, denn kurz nach dem Grenzübertritt empfingen uns erste Sonnenstrahlen, eine gelungene Begrüßung durch das Nachbarland.
Mit einigen navigatorischen Schwierigkeiten in Heeg erreichten wir nach vier Stunden unser Ziel. Die Organisatorin Hedwig H-G. und ihr Helferteam befanden sich bereits emsig in Vorbereitung der Veranstaltung, dazu gehörte auch der Aufbau des jüngst erworbenen Edelstahlgrills. Schnell wurde das Zimmer zugeteilt.
Die vom Organisationsteam seit Jahren angemieteten Unterkünfte besitzen eine ausgezeichnete Lage, sie sind nicht nur gepflegt, sondern auch wohnlich und nicht nur mit dem Nötigsten ausgestattet. Die Betten allerdings sind eher für "Weichlieger" geeignet.
Nach und nach vergrößerte sich der Kreis – einige erreichten uns sogar auf eigenem Kiel – auf über 30 hungrige Mäuler im Alter von 7 bis 70 Jahren (und etwas darüber). Eine fröhliche Stimmung, gefördert durch die immer kräftiger scheinende Sonne durchzog das Camp. Im Kühlwagen von Münster mitgebrachte leckere Speisen und gekühlte Getränke ließen uns Neulinge schnell erkennen, dass hier Hedwig und ihre Helfer routiniert Hand angelegt hatten. Besser geht's wirklich nicht! Auffallend für uns Ältere war bereits am ersten Abend, wie gut sich die drei Kinder der Familie Altgelt – ebenfalls Ersttäter – etablierten.
Nach dem Abendessen stellte uns Klaus V. die Schiffsführer vor und jeder Teilnehmer hatte die Möglichkeit sich in die vorbereiteten acht Crewlisten einzutragen. Der Freitag wurde dann, wie üblich, mit einem kurzen Schlag zur Insel Rak-kenpolle und einem dortigen "Sängerwettstreit", begleitet von Hubertus D.'s Gitarre beschlossen.
Das herrliche Wetter am Samstagmorgen ermöglichte ein gemeinsam vorbereitetes Frühstück auf der Terrasse. Nicht unerwähnt bleiben soll an dieser Stelle, dass sich Segler Helmut Hirsch den Titel eines "Meisters des Rühreis" (natürlich in verschiedenen Kreationen) verdiente. Am frühen Vormittag enterten wir dann die vor den Unterkünften bereit stehenden Polyfalken, jeder mit einem übergroßen Wimpel am Masttop, der ein gegenseitiges Ausmachen auf dem Wasser erleichtern sollte, ausgestattet. Mit einem Reff im Groß liefen die Falken ideal und vermittelten auch in Böen, die glücklicherweise nicht die prognostizierte Stärke erreichten, nötige Sicherheit an Bord. Klaus Veelker, dem die friesische Seenplatte seit langem zur zweiten Heimat geworden ist, hatte in der Planung folgenden (Rund)Törn für uns vorgesehen:
• von Heeg über das "Heeger Meer" – durch den "Woudsener Rakken" – über das "Sloter Meer" nach Balk
• von Balk (mit gelegtem Mast und Yamahas Hilfe) über die Kanäle "Lyts" und "Rijstervaart" zum "Oud-Karre"
• von dort wieder unter Segel über "de Orden" – "Nieuwe Fahrt" zurück zum "Heeger Meer" und nach Heeg

Engstellen bewältigten wir regelmäßig durch ständiges Kreuzen, im Übrigen mit Yamahas Hilfe. Nach kurzem Sammeln in Woudsend und gemeinsamer Anfahrt zum Kibbelingsnack nach Balk begann die Fahrt durch die alleenartig angelegten Kanäle. Sie erinnerte einige Teilnehmer deshalb an einen Besuch des brandenburgischen Spreewalds. Die verbleibende Strecke von "Oud-Karre" düsten wir raumschots bzw. mit achterlichem Wind über's Heeger Meer zurück, immer auf der Hut, nicht den mächtigen, Regatta segelnden Plattbodenschiffen in die Quere zu kommen. Eine wirklich gute Gelegenheit nicht nur für die weniger geübten Teilnehmer ihre seemännischen Fertigkeiten, z.B. im "Schmetterlingssegeln" zu vertiefen. Einen bleibenden Eindruck hinterließen bei uns die gekonnten, mit beachtlicher Leichtigkeit ausgeführten Wendemanöver dieser doch ansonsten schwerfälligen Yachten an der Luv-Tonne. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass deren Schiffsführer häufig gerade mal 20 Jahre alt waren.
Alle Achtung! Dass so ein Tag auf dem Wasser hungrig macht, wissen die Organisatoren wohl seit Jahren. Der Tisch war folglich reichlich gedeckt und die geübten Grillmeister sorg-ten für das fleischliche Wohl. Dank der Ideen und fleißigen Hände von Familie Altgelt kamen aber auch alle Fleischverächter voll auf ihre Kosten – eine wirklich gelungene Ergänzung! Der anschließend nötige Verdauungsspaziergang führte die meisten durch das stimmungsvolle Segelstädtchen Heeg und endete in der Regel in der bekannten Eisdiele dort.
Sonntagmorgen begrüßte uns wieder herrlichster Sonnenschein und idealer Wind. Auf dem Plan stand "freies Segeln für Alle" und wurde von den meisten zu einem schnellen Schlag über das Heeger Meer, Richtung Elahuizen ins Café genutzt. Wieder begleiteten uns die um Sieg und Platz kämpfenden Plattbodenschiffe auf der Regattastrecke. Auf der Fahrt zurück hatten diejenigen, die erst kürzlich den Segelschein erworben hatten, wiederum die Möglichkeit, angeleitet durch die erfahrenen Schiffsführer ihre "Aasee-Segelfertigkeiten" zu erweitern. Gerade dies ist mit Zweck unserer jährlich stattfindenden Segelfreizeit in Heeg.
Für viele – auch für uns – hieß es dann Abschied zu nehmen von einem rund herum gelungenen Wochenende, es bedeutete aber leider auch, dass wir nicht am gemeinsamen Abendessen der Montagsheimkehrer im Woudsend teilnehmen konnten.
Fazit:
Lassen wir an dieser Stelle endlich einmal die jüngsten Teilnehmer zu Wort kommen:
Kommentar von Mathilde (7): "Ich fand es in Heeg schön. Am meisten Spaß hat mir das Segeln gemacht. Es gab nichts, was nicht schön war".
Kommentar von Jost (9): "Ich fand Heeg sehr schön. Mir hat das Segeln mit den Skippern am besten gefal-len, als wir durch die Kanäle gefahren sind. Das Segeln auf dem Heeger Meer ist schöner als das Segeln auf dem Aasee".
Also, auch wir "Ersttäter" haben das Wochenende in Heeg sehr genossen, nicht nur, weil die äußeren Bedingungen hervorragend waren, sondern vor allem, weil wir von den "Langgedienten im Verein" von Beginn an herzlich aufgenommen wurden.
Ein Grund mehr, sich für 2018 den Termin für die nächste "Heeger Segelfreizeit" frei zu halten! (Horst-Werner A.)