SHM–Piraten erfolgreich an der Jugend–Europameisterschaft 2008 – Beste U 18 und beste Damencrew vom SHM


In diesem Jahr fand die Jugendeuropameisterschaft der Piraten vom 2. bis 6. August am Ägerisee in der Schweiz statt. Insgesamt waren 41 Teams aus 5 verschiedenen Nationen dabei (Deutschland, Schweiz, Türkei, Tschechien und Ungarn). Vom SHM gingen die Teams Jakob von Hausen mit Maja Gnegel (GER 4364), Franziska Hagemann mit Felix Kessler (GER 4398), Michael Baumgart mit Arne Marien (GER 4254) und Elisabeth Baumgart mit Annika Werner (GER 4291) an den Start.
Alle Teams der SHM Piratensegler reisten direkt von der Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft am Rursee (s.u.) in der Eifel in die Schweiz. So kamen wir alle am Donnerstag oder Freitag am Ägerisee (südlich von Zürich) nach 10 Stunden Fahrt an, so dass wir uns noch etwas an das Revier gewöhnen konnten.
Untergebracht waren wir SHM – Segler fast alle in einem sog. Massenferienlager. Massenferienlager sind ehemalige Militärunterkünfte, in denen man einfach und preiswert unterkommen kann. Wir hatten ein 6-Bett–Zimmer erwischt. Crews, die später ankamen, wurden auch im 26-Betten-Schlafsaal untergebracht. Am 1. August ist in der Schweiz Nationalfeiertag. Abends waren wir in einem großen Festzelt auf dem Seeplatz zu dem Essen eingeladen, das die Gemeinde alljährlich zur Feier des Tages für alle Bürger ausrichtet. Anschließend konnten wir die vielen Raketen und Feuerwerkskörper, die den ganzen Abend überall in den Bergen abgefeuert wurden, bewundern.
Am Samstag (2.8.) konnten wir uns ab 13:00 Uhr einschreiben und zur Vermessung gehen. Alle Teams versuchten schnell durchzukommen, um danach noch Wasserski fahren zu können, die die International Piraten- Klassenvereinigung zur Verfügung stellte, oder um noch ein bisschen segeln zu gehen. Alle SHM-Crews kamen ohne Probleme durch die Vermessung. Im Gegensatz zu einigen anderen Teams, die ihre Segel umnähen oder Ruderblätter abschleifen mussten, weil sie zu breit oder zu lang waren. Um 18:00 gab es dann für alle Segler und Begleiter „Welcome Drinks“.
Am Sonntag war um 10:00 Steuermannsbesprechung und um 15:00 war der Start zur ersten Wettfahrt der Serie bei 1-2 Bft. Danach gab es kurz Startverschiebung. Der zweite Start an diesem Tag war um 16:30 Uhr. Danach schlief leider der Wind ein und so verbrachten wir den Rest des Tages mit Baden und Wasserskifahren auf dem ehemaligen Gletschersee mit der tollen Panoramakulisse der Alpen. Um 18:30 Uhr war dann die „Welcome Party“ bei der es Abendessen gab und wo wir danach noch alle gemütlich beisammen saßen. Das Essen an den Regattatagen war hervorragend: Es gab immer 3 Gänge und das Hauptgericht wurde als Buffet angeboten.
Am Montag segelten wir 3 Wettfahrten bei Windbedingungen zwischen 0 und 3 Bft. Erst war mal wieder Startverschiebung, weil kein Wind da. Dann kam doch ein bisschen Wind und der erste Start des Tages war um 12:10 Uhr. Danach gab 2 ½ h Startverschiebung im Hafen und um 16:10 starteten wir die zweite Wettfahrt des Tages und auch noch eine dritte. Diese war leider auch die letzte Wettfahrt der Serie.
Am Abend war dann noch die Nationenparty, wo jede Nation ein Spiel vorstellte, welches die anderen Nationen dann ausführen mussten.
Am Dienstag war um 10:00 Uhr ein Skippermeeting, wo über die Regelverstöße über Regel 42 beim Start diskutiert wurde. Danach war für den ganzen Tag Startverschiebung an Land, weil kein Wind vorhanden war. Die Startverschiebungszeit haben wir zum schwimmen oder zum Pokern genutzt. Wie jeden Abend gab es um 18:30 Abendessen und um 20:00 begann dann die große Beachparty.
Am Mittwoch war ab 9:00 Uhr Startbereitschaft, weil mal wieder kein Wind kam. Da um 13:00 Uhr die letzte Startmöglichkeit war, schickte uns die Wettfahrtleitung um 12:30 noch einmal raus und versuchte noch eine Wettfahrt durch durchzuziehen, die jedoch abgebrochen wurde, weil der Wind abflaute.
Um 16:00 war die Siegerehrung: Insgesamt gewann Svenja Thoroe mit Jonas Mahlke. Jakob von Hausen und Maja Gnegel waren auf Platz 4., Annika Werner und ich erreichten Platz 5. Wir bekamen jeder zwei tolle Schweizer Uhren, eine für das beste U 18- und eine für das beste Damenteam.
Michael Baumgart und Arne Marien waren auf Platz 10 und Franziska und Felix Kessler waren auf Platz 12.
Am Donnerstagabend waren alle SHM-Crews wohlbehalten wieder in Münster. Im Gepäck hatte jeder ein Schweizer Messer, ein großes Hackebeil in Form einer Salami und viele schöne Erinnerungen an ein super organisiertes Regattaevent.
Zum Schluss möchten wir uns noch bei unseren Eltern und unserem Trainer Sebastian Imach bedanken, denn ohne sie wären diese Erfolge nicht möglich gewesen.
Elisabeth Baumgart