Lasercup 2023 und kleines Hafenfest

Lasercup 2023

Ein warmes Wochenende im September, ein See mitten in der Stadt, knapp 60 Segler*innen, ein hochmotiviertes Team an Helfer*innen, nur eines fehlt: Der Wind. Ob er keine Einladung erhalten hat, oder ob die Aufgabe, ihn von anderen Revieren mitzubringen, den Segler*innen, welche von außerhalb kamen, nicht bewusst war, lässt sich nicht mehr feststellen. Der Aasee zeigte sich von seiner besten Seite, war auf jede Bö gefasst, die Bäume streckten ihre Zweige nach ihm aus, doch er kam nicht, der Wind.

Nichts desto trotz wurden von eifrigen Optimisten die Laser aufgebaut und auf die Stege gestellt. Sie zu segeln, dazu kamen sie zwar nicht, aber der Optimismus, den sie sich schon in frühen Jahren, im Segeln auf dem Aasee aneigneten, bewahrte sie davor, aufzugeben.

Es ging der Wimpel AP hoch, und ohne dass er wirklich hatte flattern dürfen, ging er am Abend wieder herunter, doch er verschob nur die geplante erste Wettfahrt, nicht aber den Spaß. Denn die nun entstandene freie Zeit wurde genutzt, um sich zu unterhalten, Spiele zu spielen (Wizzard erfreute sich deutlicher Popularität), zu lachen und nicht zuletzt das sonnige Septemberwetter zu genießen.

Auch am Sonntag blieb uns die Ausübung unseres Lieblingssports verwehrt, doch waren wir trotzdem sportlich aktiv und bildeten Teams, um Fußball auf einer nassen und rutschigen Wiese zu spielen, sodass man durchaus von einem Wassersport reden konnte, den wir am Wochenende ausgeübt hatten.
Um wenigstens einmal auf dem Wasser gewesen zu sein, trieben einige am Vormittag des zweiten Tages mit den Lasern auf den See hinaus und dümpelten dort vor sich hin.

Über die ersegelten Platzierungen dürfte sich niemand aufgeregt haben, das einzige „Did not come“, welches es zu verteilen gab, ging an den Wind, der sich dem obligatorischen Prinzip der Fairness im Segelsport nicht anzuschließen vermochte, und den Aasee vor der Regatta verließ.

Lucas

Kleines Hafenfest im Hansa-Hafen

Mit einem kleinen Hafenfest weihte der Segelclub Hansa Münster am 3. September die sanierte Hafenanlage am oberen Aasee ein.

Unter Einsatz von Fördermitteln des Landes NRW aus dem Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ konnten in der Zeit seit Juli 2022 Sanitär- und Duschräume im Clubhaus renoviert und die Steganlagen im Aaseehafen des Vereins erheblich erweitert werden. Neben der Einrichtung einer begehbaren Steganlage für die Lagerung von Booten und der Errichtung eines neue Schwimmsteges konnte ein bisher nicht vorhandener barrierefreier Zugang zur Hafenanlage geschaffen werden. Die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, erklärte dazu schriftlich: „Ich freue mich, dass wir mit den nun erteilten Förderentscheidungen unseren Vereinen tatkräftig unter die Arme greifen können. Wir haben uns zum Ziel gesetzt einen spürbaren Beitrag zur Modernisierung unserer Sportstätten in Nordrhein-Westfalen zu leisten. Dies ist uns mit diesem Förderprogramm gelungen. Nun können wir den Sanierungsstau deutlich reduzieren.“

In Anwesenheit erschienener Gäste der Stadt Münster, Vertretern der bauausführenden Firmen und der das Projekt fördernder Kreditinstitute berichtete der Vorsitzende des Segelclubs Hansa Münster, Karl-Heinz Kötterheinrich, über Schwerpunkte und Zeitplanung des Sanierungsprojektes und der seit mehr als einem Jahr währenden Anstrengungen im Zusammenhang mit den durchgeführten Um- und Erweiterungsarbeiten. Sein Dank gilt den Beteiligten Firmen für die erbrachten Arbeiten sowie dem Land NRW für die Bereitstellung der Fördermittel, ohne die solche Sanierungsmaßnahmen nicht hätten umgesetzt werden können. Die erfolgreiche Umsetzung dieses umfangreichen Projekts konnte darüber hinaus nur durch unermüdlichen Einsatz vieler Vereinsmitglieder gelingen, die immer wieder bei vielen schweißtreibenden Arbeitseinsätzen ihr Engagement für den Verein unter Beweis stellten. Hierfür sprach der Vorsitzende den Helfern nochmals besonderes Lob aus und bedankte sich unter Applaus der Anwesenden über die für den Verein geleistete Arbeit.

Als Zeichen der Fertigstellung und Übergabe der sanierten Hafenanlage am oberen Aasee an die Vereinsmitglieder assistierten Stadtdirektor Thomas Paal, SSB-Vorsitzender Jörg Verhoeven, Karin Reismann vom Verein zur Förderung des Leistungssports, Stefanie Anders von der NRW-Bank und Simone Krunke von der Sparkasse Münsterland Ost dem Hansa-Ehrenvorsitzenden Klaus Mechler beim Hissen der neuen Hansa-Flagge. Dem Segelclub Hansa Münster steht mit Fertigstellung der Umbaumaßnahmen der Sanitär- und Hafenanlagen im Jahr seines 50-jährigen Bestehens nunmehr eine für viele Jahre zukunftsweisende Sportanlage zur Verfügung.

Bei dem anschließenden von der Jugendabteilung des Vereins organisierten Sport- und Unterhaltungsprogramm standen eine „verkehrte“ Regatta, bei der die Erwachsenen sich in die kleinen Optimisten-Boote zwängen mussten und die Kinder die Regattaleitung übernahmen, sowie eine Demonstration verschiedener Segelmanöver im Leistungssportbereich auf dem Programm.

Das Einweihungsfest dauerte bei schönstem Sommerwetter mit kleinen Snacks und anregenden Fachsimpeleien bis in die Abendstunden an.

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