[Hier geht es zur Einführung und zu Teil I, Teil II, Teil III, Teil IV.]
Teil 5: Vänisborg bis Laboe


Die kurze Strecke von 9 sm von Vänersborg nach Trollhättan schafften wir in ca. vier Stunden. Die Betonnung im Kanal war schon speziell, denn sie ragte an langen „Armen“ in den Kanal, und wir mussten höllisch aufpassen, diese Betonnung nicht zu rammen. Trollhättan war sehr schön. Wir genossen die Natur und auch die uralten und mittelalterlichen Schleusentreppen, die zum Teil noch gut erhalten waren. An der nächsten Station lagen wir unterhalb eines Schlosses an einem Steg ohne jegliche Versorgung in Kungsälv. Die Distanz von Kungsälv nach Göteborg (Lila Bommen) legten wir Dank der Brücken in ca. fünf Stunden zurück. In aller Ruhe schauten wir uns Göteborg an und warteten auf unsere restliche Crew, unseren Sohn Tim und seine Freundin Laura.

Bei sonnigem Wetter und wenig Wind starteten wir mit neuer Crew nach Lerskil. Weiter ging es mit fünf Windstärken von Lerskil nach Varborg (30 sm). Die weitere Fahrt von Varborg über Falkenberg nach Halmstad bei sonnigem Wetter mit ca. drei Beaufort verlief ereignislos. In Halmstad verließen uns unsere beiden Mitsegler. Der Bahnhof war gefühlte 100 Meter entfernt.

daneben die Viermastbark VIKING
Die Überfahrt von Halmstad nach Torekar war heftig bei fünf Windstärken und sehr hohen Wellengang. Torekar hat uns nicht so gut gefallen. Wenig geschützt bei westlichen Winden. Weiter ging es mit vier bis fünf Beaufort nach Helsingborg im Öresund. Je nach Windrichtung herrscht im Öresund eine starke Strömung vor. Helsingborg ist ein schöner Ort mit einem geschützten Hafen. Hier lagen wir sehr gut und sicher. Wir gönnten uns eine Fahrt mit der Fähre nach Helsingör (Dänemark) und besichtigten das am Öresund gelegene Schloss Kronborg. Eine sehr große Schlossanlage mit vielen Gesindehäusern.

Von Helsingborg segelten wir gegen die Strömung bei vier bis fünf Windstärken nach Malmö in den Stadthafen. Ein sehr geschützter Hafen und eine große Stadt. Hier lernten wir die neuen Eigner der FREYDIS (von Heide und Erich Wilts) kennen. Wir haben uns sehr gefreut, dieses bekannte Expeditionsschiff von innen kennengelernt zu haben.
Nachdem wir unseren Versuch nach Rodvig (Dänemark) zu kommen, an der Öresundbrücke wegen zu hohem Wellengang und Wind abbrachen und nach Malmö zurückkehrten, klappte die Überfahrt nach Rodvig einen Tag später hervorragend. Nach einem sehr schönen Segeltag mit ca. freo Beaufort erreichten wir Klintholm auf der Insel Mön, wo sich unser Kreis der Ostseerunde schloss.


Über die weitere Reise von Klintholm über Gedser auf der Insel Falster nach Burgstaaken auf Fehmarn gibt es wenig zu berichten. Von uns angepeilt war, das wir unser Boot auf Fehmarn in Burgstaaken überwintern lassen. Doch leider war das auf Grund des Bootsgewichts von 16 t nicht möglich, (die Boote mussten im Winter alle an Land). Als Lösung kam nach einigen Telefonaten Laboe in Frage, wo wir nach 41 sm eintrafen und einen sehr guten Wasserliegeplatz zum Überwintern erhielten. Nachdem wir unsere STINA winterfest gemacht hatten, fuhren wir mit der Bahn nach Hause.
Fazit: Nach 2.036 sm sind wir wieder im sicheren Hafen in Deutschland angekommen. Trotz der Durchfahrt durch den „Scheidungskanal“ (Götakanal) sind Heike und ich noch glücklich zusammen. Es war eine super Zeit von rund sieben Monaten, die wir nicht missen möchten. Wir haben Land und Leute kennengelernt. So wie wir es vorhatten.
Herzlichst Heike und Klaus