Arbeit und Leben auf dem Bundeswehr-Rahsegler GORCH FOCK
Wer die GORCH FOCK betritt, gelangt in eine Welt, die sich jeder Alltagserfahrung entzieht. Der Dreimaster der Bundesmarine ist Ausbildungsstätte, Traditionssymbol und schwimmendes Zuhause zugleich. Hier lernen junge Marinesoldatinnen und -soldaten, was echte Seemannschaft bedeutet – nicht theoretisch, sondern im direkten Zusammenspiel mit Wind, Wellen und Kameraden.
An Bord beginnt jeder Tag mit klaren Routinen und dem Bewusstsein, Teil eines großen Ganzen zu sein. Segel setzen heißt hier: körperliche Arbeit, Präzision und Vertrauen. Wer in die Rahen steigt, spürt die Kraft des Ozeans unmittelbar. Jeder Handgriff muss sitzen, denn auf einem Rahsegler ist Teamarbeit kein Schlagwort, sondern Voraussetzung für Sicherheit und Erfolg. Die GORCH FOCK fordert – und sie formt.
Doch zwischen Wacheinteilungen, Manövern und Ausbildung entsteht ein Gemeinschaftsgefühl, das man nur auf See findet. In der Messe, beim Klarieren des Decks oder im kurzen Moment der Stille am Bug wächst ein Zusammenhalt, der weit über die Zeit an Bord hinausreicht. Traditionen, Rituale und jahrzehntelang weitergegebenes Wissen geben Orientierung in einem Alltag, der von Naturkräften bestimmt wird.
„Rahsegler Segeln“ bedeutet, die See nicht nur zu erleben, sondern zu verstehen. Es ist ein Leben auf engem Raum, geprägt von Verantwortung, Disziplin und dem Stolz, Teil einer langen maritimen Linie zu sein.
Unser Vereinsmitglied Hans-Christoph Tielbaar nimmt uns am 19. Februar mit auf diese besondere Reise. In seinem Vortrag öffnet er ein Fenster in den Alltag auf der Bark – authentisch, lebendig und voller Einblicke in eine Welt, die nur wenige aus erster Hand kennen.
Datum: 19. Februar
Uhrzeit: 19:30 h
Ort: SHM-Clubraum, Mecklenbecker Straße 112
Referent: Hans-Christoph Tielbaar

Steffen B.