24. Segelfreizeit in Heeg

14.06. – 17.06.2019

Am verlängerten Wochenende nach Pfingsten fand auch in diesem Jahr die Segelfreizeit am Heegermeer vom 14.06. bis 19.06.2019 statt. Diesmal hatten sich mehr als 45 aktive Sportler für die Teilnahme angemeldet. Neben bekannten alten Hasen waren diesmal auch eine Reihe Erstteilnehmer mit von der Partie. Wieder einmal gelang es Hedwig Hörbelt-Grantzow, die herausfordernde Organisation des Wochenendes hervorragend zu meistern. Alle Teilnehmer wurden in Komfort-Ferienwohnungen der Ferienanlage Pharshoeke untergebracht. Aus ehemaligen Holzhütten sind inzwischen komfortable Ferienhäuser mit Küchenzeilen bestehend aus Spülmaschinen und kombinierten Herd/Mikrowellenkombinationen geworden. Die Boote, allesamt Polyvalken mit kleinem Heckmotor, wurden von den Skippern bereits an die Anlegestellen vor den Häusern festgemacht.

Die Anreise und der Einzug in die Unterkünfte erfolgte wie geplant, sodass bereits am Freitag zeitig der erste kleine Törn zur nahe gelegenen Insel erfolgen konnte. Nachdem alle ihre Betten bezogen und sich in den Häusern eingerichtet hatten konnte auch schon das gemeinsame Abendessen im Garten eingenommen werden. Zum frühen Abend sind dann alle in die Boote und zur dem Heimathafen vorgelagerten kleinen Insel im Heegermeer gesegelt. Unter Motor wurden zunächst die Liegestellen der Boote verlassen und die Segel auf dem Wasser gesetzt. Eine durchaus schauklige Angelegenheit bei den Windstärken von 3 – 4 Bft. Die Insel war bereits von anderen Seglern gut besucht, so dass wir unsere Boote in Päckchen am Steg vertäuen mussten. Alsbald brannte das Lagerfeuer mit dem mitgebrachten Holz und alle hatten viel Vergnügen an den gemeinsam gesungen Shantys, die Hubertus Deuerling auf der Gitarre gekonnt begleitete. Eine Gruppe niederländischer Studenten bereiteten sich auf die Übernachtung in ihren Polyvalken vor. Wir hingegen bevorzugten es, die Insel bei Vollmond zu umsegeln um in der Nacht wohlbehalten den heimatlichen Anlieger zu erreichen.

Der Samstag überraschte zunächst mit Regenwetter. Die Skipperbesprechung nach dem Frühstück endete mit dem Ergebnis, die Schlechtwetterfront abzuwarten, um dann aber gegen 13:00 Uhr zu starten. Zeit genug für einen Sparziergang in die schöne Altstadt von Heeg. Der Regen hatte noch nicht ganz aufgehört, da bestiegen die Ersten bereits die Boote. Die große Frage, was soll ich anziehen wurde mit Segelhose und Segeljacke beantwortet. Der Wind war noch kräftig. Die erfahrenen Skipper entschieden die Großsegel zu reffen. Alle Vollmatrosen legten gegen 13:30 in Richtung Elahuizen ab. Der Regen verzog sich schnell, die Sonne kam zum Vorschein und ließ eine kräftige Briese die kleinen Boote vorantreiben. Die an den Spitzen der Gaffeln in den Vereinsfarben Gelb und Rot angebrachten Wimpel verteilten sich bald auf dem großen Meer und waren manchmal kaum noch zu erkennen. Der Wind ließ Wellen kräftig gegen den Bug der Schiffe peitschen. Für den, der vorne am Mast des Bootes platzgenommen hatte, machte sich die dicke Segelkleidung jetzt bezahlt. Wenn mehr als 40 Gäste ein kleines Hafencafe aufsuchen, muss das gesamte Personal Höchstleistungen erbringen. Appelgebak mit Slagroom war der Renner auf der Karte und die heimliche Leibspeise unseres Vereinsvorsitzenden Klaus Mechler. Der von manchen mit Heißhunger erwartete Burger entpuppte sich hingegen als Flopp, da ohne Frittjes serviert und scheinbar das teuerste Gericht auf der Karte. Die Rückfahrt gestaltete sich ebenso aufregend, wie die Hinfahrt, so dass nach einem geselligen Abend viele bereits frühzeitig die Kojen zum Schlafen aufsuchten. Bei guten Gesprächen ist man übereingekommen, dass graue Campinggasflaschen gegenüber roten die bessere Wahl seien.

Der Sonntag begrüßte uns mit Sonnenstrahlen. Nach kräftigem Frühstück war für heute als erstes Ziel die Kleinstadt Balk am Slotermeer angepeilt. Über kleine vom Heegermeer abzweigende Kanäle segelten wir zunächst nach Woudsend. Der Wind blies stetig, dennoch legte sich ein besonderes Gefühl der Ruhe über dass Boot, wenn es durch die Kanäle glitt. Gelegentlich kamen Freizeitkapitäne auf ihren schicken Motorbooten entgegen und grüßten freundlich. Die Zufahrt zum Slotermeer wird in Woudsend durch eine Zugbrücke versperrt. Wir haben kurzerhand den Baum gelegt und konnten mit Motorkraft ungehindert die Brücke passieren. Am Ende des Kanals öffnet sich vor uns das Slotermeer und blies kräftigen Wind in die Segel. Das Ziel selbst war mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Die Skipper segelten einige lange Schläge in die grobe Richtung, bis endlich unser Ziel immer deutlicher hervortrat. Einige besichtigten nach einer Stärkung im Hafencafe den Ort Balk, andere segelten direkt zurück, weil sie bereits frühzeitige die Rückreise nach Münster antreten mussten. Vier Bootsbesatzungen nutzten die Zeit für einen weiteren Abstecher und segelten mit Raumschots- und Vorwindkursen nach Sloten. Sloten ist die kleinste Stadt der Niederlande. Nach einem Rundgang durch den idyllische Ort und einer großen Portion Frietjes met Mayo ging es auch für uns an die Rückfahrt nach Heeg. Der späte Nachmittag brachte bei sonnigem Wetter noch einmal Wind in die Segel der Polyvalken und wir ließen so manche blitzende Motoryacht in unserem Kielwasser zurück.

Der Sonntagabend ist stets für ein gemeinsames Essen in einer mit unseren Booten erreichbaren Gaststätte vorgesehen. Diesmal hatte Hedwig für uns das Kerk-Restaurant `t Ponkje reserviert. Die Gaststätte befindet sich in einer kleinen profanisierten Kirche in Woudsend. Die Betreiber hatten für uns in einem Raum oberhalb des Kirchenschiffes eingedeckt, der nur durch eine steile Stiege erreichbar war. Bei leckeren Fisch- und Fleischgerichten konnten die in den Tagen zuvor aufgebrauchten Energiespeicher wieder gefüllt und die Erlebnisse noch einmal verarbeitet werden. Die Rückfahrt zu den Unterkünften im Lichtschein des Mondes läutete gleichsam auch das Ende dieser Segelfreizeit ein. Die Boote wurden noch am Abend an den Verpächter für neue Abenteuer zurückgegeben. Nach dem morgendlichen Frühstück und dem Großreinemachen verließen alle die Anlage in Richtung Heimat oder setzten ihren Urlaub an der See an anderer Stelle fort. Diejenigen, die noch mehr von den Niederlanden sehen wollten verbrachten auf der Rückfahrt eine Weile in der alten Hansestadt Hattem, eine Gemeinde in der niederländischen Provinz Gelderland, und ließen so die gelungene Segelfreizeit gemeinsam ausklingen.

Tot siens Heeg bis zum nächsten Jahr am ersten Wochenende nach Pfingsten.

(Leo und Petra)

Segelfreizeit Heeg 2018

Wer möchte so etwas nicht erleben?

Ideale Segelbedingungen mit sicher ausgerüsteten Polyvalken, Unterkunft in modern eingerichteten Ferienwohnungen und gesellige Abende im Kreis von Segelbegeisterten. Wie in den letzten Jahren haben Hedwig Hörbelt-Grantzow und Klaus Veelker diese Tour wieder professionell vorbereitet. Herzlichen Dank für die lückenlose Organisation und Ausarbeitung der Segeltouren.

Am Freitag den 25.05.2018 trafen sich 33 Teilnehmer im Alter von 10 bis 70 Jahren in Pharshoeke zur 23. Segelfreizeit Heeg. Die Anreise erfolgte individuell im Auto, auf eigenem Kiel oder in Fahrgemeinschaften. Nach dem Bezug der Ferienwohnungen dem Verholen der acht Polyvalken gab es das erste gemeinschaftliche Abendessen. Bei einer Auswahl von drei verschiedenen Suppen war für jede Geschmacksrichtung etwas dabei. Nach Einholung erster Wetterprognosen und Bekanntgabe des Törnziels für Samstag unternahmen wir den ersten Schlag zur Rakkenpolle. Unter Nutzung des Außenborders erreichten wir mit 3,5 Knoten Marschfahrt die Insel in ca.15 Minuten. Bei Sonnenuntergang am romantisch knisternden Lagerfeuer erklangen Shantys von Wind, Meer und Bärten. Als wir die Rückfahrt antraten war eine leichte Brise zu spüren, sofort wurden die Segel gehisst. Außenborder aus und Ruhe. In Pharshoeke angekommen klang der Abend gesellig aus.

Am nächsten Tag Wind Nord Ost, drei Beaufort in Böen vier, zum Abend zunehmend fünf, strahlender Sonnenschein, Temperaturen über 25° Celsius, Regen ade. Nach einem reichhaltigen Frühstück fand um 10.00 Uhr die Skipperbesprechung für den heutigen Törn statt. Leinen los um 10:30 Uhr. Der Nord-Ost-Wind füllte die Segel. Raumschots und vor dem Wind trieben wir Richtung Treffpunkt. Die Navigation auf dem Heegermeer war relativ einfach. Man schaue auf die Fahrwassertonne und las die Zahlen ab. Die roten Backbord Tonnen haben gerade Zahlen, die grünen Steuerbordtonnen haben ungerade Zahlen. Danach wird in der Seekarte, die im Boot befestigt ist, die Zahl gesucht. Und schon hat man seinen Standort. Die 4,2 Seemeilen raumschots zum Treffpunkt Nieuwe Kreispolle waren erholsam, wenige Schiftmanöver und Fachgespräche übers Segeln füllten die Zeit. Nach einer stärkenden Pause von ca. 60 Minuten segelten wir als Flottille in das Fahrwasser Swarte Walde Richtung Koudemer Far. Die Dönkes flogen von Boot zu Boot und es wurde viel gelacht. Kurz vor der Autobrücke wurde der Mast gelegt. Unter Außenborder fuhren wir in den Stadthafen von Koudum. Nach dem Anlegen gingen wir in die beschauliche Innenstadt zum Mittagesen. Hier gab es für jeden Hunger das Passende. Nach 90 Minuten hieß es Abschied nehmen. Aufgrund der schon fortgeschrittenen Zeit mussten wir dann den geplanten Besuch in Elahuizen streichen, um unseren Zeitplan einhalten zu können. Wir freuten uns alle auf das Grillen in Pharshoeke. Um 15:40 Uhr legten wir in Koudum ab. Beim Mastsetzen hinter der Autobrücke wurde auch Reff Zwei eingebunden. Die Wetterprognose mit Böen fünf Beaufort machte Eindruck. Der längste Schlag der Segelfreizeit mit 14 Seemeilen stand an. Auf der Höhe von Elahuizen wurde es nass durch das Einsetzen des Bugs in die Wellen kam ein leichter Spray übers Deck. Glücklich die, mit Ölzeug unterwegs waren. Um 19:00 Uhr trafen alle körperliche müde aber gut gelaunt in Pharshoeke ein. Jetzt standen die Vorbereitungen für unser Grillfest an. Von Steaks, Würstchen, Putenbrustfiles bis hin zu Pilzen, Zuchini und Gemüsespießen war für jeden was dabei. Leckere Soßen und Salate rundeten das Essen ab. Es wurde spät, der Abend unvergessen.

Sonntag, Törnziel Elahuizen. Bei Wind Nord Ost drei in Böen vier ging es zu Kaffe und Appelgebak mit Schlag. Wieder super Segelwetter und alle waren dabei. Mit 4,5 Knoten fahrt segelten wir die 8,5 Seemeilen mit Reff zwei an der Kreuz zurück nach Pharshoeke. Nach der Ankunft reisten einige schon um 16:00 Uhr ab. Der Beruf, die Schule oder anderer Verpflichtungen riefen. Das Wetter blieb nicht stabil. Um 17:30 Uhr waren Gewitterwolken in Pharshoeke zu erkennen die über Woudsend lagen. Das passte uns gar nicht, da wir bei „De Waterport“ in Woudsend Tische bestellt hatten. Schnell wurden Wetterprognosen eingeholt, die Gewitterzelle zog Richtung Woudsend. Sollten wir es wagen? Alarmablegen, alle auf die Polyvalken. Schnell waren die Polyvalken Seeklar. Segel hoch und Richtung Gewitter, Richtung Woudsend. Vom Heegermeer in dem Waldseinster Rakken. Die Wolken wurden immer dunkler, der Wind fegte die Pollen aus den Bäumen. Man konnte glauben, es würde schneien. Anlegen vor der Klappbrücke direkt vor dem Restaurant, schnell über Straße schon waren wir in der Gaststätte und hatten Platz genommen. Keine Minute zu spät Plötzlich kam Starkregen und unerwartet erbsengroße Hagelkörner vom Himmel. Die Gewitterfront hätte uns mit voller Wucht erwischen können. Gut das wir bei „De Watersport“ auf Getränke warteten. Nach Spareribs und anderen Köstlichkeiten, war vom Gewitter nichts mehr zu spüren, bei Sonnenuntergang machten wir uns auf den Heimweg zu unseren Ferienhäusern. Der letzte Abend wurde noch lang.

Am Montag stand die Rückfahrt an. Wie jedes Jahr besuchten wir auch diesmal eine besondere Stadt: Leeuwarden, die Kulturhauptstadt 2018. Sie beeindruckt durch ihren mittelalterlichen Kern mit über 600 Denkmälern und den Grachten, sowie Ihrem schiefe Turm. Gaststätten luden zum Verweilen ein. Nach einem ausgiebigen Stadtrundgang traten wir den langen Heimweg an. Ein erlebnisreiches Wochenende ging zu Ende. Wer möchte so etwas nicht erleben?

(Bernhard B.)

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Segelfreizeit Heeg ’17

Die Segelfreizeitleute„Alle Jahre wieder“ könnte auch das Motto der traditionellen Segelfreizeit des SHM nach Heeg sein, die immer am Wochenende nach Pfingsten stattfindet. So machten sich auch dieses Jahr vom 9.-12. Juni wieder etwa 30 Frauen und Männer sowie ein paar Jugendliche auf den Weg ins niederländische Friesland, um gemeinsam die Gewässer um Heeg mit Polyvalken unsicher zu machen.
Eine gute Mischung zwischen langjährigen TeilnehmerInnen und Neulingen machten auch diese Freizeit zu einem angenehmen Ereignis. Wie immer war auch diesmal alles von Hedwig Hörbelt-Grantzow perfekt vorbereitet und organisiert, inklusive des Wetters. War die Anreise der meisten TeilnehmerInnen am Freitag noch von starkem Regen begleitet, öffnete sich am Nachmittag der Himmel und lud die ersten Ungeduldigen zum Segeln ein.
Nach dem gemeinsamen Abendessen mit der mittlerweile ebenfalls traditionellen kräftigen Suppe gab es dann einen Ausflug auf die Rakkenpolle, Hubertus an dem Klapfeder kleinen Heeg vorgelagerten Insel, die zuvor von den Crews mehrmals umrundet wurde. Nach und nach fanden sich die Boote dann in dem kleinen Inselhafen ein und einige SeglerInnen machten sich daran ein Lagerfeuer zu errichteten. Als letztes traf dann auch noch das Proviantboot ein. Hubertus Deuerling hatte seine Gitarre und Liedertexte im Handgepäck, so dass der Versuch gestartet wurde gemeinsam zu singen. Mit gewissem Erfolg wurden dann mit Klassikern wie „Kaperfahrt“ und „Bolle“ gegen eine Motorbootcrew angesungen, die die Insel mit Lautsprechermusik akustisch zumüllte.
Mit Einbruch der Dunkelheit ging es dann unter Segeln und mit einigen weiteren Inselumrundungen zurück zu den Unterkünften, wo der Abend einen gemütlichen Ausklang fand.
Für den Samstag hatte Klaus Veelker dann wieder eine Tour vorbereitet – ebenfalls wie immer perfekt vorbereitet –, die bei Traumwetter und gutem Wind von 3-4 Beaufort erfolgte. Dabei ging es zuerst über das Heeg"Kanalfahrt"er Meer in den Woudsenderrakken, wo kreuzen im Kanal angesagt war. Einige Crews nutzten dabei die Gelegenheit „Schilfmanöver“ zu üben. Vor Woudsend mussten dann die Masten gelegt werden, um die Brücke des Städtchens zu passieren. Nach dem Durchfahren der Brücke und Wiederaufrichten der Masten ging es dann noch eine kurze Strecke unter Motor durch den Kanal, bevor im Sloter Meer wieder die Segel gesetzt werden konnten. Dort ging es unter kräftigen 4 Beaufort nach Balk. Ein herrlicher Segelspaß! Im Hafen mussten dann wieder die Masten gelegt werden, denn nun stand eine längere Kanalfahrt an. Um direkt nach Balk hereinzufahren, waren zunächst einige sehr niedrige Brücken zu passieren. Hierbei waren die Boote mit großem „Crewgewicht“ klar im Vorteil, denn sie konnten wegen des größeren Tiefganges den Mast auf der Maststütze belassen. Nach geringen Schwierigkeiten vor allem der „leichten Crews“ bei der Brückendurchfahrt wurde dann im dem kleinen Städtchen Rast gemacht, wo sich die Crews mit „Kibbeling“ und anderen Köstlichkeiten der niederländischen Küche stärkten. Nun folgte eine lange Kanalfahrt unter Motor, die durch offene Felder und Wälder und gelegentlich an Straßen vorbei führte und zum gemütlichen Entspannen oder auch einem Nickerchen einlud. Die GrillmanschaftVor Galamadammen ging es dann in die kleinen Gewässer der „Alde Karre“, „De Holken“ und „De Oarden“. Dort wurden die Masten gesetzt und der Rückweg nach Heeg unter Segeln angetreten, der von raumen Wind mit etwa 3 Beaufort und viel Sonne begleitet wurde. Nach Durchfahren einer Engstelle ging es dann in das große Gewässer des „Fluessen“, wo sich die Boote allmählich trennten. Einige Crews packte dabei das Rennfieber und es wurde versucht alles aus den Polyvalken heraus zu holen. Andere segelten noch in der Gegend herum und einige machten noch einen Stopp in Elahuizen, um sich an kühlen Getränken zu erfreuen. Nachdem nach und nach alle Boote wieder an den Stegen direkt vor der Unterkunft angekommen waren, ging der Abend in das traditionelle gemütliche Grillen über.
Für den Sonntag war vormittags ein Ausflug nach Elahuizen angesagt. Dabei ging es auf der Kreuz an einer mehr als eindrucksvollen Plattbodenschiffregatta vorbei, die bereits am Tag zuvor begonnen hatte. Die „Rennboote“ konnten wir schon seit Freitag bewundern, da sie direkt gegenüber von unserem Quartier im Pulk lagen. Am Sonntag offenbarte sich aber erst das ganze Spektakel, da nun recht nahe an dem Regattakurs vorbei gesegelt werde konnte. Gegenüber den Segelkünsten der Crews auf diesen Schiffen kam man sich dann auf den Polyvalken sehr klein und bescheiden vor. Gegen Mittag trafen sich die Crews dann in dem kleinen Hafen von Elahuizen, um sich dort in „De Nieuwe Melkfabriek“ mit Kaffee und „appeltaart“ oder auch einer Leeze zu stärken. Danach wurde die Boote neu verteilt und die TeilnehmerInnen, die sich am Nachmittag wieder auf die Heimreise nach Münster begeben wollten bzw. mussten, segelten zurück nach Heeg. SegelnDer Rest tobte sich noch bei herrlichem Segelwetter auf dem Flüssen aus. Abends gab es für die verbliebenen TeilnehmerInnen dann noch einen Ausflug zum gemeinsamen Abendessen nach Woudsend in das „Café Restaurant de Watersport“. Nach üppigem und gutem Mahl erfolgte die letzte Segelfahrt zurück nach Heeg. Dabei stand zunächst eine Fahrt durch den Kanal unter schwierigen, im Windchatten der Bäume, teils flauten haften Windverhältnissen an. Bei einigen Booten brach dann plötzlich das Regattavirus wieder aus und es wurden sich aufregende Rennen im Kanal geliefert. Interessanterweise wurden auch hierbei wieder von einigen Crews spontane „Schilfmanöver“ ausgeführt. Auf dem Heeger Meer ging es dann weiter, wobei aufkommende heftige Regenböen das Ende der Segelfreizeit ankündigten. Wegen Meinungsverschiedenheiten bezüglich des Siegers der spontanen Wettfahrten bleibt dieser Punkt hier ausgespart und wird zur weiteren Diskussion an den Heimatsteg verschoben.
Am Montag erfolgte dann das Aufräumen und die Abreise. Dieses Jahr haben einige Crews intensiv „Schilfmanöver“ geübt und den Erfahrungshorizont erweitert. Darüber hinaus gab es noch einige schmerzhafte Begegnungen mit den Bäumen der Polyvalken, die aber zum Glück keine ernsteren Verletzungen zur Folge hatten. So kehrten schließlich alle wohlbehalten und zufrieden nach Münster an unserem geliebten kleinen Aasee (seufz!) zurück und freuen sich sicherlich schon auf die nächste Segelfreizeit in Heeg und auf dem Heeger Meer. (Dirk Paul M.)
Die Red: Legerwall ist das Ufer auf der Leeseite des Bootes. „Schilfmanöver“ = das Manöver sich vom Legerwall freizuhalten bzw. wieder freizukommen.

Segelfreizeit Heeg

Auch in diesem Jahr machten sich wieder mehr als 30 Frauen und Männer sowie ein paar Jugendliche auf den Weg in die friesischen Gewässer um Heeg.
Zu diesem Event gibt es drei Berichte von Dirk, Martin und Christian
:

Segel- und Kenterfreizeit Heeg 2016

Auch in diesem Jahr machten sich wieder mehr als 30 Frauen und Männer sowie ein paar Jugendliche auf den Weg in die friesischen Gewässer um Heeg. Die tollen Unterkünfte direkt am Wasser mit eigenen Bootstegen und den obligatorischen Polyvalken waren wie immer perfekt von Hedwig organisiert.
Am Freitag, den 20. April reisten die meisten TeilnehmerInnen gegen Nachmittag an. Einige Leidenschaftliche nutzen die Gelegenheit für einen ersten Ausflug mit den Polyvalken auf dem Heeger Meer. Am Abend gab es dann erst einmal ein gemeinsames Abendessen und danach konnten dann fast alle bei 3-4 Beaufort noch einmal aussegeln und einen schönen Sonnenuntergang genießen.
Für den Samstag war ein gemeinsamer Ausflug in die kleine Ortschaft Oudega geplant. Die schöne und interessante Strecke führte über einige, durch Kanäle verbundene kleinere Seen, wie das Gaastmeer, das Sanmeer, das Flakke – und das Aldegeaster Brekken. Heftiger Wind mit 5-6 Beaufort sorgte jedoch dafür, dass die Strecke über das offenen Heeger Meer, die gegen den Wind gesegelt werden musste, für die Crews mit viel Spritzwasser verbunden war. Mit Reff bereitete dies den meisten aber auch viel Spaß. Danach wurde es zwar etwas ruhiger, doch war durch ständige starke Böen stets Vorsicht geboten.
Gegen Mittag trafen sich dann alle im Hafen von Oudega und gingen zum gemeinsamen Essen in das nette Örtchen. Nach der Stärkung wurde bei nun sonnigem Wetter, aber immer noch starkem Wind der Rückweg angetreten.
Auf dem Flakke Brekken gab es aber dann ein unerwartetes Zusatz­programm, denn einer der Valken ist dort Opfer unglücklicher Umstände sowie der heftigen Böen geworden und gekentert
(Details s. Bericht von Christian F.).
Die Crew konnten von unseren und holländischen Booten vergleichsweise schnell geborgen werden, doch stellte sich die Aufrichtung des Polyvalken als schwierig heraus, da er schon sehr viel Wasser geladen hatte. Schließlich gelang dies nach hartnäckigen Aktionen und das Boot wurde dann vom zu Hilfe gerufenen Vercharterer nach Heeg geschleppt.
Insgesamt war dies eine sehr lehrreiche Aktion, die mahnt eine Kenterung mit einem Polyvalken nicht zu unterschätzen. Nach diesem abenteuerlichen Intermezzo stand am Abend dann das gemeinsame Grillen an. Es gab neben vielen Leckereien nach diesem Tag natürlich auch viel zu erzählen, so dass der Abend schnell herumging. Nur das Pokalfinale sorgte bei den mehrheitlich vorhandenen BVB-Sympathisanten für etwas Verstimmung.
Am Sonntag war dann schlechtes Wetter mit reichlich Regen angesagt. Doch hielt sich der Vormittag vergleichsweise gut mit wenig Regen und gutem Wind. Einige Boote segelten nach Woudsend andere nach Elahuizen und einige nur auf dem Heeger Meer bzw. Fluessen. Gegen Mittag flaute der Wind dann stark ab und ab Nachmittag setzte schließlich starker Regen ein.
Nun machten sich auch die meisten TeilnehmerInnen wieder auf den Nachhauseweg. Einige blieben jedoch noch und fuhren mit den verbliebenen Booten zum Abendessen aus.
Am Montag, den 23. April reisten dann auch die letzten HanseatInnen zurück. Auch diese Heegfreizeit war wieder sehr schön und vor allem ereignisreich, so dass bestimmt noch lange darüber gesprochen wird.
(Dirk Paul)


Segelfreizeit am Heeger Meer 2016

Die Wimple sind zu hissen
Die Segelfreizeit am Heeger Meer findet traditionell am Wochenende nach Pfingsten statt. Der Berichterstatter nahm zum 3. Mal daran teil und hatte beim letzten Mal erlebt, dass einige Teilnehmer schon für 20-jährige Teilnehme vom Vorstand geehrt wurden. Also eine eingefahrene Freizeit mit eingespielten Abläufen, die Hedwig Hörbelt-Grantzow für das leibliche Wohl und Klaus Veelker für den seglerischen Part hervorragend organisiert haben.
Dazu gehört nach individueller Anreise am Freitag und Verteilung auf 5 Ferienhäuser, die gemeinsame Einnahme einer kräftigen Suppe, mit der man gestärkt in die anregenden Gespräche bei einem Glas Bier oder Wein gehen konnte. Es gibt nichts, was sich nicht noch verbessern ließe, so hat der Vorsitzende Klaus erstmals angesichts mehrerer neuer teilnehmenden Mitglieder nicht nur die Verteilung von Namensschildern vorgeschlagen, sondern auch persönlich übernommen. Neu war auch die Verteilung der max. 5 Crewmitglieder auf die 8 Polyvalken, deren Skipper Heiner Wieder, Anette Ernst, Klaus Veelker, Bernhard Wuth, Christian Fehr u.a. waren, durch Eintragen in vorbereitete Listen.
Damit war man auch schon vorbereitet auf den Samstag mit der gemeinsamen Segeltour. Diese hatte Klaus V. nach Oudega vorgesehen. Dazu hieß es erstmal Reff setzen, einige entschieden sich für 1, andere für 2-, denn wir wollten erstmal bei bedecktem Himmel und 4-5 bft bei westlichen Winden über das Heeger Meer den Inthiema Slot finden. Nachdem man unter Motor die freie Wasserfläche erreicht hatte, war das Segelsetzen schon eine Herausforderung, die man unterschiedlich bewältigte, so dass sich die Flotilie schon über das Heeger Meer verstreute, als der Letzt loskam. Es galt hart am Wind auch noch ein Regattafeld zu umsegeln und auch durch Backhalten der Fock gelang nicht jede Wende im ersten Ansatz. Durch den Wellengang kam auch schon mal Wasser über, so dass es sogar dem Vorsitzenden in den Kragen ging, wie aus zuverlässiger Quelle berichtet wurde.
Das Anlegen an einer kleinen Insel vor dem Inthiema Slot brachte erstmal ein bisschen Verschnaufen, Sammeln und Durchzählen. Dann ging es mit etwas ruhigerem Wasser, aber nach wie vor gleicher Windstärke durch Kanäle, teilweise mit dem Motor, in den Oudegaasterbrekken. Hier lag man vor dem Wind und bekam auch den Schmetterling hin. Dann war auch schon Oudega erreicht und nach und nach trudelte die Flottille ein und fand ausreichend Platz zum Anlegen. Jetzt war es aber auch Zeit und Gelegenheit für eine kleine Stärkung bei Appelgeback oder Süppchen und einen kleinen Gang durch das Örtchen.
Da der Wind kaum nachgelassen hatte, wurde für die Rückfaht von Klaus V. das 2. Reff für alle vorgegeben. So ging es in der Kreuz erstmal wieder über den Oudegaasterbrekken. Diesmal war die Flottillie näher beisammen, so konnte auch beobachtet werden, wie sich ein Polyvalk im Halbwind langsam, aber doch unaufhaltsam auf die Seite legte und dann vollständig kenterte und an dem Hansawimpel eindeutig zu erkennen war, dass es einige von uns waren, die da im Wasser schwammen. Über die außergewöhnlichen Besonderheiten und Umstände dieses Kentern wird separat berichtet werden.
Wir über­nahmen dann zwei der Gekenterten und konnten noch mit etwas warmer Kleidung aushelfen. So ging es dann durch die Kanäle mit heftigen Diskussionen über das Erlebte, wobei alle auch langsam wieder herunterkamen. Zurück über das Heeger Meer zeigte sich dann versöhnlich auch noch die Sonne.
Den Tag beschloss ein gemeinsames Grillen mit gemeinsamen Gesprächen, mit oder ohne Fernseher in dem das Pokalendspiel übertragen wurde. Generell konnte jeder seine Teamfähigkeit im Boot auf die Ferienhäuser übertragen und sich im Helfen beim Vor- und Nachbereiten der Malzeiten und Boote erproben.
Mit dieser Einstellung hatte jeder am nächsten Sonntagmorgen sein passendes Frühstück als auch Boot parat und konnte gestärkt den zweiten Segeltag angehen. Dieser stellte sich deutlich geruhsamer dar, bei schwachem Wind, aber deutlich mehr Sonne ging es nach Woudsend, wobei der Motor doch mehrmals aushelfen konnte. Zurück auf dem Heeger Meer gelangen dann doch noch einige Schläge und Vorwindkurse. Dann hieß es für einige zurück in die Arbeitswoche, sie durchfuhren den sich dunkel ankündigenden Starkregen , kamen aber wohlbehalten zuhause an. Für die Montagsheimkehrer gab es noch eine Abendfahrt nach Woudsend zu einem Fischlokal, die aber unter Motor zurückgelegt wurde. Am Montag wurde in den Häusern „klar Schiff“ gemacht und es beginnt das Abwarten auf die nächste Pfingstwoche, wenn es wieder heißt: Heeger Segelfreizeit kommt. (Martin W.)


Segefreizeit Heeg 2016

Sind Polyvalken kentersicher?

Heeg, Samstagmorgen, Törnbesprechung, Oudega ist das Ziel, und ein Reff im Groß scheint den Verhältnissen zu entsprechen. Alle sind bester Laune und freuen sich auf einen schönen Segeltag.
Dass die Hinfahrt ein wenig feuchter und auch ruppiger wird, zeigt sich erst, als wir auf dem Heeger Meer „freien Raum“ vor uns haben, und die Valk auf der Kreuz in den kurzen Wellen immer wieder unsanft eintaucht. (…)
Da wir nach dem Besuch von Oudega alle eine trockenere Rückreise wollten, wurden überall zwei Reff s eingebunden, und so ging es bei leicht böigem Wind auf die „Heimreise“. Kurz vor der ersten Wende im Flakke Brekken passierte es: Unsere Valk legte sich, wie von einer unsichtbaren Hand erfasst, innerhalb von Sekundenbruchteilen auf die Backe, und wir uns ins Wasser. Der Ruf „alle Schoten los“ konnte es nicht mehr verhindern. Glücklich wurden alle Mitsegler von niederländischen Sportseglern, die zu Hilfe gekommen waren, unversehrt geborgen und auf unsere übrigen Boote übergeben. Von der Maststütze bis zur Sitzbank konnte ebenfalls alles geborgen und auch alle Schoten gelöst werden. Der zweimalige Versuch das Boot, ähnlich wie eine leichte Jolle, aufzurichten, scheiterte wohl an den geschätzten 600-800 Litern Wasser in der Plicht, denen ich nichts entgegensetzen konnte – so schnell wie der Mast oben war,versank er auf der anderen Seite wieder im Wasser und im Schlick. (…)
Schließlich wurde ein Hilferuf an den Vercharterer abgesetzt. Die meisten Helfer setzten ihre Reise fort, bis auf zwei unserer Boote. Ich ließ mich von der gut organisierten und gut ausgestatteten (Ersatzkleidung etc.) Crew von Boot 18 nun abbergen, und nach kurzem „Kriegsrat“ versuchten wir noch einmal die Gekenterte aufzurichten: Zuerst nahmen wir zu zweit das Vorstag am Decksbeschlag auf, und hangelten uns langsam zum Masttop vor. Dann drehten wir das Boot langsam in den Wind.
Anschließend zogen wir das Boot wieder zu zweit an der Want, die noch unter Wasser war, langsam zu uns hin und richteten den Mast immer weiter auf. Dabei war bemerkenswert, dass, obwohl der Masttop sich fast 1,5 m über dem Wasser befand, das Boot sich nicht von selbst aufrichtete. Es war doch schon zu viel Wasser drin. So wurde unter Zuhilfenahme des Stakens der Mast von einem weiteren Helfer weiter nach oben gedrückt, während der Steuermann mit Pinne und Motor beide Boote im Wind hielt. Die völlig instabile Valk hielten wir weiter mühsam in der Waage, der Helfer, der vorher den Staken bediente, ging an Bord der „schwangeren“ Valk, barg die Segel und lenzte mit einem Behälter von dem zweiten beiliegenden Boot in einer affenartigen Geschwindigkeit den Rumpf fast leer, während der Steuermann das „Gespann“ weiter im Wind und auf Kurs hielt. Die angeforderte Hilfe rauschte in diesem Moment heran und nahm die noch nicht vollständig gelenzte Valk ins Schepp.
Auf Nachfragen und Analyse des Geschehens vor der Kenterung stellten wir fest, dass mehrere Fehler zu der Kenterung führten: Dem Skipper fehlten Information über Können und Erfahrung der Crewmitglieder und setzte sie falsch ein bzw. instruierte sie unzureichend. Alle Schoten waren in Curry-Klemmen fest, die Schoten jedoch nicht für den Notfall in der Hand zum schnellen Loswerfen. Ob die nicht-gereffte Fock entscheidend zum Geschehen beitrug, sei dahingestellt.
Ich danke noch einmal allen Beteiligten, die dazu beigetragen haben, dass alle „Schiffbrüchigen“ unbeschadet geborgen und „trockengelegt“ wurden, besonders dem großartigen Einsatz der niederländischen Segelkollegen, die mit zwei Booten ohne Rücksicht auf ihr Material immer ganz nah am eigentlichen Geschehen waren und uns tatkräftig geholfen haben. Es war auch für alle Beteiligten eine wichtige Erfahrung, was bei einer Kenterung zu tun ist und wie man eigentlich relativ einfach einen vollgelaufenen Valken wieder aufrichtet.
(Christian)

20. Segelfreizeit Heeg

Am 28. 5. war es endlich wieder soweit. Die Damen unter der Leitung von Hedwig trafen zum Großeinkauf. Wie zu Erwarten, waren fünf Einkaufswagen prall gefüllt, wie in jedem Jahr…
Am Freitag, nach der Ankunft in Heeg wurden 8 Polyvalken von den Skippern geentert und vor die Häuser verholt. Bei dem vorherschendem Wind von frischen 5 Bft. trauten sich wenige mit den Polyvalken auszulaufen. Nach der Rückkunft und dem Anlegemanöver der Unerschrockenen schmeckte die Heegerfreitagssuppe hervorragend. Schließlich ist es eine Herausforderung für jeden Koch, für eine Gruppe von 41 Personen im Alter von 10 bis 76 Jahren ein fürstliches Diner zu zaubern. Dennoch wurde das Kochen in Gemeinschaftsarbeit der anwesenden Segler und Seglerinnen erledigt.
Noch nicht ganz vollständig ..Der jüngste Teilnehmer, im Alter von 10 Jahren hieß Rasmus, „der Gott der Winde“. Den Namen hat sich unser Moses auf dieser Freizeit wohl verdient. Am Samstag war die geplante Tour nach Sneek auf Grund des starken Windes (5 bis 6 Bft. in Böen 7) nicht zu machen. Sicherheit geht vor. Trotzdem wurde es ein gelungener Samstag. Ein fremdes Dickschiff segelte vollbesetzt, ich mochte nicht hinsehen, da waren fast 10 Segler drauf. Echt krass, der Tiefgang. Des Bootes natürlich… Aber auch unsere wagemutigen Valkensegler wagten sich bei dem sehr frischen Wind auf das Heegermeer, de Fluessen. Kurz vorm Ablegen wurde noch von Boot zu Boot gerufen, das der „Kaffee verkeert“ in Woudsend bei „de Waterspoort“ sehr lecker sei. Also nix wie hin, und schon lagen drei Polyvalken mit den Besatzungen direkt an der Brücke in Woudsend, und hatten das sogenannte „Hafenkino“ pur. Alle anderen Valken blieben im Umkreis von Heeg.
Der eigens für die Segelfreizeit gefertigte Grill wurde angeheizt. Während der Grill so vor sich hin ko-kelte, wurden drei langjährige Segelfreizeit-Teilnehmer von Hedwig und unserem ersten Vorsitzenden geehrt. Klaus Veelker war 20 Jahre ohne Unterbrechung und Elke und Helmut Hirsch 19 Jahre dabei. Als Präsente wurden T-Shirts mit dem schönen Rückenlogo „Buntes Schiff in Wellen“ überreicht. Die Shirts kamen bei den Geehrten und den Anwesenden sehr, sehr gut an. Der von Klaus Veelker gespendete Sekt natürlich auch… Der Abend fand einen harmonischen Ausklang beim Verzehr des Grillgutes vom Segelfreizeitheeggrill.
Am Sonntag mussten leider, wie in jedem Jahr, einige Teilnehmer nach Hause. Wir nutzten aber trotz angekündigtem Starkwind (5/6 Bft. in Böen 7/8/9) die Polyvalken, um die Insel vor Heeg zu umrunden, oder um einfach nur ein wenig mit viel Krängung zu segeln.
Abends war dann für die „in Heeg gebliebenen“ die Fahrt mit den Autos nach Woudsend zum Essen angesagt. Es war einfach zu viel Wind. Den verbliebenen 12 Seglern hat es super im Restaurant „de Pontjke“ geschmeckt. Ist ’ne umgebaute ehemalige Kirche.
Tja, was soll ich nu schreiben. Am Montag ging es für jeden nach Hause. Für manche, die sich noch etwas in den Niederlanden ansehen wollten (mit dem Auto) und die Eigner, die noch mit ihren Booten zu ihren Heimathäfen zurück mussten. Uns allen hat es wieder super gut gefallen. Unser Dank gilt der exzellenten Organisation von Hedwig.
Danke und herzlichst, Euer Klaus Veelker.

 

Segelfreizeit Heeg 2014

Das traditionell von vielen Hanseaten in Heeg verbrachte Nachpfingstwochenende war erneut ein toller und voller Erfolg.

Peter G. beschreibt in seinem Bericht als Neumitglied seine Eindrücke:


Liebe Segelkameradinnen und Segelkameraden,

mit nur (m)einer Gegenstimme wurde beschlossen, dass ich als Neumitglied des Clubs und erstmaliger Heegfahrer einen Erlebnisbericht dazu schreiben darf. Was ich natürlich gerne tue:
Am Freitag, den 13.06. machten wir uns auf den Weg. Klaus V. mit Anhänger, beladen mit Proviant und Getränken, die am Tag zuvor von der Aldi-Flottille besorgt worden sind. Aufgeteilt in Fahrgemeinschaften erreichten die ersten schon am frühen Nachmittag unser Ziel, das Städtchen Heeg. Die Frühankommer hatten den Vorteil, schon den Wind mit einem Probetörn testen zu können. Alle Medaillen haben aber immer zwei Seiten: Deshalb durften sie danach die Abendbrotsuppe für die ganze Segelgemeinschaft zubereiten, die immerhin aus 32 Mitseglerinnen und Mitseglern bestand. Die Suppe schmeckte köstlich.
Heeg
Vielen Dank dafür. Köstlich war auch das Wetter! Am Freitag Abend zwar noch ein wenig verhangen aber mit gutem Wind hatten wir auch die übrigen Tage bis Sonntag ein Segelwetter vom Feinsten: Sonne und Wind wie man es sich schöner kaum wünschen kann! Wir konnten jeden Tag nach Herzenslust segeln, was wir auch getan haben.
Schiffe
Noch am Freitag nach dem Abendsüppchen segelten einige der 6 gecharterten Polyvalken bis 22:00 Uhr auf das Heeger Meer hinaus, begleitet von zahlreichen Jubelschreien. Letztere allerdings nicht wegen der zweifellos hervorragenden seglerischen Qualitäten der Crews, sondern weil unsere niederländischen Gastgeber einen 5:1 Erfolg im Vorrundenspiel der Fußballweltmeisterschaft gegen die spanischen Kicker verbuchen konnten und jedes Tor lautstark feierten. Hier taten sich besonders die Männer der Plattbodenschiffbesatzungen hervor, die zahlreich wegen ihrer Regattatage im naheliegenden Hafen lagen.
Der Tag endete mit einem gemütlichen Beisammensitzen auf der Terrasse des (Beinahe-) Frauenhauses 57c bei Wein und einem Fässchen Landbier. Dann suchten alle ihre Betten auf in den vier wunderschönen, unmittelbar am Steg gelegenen Ferienhäusern. Natürlich außer den per Schiffen angereisten Eignern, die in ihren Kojen nächtigten.
FrühstückFür den nächsten Tag hatten Harm R. und Klaus V. einen wunderschönen Törn geplant.
Nach einem gemeinsam zubereiteten Frühstück liefen wir mit unserer kompletten Flotte von 6 Polyvalken aus und verbrachten bei traumhaftem Wetter mit Sonne und Wind einen wunderschönen Tag in einer wunderschönen Landschaft. Wald
Die Tour führte uns segelnd über das Slootermeer auf eine Strecke durch schmale und von der Wassertiefe gerade noch ausreichenden Kanäle, die wir motorend bewältigten, schließlich über die „Meere“ De Holken und Fluessen zurück ins Heeger Meer. Allerdings ist „bewältigen“ für die wunderschöne malerische Kanallandschaft die wir durchquerten nicht der richtige Ausdruck: Wir genossen die langsame Fahrt durch sonnendurchflutete Alleen, kleine Dörfer und grüne Weidelandschaften bei bester Stimmung und Füßen im Wasser. WindRast machten wir in dem Örtchen Balk in einer Pommesbude bei Patat, Frikandel und Bitterballen oder in einem gemütlichen Café. Sehr smakelijk! Eine steife Brise erwartete uns danach auf den Meeren und mit viel Fahrt segelten wir dem Abendbrot entgegen, unterbrochen nur durch gelegentliche kurze Legerwall-Schilf-Erforschungen einer besonders naturinteressierten Crew.
Nach durchschnittlich rund 20 Seemeilen zurück am Steg starteten wir hungrig unseren Grillabend mit allen Köstlichkeiten, die das Herz (und der Magen) begehrte. Dazu wieder Wein, Landbier vom Fass und natürlich auch eine Auswahl nichtalkoholischer Getränke. Einige Unentwegte nutzen danach den guten Wind noch zu ein paar Verdauungs-Schlägen bevor alle gemeinsam mit guter Laune, leckeren Knabbereien, angeregten Gesprächen, Andy und seiner Gitarre den Abend auf der Terrasse des (Beinahe-) Frauenhauses 57c ausklingen ließen.
CafeUnd schon ist Sonntag Morgen. Für etwa die Hälfte der Teilnehmer bereits der Abreisetag. Aber auch heute war uns der Wind- und Wettergott wieder mehr als gnädig. So konnte der Tag bis zur Abreise unter Segeln verbracht werden. Die Boote wurden nach Heute-Abfahrern und Morgen-Abfahrern aufgeteilt. Letztere konnten ihren Törn etwas ausgedehnter planen. Nachdem die Heute-Abfahrer sich leider verabschieden mussten, machten sich die Zurückgebliebenen per Boot auf den Weg nach Woudsend zum Abendessen im Restaurant. Maren und Andy legten die Strecke über Meer und Kanäle sogar sportlich in Lasern zurück. Es gab Filet, Steak, Fisch, superleckere Spareribs und Klaus V. schwärmte noch lange von seiner zügig verputzten Quiche, die seine treusorgende Heike ihm vorbestellt hatte.
Beschlossen wurde der Abend und unsere Segelfreizeit auf der Terrasse des (Beinahe-) Frauenhauses 57c, wieder mit fröhlicher Stimmung und guten Gesprächen.
Der Montag stand dann ganz im Zeichen des Aufbruchs. Bis 10:00 Uhr sollten die Häuser geräumt sein und die Boote mussten gereinigt und an die Heimatstege verholt werden. Alles wurde gemeinsam zügig erledigt, so dass wir uns um etwa 11:00 Uhr voneinander verabschieden mussten und die Heimreise in Fahrgemeinschaften angetreten wurde. Einige Teilnehmer machten noch einen Stopp in dem schönen Städtchen Elburg für eine Besichtigung und spontane Einkäufe. In dem Café „De Herberge“ wollte uns der freundliche Kellner bis zum Schluss nicht glauben, dass sich der Hirschkopf an der Wand tatsächlich bewegt und uns freundlich zugenickt hatte. Das war aber so! Oder ?
Zusammenfassend meine persönliches Fazit der Heeger Segelfreizeit: Es waren wunderschöne Tage mit wunderschönen Menschen bei wunderschönem Wetter mit wunderschönem Wind und wunderschönen Törns in wunderschöner Landschaft. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr. Nicht vergessen möchte ich einen Dank an die vielen Helfer, die die Freizeit vorbereitet und durchgeführt haben. Natürlich einen besonders wunderschönen Dank an Hedwig für ihre perfekte und liebevolle Organisation.
Mast und Schotbruch Peter G.

Großer Törnvorstellungsabend für 2019

Das jährliche Vortreffen für die gesamten Dickschiff Vereinsveranstaltungen war dieses Mal (20.11.) so gut besucht, wie noch nie, obwohl nicht wenige der üblichen Teilnehmer, die dieses Mal verhindert waren, oder sich anderweitig um ihre Teilnahme bewerben/beworben haben, noch fehlten.
Neben den regulären Sitzplätzen im Clubraum waren die Polstermöbel, die Thekenhocker sowie die Holztritte vor der Fensterseite vollständig besetzt und viele interessierte Teilnehmer mussten dennoch stehen.
Für 2019 sind erneut sieben Dickschiff bzw. eine Kieljollen-Trainingsveranstaltungen im Angebot des Clubs und entsprechend dauerten die Eintragungen in die umlaufenden Teilnehmerlisten nach Vorstellungen der einzelnen Veranstaltungen durch die Hauptorganisatoren unter Moderation des Fahrtenseglerobmann auch eine ganze Weile.

kein Platz mehr frei im Clubraum ..
  • Hafenmanöver
  • Seenotrettungsübung
  • „Astrotörn “ mit Rumregatta
  • Segelfreizeit Heeg mit Polyvalken
  • J70 Training
  • Distanztörn
  • Ostseeflottille
  • Flottille Mittelmeer

Genaueres siehe auch Fahrtensegeln/Toernfahrplan/

Von der Teilnehmerzahl her größte Veranstaltung ist das Mittelmeertraining; für 2019 ist Sardinien in der Planung.
Die Flottille Ostseetraining wird von Heiligenhafen aus starten.
Das Interesse am Hafenmanövertraining in einem Hafen am IJsselmeeres sprengt den Rekord des letzten Jahres bei weitem.
Der zweiwöchige Distanztörn „die kleine 8“ – auch ausgehend Heiligenhafen – hat als Nordziel Breite Göteburg / Skagen.
Für das Trainingcamp J70 in Monikendamm haben sich wieder sehr viele eingetragen, die Warteliste ist geöffnet (oder es wird umdisponiert), und für die Seenotrettungsübung gibt es auch schon eine vollständige Teilnehmerzahl, obwohl der Termin nicht einmal feststeht.
An dem Abend verhinderte Nachzügler sind dringend gehalten, sich umgehend beim Fahrtenseglerobmann zu melden, damit die Planungen weiter gehen können und keine allzu großen Enttäuschungen entstehen können, weil keine Plätze mehr verfügbar sind.

Seglererlebnisabend 2012

Nun erneut zum Abschluss der Saison: am 30.11. kamen weit über 30 Hanseaten in den Clubraum, um in den dargeboten Lichtbildvorträgen zu verschiedensten Erlebnissen von Clubmitgliedern mit genommen zu werden.
So ging es im Rahmen der Ostseeflottille von Warnemünde nach Kopenhagen und zurück, beim Seeseglertreffen über das IJsselmeer, bei der Segelfreizeit nach Pfingsten ins friesischen Heegermeer auf Polyvalkentour, mit kleiner Crew im Plattbodenschiff nach Friesland und mit neun Seglern auf der Colin Archer in die Neustädter Bucht. Aber mit vielen Pointen ging es ebenso im Optimisten über den Aasee, mit viel Kultur bei den Landgängen durch den westlichen Kanal und Biskaya zur Nordwestzipfel Spaniens und schon Tradition „last but not least“ auf die Sommerreise der „Seestern“ erst mit junger Damencrew vom IJsselmmer via Helgoland und Sylt nach Amrum und dann mit bewährter Eignercrew über den „Umweg“ Amsterdam zurück in den Heimathafen.
Zum üblichen Angebot an Getränken hat Peter T. wieder für leckere Frikadellensnacks gesorgt. Großer Dank an Alle
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