Die Regatta vom 14. bis zum 15. März fand am Biggesee statt. Das Wetter war zwar nicht so gut, der Wind schlief auch noch, doch insgesamt war es ein tolles Event mit guter Strukturierung.
Am Samstag kamen alle an, meldeten sich an und bekamen ein cooles Sailingboom-Aquafleece. Wegen der Quaggamuschel wurden von 09:00 Uhr bis 11:00 Uhr alle Boote desinfiziert und durften danach eine Stunde nicht ins Wasser. Die Quaggamuschel ist eine sich invasiv ausbreitende Süßwassermuschelart, die ursprünglich aus dem Schwarzmeerraum stammt und sich seit 2016 massiv in mitteleuropäischen Gewässern ausbreitet.
Aber so viel Zeit hatten wir, während wir auf Wind warteten. Wir nutzen die Zeit, herumzulaufen, Waffeln und Zuckerwasser zu essen und im coolen Sailcenter-Shop zu shoppen.
Am Samstagnachmittag war dann doch ein bisschen Wind auf dem Wasser, und die Regattaleitung nutzte die Chance und fuhr aufs Wasser. Es waren für Opti A Fleetraces geplant. Ich war in der roten Fleet, die anderen drei aus unserer Gruppe in der grünen. Drei Wettfahrten wurden durchgeführt, und trotz ein paar Frühstarts kamen wir noch im letzten Licht im Hafen an.


Wir slippten aus und gingen duschen und zum Abendessen. Es gab Fischstäbchen mit Erbsen und Kartoffelpüree sowie Vanillepudding mit Beerenkompott. Nach dem Abendessen fand dann noch die Tombola statt. Leider haben wir nicht das tolle J-Sail gewonnen.
Am Sonntag hingen bis Mittag die Flaggen an den Startschiffen, die die Startverzögerung anzeigten. Ein wenig kam die Sonne heraus, doch der Wind hatte sich in den Winterschlaf begeben. Alle vertrieben sich die Zeit mit Pizza essen und Waffeln.
Dann entschied die Wettfahrtleitung, dass die Regatta abgebrochen wurde, weil wirklich kein Lüftchen wehte. Dann packten alle wieder ein, und es fand noch die Siegerehrung statt.

Wir vier vom Hansa erreichten die Plätze 47, 65, 68 und 85. Danach hieß es: aufladen und ab nach Hause.
GER 1160







Um kurz nach vier ertönte dann das Ankündigungssignal und die letzten der insgesamt 39 Boote wurden geslippt. Im ersten Lauf konnten vor allem Nikolas aber auch Jan, Merle und Lean mit einem taktisch gut eingeteilten Rennen und viel Kampfgeist den Grundstein für ihre späteren guten Platzierungen legen. Die anderen Segler des Hansa kamen mit dem böigen und stark drehenden Winden im ersten Lauf nicht so gut zurecht. Sie hofften dann, nachdem Lena ihnen vom Paddelboot aus Tipps gegeben und Mut zugesprochen hatte, auf die nächsten Läufe. Was zu diesem Zeitpunkt niemand ahnte, es sollte die erste und letzte Wettfahrt des Wochenendes bleiben… Denn die beiden nächsten Läufe wurden von der Wettfahrtleitung zum aufgrund von Winddrehern bzw. kompletter Flaute dann abgebrochen. Das war natürlich für unsere Segler, die jetzt deutlich besser platziert waren, ein wenig enttäuschend.
Die Enttäuschung legte sich aber dann doch am Abend beim Anlegeschluck mit Fassbrause und Fassbier! Nach einem stärkenden Abendessen und zwei oder drei erfrischenden Kaltgetränken fielen dann alle müde in ihre Betten.
Zwar kannten alle Segler bei der Siegerehrung schon ihr Ergebnis in der Einzelwertung, aber die spannende Frage war, ob der Segelclub Hansa seinen Titel in der Teamwertung verteidigen konnte. Leider nein, das Team Hansa 1 musste sich dem Team vom Segelclub Mayen geschlagen geben. Trotz eines dritten Platzes von Nikolas, einem fünften Platz von Merle – beide 4.7 – und einem siebten Platz von Lean im Radial, reichte es nachher nur für Platz zwei. Das schöne Bild, das seit einem Jahr das Treppenhaus im Clubhaus verschönert hatte, musste wieder abgegeben werden. Darüber hinaus erreichte Jan Niemann (4.7) mit dem sechsten Platz ein gutes Ergebnis. Und auch das zweite Team des Hansa landete mit Platz sechs in den Top Ten der Teamwertung.