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SEGELCLUB HANSA MÜNSTER e.V.
Seesegeln - SHM Flottille Mittelmeer 2015
SHM Bildchen



Mittelmeer-Flottille aus Kroatien zurück

Update für die Seemannschaft
(zum Vergrößern mit Maus auf Bild zeigen)


 Der Fahrthebel steht auf "neutral". Vorsichtig schalte ich in den Rückwärtsgang – da bewegt sich wenig. Zwölfeinhalb Tonnen Leergewicht fordern offensichtlich mehr Kraft. Also: mehr Gas. Langsam schiebt sich jetzt "Lavsa", eine Bavaria 45, auf die rote Tonne in knapp 100 Metern Entfernung zu. Das Steuern fällt schwer, dauernd muss ich korrigieren. Warum fährt der "Kahn" nicht geradeaus?
Manöver 2 Manöver 1 Die Antwort von Skipper Christoph und seinem "Co" Ekkes ist einfach: Unter dem Heck stehen zwei Ruderblätter. Anders als ein einziges Blatt in der Mitte des Schiffes sorgen sie erst bei kräftigem Tempo für eine ruhige Geradeausfahrt. Das passende Tempo muss gefunden werden. Übung macht den Meister, sagt ein Sprichwort, oder, mit anderen Worten, Training tut not. navigare necesse est Schoten dicht Auch beim Flottillensegeln im Mittelmeer. Ob die Auffrischung von Knoten, der Kontrollblick für den richtigen Stand der Segel, die Kursbestimmung oder am Abend das Anlegen an der Mooring – das alles fordert Routine und Erfahrung. Der Urlaub unter Segeln wird mit kleinen Trainingseinheiten gewürzt. Wo ginge das besser als im Segelclub?
Plotter Stärkung  Über 70 Aktive haben das genutzt. In der ersten Woche von Zadar nach Split, in der zweiten Woche zurück nach Zadar. Sechs große Yachten vom Typ Bavaria 45 standen zur Verfügung – die Skipper Bernhard Wuth, Christopher Wessling, Volker Bertermann, Jürgen Middeke, Klaus Mechler und Ralph Matschke blieben die gesamte Zeit über an Bord, die Mehrzahl der Crewmitglieder wechselte in Trogir bei Split. Gute Stimmung begleitete die Fahrt – bis hin zum gemeinsamen Abendessen in Mulje, wo die Wirtsleute einen riesigen Thunfisch in beachtliche Steaks aufteilten und als Alternative einen Grillteller mit Fleisch anboten. "Lecker!", war das am meisten gehörte Urteil im Laufe des Abends, den Club-Chef Klaus Mechler in seiner Eigenschaft als Kommodore der Flottille mit einer kurzen und zufriedenen Bilanz eröffnet hatte.
Nachdenklich Front  Kapriolen bot lediglich das nur sehr bedingt sonnige Herbstwetter. Es wurde von einem Tief über der nördlichen Adria beeinflusst. So musste unser Start in der malerischen Bucht Vrulje angesichts der Gewitterwarnungen der Wetterdienste kurzerhand um anderthalb Stunden verschoben werden - bis Blitz und Donner an unserem Standort (eher weit) vorbeigezogen waren. Der Weg bis Sali war dann auch am Nachmittag noch leicht zu schaffen und belohnte die Hanseaten mit guten Segelbedingungen. Ähnlich schön hatte sich gleich der erste Schlag von Seget nach Sibenik mit knapp 30 Seemeilen angefühlt.
Sibenik Krka  Für die gute Stimmung der Crews sorgten auch gemeinsame Unternehmungen am Abend. In Sibenik brachte uns ein Wassertaxi in die malerische Innenstadt, die sich in der Dämmerung vor dem Abendessen besonders reizvoll präsentierte. Spektakuläres Naturschauspiel boten dagegen gleich am nächsten Tag die Wasserfälle des Flusses Krka, die wir von Sibenik aus per Bus besuchten. Ihre Kraft reichte früher sogar für die Stromproduktion aus. Unser gut einstündiger Rundweg brachte uns an die besten Ausguckplätze – Foto- und Filmmotiv waren die tosenden Wasser allemal.
Einsatz  Bei eher schwachem Wind erreichten wir nahe Zadar die Riesen-Marina Sukosan – den Endpunkt unseres diesjährigen Flottillentörns im Mittelmeer. Die Abnahmen gingen schnell und reibungslos vonstatten. In Zadar besichtigten wir noch die Altstadt und die urige Wellenorgel, bevor der Rückflug nach Düsseldorf und die Ankunft am Aasee in Münster endgültig den ziemlich kalten Schlusspunkt setzten. "Wo geht's eigentlich nächstes Jahr hin?", fragte irgendwer am Flughafen. Die Flottille scheint anzukommen. (Wolfgang)

 

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