Segeln, Segeln, Segeln

Leere Boxen am Steg, weil die Vereinsboote zum Abendsegeln und Training auf dem Aasee sind

Lange Zeit hat auch der Segelclub Hansa-Münster e.V. den Vereinsbetrieb eingestellt, um die Kontakte so weit als möglich einzuschränken. Seit einigen Wochen ist nun mit Auflagen und Regeln zur Hygiene der Trainings- und Segelbetrieb wieder möglich. Segeln hat hier den großen Vorteil, dass es als Sportart an der frischen Luft und im freien Gelände besonders geeignet ist, um sich auch in Corona-Zeiten Bewegung, Spaß und Sport zu gönnen.

Die Bootsnutzung ist daher auch schnell angestiegen – an der Stelle herzlichen Dank an alle, die beim Fertigmachen der Boote und des Hafens als Familien oder Zweierteams enorme Arbeit geleistet haben. Die großen Termine wie Workshops und Boote ins Wasser mit sonst bis zu 80 fleißigen Helfern konnten ja nicht stattfinden. Großartig ist auch, dass die Vereinssegler von sich aus darauf achten, Abstand zu halten und auch mal am Vor- und Nachmittag zum Segeln kommen. Immer häufiger sieht man aber auch leeren Boxen, weil alle Vereinsboote zum Freizeitsegeln oder für Trainings auf dem See sind. Der Aasee dürfte dieses Jahr für viele einen Urlaub ersetzen.

Training der Fördergruppe SVNRW vor Kiel, Juni 2020

Ebenso wie die olympischen Wettbewerbe wurden WM und EM, Landesmeisterschaften und Ranglistenregatten abgesagt, auf den späten Herbst oder in das nächste Jahr verschoben. Für die Leistungssegler/innen des Vereins bedeutet das leider, dass sie ihre hervorragenden Platzierungen und fleißigen Trainings im Winter erstmal nicht für Auftritte in großen Wettbewerben nutzen können. Für viele der jüngeren Segler/innen ist damit auch verbunden, dass sie ein Jahr früher als sonst üblich versuchen, in die nächste Boots- oder Altersklasse umzusteigen, also beispielsweise vom Optimist in den Laser. Eltern, Verein und Landesverband bemühen sich hier hinter den Kulissen mit Trainingsorganisation und Bootsmaterial so gut wie möglich zu unterstützen. Für alle ist diese Situation aber eine Herausforderung.

Kraft- und Stabilisationstraining per Videokonferenz

Während der strikten Kontaktbeschränkungen in den letzten Wochen wurden vom Landesleistungsstützpunkt wochenweise Trainingspläne an die Segler/innen herausgegeben. Um die Motivation zu steigern haben die Trainer per Videokonferenz zusammen mit den Segler/innen trainiert oder auch mal eine Runde Taktiktraining per VirtualRegatta am Computer angeboten. Das Segeln auf dem Wasser kann dieses Training aber nicht ersetzen und daher sind alle froh, dass mit der gebotenen Vorsicht nun wieder erste Vereinstrainings der Piraten, Laser und Optis angeboten werden. Auch die überregionalen Trainings des Landesleistungsstützpunktes finden wieder auf dem Wasser statt und die Segler/innen in den Landesgruppen oder in der Nationalmannschaft können wieder weitere Trainingseinheiten in Warnemünde oder am Bundesstützpunkt in Kiel durchführen.