AKTUELLES



Klönabend – Themenabend – Schöner Abend

Es ist schon viele Jahre her, dass Ekkes auf die Idee kam, das gemütliche Zusammensitzen am Klöndonnerstag im Clubhaus bzw. der Clubgaststätte über den Winter etwas auszubauen. Auch vorher wurden schon Segelgeschichten erzählt, Berichte über brenzlige Situationen weitergeben, Ansichten und Hilfen zum Segeltrimm zum Besten gegeben oder ein profunder Kurzvortrag über Tidengewässer ins Gespräch eingestreut.

Als Themenabende haben die Donnerstage aber eine ganz andere Qualität bekommen. Denn vor dem gemütlichen Klönen gibt es einen Vortrag von Clubmitgliedern oder Gästen. Zu Anfang des Winters werden Themen, Fragestellungen oder allgemeine Interessen gesammelt und dann jemand gesucht oder eingeladen, der aus Erfahrung, beruflichem Hintergrund oder auch leidenschaftlichem Interesse bereit ist, hierzu einen Vortrag vorzubereiten.

Das Schöne an diesem Abend ist, dass Ekkes nun schon seit vielen Jahren immer Donnerstags humorvoll eine ganze Runde von Hanseaten begrüßen kann, die dann über Gezeitennavigation, MOB Fälle, Wetterkunde, Hafenmanöver, Seekrankheit, Knoten & Spleisse und vieles mehr informiert werden (und natürlich heftig diskutieren). Auch für neue Clubmitglieder eine schöne Gelegenheit, um etwas mehr zu erfahren und mit anderen ins Gespräch zu kommen.

Herzlichen Dank an Ekkes für Idee und Organisation!
https://www.segelclub-hansa.de/ausbildung/themenabende/

(Markus)

Die neue Homepage geht an den Start!

Willkommen auf der brandneuen Homepage des Segelclubs Hansa-Münster!
Wir haben im vergangenen Dreivierteljahr eine völlig neue Seite aufgebaut, die wir anlässlich der Mitglieder­versammlung am 10. Februar 2018 in Betrieb genommen haben.

Vielen Dank an Ekkes, der die bisherige Seite mehr als ein Jahrzehnt lang aufgebaut, betrieben und gepflegt hat! Wir haben einen riesigen Schatz an Informationen vorgefunden, den wir in die neue Seite übertragen haben. Über die neue Suchfunktion lässt sich nun so manches alte Schätzchen wiederfinden, und durch die Schlagwörter gelangt man zu verwandten Inhalten und kann sich stundenlang in alten Geschichten verlieren…
Danke auch an alle, die zur neuen Seite beigetragen haben, sei es durch Fotos, Texte, Informationen oder Anregungen!

Mit dem Start der neuen Seite ändern sich ein paar Dinge: So wird es zum Beispiel viel einfacher, neue Informationen ins Netz zu stellen, da unser Basis-System WordPress hierfür eine leicht zu bedienende Oberfläche bereitstellt. Wer sich nicht scheut, kann also selbst als Autor für neue Beiträge aktiv werden und entlastet dadurch uns als Administratoren. Für Interessierte wird es in Kürze eine Einweisung als Sonder-Themenabend geben; Details hierzu geben wir per e-Hanseat bekannt.
Neue Termine, die im Hansa-Terminkalender angezeigt werden sollen, nehmen Katharina und Anas entgegen. Diesen Kalender kann man sich auch in den eigenen Kalender (Smartphone oder PC) einbinden; die URLs dazu gibt es auf der Kalender-Seite.

So eine Homepage lebt davon, dass sie immer informativ und aktuell ist, und um das zu erreichen, brauchen wir Eure Hilfe! Wir brauchen Eure Berichte über alle Events, Regatten, Törns, Feste, Workshops…, die im Hansa stattfinden. Wir brauchen Eure Fotos. Wir brauchen Euren Input, wenn es neue Informationen gibt (Neuer Obmann? Neues Boot? Neuer Theoriekurs?). Wir brauchen Eure wachsamen Augen, die Fehler auf der Seite entdecken. All diese Informationen könnt Ihr uns künftig ganz einfach per Mail zukommen lassen, und zwar an webmaster@segelclub-hansa.de. Weitere Kontaktmöglichkeiten sind in Planung; mehr dazu in Kürze.

Wir wünschen Euch viel Spaß mit der neuen Seite und freuen uns auf Eure Rückmeldungen!

Eure Webmaster
Gerit und Lars

Der neue Werkraum geht in Betrieb

20 Grad und gute Luft, was für eine Wonne!

Der Werkraum in der neuen Bootshalle ist Anfang Januar mit einer Einweisung für alle Vorstände, Obleute und Bootspaten durch unseren Leiter Boote und Hafen Walid A. der Bestimmung übergeben worden. Bernhard W. und Helmut H. zeigten alle Einrichtungen und erläuterten die Benutzung von Heizung, Elektrik, Kran und Werkräumen.

Die Halle wurde dann gleich für dringend anstehende Arbeiten am Motorboot und an Piraten in Beschlag genommen. Am 27. und 28.01.2018 wurden die ersten großen Workshops mit Reparaturen und Pflegearbeiten an den Vereinsbooten durchgeführt. Am Samstag kamen zehn Hanseaten zusammen, um an Zugvögeln und Piraten kleinere Instandsetzungen bis hin zu groben Schäden zu beheben.

Am folgenden Tag nutzten 15 Jugendliche (und noch ein paar Erwachsene) die neuen Möglichkeiten. Die Jugendlichen tauschten sich über die Wartung und Pflege von Lasern aus, die erfahrenen Regattasegler konnten Tips weitergeben, und der Umgang mit Gelcoat zum Ausbessern von Schäden wurde gezeigt.

Bei beiden Terminen profitierte man sehr vom neuen Werkraum. Hier passen jetzt 3 größere Jollen oder viele Laser gleichzeitig hinein, es gibt mobile Werkbänke, einen Kran, 20 Grad und gute Luft, was für eine Wonne! Für die Jugendlichen vielleicht nichts besonderes, aber wer noch Schweinestall, Pferdestall oder die beengten Verhältnisse im Clubkeller kennengelernt hat (wie die leicht ausgewaschene Redcap auf dem Foto), weiß, warum man da ins Schwärmen gerät. Nächste Gelegenheit zum Mitmachen beim nächsten Workshop!
(Markus)

Boote aus dem Wasser 2017

Mit einem Großaufgebot traten die Mitglieder des Segelclubs Hansa-Münster (SHM) am Freitag und Samstag, 10./11.11, an, um die Vereinsboote aus dem Hansa-Hafen zu holen und in die neue Bootshalle in Hiltrup zu verfrachten. Erst im September des Jahres war diese Halle feierlich eröffnet worden. Die meisten Boote konnten über die Slipanlage direkt aus dem Wasser auf die Trailer gezogen werden, bei den schwereren Booten bzw. Kielbooten tat der neue Kran am Rande des Hafens gute Dienste.
Am Freitag hatten rund 40, am Samstag fast 90 alte und junge Mitglieder neben diesem „Kerngeschäft“ noch jede Menge anderer Arbeiten an den Stegen des Hansa-Hafens, den Grünanlagen sowie in und um das Vereinshaus zu erledigen: Hecken, Bäume und Sträucher schneiden, Stege reinigen, Segelkammer aufräumen, Dachrinnen reinigen, Umkleideräume auf Vordermann bringen, kleinere Reparaturen erledigen, Sonnenschirme abbauen, …
Die gemeinsame körperliche Aktivität und die zwischenzeitlichen Verschnaufpausen boten eine gute Gelegenheit zum Klönen und für Fachsimpelei zwischen den zahlreichen Neumitgliedern, den alten Hasen und vielen Opti-Eltern, die mit ihren Kindern zum alljährlich wiederkehrenden Arbeitseinsatz des Vereins an der Mecklenbecker Strasse erschienen waren.

Walid und Rolf K. hatten den Arbeitseinsatz gründlich vorbereitet, jeder fand eine passende Aufgabe. Nach getaner Arbeit sorgte am Samstag Mittag ein herzhafter Imbiss für gute Laune bei allen Beteiligten. Mit einem herzlichen Dank vom Vorsitzenden Klaus Mechler an alle Helfer endete die Aktion „Boote aus dem Wasser 2017“.
In der neuen Bootshalle werden im Winter die Boote gereinigt, gewartet und wenn nötig, repariert. Im Clubheim des Vereins gibt es in den nächsten Monaten wieder eine ganze Reihe von Vorträgen, Workshops, Kursen und Vorbereitungstreffen rund um das Thema Segeln.

Eisbärenregatta Bremerhaven 2017

wenig Wind am 1. Tag

Am Wochenende habe ich an der Eisbärenregatta (4.—5.11.) in Bremerhaven teilgenommen. Es gab 34 Boote in A und in B gab es 37. Insgesamt hat der Wind viel gedreht, aber am Sonntag war ein bisschen mehr Wind.
And the Winner is ...Es war eine schöne und gute Regatta, weil alle so nett waren und die Veranstalter (der Club) alles gut organisiert hat und wir konnten alle viel Spaß haben. Am ersten Tag haben wir 3 Läufe gemacht. Der Kurs war sehr lang und ich konnte insgesamt den 2. punktgleich mit dem ersten Platz erreichen.
Am zweiten Tag hat Ole Schweckendiek vom Far East Team 3 erste Plätze gefahren und damit wäre er vor mir. Doch als ich und Josh Berktold (ETuF) gegen ihn protestieren wollten, weil Ole auf dem Vorwind Josh den Raum genommen hat und ich das gesehen habe (ich war Zeuge), hat die Wettfahrtleitung gesagt, dass Ole ein BFD hatte und dann hat es sich nicht mehr gelohnt zu protestieren. Damit war ich dann vor Ole und habe die Regatta dann gewonnen. (Max Stiff)

Yates Mallorca Cup 2017

Hansa Segler erfolgreich auf Mallorca

Beim diesjährigen Yates Mallorca Cup im Rahmen der International Segel­woche Mallorca hat eine Crew vom Segelclub Hansa Münster einen erfolg­reichen dritten Platz erkämpft. Im Rahmen der ein­wöchigen Veranstaltung konnte sich die Münsteraner Crew damit als beste deutsche Crew in dem internationalen Regatta­feld durchsetzen.

Der Yates Mallorca Cup wurde in diesem Jahr zum 24. Mal ausgetragen und findet traditionell in der Bucht von Palma de Mallorca statt. Nach 2 Qualifikationsregatten und der Qualifaktion für die Goldfleet der besten 15 Schiffe wurden die Münsteraner nach sieben Wettfahrten dritter von insgesamt 29 Startern und mussten sich nur zwei Schweizer Crews geschlagen geben.

„Für uns war die Regatta ein Riesenerlebnis, da dies unsere erste Teilnahme bei einer Dickschiffregatta war und wir vor den Wettfahrten nicht wirklich wussten, wie wir in dem internationalen Feld zurecht kommen werden“, betonte Steffen Bersch, der Steuermann der Hansa Crew. „Mit den Erfahrungen aus diesem Jahr werden wir auch im nächsten Jahr wieder an den Wettfahrten teilnehmen.“

Mit an Bord der 38 Fuß-Segelyacht waren Oliver Venherm, Natalie Frese, Mehdi Ghiassi und Maximilian Bersch.

Weitere Informationen gibt es auf Facebook

 

Freimarktregatta 2017

…ohne Freimarkt

Freitagabend, 27.10., alles dunkel beim Wassersportverein Hemelingen. Vereinzelte Camper machen sich bereit für die erste Nacht an der Weser. Noch nichts deutet auf die Regatta am Wochenende hin. Am nächsten Morgen zeigt der Blick aus dem Fenster aber, dass wir richtig sind. Die Tonnen liegen auf dem Motorboot bereit und auch am Klubhaus ist Betrieb. Dazu weht ein kräftiger Wind: 5 Windstärken, in Böen auch 7 oder 8.
Bei der Anmeldung werden wir mit einem Laugenbrezel-Optizeichen willkommen geheißen. Dann nimmt alles den üblichen Verlauf: Steuerleutebesprechung mit genauen Anweisungen, wie man sich gegenüber dem Berufsschifffahrtsverkehr zu verhalten hat, Hinweise zu Renaturierungsgebieten und die Ankündigung, vier Wettfahrten am ersten Tag durchführen zu wollen, da die Wettervorhersage noch stärkeren Wind für den Sonntag voraussagt.
FREIMARKTREGATTA 2017Nach der Besprechung machen sich alle startklar und die drei Münsteraner Linus, Max und Niko segeln raus, um sich gemeinsam mit dem unbekannten Revier vertraut zu machen.
Während die B-Segler nach drei Läufen wieder in den Hafen geschickt werden, können die 27 A-Segler die angekündigten vier Wettfahrten durchführen. Deutlich zu sehen ist die Anstrengung bei allen, bei dem böigen Wind und vielen Winddrehern gute Ergebnisse zu erzielen. Dennoch gibt es etliche Kenterungen – man fühlt sich erinnert an den Samstag des diesjährigen Lasercups bei Hansa. Mehrere B-Segler entscheiden sich schon nach ein oder zwei Wettfahrten zurückzusegeln.
Linus und Niko erleben beide eine Premiere. In jeweils einem Lauf erreichen beide ein „bfd“. Ärgerlich für sie deshalb, weil sie nicht realisieren, dass sie zu früh gestartet sind und in den jeweiligen Läufen gute 8. Plätze ersegeln, die leider nicht gewertet werden. Die für den Abend angekündigte Fahrt zum Freimarkt entfällt: wegen Sturmwarnung wird der Freimarkt um 18 Uhr geschlossen. Leider beruhigt sich der Wind auch am nächsten Morgen nicht. Das erste Mal in ihrer Seglerkarriere erleben die Jungs eine Startverschiebung wegen zu starken Windes – für Binnenseesegler aus NRW eine neue Erfahrung! Um 11 Uhr ist dann klar: Die Polizei erlaubt vor 15 Uhr keinen Start, so dass die Siegerehrung für 12 Uhr angesetzt wird.
Max kann sich mit seinem 6. Platz über einen schönen Pokal freuen: ein kleiner Opti aus Edelstahl. Linus erreicht Platz 14, Niko Platz 24. Für Linus und Niko ist diese Regatta die letzte Opti-Regatta in diesem Jahr, Max startet am kommenden Wochenende noch einmal in Bremerhaven.

Flottille Sizilien 2017 – 2. Woche

Flottille MM Sizilien 2017

Mittelmeertraining auf der PA – Sicilia 22.10. -28.10.

Der Crewwechsel in der Halbzeit des diesjährigen Mittelmeertörns erfolgte in Catania. Da bei uns an Bord kein Wechsel erfolgte, hatten wir Zeit, uns Catania anzuschauen.
Am 22.10. wollten wir zunächst alle tanken. Das Erreichen der Tankstelle war nicht ganz einfach, da der Hafen nicht ganz so tief war, wie im Hafenführer angegeben war und wir schon bei der Ankunft eine leichte Grundberührung hatten. Unser erstes Ziel der Woche war Riposto. Der Hafen von Riposto ist groß, aber leider zum Teil sehr verfallen und vernachlässigt. Aber es gibt dort einen sehr schönen Sanitärbereich, der für vieles entschädigt hat.
Bei der Ankunft im Hafen dort hat ein Blick von Elke auf unser Heck gezeigt, dass wir eine ca.200 Meter lange Angelleine mit Angelhaken hinter uns her gezogen haben. Zum Glück hatte sie sich nicht in unserer Schraube verfangen, so dass wir sie langsam und vorsichtig aus dem Wasser ziehen konnten. Der Angler war über den Verlust seiner Leine sicher nicht erfreut.
Für den nächsten Tag war ein riesiges Sturmtief von Südfrankreich nach Südosten unterwegs und mit 7-9 Bft in der Strasse von Messina angesagt. Eine Wetterbesserung war erst für den 25.10. vorhergesagt. Von den Skippern wurde daher beschlossen, dass wir zwei zusätzlich Nächte in Riposto bleiben müssten. Ein Boot wollte vor dem Hafen Manöver üben, hat den Versuch abzulegen aber spontan abgebrochen. Durch den starken Wind gelangt es der Crew nicht, aus der Box zu kommen. Am Morgen des zweiten Tages in Riposto suchten etwa 30 Boote der Rolex-Midsea-Race Regatta Schutz in unserem Hafen. Etliche Boote hatten auf dem Vorwindkurs ‚gen Süden durch die Strasse von Messina bei guten 8 Windstärken und reichlich 5 Meter Welle erhebliche Schäden an Segeln und Ausrüstung zu verzeichnen und mussten daher die Regatta aufgeben. Wir waren daher sehr froh, dass wir nicht in diese Wetterküche hinein gefahren sind.
Die Tage wurden daher mit Touren nach Taormina, Catania oder mit einer Fahrt auf dem Etna verbracht. Unsere Crew und einige andere haben eine Fahrt mit der Schmalspur-Eisenbahn rund um den Etna bis auf 1000 Höhenmeter gemacht. Wir haben riesige erkaltete Lavafelder, Orangenplantagen und vor allem das schöne und bergige Hinterland von Sizilien gesehen.
Wind und WellenDer 25.10. versprach ein schöner Segeltag mit dem Ziel Reggio di Calabria zu werden. Vorhergesagt waren 5-6 Bft aus Norden. Das bedeutete, dass wir kreuzen mussten. Jedes Boot hatte seine eigene Strategie für den Weg. Einige Boote blieben unter Land und kreuzten erst gegen Ende Richtung Festland. Andere kreuzten direkt Richtung Festland und erreichten dann entlang der Festlandküste Italiens den Hafen in Reggio di Callabria. Unser Ziel war es, möglichst wenig zu motoren. Das hat aber dazu geführt, dass wir als letztes Boot in Reggio di Callabria ankamen. Trotzdem waren wir nach acht Stunden an der Kreuz sehr zufrieden. Und da der Begriff Ausbildungstörn bei uns an Bord wörtlich genommen wurde, durften trotz des böigen Windes und 1-1,5 Meter Welle auch nicht so versierte Segler an das Ruder. Mit gerefften Segeln bei schönem Sonnenschein und dem Blick zurück auf den Schnee bedeckten Gipfel des Etna war das ein Erlebnis.
In Reggio di Callabria hat sich eine Crew entschieden, nochmals nach Lipari zu segeln. Die übrige Flottille hat sich Richtung Melazzo, einem Industriehafen im Norden Siziliens aufgemacht. Dazu mussten wir wieder wie in der Vorwoche das Verkehrstrennungsgebiet beachten. Wir sind zunächst an der Küste des Festlandes nach Norden bis zum Ende des Verkehrstrennungsgebietes unter Motor gefahren. An dieser Stelle konnten immer wieder durch Gezeitenströme erzeugte Wirbel im Wasser beobachtet werden.
Nachdem wir die Strasse von Messina an ihrem nördlichen Anfang gekreuzt haben, ging es unter Segeln Richtung Westen nach Melazzo.
Mit 3-4 Bft und Sonnenschein war es ideales Ausbildungswetter. Und da wir genügend erfahrene Segler an Bord hatten, konnten die nicht so erfahrenen Segler immer wieder fragen und Manöver üben. Erneut bemerkten wir eine Angelleine, sich am Kiel verfangen hatte. Das Manöver, dass wir dann unter Segeln gefahren sind, um die Leine wieder los zu werden und gleichzeitig darauf zu achten, dass sie sich nicht in der Schraube verfängt, war beeindruckend.
MilazzoAlle Crewmitglieder waren aufmerksam und haben gut zusammengearbeitet. Sofort waren ein Bootshaken, ein Messer und viele helfende Hände zur Stelle. Und wieder haben wir einen unglücklichen Angler zurückgelassen, der uns sogar noch eine Zeit gefolgt ist.
Wohin ..Zur Ansteuerung vom Stadthafen von Melazzo führt der Weg am Industriehafen von Melazzo vorbei. Alle Crewmitglieder mussten also auf die Fähren und vor allem auf die Tanker, die dort auf Reede lagen, achten und sich sofort melden, wenn ein Tanker in Fahrt kam. Gleichzeitig haben der Rudergänger und eine weitere Person auf dem Kartenplotter die AIS- Signale der vorhandene und kommenden Schiffe, wie Fähren von den Inseln kommend, verfolgt. Ein Tanker fuhr z.B. begleitet von Schleppern los und kurzzeitig war nicht eindeutig zu erkennen, wohin das Schiff fährt, so dass wir schon ein Ausweichmanöver geplant haben, dieses aber dann nicht nötig war, da der Tanker und die Schlepper schließlich in Richtung Industriehafen fuhren.
letzter SegeltagAm letzten Tag erwarteten wir noch einmal einen sehr schönen Segeltag, so dass wir auf das Shoppen in Melazzo verzichtet haben. Bei wenig Wind sind wir zunächst Wenden und Halsen gefahren. Gleichzeitig haben immer einige Crewmitglieder auf ausgelegte Fischernetze, von denen es zahlreiche gab, und auf die an- und abfahrenden Fähren geachtet. Auf dem Weg nach Portorosa frischte dann der Wind auf, so dass das Segeln richtig viel Spaß machte. Plötzlich flog ein Fender mit Fangleine über Bord. Alle Crewmitglieder waren sofort zur Stelle. Die Aufgaben mussten gar nicht verteilt werden, da beim Üben in der ersten Woche sich schon gezeigt hat, wer welche Aufgabe am besten übernehmen kann. SegelfreudeSo haben wir den Fender auch beim ersten Versuch des Fender-über-Bord-Manövers wieder an Bord geholt. Nach einer kurzen Diskussion waren wir uns einig, dass eine Person besser in Luv wieder an Bord geholt würde, weil das Schiff doch einen sehr hohen Freibord hatte. Zwischenzeitlich wurde dann noch Segeltrimmen oder die Navigation geübt. Außerdem konnte jeder je nach Gegebenheit An- und Ableger fahren.
Da wir vier Segellehrer an Bord hatten, konnten die nicht so geübten Segler immer jemanden fragen und es gab sehr viele Möglichkeiten um Sicherheit beim Segeln zu gewinnen. Außerdem konnte jeder je nach Gegebenheit An- und Ableger fahren.
Es war aber auch genügend Zeit, um zu quatschen oder zu lesen, Musik zu hören, zu fotografieren oder einfach nur zu schlafen. Im Hafen angekommen, besuchten sich die Crews jeweils auf den anderen Schiffen, um die Erlebnisse des Tages auszutauschen. und die Skipper trafen sich zur Skippersitzung, um den nächsten Tag zu planen.
P.S. Das Essen aus der Bordküche und in den Lokalen war natürlich auch immer sehr lecker. (Gunda)