IOO 2019 in Emden

Internationale Ostfriesische Optimeisterschaften – ein klangvoller Name für die Regatta am Wochenende vom 10. und 11.08., an der Jule und Moritz von unserem Verein und Paul vom HiSC in Hinte bei Emden teilnahmen. Wegen der angesagten Sturmwarnung für den Samstag hatten wir selbst am Samstagmorgen noch überlegt, ob wir fahren sollten, uns am Ende aber dafür entschieden. Wie erwartet, fanden bei sechs, in Böen acht Beaufort am Samstag keine Wettfahrten statt. Stattdessen machten wir Münsteraner uns auf, um Emden zu erkunden und waren begeistert vom Seenotrettungskreuzer Georg Breusing, „Ottos“ Ampeln und ganz besonders vom Ostfriesischen Landesmuseum Emden. In jeder Etage gab es dort Sehenswertes zu erkunden: z.B. die Moorleiche vom Bernuthsfeld, die unglaublich umfangreiche Rüstkammer oder die Sonderausstellung, bei der wir Virtual Reality-Brillen ausprobieren und das an der Hochschule Emden/Leer entwickelte Solarboot bewundern konnten. Es war schwierig, sich für das abendliche Grillen beim Wassersportverein Emden von den spannenden Ausstellungen loszureißen, da es so vielfältige Exponate gab und wir in allen Abteilungen auf Leute trafen, die uns bereitwillig alle Fragen beantworteten.

Mit abendlichem Grillen und Stockbrotbacken klang der Tag aus. Weil der Wind sich etwas beruhigen sollte, wurde der erste Start für den nächsten Morgen für 10 Uhr angesetzt. Auch am nächsten Tag wehte der Wind mit fünf Beaufort noch ordentlich und die Schaumkronen auf dem Wasser sorgten dafür, dass keiner der Erste sein wollte, der von der Wiese aus sein Boot in den engen Kanal slippt, der auf das Kleine Meer führt. Mehrere Kinder blieben dann auch noch direkt in den Sandbänken stecken, die die enge Fahrrinne begrenzten. Letztlich fuhren jedoch vierzehn der sechzehn anwesenden SeglerInnen raus aufs „Meer“ und bei der ersten Wettfahrt über die Startlinie, elf davon auch ins Ziel. Einzelne entschieden sich aber zwischendurch, doch lieber wieder den sicheren Hafen aufzusuchen. Jule, Moritz und Paul gehörten zu den 9 SeglerInnen, die an allen drei Wettfahrten teilnahmen. „Das hat voll Spaß gemacht“ und „mir tut alles weh“ waren fast in einem Atemzug die ersten Kommentare von Jule, als sie wieder an Land kam. Am besten fand sie bei der Regatta das Gefühl „zu fliegen“ auf dem Vorwindkurs, am „blödsten“ das Raussegeln durch den engen Kanal.

Bei der Siegerehrung lobte Organisator Detlev Hillers alle Kinder: Die, die rausgesegelt waren und bis zum Ende durchgehalten hatten genauso wie die, die so ehrlich zu sich selbst waren, dass sie für sich entschieden hatten, dass es an diesem Tag doch noch etwas viel Wind für die eigene Segelerfahrung war. Anschließend wurde gelost, welcher Segler als nächstes seine Platzierung erfuhr und sich aus den schönen Segelpreisen etwas aussuchen konnte. So entschieden sich Jule und Moritz nacheinander jeweils für eine Pütz für ihren 7. Platz und 4. Platz, Paul danach für einen Verklicker für seinen 10. Platz.

Jules Fazit zur Regatta auf dem Rückweg: „Da möchte ich nächstes Jahr wieder hin“.

(Petra)

IDM Piraten 2019

Die deutsche Meisterschaft der Piraten fand dieses Jahr an der Schlei statt. 57 Teams aus Deutschland und Chile versammelten sich beim SVWS. Vom Hansa reiste ich leider allein an, da ich mit Maria Röttger (SVB) segeln würde.

Am Sonntag fand das Practicerace, mit Schwimmwesten als Preis gesponsert von Secumar, statt. Bei recht viel Wind lockte es nur wenige Teams aufs Wasser, von denen Frieder Billerbeck und Julius Raithel (SVWS) gewannen.

Tags darauf kam die versprochene Flaute und damit Startverschiebung an Land. Als sich ein Lüftchen regte, wurden wir doch noch aufs Wasser geschickt. Da bei so einem großen und starken Startfeld Gesamtrückrufe vorprogrammiert sind, dauerte es recht lange, bis wir einen brauchbaren Start zustande brachten. In der Zwischenzeit war der Wind leider wieder eingeschlafen und es wurde abgebrochen.

Der Dienstag brachte segelbare Bedingungen, sodass bei konstant eher wenig Wind 4 Läufe gesegelt wurden. Nach vielen Stunden auf dem Wasser lagen wir auf Platz 31, womit wir recht zufrieden sein konnten. Abends fand noch ein Kickerturnier statt.

Ab Mittwoch musste ich mich, da ich krank wurde, leider auswechseln lassen, sodass meine Segelpartnerin mit Anna Pahnke (SVWS) segelte. Der Wind war an dem Tag etwas stärker, sodass 2 Läufe gesegelt wurden, bevor pünktlich zum Gewitter alle im Hafen waren.

Der Donnerstag brachte wieder Flaute mit ein paar Windstreifen und die Wettfahrtleitung entschied, einige Stunden auf dem Wasser auf die passende Gelegenheit zu warten. Diese kam leider nicht und die Meisterschaft wurde mit 6 Läufen aus nur zwei Segeltagen beendet.

Es gewannen Ines Pingel-Heldt und Thomas Heldt (SSVET), die sich nach einem OCS im 2. Lauf erfolgreich hochgekämpft hatten. Insgesamt war es ein sehr schönes Event, das, wie immer beim SVWS, super organisiert war und allen Beteiligten gefallen hat.

Bericht: Melina Schuhl GER 4011

Ostseeflottille 2019

Von Hitze bis Dauerregen, von Flaute bis Windstärke sechs, von Ruhe bis Trara – beim diesjährigen Ostseetörn (20.-26.07.) war für jeden Geschmack etwas dabei. Mit siebzehn Hanseaten auf drei Yachten erkundeten wir die dänische Südsee und legten in sechs Tagen knapp 170 Seemeilen zurück.
(Hier gibt es die GPS-Daten der Seerose)

Los ging es am Freitagabend (19. Juli) beim Vorabend-Check-In in Heiligenhafen, wo gerade ein Rummel stattfand, sodass wir unsere Autos mit Blick aufs Riesenrad entluden. Unsere drei Schiffe hießen Ulysses, Finnyocean und Seerose; die beiden letztgenannten waren 37 Fuß-Bavarias und baugleich bis auf eine Mikrowelle in der Kombüse der Finnyocean. Unsere Seerose ließ uns immer wieder aufs Neue staunen, wie kreativ man selbst als erfahrener Yachtbauer an den Bedürfnissen des Seglers vorbei designen kann; Seeventile an den unmöglichsten Stellen, ein Navigationstisch von der Größe eines Frühstücksbrettchens, wild im Schiff verteilte Hauptschalter und zu wenige Sitzgelegenheiten am Tisch in der Messe waren nur einige der Dinge, die im täglichen Betrieb für Kopfschütteln sorgten. Dafür waren die Festmacherleinen endlich mal lang genug.

Am Samstagvormittag ging es los in Richtung Langeland. Auf See erwarteten uns kräftiger Wind und Meterwellen, die die ungeübten Mägen gehörig auf die Probe stellten. Wir erreichten Bagenkop gerade rechtzeitig vor dem Eintreffen einer dunkelvioletten Gewitterfront und legten ruhig und konzentriert an, ohne uns von dem Mann am Kai irritieren zu lassen, der wohl der Ansicht war, unser Anlegemanöver durch lautstark gebrüllte Hinweise auf das nahende Unwetter beschleunigen zu können oder zu müssen. Vielleicht hoffte er, eine Anstellung als Nebelhorn zu ergattern – die Lautstärke wäre jedenfalls ausreichend gewesen.

Der Sonntag führte uns nach Marstal auf der Insel Aero. Im Vorjahr hatten wir Aeroskobing besucht und waren ganz begeistert gewesen von dem gemütlichen Fachwerkstädtchen; Marstal kann aber beinahe mithalten. Auch hier gibt es kleine Gassen, gemütlich aussehende niedrige Häuser, massenhaft Stockrosen und obendrein im Hafen die Bonavista, ein vor kurzem renovierter Schoner aus dem Jahr 1914. Nach dem Spaziergang durch die Stadt und den Hafen (ein Softeis durfte auch nicht fehlen) beschlossen wir den milden Abend mit gemütlichem Plaudern auf der Finnyocean.

Den meteorologischen Tiefpunkt markierte der Montag, an dem wir uns von Marstal durch den Tonnenstrich nach Svendborg vorarbeiteten. Dauernieselregen war unser Begleiter, und auch beim Stadtbummel blieb es nass. Dafür gab es in Svendborg die mit Abstand urigste Bäckerei, in der man dem Bäcker bei der Arbeit zuschauen konnte, und die obendrein die leckersten Brötchen verkaufte.

So ging es am Dienstag gut gestärkt nach Omo. Der Regen war vergessen, und die Sonnencreme kam wieder zum Einsatz. Die Hitze verlangte nach Gegenmaßnahmen, und so wurde es Zeit für die Badeplattform, von der die Kids die Füße ins Wasser halten konnten; auch der obligatorische Fenderritt – diesmal ohne fiese Quallen – durfte nicht fehlen.

Im Hafen von Omo gibt es Fischer und eine Fähre, sodass weder Nase noch Ohren geschont werden – dafür lohnte aber der Gang zum nahe gelegenen Strand, der mit einer Badeplattform und einem traumhaften Sonnenuntergang punkten konnte. Obendrein gab es in Omo kostenlose Leihfahrräder, die zur Erkundung des Inselchens genutzt werden konnten.

Spodsbjerg hieß unser Ziel für den Mittwoch. Abermals umrahmte uns ein fast wolkenloser Himmel, und mangels Wind schob uns der Motor durch die See.

Am Donnerstag brachen wir noch vor dem Frühstück auf, denn vor uns lagen stolze 47 Seemeilen bis nach Burgtiefe auf Fehmarn. Der Wind hatte wieder aufgefrischt, und so konnten wir große Teile der Strecke unter Segel fahren. An Fehmarns Südwestspitze war es damit jedoch vorbei; bei strammem Gegenwind und kräftiger Strömung warfen wir den Motor an und kamen doch nur allmählich der Fehmarnsundbrücke näher. Erst zur Abendbrotzeit erreichten wir den Yachthafen von Burgtiefe und brachen sogleich zum Abschlussessen im (sehr empfehlenswerten) Restaurant “Windrose” auf. Trotz des Schwankens, das mancher Teilnehmer angesichts des ungewohnt bewegungsarmen Mobiliars zu spüren glaubte, wurde der Abend zum würdigen Abschluss eines tollen Törns.

Nach dem obligatorischen Flottillen-Gruppenfoto war es am Freitag von Burgtiefe aus nur noch ein kurzer Schlag zurück nach Heiligenhafen, und gegen Mittag machten wir unsere Seerose in ihrer Box fest. Unser Fazit war ausnahmslos positiv: Mit bester Laune, gutem Essen, größtenteils Traumwetter und genügend Wind verlebten wir eine herrliche Woche und hatten – neben unzähligen Fotos – eine gute Portion Sonnenbräune als Souvenir im Gepäck.

(Lars)

Und wer weiß – vielleicht steht in Bagenkop auch jetzt noch der seltsame Mann wie das HB-Männchen auf dem Kai und geht bei jedem einlaufenden Schiff aufs Neue in die Luft. Dem empfehle ich unser extrem entspannendes Törnvideo:

Musik: www.bensound.com

Flying Junior WM Italien 2019

Bei mittleren bis starken Winden fand die WM der Flying Junior Klasse (FJ) in Porto San Giorgio in Italien statt. Im Zuge der Wettfahrten verbesserten sich die Ergebnisse und Bernd Hater vom Segelclub Hansa Münster konnte als tweitbester Deutscher Teilnehmer die WM mit dem 8. Platz abschließen. Bereits bei der EM 2018 bei der Travemünder Woche belegte Bernd Hater mit seiner Crew Paula Scharf vom Segelclub Lippstadt (SCLI) den 7. Platz.
In den ersten beiden Tagen war der Wind schwach. Am dritten Tag hatten wir ca. 5 Beaufourt. Die Wettfahrten 11+12 am vierten Tag konnten wegen eines aufziehenden Gewitters nicht gesegelt werden. Die ersten drei Plätze gingen nach Holland.

(Bernd)

IDJM Laser radial und Laser 4.7 2019

Nur zwei Wochen nach der Europameisterschaft in Athen ging es für Lean Hohenlöchter und Ole Kuphal zur deutschen Jugendmeisterschaft nach Travemünde. Dort trafen sie auf Merle Wiebe, Jesse und Linus Heiny, Jan Niemann und Nikolas Unewisse, alle sieben Segler vom Segelclub Hansa Münster. In Münster werden die Segler von Lena Thoene trainiert, Lean und Ole erhalten zusätzlich als Landeskader-Mitglieder, Training von Paul Kessler, dem Landestrainer NRW.

Ole und Lean haben sich im Anschluss an die EM in Warnemünde auf den nationalen Saisonhöhepunkt vorbereitet, die fünf anderen Hanseaten bereiteten sich mit ihrer Heimtrainerin direkt in Travemünde vor.

Während der deutschen Meisterschaft herrschte bestes Sommerwetter, war der Wind am ersten Tag noch recht verhalten, frischte er im Verlauf der Meisterschaft immer mehr auf und blies am letzten Wettfahrttag in Böen bis 7 Beaufort. So waren bei diesem Wetter die Allrounder gefragt. Insgesamt wurden 12 Wettfahrten gesegelt.

Wenn auch keine Top Platzierungen heraussprangen, so konnten sich Ole Kuphal im Laser radial und Linus Heiny im Laser 4.7. als einzige über eine Platzierung im Gold-Fleet freuen.

Ole sicherte sich einen 35. Platz insgesamt und wurde zweiter seiner Altersklasse (15 Jahre), Linus wurde 36. insgesamt und zehnter seiner Altersklasse (14 Jahre). Im Laser radial wurde der 17 jährige Julian Hoffmann vom Segelclub Alpsee deutscher Jugendmeister und im Laser 4.7. der 14 jährige Ole Schweckendiek vom Kieler Yachtclub.

Für alle anderen Segler aus Münster war es eine tolle Erfahrung, auf einem Seerevier an der deutschen Meisterschaft teilnehmen zu dürfen. Jedem gelangen einzelne Wettfahrten mit denen er sehr zufrieden sein konnte. Gemeinsam verbrachten alle eine gute Zeit an der Ostsee.

Laser Radial Jugend-Europameisterschaft 2019

Vom Landesleistungsstützpunkt am Segelclub Hansa-Münster nahmen Lean Hohenlöchter und Ole Kuphal an der diesjährigen Laser Radial Jugend Europameisterschaft in Athen vom 29. Juni bis zum 6. Juli teil. 369 Seglerinnen und Segler aus allen europäischen Nationen und vereinzelt auch aus USA, Kanada, Australien, Singapur und Hongkong waren an den Austragungsort der Olympischen Spiele 2004 gereist. Bei vorherrschendem ungewöhnlichen Nordwind wurde die Wettfahrtleitung immer wieder vor Probleme gestellt, da der im Tagesverlauf bei großer Hitze zunehmende thermische Wind aus der Gegenrichtung zu starken Winddrehern führte und der Regattakurs immer wieder neu ausgelegt werden musste. An den sechs Meisterschaftstagen konnten schließlich neun Wettfahrten absolviert werden. Ganz glücklich waren die Segler aus Münster nicht. Lean verpasste äußerst knapp nach den Qualifikationswettfahrten die Bronzegruppe, konnte sich dann aber in den Final-Wettfahrten vorne als 13. in seiner Gruppe durchsetzen. Ole segelte die Qualifikationswettfahrten etwas besser und erreichte insbesondere sein Ziel und wurde 10. in seiner Altersgruppe U16.

Für Ole war es die erste internationale Meisterschaft, Lean hatte im letzten Jahr schon Erfahrungen bei der Weltmeisterschaft in Kiel sammeln können.

Die Anreise nach Athen mit den Booten ist lang und führte über eine Zwischen-Übernachtung in Nord-Italien nach Ancona, von dort mit der Fähre nach Patras und weiter nach Alimos/Athen. Da die Fähre 6 Stunden Verspätung hatte, war die Ankunft in Athen mitten in der Nacht, und wir fanden uns schließlich mit unserem Trailer-Gespann, hinter uns das belgische Team, in einer Sackgasse auf der Hafenmole. Die zahlreichen nachtaktiven griechischen Party-Freunde machten das Wendemanöver nicht einfacher, aber auch das gelang mit vereinten Kräften. schließlich fand sich doch ein hilfreicher Wachmann, der uns den Zugang zum Abgeschlossenen Regattagelände ermöglichte.

Nach kurzem Schlaf konnte der erste Trainingstag etwas verspätet beginnen. Der Wind war zunächst ungewöhnlich kräftig ablandig aus Nord, was die Hitze erträglicher machte. Kurz entschlossen wurde zur Ergänzung des Trainings noch bei der nationalen griechischen Meisterschaft gemeldet. Um sich aber nicht schon frühzeitig bei der Hitze und dem kräftigen Wind zu Verausgaben, wurden täglich Wettfahrten ausgelassen. Und dann wurde es langsam ernst. Vermessung und Registrierung verliefen recht unkompliziert, das wichtigste blieb weiter die Suche nach Schatten und Wasser. Sehr schön verlief die abendliche Eröffnungszeremonie. Nach Nationen geordnet wurden die Teams vom ausrichtenden Segelclub zum Eröffnungsfeier-Gelände direkt am Meer geleitet. Jedes Nationalteam wurde freundlich begrüßt und an die Tische geleitet. Es wurden Snacks und Getränke gereicht, Eröffnungsfilme gezeigt und es sprach unter anderem auch der griechische Sportminister, der dann feierlich die Europameisterschaft eröffnete. Es gab noch Musik- und Tanzvorführungen und abschließend ein Feuerwerk.

Der erste Wettfahrt-Tag begann dann mit Startverschiebung an Land und schließlich Abbruch um 16:00 Uhr, da der Wind doch zu stark war. Am zweiten Tag wurde bei fortbestehendem Nordwind ein früher erster Start geplant. allerdings dreht der Wind um bis zu 180 Grad. die sechs Fleets benötigten bis zum Sonnenuntergang über 8 Stunden auf dem Wasser, um zwei Wettfahrten zu beenden. Am dritten Tag konnte sich der thermische Wind erst spät durchsetzen und die Qualifikations-Serie konnte mit zwei Weiteren Wettfahrten beendet werden. Lean verpasste nach den guten Ergebnissen bei stärkerem Wind in den vorausgegangenen Wettfahrten äußerst knapp die Bronze-Fleet. Ole erreicht zwar die Bronze-Gruppe, war aber auch nicht ganz zufrieden.

Auch der erste Finaltag begann mit Startverschiebung an Land. Auf dem Wasser ließ der drehende schwache Wind keine fairen Wettfahrten zu. Am fünften Tag konnten bei weiter schwierigen Bedingungen zwei Wettfahrten beendet werden. Ole konnte einen erfolgreichen 7. Platz verbuchen. Am letzten Tag waren die Segelbedingungen schließlich viel besser als die Vorhersage erwarten ließ. Bei hoher Motivation verlief der Tag für Ole ungünstig und endete im letzten Rennen mit einem BFD. Nach insgesamt neun Wettfahrten war die Bilanz der Münsteraner durchwachsen. Lean hatte in der Qualifikation-Serie Pech, konnte dann aber in seiner Gruppe einen guten 13. Platz belegen(insgesamt Platz 199). Ole erreichte sein Ziel mit Platz 10 in seiner Altersgruppe U16 (insgesamt Platz 171).

In Erinnerung werden neben große Hitze, viel Verkehr, langem Warten bei Startverschiebungen auch ein paar schöne Segeltage bei anhaltendem besten Badewetter bleiben. Es wurden Bekanntschaften auch mit Seeigeln und Wasserschildkröten gemacht. Ein Besuch auf der Akropolis und den Museen lässt Geschichte lebendiger werden. Die begleitenden Eltern konnten Athen mit Museen, Kulturfestival, Märkten und die nähere Umgebung mit Tempelanlagen und Stränden erkunden. Als Münsteraner fand sich sogar der einzige Radweg Athens, der einen von der Küste bis um die Akropolis führt. Als Radfahrer bleibt man Exot und benötigt zumindest im Sommer eine gute Dusche. Segeln ist eindeutig verbreiteter und das aus gutem Grund.

(Ralf)

Sommercamp 2019

Was macht man in der ersten Ferienwoche mit 15 hoch motivierten Kinder? Klar – ab ins Sommercamp zum Aasee! In zwei Gruppen konnten auch dieses Jahr wieder die Optimisten eine Woche lang ihre Segelfähigkeiten ausbauen. Ein erfahrenes Trainerteam stand bereit, um mit den Kids wichtige Segelmanöver zu trainieren. Kommentar eines Vaters: „….der Junge ist morgens aus dem Bett gesprungen und wollte nur noch zum See.“

(Thomas)

SHM goes Helgoland!

Vom 28.6.-03.07.2019 haben wir ( Benedikt Thewes und Demir Onay) am Störtebeker Opti Cup auf Helgoland teilgenommen. Unser Abenteuer begann schon Freitags in Cuxhaven. Hier wurden die Bootstrailer mit unseren Optis auf große Schiffe verladen. Nach einer Nacht im Hotel sind wir dann Samstags auch nach Helgoland übergesetzt.

Kaum dort angekommen, hieß es Quartier beziehen, Trailer abladen und im Meldebüro für die Regatta melden ! Sonntags waren die ersten 3 Läufe angesagt. Alle Boote mussten sich einem Bootscheck der Jury unterziehen. Wer hier das Go bekommen hatte , durfte mit seinem Regattaausweis auschecken und die Sliprampe zum Strand runter. Es war perfektes Segelwetter : Sonne, nicht zu hohe Welle und super Wind. Etwas schwieriger war es mit bzw. gegen die Strömung zu segeln, da die Strömung während der Läufe aufgrund des Tiedenwechsels noch gedreht hat. Wir konnten aber die Seehunde unter unseren Booten her schwimmen sehen. Manchmal steckten sie die Köpfe neben den Booten aus dem Wasser ,schnaubten und tauchten wieder unter. Auch sonst ist die Insel ein Naturerlebnis. Auf dem Felsen brüten die Basstölpel und man konnte ihre Küken sehen.

Am zweiten Tag hatte der Wind stark zugenommen. Daher würde für die B-Segler nur ein Lauf angesetzt. Für die A-Segler wurde auf dem Wasser entschieden , dass 3 Läufe gesegelt werden. Das war bei 24 Knoten und in Böen 24+ ganz schön anstrengend. Leider nahm der Wind am dritten Tag noch weiter zu, dass keine weiteren Läufe mehr gesegelt werden konnten. Somit hatten wir den Dienstag und Mittwoch zur Verfügung, um ins Inselmuseum zu gehen, zur Düne rüber zu fahren wo ,sich die Robben am Strand gesonnt haben und über die Geschichte Helgolands zu lesen. Dienstag Abends um 19:00 Uhr ging es zur Siegerehrung an der Konzertmuschel. Ergebnisse in Opti A waren 1. Arthur Kahs(Kieler YC) 2. Willy Bo Sörensen(Mühlenberger SC) 3. Emma Mahnke (Röbeler SVM)

Ergebnisse in Opti B waren 1.Line Anneliek Pähler ( NRV Hamburg) 2. Noe Schaft (NRV Hamburg) 3. Maya Ottmann (Mühlenberger SC)
Für alle Kinder gab es eine Störtebeker Opti Cup Medaille und eine Tombola Tüte von Helly Hansen mit kleinen und größeren Präsenten der Sponsoren.

Während die Abschlussparty lief schipperten unsere Bootstrailer schon wieder mit Frachtbooten nach Cuxhaven zurück. Wir folgten dann Mittwoch bei wieder strahlendem Sonnenschein und relativ ruhiger See. Unser Fazit ist , dass es eine super tolle Regatta war ! Klasse organisiert, super nette Insulaner und Organisatoren ,klasse Segelrevier mit Robben als Zuschauern.

Auf jeden Fall ein Regattatermin den wir im nächsten Jahr zusammen mit unseren Schwestern wiederholen werden !!  Ihr könnt auch unser ausführlicheres Regatta Tagebuch auf der Hansa Seite bei Facebook lesen mit vielen tollen Fotos !!

Liebe Grüße Benedikt

Young Europeans Sailing 2019

Laser Radial/Standard

Am Pfingstwochenende fuhren Christoph Möhring, Ole Kuphal und Lean Hohenlöchter im Rahmen der SVNRW Kader- und Fördergruppen Laser Standard und Laser Radial nach Kiel, um dort an der Young Europeans Sailing YES teilzunehmen. Mit über 600 Seglerinnen und Seglern aus 14 Ländern in 6 Bootsklassen ist die YES eine der größten europäischen Jugendregattaveranstaltungen und bietet daher gute Möglichkeiten, mit Seglern und Seglerinnen aus vielen Ländern gemeinsam zu segeln und sich auf die anstehenden Europameisterschaften vorzubereiten.

Gerade angekommen trafen Christoph, Ole und Lean auf Vereinstrainerin Lena Thöne, die ebenfalls mit einer großen Gruppe des Landesleistungsstützpunktes Münster, vornehmlich Laser 4.7 Seglern, zur YES angereist war (s. gesonderten Bericht unten). Zusammen nahmen damit allein vom Sc Hansa Münster 8 Seglerinnen und Segler in den drei Laserklassen an der YES teil.

Am folgenden ersten Regattatag zeigte die Ostsee was sie kann. Während anfänglich noch 20-25 Knoten Wind angesagt waren, frischte dieser im Laufe des Tages merklich auf, bis am Leuchtturm Kiel letztendlich Windverhältnisse von fast 30 Knoten, in Boen bis 35 Knoten gemessen wurden. Während die stabilen Laserjollen hier noch einigermaßen durchkamen, ergab sich in der 420er Klasse doch einiges an Bruch. Die Nacra 15 Katamarane starteten am ersten Tag erst gar nicht. Für diejenigen, die die Regatten von Land aus beobachteten, ergab sich ein recht irritierendes Bild. Da viele Teilnehmer die Regatten abbrachen und zum Hafen zurück segelten oder geschleppt wurden, wusste man zeitweise nicht, ob die Regatten noch laufen oder nicht. Letztendlich wurden dann aber alle Regatten nach dem ersten Lauf abgebrochen.

An den beiden folgenden Tagen herrschte schwächerer aber immer noch guter Wind. Christoph, Ole und Lean profitierten letztendlich von ihren Trainingserfahrungen auch bei Starkwindverhältnissen. In der Gruppe Laser Radial erreichten Lean Hohenlöchter den 25. und Ole Kuphal den 37. Platz bei insgesamt 96 Startern. Im Laser Standard erzielte Christoph Möhring den 14. Platz.

Ole und Lean werden nun im Juli an der Laser Radial Youth European Championship in Alimos/Athen, Christoph im August an der Laser Standard U 21 European Championship in Dzwinow in Polen teilnehmen.

(Peter)


Laser 4.7

Nachdem wir über Pfingsten in Kiel noch trainiert hatten, ging es dann eine Woche später über Christi Himmelfahrt wieder hoch an die Ostsee zur Young Europeans Sailing.
Am erstem Tag entschied die Wettfahrtleitung trotz starken Windes rauszufahren um die geplanten 3 Wettfahrten für diesen Tag umzusetzen. Da allerdings Böen von bis zu über 30 Knoten aufzogen entschied die Wettfahrtleitung es für diesen Tag gut sein zu lassen und sich mit nur einer Wettfahrt zufrieden zu geben.
An den nächsten beiden Wettfahrttagen wurden die vorgenommene Anzahl an Läufen umgesetzt, bei vier Windstärken, einmal mit auflandigen und einmal mit ablandigen Wind. Jesse Heiny schaffte es dann letztendlich ins Goldfield und der Rest konnte wertvolle Erfahrungen im Segeln mit Welle sammeln.

(Linus H.)

Hackebeil vom Rursee 2019

Am 22.06/23.06 war es wieder soweit. Mit insgesamt 8 Piraten, davon drei vom Hansa, fuhren wir aus Münster zum Hackebeil am Rursee. Bei traumhaftem Wetter und am ersten Tag mäßigen Wind und am zweiten schöne 4 Bft, konnten wir interessante und spannende Wettfahrten segeln. Arne und Michi machten den 8 Platz, Josh und Anna-Lena den 12. Platz und ich mit Melina den 13. Platz. Alles in allem war es ein sehr schönes Wochenende in einem anspruchsvollem Regattafeld.

(Gerrit)

Opti-Stadtmeisterschaft 2019

Die Stadtmeisterschaft Münster/Warendorf, bei der Segler der Vereine SHM, HiSC, SCM und WWV gegeneinander antraten, fand am Samstag, dem 25.05.2019 bei sonnigem Wetter und konstantem Wind auf dem Emssee in Warendorf statt. Drei Läufe konnten zügig und ohne Proteste gesegelt werden. Von den insgesamt 12 Teilnehmern konnten wir Segler vom SHM, Moritz Lützke-Notarp, Lukas Osterhaus und Max Beckervordersandfort, gute Plätze im oberen Mittelfeld belegen und waren alle zufrieden. Dank der guten Organisation des ausrichtenden Warendorfer Wassersportvereins, der neben der Regatta für Grillwürstchen, Getränke und Pokale für alle gesorgt hatte, hatten wir einen tollen Tag!

(Max Beckervordersandfort)