Pinta-Opti-Trophy 2019: Wir waren (fast) die Besten!

Am 12.9.2019 (Donnerstag) sind wir zum IJsselmeer gefahren. Dort haben wir dann sehr gutes Vortraining mit viel Wind mit Paul Beumker genossen. Am Freitagabend kam noch Hauke Rüther, um mit Paul die Regattabegleitung zu machen.
Am Samstag fing dann die Regatta an (Pinta Opti Trophy). Am ersten Tag (Samstag) war leider nicht ganz so guter Wind. Trotzdem schafften wir es, zwei Läufe zu segeln.

Zum Abschluss des Tages gab es eine super spannende Eltern/Trainer Regatta. Unsere Eltern und Trainer ersegelten die Plätze 2, 4, 5 und 11. Auf dem Weg zum Regattafeld kenterte Hauke, richtete das Boot blitzschnell wieder auf und ließ sich trotz nasser Klamotten nicht davon abhalten, ins vordere Drittel zu segeln.

Als wir Sonntag früh um 10 Uhr wieder starteten, war richtig guter Wind. Deswegen schafften wir drei Läufe. Danach war Siegerehrung, bei der es für jeden eine Medaille und für die B-Segler dazu noch einen Werkzeugkasten gab. Am Start waren Julia, Jule, Max, Moritz, Finn und Benedikt. Noch dabei beim Training war Paul aus dem Hiltruper Segelclub und May aus Wuppertal. Ganz besonders erfolgreich waren Max Stiff in A mit dem fünften Platz und als drittbester A-Segler NRWs und Demir in B mit dem zweiten Platz.

Es war eine eine sehr schöne Regatta und nächstes Mal kommen wir gerne wieder. Weitere Ergebnisse gibt es unter
http://www.raceoffice.org/pintaOptiTrophy2019.

Von Jule und Julia

Distanztörn 2019 des SHM

Teilnehmer waren, die Segelyacht „La Le Lu“ mit der Crew
   Sabine als Commodorin und Schiffsführerein,
      Jürgen als Co Skipper
         Hubertus
            Norbert
               Beate
                  Timo
sowie die Segelyacht „The First“, besetzt mit
   Ingo als Schiffsführer
      Kalle als Co-Skipper
         Dirk-Uwe
            Ekkehard
               Thomas
                  Alfons

Bei beiden Yachten handelte es sich 41 Fuß Bavarias aus den Baujahren 2018 und 2019.

Einen besonderen Dank möchte ich schon an dieser Stelle unserer Commodorin Sabine Ksienzyk aussprechen. Sie hat mit viel Einsatz eine akribische Vorplanung erstellt und alle vorab aufkommenden Fragen geklärt und beantwortet. Darüber hinaus hat sie eine genaue Törnplanung ausgearbeitet, die uns in einer „kleinen Acht“ von unserem Ausgangshafen Großenbrode bei Fehmarn durch den Großen Belt und durchs Kattegat nach Göteborg führen sollte. Von Göteborg aus war geplant über Skagen/Dänemark, Varberg/Schweden durch den Öre-Sund und über Warnemünde letztendlich wieder Großenbrode anzusteuern.

Aber wie das Leben so spielt, macht der Segler Pläne und das Wetter lacht dazu. Die Wettervorhersage für den Start prophezeite uns einen Wind von NW in Stärken von 3 – 4 Bft. Uns war schnell klar, dass wir mit kreuzen die angepeilte Etappe zeitlich nicht schaffen würden und sich das für den 2. Segeltag wohl kaum ändern würde. Schnell war der Entschluss gefasst, die Tour einfach umzudrehen und die geplanten Ziele in umgekehrter Reihenfolge anzusteuern. Also auf nach Warnemünde.

Der Starttag war wenig gemütlich und es war gut, dass wir keine Landratten in unserer Crew hatten.
Bei Wind von 4 – 5 Bft, in Böen durchaus frischer und raumer Welle mit 1 – 2 Meter war die Yacht nicht leicht auf Kurs zu halten und wühlte unsere Verdauungsorgane ordentlich durch.
Regnerisches und kaltes Wetter nagte zusätzlich an der Stimmung. Unser Anlegebier und das darauf folgende Dinner hellten die Laune schnell wieder auf.

Dirk-Uwe zauberte ein Dinner vom feinsten: Rinderhüftsteak, Rosmarinkartoffeln und Salat schmeckten köstlich. Als wäre das nicht genug, gab’s zum Nachtisch Vanillecreme mit Preisselbeeren. Diese kulinarischen Köstlichkeiten sollten sich im Laufe des Törns fortsetzen und Dirk-Uwe sich als der Inbegriff eines seelenstreichelnden Smutjes entpuppen. Immer gab es ein hervorragendes Abendessen. So manches Mal machte er sich direkt nach dem Anleger auf die Jagt nach frischen Zutaten, um uns noch mehr zu verwöhnen. Ich verbeuge mich auch im Namen der anderen Crewmitglieder für Dirk-Uwes Einsatz, sich täglich um unser leibliches Wohl zu kümmern.


Nicht, nur die Dinner vielen außergewöhnlich aus, es gab auch immer Leckerchen zwischendurch!

Nach dem wetterbedingten, ungemütlichen Start ging es die nächsten Tage deutlich angenehmer weiter Richtung Norden. Dabei entpuppte sich unsere „The First“ als äußerst sportlich. Bei Windstärken von 4 – 5 Bft waren durchaus Geschwindigkeiten regelmäßig von 7 bis 8 kn, oftmals auch etwas über 9 kn möglich. Das Grinsen stand uns ins Gesicht geschrieben.

Sicher lag das aber nicht nur an unserer Yacht sondern auch an den Fähigkeiten unserer ausgebufften Crew 😉 ?


Auch unser Skipper zeigte jederzeit vollen Einsatz!


Und wie es sich für einen ordentlichen Skipper gehört: alles im Blick!

Erwähnenswert sind ganz sicher die Fähigkeiten unseres Daniel Düsentriebs. Vereinsintern wird er auch liebevoll „Ekkes“ genannt. Unter anderem beherrschte er zu jeder Zeit alles im Bereich Navigation und Funk. Dabei war es gar nicht so einfach immer den Überblick zu behalten.

Unsere seglerischen Fähigkeiten wurden in der ersten Phase des Törns wenig gefordert. Segel setzen, reffen, ausreffen, hier und da nachjustieren und letztendlich wieder einholen…. das war’s im Prinzip schon. Wir rutschen auf einem Bug vom Start zum Ziel. Erst am vierten Segeltag kam die Sensation: wir mussten doch tatsächlich die erste Wende fahren!

Es war fast Halbzeit, als ein Highlight unseres Segelabenteuers anstand: der Nachttörn! Da unser Ziel in „nur“ 80 sm Entfernung lag, begannen wir mit einem ruhigen Tag im Hafen und legten erst am Nachmittag ab. Anfangs ermöglichte der Wind noch ein entspanntes Segeln, der gegen Abend jedoch deutlich nachließ und den Einsatz der Maschine notwendig machte. Ein traumhafter Sonnenuntergang entschädigte uns dafür.

Nach guter Einweisung für die Fahrt bei Dunkelheit und Einteilung der Nachtwachen durch unseren Schiffsführer ging es in eine kurze Nacht. Der späte Sonnenuntergang und eine frühe Dämmerung ließen uns spüren, dass wir doch einige Breitengrade nördlicher als im Münsterland unterwegs waren.

Und wir waren mal wieder schnell! So mussten wir immer weiter Fahrt herausnehmen, um nicht zu früh am geplanten Ziel Grenaa einzutreffen.

Im Morgengrauen kam segeltüchtigen Wind auf, und bald haben wir die Segelfäche verkleiner müssen, um nicht zu früh im Zielhafen anzukommen. Zu unserem Bedauern brachte uns eine Wolkendecke um das Vergnügen, den Sonnenaufgang genießen zu können. Vorübergehender Nebel rundete das Wettergeschehen ab.

Der Nacht folgte ein Hafentag bei sehr freundlichem Wetter. Es schien ein Feiertag in Dänemark zu sein, den überall anzutreffende junge Menschen mit lauter Musik und dem Erkennungszeichen „Flasche in der Hand“ feierten.

Ein Teil unserer Crew beschloss auf einen Kaffee zum Sightseeing in die Stadt aufzubrechen. Das Vorhaben entpuppte sich als gar nicht so einfach wie erwartet. Nach länger als gedacht dauerndem Fußmarsch empfing uns ein überschaubarer Ort in dem die Geschäfte weitestgehend geschlossen hatten und die Bürgersteige hochgeklappt schienen. Ein geöffnetes Cafe ließ sich ebenfalls nicht finden.

Letztendlich endeckten wir eine Imbissbude, die uns einen grenzwertig schmeckenden Kaffee offerierte. Die Freiluftbestuhlung aus Betonmöbeln im Fettfleckendesign wird uns ewig in Erinnerung bleiben.

Nach insgesamt 7 km Fußmarsch kehrten wir zurück zur Yacht und genossen bei nachbarlicher, lauter Techno-Mukke wieder mal ein fürstliches Abendmahl.

Halbzeit.
Die Etappen der Rücktour hatten wir kürzer gesteckt, um in der verbliebenen Zeit nicht in Stress zu geraten. Obwohl wir dadurch meist früh in unseren Zielhäfen ankamen, waren diese oft gut besucht und die Anlegeplätze dementsprechend rar.

So manches Mal lagen wir dicht gedrängt oder im Päckchen.
Einmal wurde uns sogar ein „Liegeplatz“ direkt in der Einfahrt zugewiesen. Am nächsten Morgen hielten wir ein paar Mal die Luft an, als Frühaufsteher die von uns verursachte Engstelle passierten.

Die nun kürzeren Etappen bescherten uns genug Zeit, um auch mal Hafenmanöver und Boje über Bord Manöver zu trainieren.

Der Rückweg durch den großen Belt bot uns noch einige Besonderheiten. Ein militärisches Sperrgebiet war zu umschiffen und die Brücke über den Großen Belt zu queren. Es herrschte reger, teils lustiger Funkverkehr und auch wir mussten uns anmelden, um eine Passage unter der Brücke hindurch zugewiesen zu bekommen.

Der Anblick dieses imposanten Bauwerks war schon beeindruckend.

Am Vorabend unseres Törnendes legten wir in Heiligenhafen an. Ein gemeinsames Essen mit unserer Sparringscrew von der „La Le Lu“ stand auf dem Plan.

Im vorab gebuchten Restaurant herrschte gemütliche Enge, die angesichts der guten Stimmung kein Problem darstellte.

Gut gesättigt durften wir im Anschluss noch einen lauen Sommerabend genießen, den beide Crews auf der „The First“ gemeinsam mit so einigem Seglerlatein kurzweilig gestalteten. Es war unser vorgezogener Abschluss bevor wir am letzten Tag den kurzen Schlag in unseren Heimathafen Großenbrode absolvierten. Wir waren alle dankbar uns keine Blessuren eingehandelt zu haben und die Yachten ohne Kratzer wieder abgeben zu können.

Schließlich hatten wir 509 Seemeilen auf der Logge und waren eine große Runde durch die westliche Ostsee gefahren.

Zum guten Schluss bleibt festzustellen: Nach einem holprigen Start war es ein rundum gelungener Törn, der großen Appetit auf eine Wiederholung macht:

auf ein Wiedersehen in 2020!!!

(Kalle)

Kehrausregatta am Rursee 2019

Am 07./08.09.2019 fand die Kehrausregatta am Rursee statt. Der Segelclub Hansa-Münster war mit zwei Booten vertreten; insgesamt waren es drei aus Münster. Wir reisten schon Freitag Abend an, um einen ersten schönen Abend mit den Mitseglern zu verbringen. Gegen 13 Uhr gingen die Piraten bei leichtem Wind an den Start und fuhren zwei spannende Wettläufe. Anschließend wurde im Clubhaus des Segelclubs Jülich gemeinsam der Abend verbracht.
Am Sonntag fandbei sehr wechselhaften Windbedingungen der letzte Lauf statt. Ich und Bene (SCM) wurden neunte, Aike und Carl (SCM) wurden achte und Manuel und Max machten einen sehr guten 4. Platz.
Insgesamt ein sehr schönes Wochenende.

(Gerrit)

Optimeeting 2019

Vom 31.8.2019-01.09.2019 fand das Optimeeting 2019 in Bad Zwischenahn am Zwischenahner Meer statt.

Wir sind schon Freitag Abend nach Zwischenahn gefahren. Als wir mit dem Wohnmobil ankamen, war auch Familie Onay schon dort. Am Samstag morgen konnte ab 9 Uhr gemeldet werden. Nach der Steuermannbesprechung hieß es raus aufs Wasser. Das Regattafeld lag weiter draußen auf dem See, sodaß wir erstmal Gas geben mussten, um pünktlich zum Start um 12 Uhr an der Startlinie zu sein. Es war super Wind. Mein Bruder Benedikt startete in A und Demir und ich starteten in B. Bei gutem Wind wurden drei Läufe gesegelt. Leider ist mir nach der Hälfte des zweiten Laufs die Rudersicherung gebrochen, dass ich rein geschleppt werden musste, weil mein Ruder sich selbstständig gemacht hat.

Am Sonntag konnte ich dann wieder mit repariertem Ruder an den Start gehen. Samstagabend gab es für alle Segler ein leckeres Buffet. Zur Siegerehrung bekam jedes Kind ein schönes Handtuch mit aufgedruckter Segelnummer. Es war eine super Regatta und im nächsten Jahr sind wir alle wieder mit dabei. Da freue ich mich drauf, weil dann auch meine Freundin Esma mitsegelt!

Liebe Grüße eure Benita

Gemeinsame nds. Landesjugend / jüngstenmeisterschaft 2019

Vom 24. bis 25. August 2019 habe ich an der Gemeinsamen niedersächsischen Jugend – und Jüngstenmeisterschaft beim SVH am Dümmersee teilgenommen. In Opti B waren 25 Segler und in A 21 am Start. Insgesamt mit den Seglern bei den Lasern Europes, 29er, 24er und Teenys waren wir 149 Teilnehmer. Um 11:00 Uhr begann der erste Lauf. Ich war auf der Wettbahn 1 gestartet, es gab nämlich zwei.

Wir hatten bis zu 10 Knoten mit Böen 18 Knoten. Als erstes starteten die Laser Radial, dann die 4.7, danach Opti A und als letztes Opti B. Ich bin neben dem Startschiff gestartet. Mein Start war gut. Wir mussten den Kurs Dreieck Schenkel segeln. An der ersten Tonne war ich als zweiter und habe meine Position bis zum Ende gehalten.

Im zweiten Lauf wurde ich Dritter, aber die Jury meinte, dass ich Vierter war. Obwohl ich das denen gesagt habe, wurde es nicht geändert. Beim dritten Lauf hatte ich wieder einen guten Start, an der ersten Tonne war ich erster vor der dritten Tonne gab es ein Crash, weil einige Segler Innen an der Tonne in eine Lücke reingefahren sind, während andere und ich geradeaus segelten. Sie haben uns den Raum genommen. Ich wurde leider überholt und wurde nur fünfter. Einen Protest habe ich nicht eingelegt, hätte ich eigentlich machen müssen. Nach dem dritten Lauf sind alle in den Hafen gefahren. Ausgeschrieben waren vier Läufe.

Am Sonntag war ich um 10:00 Uhr startklar, aber an Land wurde die Flagge für die Startverschiebung gezeigt. Wir haben uns mit Musik und Kartenspielen die Zeit vertrieben und auf den Start gewartet. Um 12:30 Uhr wurde beschlossen, dass kein Lauf mehr gesegelt wird. Um 13:30 Uhr war die Siegerehrung. Ich wurde Dritter und bekam einen schönen Pokal. Da ich nicht aus Niedersachsen bin, habe ich die Bronzemedaille nicht bekommen. Das war schade. Diese Bronzemedaille bekam die Viertplatzierte.

Erster wurde Heisterkamp Frederik vom WSV-AWB und in A Bennet Dinter. Alle Teilnehmer haben ein T-Shirt erhalten. Die Regatta hat mir Spaß gemacht, sie war sehr gut organisiert und alle waren freundlich.

Demir Toran Onay

IDJM Piraten 2019

Vom 16. bis zum 21.07. fand dieses Jahr wieder die alljährliche IDJM der Piraten in Prenzlau in Brandenburg statt. Justus und ich waren als Team vom Hansa dort, der SCM war ebenfalls mit zwei Teams vertreten. Wir reisten schon Sonntag an, so konnten wir die zwei Tage vor der Regatta zum Kennenlernen des Gewässers und zum Trainieren nutzen.

Am Dienstag war dann um 15:00 Uhr der erste Start angesetzt. Wir fuhren trotz annähernder Windstille raus und starteten drei mal, doch jeder Versuch wurde wegen des mangelnden Windes abgebrochen. Am folgenden Tag herrschte weiterhin absolute Flaute und wir verbrachten also diesen Tag und die beiden darauffolgenden Vormittage mit Schwimmen und Wartezeit.

Am Ende haben wir aber die acht ausgeschriebenen Läufe doch noch geschafft. Leider lief es zwischendurch nicht so gut für unser Team und deshalb erreichten wir leider nur Platz 14.  Robin  und Tim vom ABC belegten verdient den ersten Platz.

(Gerrit)

IOO 2019 in Emden

Internationale Ostfriesische Optimeisterschaften – ein klangvoller Name für die Regatta am Wochenende vom 10. und 11.08., an der Jule und Moritz von unserem Verein und Paul vom HiSC in Hinte bei Emden teilnahmen. Wegen der angesagten Sturmwarnung für den Samstag hatten wir selbst am Samstagmorgen noch überlegt, ob wir fahren sollten, uns am Ende aber dafür entschieden. Wie erwartet, fanden bei sechs, in Böen acht Beaufort am Samstag keine Wettfahrten statt. Stattdessen machten wir Münsteraner uns auf, um Emden zu erkunden und waren begeistert vom Seenotrettungskreuzer Georg Breusing, „Ottos“ Ampeln und ganz besonders vom Ostfriesischen Landesmuseum Emden. In jeder Etage gab es dort Sehenswertes zu erkunden: z.B. die Moorleiche vom Bernuthsfeld, die unglaublich umfangreiche Rüstkammer oder die Sonderausstellung, bei der wir Virtual Reality-Brillen ausprobieren und das an der Hochschule Emden/Leer entwickelte Solarboot bewundern konnten. Es war schwierig, sich für das abendliche Grillen beim Wassersportverein Emden von den spannenden Ausstellungen loszureißen, da es so vielfältige Exponate gab und wir in allen Abteilungen auf Leute trafen, die uns bereitwillig alle Fragen beantworteten.

Mit abendlichem Grillen und Stockbrotbacken klang der Tag aus. Weil der Wind sich etwas beruhigen sollte, wurde der erste Start für den nächsten Morgen für 10 Uhr angesetzt. Auch am nächsten Tag wehte der Wind mit fünf Beaufort noch ordentlich und die Schaumkronen auf dem Wasser sorgten dafür, dass keiner der Erste sein wollte, der von der Wiese aus sein Boot in den engen Kanal slippt, der auf das Kleine Meer führt. Mehrere Kinder blieben dann auch noch direkt in den Sandbänken stecken, die die enge Fahrrinne begrenzten. Letztlich fuhren jedoch vierzehn der sechzehn anwesenden SeglerInnen raus aufs „Meer“ und bei der ersten Wettfahrt über die Startlinie, elf davon auch ins Ziel. Einzelne entschieden sich aber zwischendurch, doch lieber wieder den sicheren Hafen aufzusuchen. Jule, Moritz und Paul gehörten zu den 9 SeglerInnen, die an allen drei Wettfahrten teilnahmen. „Das hat voll Spaß gemacht“ und „mir tut alles weh“ waren fast in einem Atemzug die ersten Kommentare von Jule, als sie wieder an Land kam. Am besten fand sie bei der Regatta das Gefühl „zu fliegen“ auf dem Vorwindkurs, am „blödsten“ das Raussegeln durch den engen Kanal.

Bei der Siegerehrung lobte Organisator Detlev Hillers alle Kinder: Die, die rausgesegelt waren und bis zum Ende durchgehalten hatten genauso wie die, die so ehrlich zu sich selbst waren, dass sie für sich entschieden hatten, dass es an diesem Tag doch noch etwas viel Wind für die eigene Segelerfahrung war. Anschließend wurde gelost, welcher Segler als nächstes seine Platzierung erfuhr und sich aus den schönen Segelpreisen etwas aussuchen konnte. So entschieden sich Jule und Moritz nacheinander jeweils für eine Pütz für ihren 7. Platz und 4. Platz, Paul danach für einen Verklicker für seinen 10. Platz.

Jules Fazit zur Regatta auf dem Rückweg: „Da möchte ich nächstes Jahr wieder hin“.

(Petra)

IDM Piraten 2019

Die deutsche Meisterschaft der Piraten fand dieses Jahr an der Schlei statt. 57 Teams aus Deutschland und Chile versammelten sich beim SVWS. Vom Hansa reiste ich leider allein an, da ich mit Maria Röttger (SVB) segeln würde.

Am Sonntag fand das Practicerace, mit Schwimmwesten als Preis gesponsert von Secumar, statt. Bei recht viel Wind lockte es nur wenige Teams aufs Wasser, von denen Frieder Billerbeck und Julius Raithel (SVWS) gewannen.

Tags darauf kam die versprochene Flaute und damit Startverschiebung an Land. Als sich ein Lüftchen regte, wurden wir doch noch aufs Wasser geschickt. Da bei so einem großen und starken Startfeld Gesamtrückrufe vorprogrammiert sind, dauerte es recht lange, bis wir einen brauchbaren Start zustande brachten. In der Zwischenzeit war der Wind leider wieder eingeschlafen und es wurde abgebrochen.

Der Dienstag brachte segelbare Bedingungen, sodass bei konstant eher wenig Wind 4 Läufe gesegelt wurden. Nach vielen Stunden auf dem Wasser lagen wir auf Platz 31, womit wir recht zufrieden sein konnten. Abends fand noch ein Kickerturnier statt.

Ab Mittwoch musste ich mich, da ich krank wurde, leider auswechseln lassen, sodass meine Segelpartnerin mit Anna Pahnke (SVWS) segelte. Der Wind war an dem Tag etwas stärker, sodass 2 Läufe gesegelt wurden, bevor pünktlich zum Gewitter alle im Hafen waren.

Der Donnerstag brachte wieder Flaute mit ein paar Windstreifen und die Wettfahrtleitung entschied, einige Stunden auf dem Wasser auf die passende Gelegenheit zu warten. Diese kam leider nicht und die Meisterschaft wurde mit 6 Läufen aus nur zwei Segeltagen beendet.

Es gewannen Ines Pingel-Heldt und Thomas Heldt (SSVET), die sich nach einem OCS im 2. Lauf erfolgreich hochgekämpft hatten. Insgesamt war es ein sehr schönes Event, das, wie immer beim SVWS, super organisiert war und allen Beteiligten gefallen hat.

Bericht: Melina Schuhl GER 4011

Ostseeflottille 2019

Von Hitze bis Dauerregen, von Flaute bis Windstärke sechs, von Ruhe bis Trara – beim diesjährigen Ostseetörn (20.-26.07.) war für jeden Geschmack etwas dabei. Mit siebzehn Hanseaten auf drei Yachten erkundeten wir die dänische Südsee und legten in sechs Tagen knapp 170 Seemeilen zurück.
(Hier gibt es die GPS-Daten der Seerose)

Los ging es am Freitagabend (19. Juli) beim Vorabend-Check-In in Heiligenhafen, wo gerade ein Rummel stattfand, sodass wir unsere Autos mit Blick aufs Riesenrad entluden. Unsere drei Schiffe hießen Ulysses, Finnyocean und Seerose; die beiden letztgenannten waren 37 Fuß-Bavarias und baugleich bis auf eine Mikrowelle in der Kombüse der Finnyocean. Unsere Seerose ließ uns immer wieder aufs Neue staunen, wie kreativ man selbst als erfahrener Yachtbauer an den Bedürfnissen des Seglers vorbei designen kann; Seeventile an den unmöglichsten Stellen, ein Navigationstisch von der Größe eines Frühstücksbrettchens, wild im Schiff verteilte Hauptschalter und zu wenige Sitzgelegenheiten am Tisch in der Messe waren nur einige der Dinge, die im täglichen Betrieb für Kopfschütteln sorgten. Dafür waren die Festmacherleinen endlich mal lang genug.

Am Samstagvormittag ging es los in Richtung Langeland. Auf See erwarteten uns kräftiger Wind und Meterwellen, die die ungeübten Mägen gehörig auf die Probe stellten. Wir erreichten Bagenkop gerade rechtzeitig vor dem Eintreffen einer dunkelvioletten Gewitterfront und legten ruhig und konzentriert an, ohne uns von dem Mann am Kai irritieren zu lassen, der wohl der Ansicht war, unser Anlegemanöver durch lautstark gebrüllte Hinweise auf das nahende Unwetter beschleunigen zu können oder zu müssen. Vielleicht hoffte er, eine Anstellung als Nebelhorn zu ergattern – die Lautstärke wäre jedenfalls ausreichend gewesen.

Der Sonntag führte uns nach Marstal auf der Insel Aero. Im Vorjahr hatten wir Aeroskobing besucht und waren ganz begeistert gewesen von dem gemütlichen Fachwerkstädtchen; Marstal kann aber beinahe mithalten. Auch hier gibt es kleine Gassen, gemütlich aussehende niedrige Häuser, massenhaft Stockrosen und obendrein im Hafen die Bonavista, ein vor kurzem renovierter Schoner aus dem Jahr 1914. Nach dem Spaziergang durch die Stadt und den Hafen (ein Softeis durfte auch nicht fehlen) beschlossen wir den milden Abend mit gemütlichem Plaudern auf der Finnyocean.

Den meteorologischen Tiefpunkt markierte der Montag, an dem wir uns von Marstal durch den Tonnenstrich nach Svendborg vorarbeiteten. Dauernieselregen war unser Begleiter, und auch beim Stadtbummel blieb es nass. Dafür gab es in Svendborg die mit Abstand urigste Bäckerei, in der man dem Bäcker bei der Arbeit zuschauen konnte, und die obendrein die leckersten Brötchen verkaufte.

So ging es am Dienstag gut gestärkt nach Omo. Der Regen war vergessen, und die Sonnencreme kam wieder zum Einsatz. Die Hitze verlangte nach Gegenmaßnahmen, und so wurde es Zeit für die Badeplattform, von der die Kids die Füße ins Wasser halten konnten; auch der obligatorische Fenderritt – diesmal ohne fiese Quallen – durfte nicht fehlen.

Im Hafen von Omo gibt es Fischer und eine Fähre, sodass weder Nase noch Ohren geschont werden – dafür lohnte aber der Gang zum nahe gelegenen Strand, der mit einer Badeplattform und einem traumhaften Sonnenuntergang punkten konnte. Obendrein gab es in Omo kostenlose Leihfahrräder, die zur Erkundung des Inselchens genutzt werden konnten.

Spodsbjerg hieß unser Ziel für den Mittwoch. Abermals umrahmte uns ein fast wolkenloser Himmel, und mangels Wind schob uns der Motor durch die See.

Am Donnerstag brachen wir noch vor dem Frühstück auf, denn vor uns lagen stolze 47 Seemeilen bis nach Burgtiefe auf Fehmarn. Der Wind hatte wieder aufgefrischt, und so konnten wir große Teile der Strecke unter Segel fahren. An Fehmarns Südwestspitze war es damit jedoch vorbei; bei strammem Gegenwind und kräftiger Strömung warfen wir den Motor an und kamen doch nur allmählich der Fehmarnsundbrücke näher. Erst zur Abendbrotzeit erreichten wir den Yachthafen von Burgtiefe und brachen sogleich zum Abschlussessen im (sehr empfehlenswerten) Restaurant “Windrose” auf. Trotz des Schwankens, das mancher Teilnehmer angesichts des ungewohnt bewegungsarmen Mobiliars zu spüren glaubte, wurde der Abend zum würdigen Abschluss eines tollen Törns.

Nach dem obligatorischen Flottillen-Gruppenfoto war es am Freitag von Burgtiefe aus nur noch ein kurzer Schlag zurück nach Heiligenhafen, und gegen Mittag machten wir unsere Seerose in ihrer Box fest. Unser Fazit war ausnahmslos positiv: Mit bester Laune, gutem Essen, größtenteils Traumwetter und genügend Wind verlebten wir eine herrliche Woche und hatten – neben unzähligen Fotos – eine gute Portion Sonnenbräune als Souvenir im Gepäck.

(Lars)

Und wer weiß – vielleicht steht in Bagenkop auch jetzt noch der seltsame Mann wie das HB-Männchen auf dem Kai und geht bei jedem einlaufenden Schiff aufs Neue in die Luft. Dem empfehle ich unser extrem entspannendes Törnvideo:

Musik: www.bensound.com

Flying Junior WM Italien 2019

Bei mittleren bis starken Winden fand die WM der Flying Junior Klasse (FJ) in Porto San Giorgio in Italien statt. Im Zuge der Wettfahrten verbesserten sich die Ergebnisse und Bernd Hater vom Segelclub Hansa Münster konnte als tweitbester Deutscher Teilnehmer die WM mit dem 8. Platz abschließen. Bereits bei der EM 2018 bei der Travemünder Woche belegte Bernd Hater mit seiner Crew Paula Scharf vom Segelclub Lippstadt (SCLI) den 7. Platz.
In den ersten beiden Tagen war der Wind schwach. Am dritten Tag hatten wir ca. 5 Beaufourt. Die Wettfahrten 11+12 am vierten Tag konnten wegen eines aufziehenden Gewitters nicht gesegelt werden. Die ersten drei Plätze gingen nach Holland.

(Bernd)