Young Europeans Sailing 2022

Vom 04.bis zum 06.06.2022 fand in Kiel die Young Europeans Sailing (YES) Regatta statt. Der Hansa
war mit insgesamt 13 Seglern und 7 weiteren aus anderen Vereinen – die bei uns am
Stützpunkttraining teilnehmen – mit einer großen Gruppe vertreten.

Viele Teilnehmer reisten bereits am Mittwoch abend zum zweitägigen Vortraining in Kiel-Schilksee
an. Am ersten Tag des Vortrainings war viel Wind, was auch hohe Wellen mitbrachte. Deshalb fuhren
unsere Trainer Christoph Möring und Paul Beumker weit mit uns auf die Ostsee hinaus, um gut
wellentechnik und Starts üben zu können.

Am zweiten Tag ließ der Wind nach, so dass wir „nur“ eine Einheit Theorie mit der geänderten Regel
18 und Bootsarbeit machen konnten. Am ersten Renntag war kaum Wind, so dass sämtliche
gestarteten Läufe abgebrochen wurden. Der zweite Tag war deutlich besser, so dass bei den ILCA 4
eine Finalserie zustande kam. Diese wurde am dritten Wettfahrttag ausgerichtet und lief für alle
Hansa – Segler und Stützpunkt – Mitglieder recht gut. Insgesamt eine große aber trotzdem gut
organisierte Regatta.

Moritz

Ergebnisse bei manage2sail

Piraten bei der internationalen deutschen Meisterschaft 2022

Vergangene Woche fand die Internationale deutsche Meisterschaft (IDM) der Piraten am Dümmer See statt. Insgesamt waren 58 Teams beteiligt, vom Hansa fuhren zwei Teams zur Seglervereinigung Hüde: Aike & Gerrit, sowie ich (Melina) mit meinem Bruder Sebastian vom Aachener Boots Club.

Bereits der Wetterbericht ließ einiges an Wind vermuten, sodass wir am Vorabend das Boot noch umtrimmten, für eine lange Schleppleine sorgten und die etwas älteren Regattasegel anschlugen. Mittwochmittag fuhren wir direkt nach der Steuermannsbesprechung raus und segelten den Kurs ein paarmal ab. Neben dem normalen Aufwärmen hatten wir dabei noch die Hürde zu bewältigen, dass Sebastians aktive Piratenzeit acht Jahre zurücklag und auch ich zuletzt mehr an Aaseewinde als an Sturm gewöhnt war.

Zum ersten Start waren schließlich 57 Teams versammelt; ein Steuermann hatte noch Pflichttermine in der Uni. Der Kurs war gut gelegt, Dreieck-Schenkel-Zielkreuz, und zwei Läufe für den Tag angesagt. Für den Hansa lief es an diesem Tag leider nicht optimal: Aike & Gerrit hatten im ersten Lauf eine unglückliche Situation mit einem SCM-Boot an der Leetonne, dem sie nicht ausweichen konnten und nach Verhandlung in einem DSQ endete. Dafür machten sie das im zweiten Lauf mit einer Top-Platzierung als 8. wieder wett. Wir wiederum übersahen nach einem erfolgreichen Lauf bei der letzten Wende des Tages eine starke Bö und kenterten direkt vorm Ziel, sodass etliche Boote an uns vorbeifuhren.

Der zweite Tag brachte noch mehr Wind und noch mehr Spaß beim Surfen auf den Wellen. Vier Läufe wurden angesetzt, da für den nächsten Tag Sturm vorhergesagt war und es nicht sicher war, ob dann gesegelt werden könnte. Die ersten beiden Läufe verliefen recht ereignislos; wir verloren bei den Kreuzen aufgrund mangelnden Kompass etwas, holten das beim Vorwind dafür wieder auf. Im dritten Lauf wurde langsam klar, dass der starke Wind bei allen Teams seinen Tribut forderte. Der Kurs war nun um ein Dreieck länger, doch die Raumtonne lag leider zu spitz und die meisten Boote nahmen den Spinnaker nach einigen Metern wieder runter oder kenterten. Auf der Kreuz darauf konnten wir so einige verloren gegangene Segler im Wasser rumstehen oder gekenterte Boote und flatternde Spis begutachten. In der letzten Runde zogen wir, geprägt von den Erfahrungen zuvor, den Spi erst kurz vor der Raumtonne und flogen dann an einigen Booten, die sich das nicht getraut hatten, vorbei. Sicherlich einer der schönsten Momente an diesem Tag und eher ungewöhnlich, den Spi mitten in Gleitfahrt auf einer Welle abbauen zu müssen. Zum vierten Lauf Flaute der Wind etwas ab, sodass wir übrigen auch die letzte Stunde auf dem Wasser durchhielten.

Am Freitag kam der vom Wetterbericht angesagte Sturm mit dicken Schaumkronen und bis 28 Knoten. Da lohnte sich vorm Umziehen durchaus ein Blick auf den Fahnenmast, um nicht (anders als ich) in voller Montur mit Trockenanzug plötzlich unter AP zu stehen. Statt aufs Boot ging es daher ab in die Hängematte und der Tag wurde von allen zum Erholen und Entspannen genutzt.

Der Samstag war der letzte Segeltag, wieder mit viel Wind. Der Wetterbericht versprach aber zumindest um Mittag herum segelbare Bedingungen. Vor dem Start zogen jedoch noch einige starke Böenfronten durch, von denen wir einer nicht gewachsen waren und mit flatternden Segeln kläglich kenterten. Etwas demotiviert schafften wir es doch noch rechtzeitig zur Startlinie und fuhren einen wunderbaren 0-Start am Startschiff, wo die anderen Piraten glücklicherweise eine Lücke gelassen hatten. Die Kreuz war ein richtiger Kampf mit den Oberschenkelmuskeln, der aber durch einen wunderschönen Raumschotskurs belohnt wurde mit einer riesigen Spaßpartie beim Surfen über den Wellen unter Spi. Nach der Wettfahrt zog eine weitere Unwetterfront durch, welche die Wettfahrtleitung abwartete. Danach flaute der Wind nicht wieder ab, sodass die Meisterschaft mit sieben gesegelten Läufen abgeschossen wurde und wir unter ca. 25 Knoten Halbwind Richtung Hafen heizten.

Internationaler deutscher Meister wurden Frieder Billerbeck und Julius Raithel vom SVWS mit vier herausragenden ersten Plätzen. Glückwünsche gehen ebenso an Aike und Gerrit, die bestes Jugendteam geworden sind.

Melina

Polyvalken-Segelfreizeit Koudum 2022

Weiße Segel, blauer Himmel, grünes Land

Vom 10. bis zum 13. Juni fand die Segelfreizeit in den Gewässern um Koudum/NL statt. Bekannter ist der Event als Segelfreizeit Heeker Meer. Dieses Jahr gab es eine grundlegende Änderung: die Übernachtung fand nicht in Heek sondern in Koudum statt, genau gesagt im Vakantiepark de Kuilart.

Nach der Covid-bedingten Pause merkte nicht nur die Hauptorganisatorin Hedwig, wie ausgehungert viele SHM-Mitglieder nach einem Wiedersehen und Segelpraxis waren. Die gemeldete Teilnehmerzahl erreichte nie dagewesene 52 Nasen. Bei einer durchschnittlichen Besetzung der Polyvalken mit vier Segelhungrigen kann man sich die Anzahl der Boote ausrechnen: In den Kanälen glichen die Segelausflüge einer Prozession.

Das Wetter konnte besser nicht sein: Temperaturen um 20° C, Westwind mit 3 bis 4 Bft, garniert mit 5er Böen. Viel Sonne ließ die Haut trotz wirksamer Sonnenkrems fix bräunen, manchen auch zu schnell, konkurrierte doch die eine oder andere ungeschützte Hautstelle mit der Farbe der untergehenden Sonne.

Weiße Schäfchenwolken passten zur Farbe der Segel. Sattes Grün an den Ufern und auf den Grünländern entlang der Route sowie blauer Himmel rundeten den optischen Eindruck ab. Die Krönung war der Sonnenuntergang auf der Fahrt von Stavoren nach Koudum. Alte Heeker-Meer-Hasen meinten unisono, dass es noch nie sooooo tolles Segelwetter gegeben habe.

Auch das gewählte Quartier, sechs neue Häuser mit bis zu acht Personen Belegung, passte hervorragend in das Gesamtbild. Waren sie doch gut ausgestattet, großzügig geschnitten und kein bisschen abgenutzt. Einhellige Teilnehmermeinung: nächstes Jahr wieder hierher.

Die Stimmung war hervorragend, und außer zwei Motorpannen, die zunächst per Abschleppen der Boote durch Vereinskollegen geregelt wurden, gab es keine Negativmeldung. Bereits kurz nach der Ankunft am Freitag – Häuser bezogen, Lebensmittel verteilt, Ankunftsbier getrunken – waren laute Stimmen zu vernehmen: „Lasst uns jetzt die Boote ausprobieren!“ Gesagt, getan. Flugs war ein halbes Dutzend Boote mit SHM-Segelhungrigen unter geblähten Segeln unterwegs, um nach Herzenslust zu wenden, zu halsen, zu trimmen und zu kreuzen. Für einige galt es, auf der ersten diesjährigen Segeltour eingerostete Routinen zu reaktivieren.

Schnuckelige Örtchen garnierten den sportlichen Veranstaltungsteil. Mittagspausen in Balk und Elahuizen versüßten den runden Gesamteindruck nicht nur kulinarisch noch weiter. Ein Grillabend mit großer Auswahl an Festem und Flüssigem beschloss den Samstag, nachdem am Freitagabend mitgebrachte Gyros- und Spargelsuppen für gefüllte Mägen sorgten; die traditionelle Rudel-Gesangsrunde verbesserte die Stimmung weiter. Am Sonntagabend fuhren wir per Boot mit dreißig Mann (sagt man doch so!) nach Stavoren, um ins Ijsselmeer zu spucken und uns bei Schleusenblick von kompetentem Restaurantpersonal mit leckeren italienischen und niederländischen Gerichten und Getränken verwöhnen zu lassen. Am Montag ging es nach dem Frühstück – wieder auf der Terrasse – ans Klar-Schiff-machen und Packen und danach Richtung Heimat oder Folgeurlaub.

Und die Segelei? Sie konnte besser nicht sein: mit einem Reff waren wir gut bedient, ab und zu wurden auch zwei gesteckt. Zu viert auf Luv ausgeritten, wagten einzelne Boote den Segeltrip ganz ungerefft. Sportlich war’s, aber ungefährlich und für alle Manöver war trotz reichlichem Bootsverkehr, der zeitweise Autobahndichte erreichte, viel Platz und Zeit zum Üben. Auch die Vorfahrtsregeln konnten umfänglich erprobt werden.

SHM-Neulingen sei gesagt, dass sich diese jährlich stattfindende Segelfreizeit ausgezeichnet für das Kennenlernen von Clubmitgliedern eignet, weil im Gegensatz zu anderen Touren in Häusern übernachtet wird. So kommt es oft vor, dass wir bei der individuellen Anfahrt mit anderen Seglern zusammen sind als in den Häusern und mit noch anderen auf den Booten. Gemeinsame Frühstücks- und Abendrunden beflügeln das ganze natürlich.

Dank an alle Teilnehmer und Organisatoren und hoffentlich auf ein Wiedersehen 2023.

Text: Hans-Christoph
Bilder: verschiedene Teilnehmer*innen

Rund Jütland & Fünen – Frühsommer ’22

Bangen bis nach dem Start.

Der erste Plan war schon etwas her, dann galt es Zeitraum, Crew und Yacht zu finden.
Alles hängt erschwerend mittelbar zusammen: Eine Yacht sollte der Crewgröße entsprechen und auch für den vorgesehenen Zeitraum (bezahlbar) zur Verfügung stehen. Die Crew muss in diesem Zeitraum auch frei nehmen können.
Ach so: der Plan beinhaltete außerhalb der Ferienzeit von Dänemark und NRW einmal Jütland und ggfls. zugehörige Inseln zu umrunden.
Eine rekursive Vorgehensweise führte zu folgender Lösung:
Eine 36″ Yacht ab Heiligenhafen für vier Wochen gechartert. Stammcrew: Ingo als Schiffsführer und Ekkes als Stellvertreter. Drei Mitsegler, Fritz, Peter & Ritchi, sind die ersten zwei Wochen an Bord, und wechseln dann gegen zwei andere, Dirk-Uwe & Marcus. Tauschen dann Koje gegen PKW – Bedingung dänisches Festland.

Charter-Vertrag unterschrieben, Großeinkäufe getätigt, Seesäcke gepackt, Seekarten besorgt (Dank an dieser Stelle für die Unterstützung durch den Fahrtenseglerobmann) sowie Gezeiten-Material und Routen durchgesprochen. Was kann da noch schief gehen?

Kurz vor Abfahrt ist der Schiffsführer „Corona Positiv“ !
Kurzfristig Video-Konferenz einberufen: erneut Pläne von A bis E entworfen und durchgespielt.
(schon mal vorweg: es gibt eine Bildergalerie zum Törn.)

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Pfingstrosenregatta 2022

Nach Regen kommt Sonne

Pfingstrosenregatta bei bis zu Windstärke fünf!

Traditionell wurde am Pfingstmontag auf dem Aasee die zweite von sieben Regatten zur Vereinsmeisterschaft ausgetragen. In der Yardstick-Wertung traten Crews unterschiedlicher Bootsklassen gegeneinander an. Sechzehn Boote – vom Einhand-Optimisten oder Laser, Zweierteams aus Steuermann/-frau und Vorschoter*in im Schwertzugvogel, Folkeboot und Conger; Dreiercrew in der C55 bis zum Viererteam im Polyvalken segelten alle bei ordentlichem Wind, teilweise starken Böen, Regen und später dann Sonnenschein am heimischen Aasee die Plätze aus. Bei so manchem Zuschauer kam gar schon Nordseefeeling auf. Trotz der teils ruppigen Bedingungen blieben alle Segler*innen und Boote heil und der Spaß stand – wie immer – im Vordergrund. Endlich wieder gemeinsam (wett-)segeln!

Den ersten Platz belegten Martin Klüsener / Oliver Venherm im Schwertzugvogel, der zweite Platz ging ebenso an eine Schwertzugvogelbesatzung: Matthias Letzel / Fabian Eustermann. Den gefeierten dritten Platz errang der jüngste Teilnehmer Johannes Pfennig in seinem Optimisten. Die nächste Yardstick-Regatta findet am 26. Juni ab 14 Uhr statt.

Petra

Bergischer Regenschirm 2022

Am 21./22.5.22 fand an der Bevertalsperre die Bergischer Regenschirm Regatta statt. Der SHM war mal wieder mit 8 Teilnehmer stark vertreten. Am ersten Tag gab es guten und konstanten Wind und es wurden auch alle geplanten vier Läufe gesegelt. Der Kurs war ein wenig ungewöhnlich, da wir die Tonnen Steuerbord runden sollten.  Am Ende des Tages waren alle zufrieden mit ihren Plätzen und wir konnten in 4.7 die Plätze 1, 3, 4 und 6 belegen. Später am Abend wurde dann lecker gegrillt und wir haben noch eine Stadtrundfahrt zu einer Eisdiele gemacht.

Am zweiten Tag ist der Wind dann leider komplett eingeschlafen und es wurde keine Wettfahrt mehr gefahren. Stattdessen sind wir bei schönstem Sonnenschein mit ein paar anderen Seglern zu einer Felswand gepaddelt, wo das Wasser tief genug war, um waghalsig 4 Meter hinunterzuspringen. Bei der Siegerehrung standen dann Finn Petzold als Landesjüngstenmeister und Moritz Lütke-Notarp als Dritter bei den 4.7ern sowie Christoph Möhring als Erster bei den Standards auf dem Siegerpodest.

Finn

JEM-Quali 2022 geschafft!!!

Vom 14. bis zum 15.05.2022 fand am Bodensee, in der Nähe der schönen Insel Reichenau, der Unterseepokal für Laser und Europe statt. Für die Europe-Segler war diese Regatta gleichzeitig die 4. Qualifikationregatta für die Jugend-Europa-Meisterschaft (JEM).

Benedikt Thewes vom Segelclub Hansa Münster hatte sich in vorherigen Regatten zwar schon in die JEM-Plätze gesegelt, musste aber am Bodensee sein Startticket für die JEM noch verteidigen.

Also stand ihm ein anstrengendes Wochenende bevor. Denn während alle anderen Segler*innen für Freitag schon mit einer Schulbefreiung entspannt den weiten Weg zum Bodensee antreten konnten, musste Benedikt morgens noch in der Schule sitzen.

Nach geschriebener ZP10 in Englisch und einer Vorbereitungsstunde Mathe für die ZP10 in Mathe am Dienstag, stand dann um 13:00 Uhr schon der Bodensee-Shuttle vor der Schule und die Post ging ab.

Zuerst ging es aber nach Leverkusen, um den Europe-Segler Fynn abzuholen, dessen Vater einen Tag zuvor mit den Booten zum Bodensee gefahren war. Insgesamt waren es 700 km Fahrt von Rheine bis nach Reichenau. Gegen 21:45 Uhr erreichten wir unser Ziel und unsere Pension, das Hobelbänkle.

Da beiden Seglern der Magen auf dem Boden hing, gab es noch schnell eine kleine Stärkung im Restaurant nebenan. Leider zeichnete sich bei Benedikt schon während der Fahrt der Beginn einer Erkältung ab. Alle Tests waren aber zum Glück negativ.

Am Samstag war das Regattabüro ab 10:00 Uhr zur Meldung geöffnet. Also hieß es Boote aufbauen, anmelden und um 11:00 Uhr zur Steuermannsbesprechung. Da die Windprognosen für Samstag bei 1-2 Knoten lagen, wurde erstmal eine Startverschiebung an Land hochgezogen. Also chillten alle in der Sonne, spielten Karten oder gingen schwimmen. So dümpelte der Samstag vor sich hin. Gegen 15:30 Uhr wollte der Wettfahrtleiter dann doch einen Lauf starten. Somit segelten alle Europes und Laser raus, um dann fast drei Stunden auf dem Wasser zu braten und zu warten, weil der Wind immer nur kurz auffrischte. Gegen 18:00 Uhr entschieden die Laser, dass es jetzt genug sei und segelten zurück zum Hafen. Ein wenig später hatte der Wettfahrtleiter auch mit den Europes ein Einsehen und schoss die Regatta für den Samstag ab.

Am Abend wurden aber alle mit einem wirklich tollen, selbstgekochten, schwäbischen Gericht von der Küchencrew entschädigt. Es gab Geschnetzeltes mit Reichenauer Gemüse und frisch gebratenen, selbstgemachten „Kartoffelröschtis“.

Sonntag begann der Morgen dann wieder mit dem Warten auf Wind. Bei den Europe-Seglern stieg die Anspannung, da noch einige versuchen wollten, in die Qualifikation zur JEM zu segeln. Bei dem Wettfahrtleiter lagen die Nerven so blank, dass er irgendwann ins Motorboot stieg und um die Insel fuhr, um nach Wind zu suchen. Und siehe da: er kam zurück und meldete leichten Wind auf der anderen Inselseite. Also wurden kurzerhand alle Laser und Europes um die Insel geschleppt. Tatsächlich wurden gegen 13:30 Uhr dann noch zwei Läufe angeschossen. Benedikt ersegelte immernoch angeschlagen den 26. und den 35. Platz und gelangte in der Gesamtwertung auf Platz 30 von 45 Startern.

Dies reichte für ihn, um sich weiterhin für die JEM der Europes in Röbel an der Müritz zu qualifizieren.

Um 18:00 Uhr gab es dann für jeden Segler*in bei der Siegerehrung eine kleine Anerkennung. Der schönen Insel Reichenau entsprechend, bekam jeder eine kleine Gemüsekiste, in der Paprika, Gurken, Salat und eine spezielle Züchtung einer kleinen Tomatenpflanze mit Cocktailtomaten für die Fensterbank waren.

Nach über siebenstündiger Rückfahrt kamen wir gegen 4:00 Uhr morgens wieder in Rheine an. Es war ein Höllenritt, aber er hat sich gelohnt!!!

Heute kam die offizielle Nominierung zur JEM 2022 in Röbel von der Klassenvereinigung für Benedikt. Damit gehört Benedikt Thewes vom Segelclub Hansa Münster zu den 15 Jungs aus ganz Deutschland, die sich in der Bootsklasse Europe vom 05. bis zum 11.08.2022 in Röbel an der Müritz bei der Jugend Europa Meisterschaft in einem internationalen Feld behaupten können! Im Anschluss an die Europameisterschaft geht es dann gleich weiter zur Deutschen Meisterschaft nach Kiel.

Anke A-T

Regatta Kids Tag #1, Mai 2022

Ein schöner Tag für alle Beteiligten

Segeln als Leistungssport kennenlernen, Club als Team vorstellen und interessierte Eltern rund um den Einstieg ins Segeln informieren – Optimisten und Piratenklasse sowie das Trainingsteam standen am Samstag, den 07.05.2022 bei (überwiegend) bestem Wetter Rede und Antwort. Mit dem Praddel, beim Knotenüben, unter Segeln und auch bei einer Spaßregatta wurden seitens der Kinder und Eltern erste Erfahrungen gesammelt, die BlackSwan Regatta „besucht“ und der Hunger am Grill gestillt. 

Es ist schon ein wenig Zeit vergangen – aber Bilder sagen mehr als Worte. Daher an dieser Stelle (wenn auch ein wenig verspätet) ein paar Eindrücke des Tages, verbunden mit einem großen Dank an alle Helfer, das Trainerteam rund um Chris, Reinhard am Grill und alle Helfer aus dem Elternkreis. Und ein großes Dankeschön allen SpenderInnen, die für die DGZRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) das Spendenschiffchen gegen Getränke und Essen „gefüllt“ haben.

Die Gewinner 1.-3. der Spaßregatta erhalten ein Opti-Shirt als Erinnerung, organisiert von Judith Maucher und Thomas Konnemann.  Allen Prüflingen, die mal so „nebenbei“ den Jüngstenschein bestanden haben: Herzlichen Glückwunsch!!!! Auch ihr bekommt „euer“ T-Shirt.

Bis bald.

Malte (für den SHM)

MSC-Opti-Pokal 2022

Segeln auf dem Mühlenberger Loch – das war ein Erlebnis der besonderen Art. Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir morgens mit dem Auto in das Hafengebiet am Mühlenberger Segelclub. Durch die bei Manage2Sail eingestellten Dokumente war ganz klar, wo man auf dem eher beengten Raum parken konnte und wer wo slippen sollte. Schön war es, Rosalie und Louis vom YCRE und Christian vom DYC mit ihren Eltern auch dort zu treffen. Steuerleutebesprechung war um 11:30, anschließend sollten die Kinder noch kurz warten, bevor geslippt werden durfte, da “da Seehunde sind, die noch schlafen…”, wie es in der Steuerleutebesprechung geheißen hatte. 😉

Beim Slippen gab es dann einen besonderen Service: ein Mitglied des MSC stand mit Neoprenanzug im Wasser und half den Kinder, das Ruder anzubringen und hielt die Boote fest, bis alles klar war. Im engen Hafen und bei 4-5 Windstärken war das eine tolle Unterstützung. 

Kurz vor der Hafenausfahrt wurden alle Kinder von Motorbooten aufgenommen, die die Kinder über die Fahrtrinne der Elbe in das Regattagebiet im Mühlenberger Loch schleppten. Lasersegler im Hafen erzählten uns, dass man ansonsten mit dem Opti keine Chance hat, gegen die starke Strömung anzukommen. Ab dann war von Land aus nicht mehr viel zu sehen. 

Der Wind war mit vier bis fünf Bft. in der ersten Wettfahrt recht stark, nahm im Laufe des Nachmittags aber etwas ab. Einige Eltern nutzen die Zeit, um mit dem Fernglas ihre Kinder zu beobachten. Alternativ boten aber das Elbeufer und das nahe Blankenese, das man über sehr viele Treppenstufen schnell erreichen konnte, auch andere Möglichkeiten, die Zeit urlaubsgleich zu verbringen. Interessant war es auch, den riesigen Containerschiffe, die die Fahrrinne hin und wieder passierten, zuzuschauen und nachzuschauen, in welchen Hafen der Welt diese gerade aufbrachen. Gespräche mit anderen Eltern ergaben sich schnell auf der Mole des Mühlenberger Hafens und auf der Terrasse des MSC. 

Einige Stunden später wurden die ersten A-Segler:innen wieder zurückgeschleppt. Das Procedere war ähnlich. Dieses Mal halfen einige Eltern vor Ort, die richtigen Slipwagen für die richtigen Boote aus dem Slipwagenhaufen herauszufischen und wieder war ganz schnell eine Mühlenberger Seglerin vor Ort, die mit ins Wasser ging und beim Rausslippen half. Jule kam zufrieden zurück. Fest davon überzeugt, im zweiten Lauf einen Frühstart gehabt zu haben, freute sie sich, dass ihr Lauf gewertet worden war und sie sich in allen drei Läufen im ersten Drittel platzieren konnte. Damit lag sie am Ende des ersten Regattatags insgesamt auf Platz 11 bei 42 Teilnehmer:innen. 

Im Sonnenschein konnten die Segler:innen sich dann bei Nudeln und Tomatensauce stärken und sich vom Tag erholen. Dann die gute Nachricht für alle, die am Wochenende gerne ausschlafen: Aufgrund der Tideabhängigkeit des Segelreviers konnte das Ankündigungssignal für die erste Wettfahrt erst am Sonntag um 14:30 Uhr gegeben werden. Wir mussten uns kurz damit abfinden, dass wir damit wohl erst spät am Sonntag nach Hause kommen würden, entschieden uns dann aber dafür, die ausgedehnte Zeit am Sonntagmorgen zu nutzen, um in Ruhe frühstücken zu gehen. 

Obwohl sich dann am Sonntagmittag kaum ein Lüftchen regte, entschied die Regattaleitung, die Kinder doch schon mal zu 14:30 Uhr ins Regattagebiet zu schleppen, um bei zunehmendem Wind eventuell doch starten zu können. Super organisiert wurden auch dieses Mal wieder in Rekordtempo Schleppverbände zusammengestellt. Von Ferne sah man, wie die Boote im Pulk zusammenstanden, einen Startversuch konnte man nicht ausmachen. Um die Wartezeit zu versüßen, schickte der MSC dann noch ein Boot mit Vanilleeisbechern ins Regattafeld, um alle Kinder zu versorgen. Kurz danach wurde endgültig abgebrochen. 

Bei der Siegerehrung wurden alle Kinder mit einem Preis versorgt – Flip-Flops mit Optimotiv für alle Teilnehmenden bis auf die jeweils drei Erstplatzierten. Jule war mit ihrem elften Platz sehr zufrieden und der Heimweg von Hamburg nach Münster ging ganz ohne Stau erstaunlich schnell.

Der MSC-Opti-Pokal ist definitiv eine Regatta der besonderen Art, die wir für A- und etwas erfahrenere B-Segler:innen mit in die Hansa-Regattaplanung aufnehmen könnten.  

Petra

Black Swan Opticup 2022

Mattis Triebel erfolgreich beim Black Swan Opticup

Am frühen Samstagvormittag den 7.5.22 machten sich Johannes Pfennig und Mattis Triebel auf den
Weg auf den oberen Aasee zum SCM. Der leider diesmal auf einen Tag verkürzte Black Swan Opticup
stand auf dem Programm. Bei herrlichem Wetter und schwachen Winden starteten insgesamt 15
Optimisten bei drei Wettfahrten.

Dabei ersegelte Johannes mit den Plätzen 10, 4 und 2 einen sehr guten dritten Platz. Mattis setzte
sich souverän mit den Plätzen 1, 4 und 1 an die Spitze der Konkurrenz und gewann den schwarzen
Schwan vor Zahra Ibrahim vom SCM.

Herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg.

Thomas Große Ahlert

Baldenopti 2022

Am 30.4. und 1.5. 2022 fand am Essener Baldeneysee wieder die Baldenopti-Regatta statt. In Opti B waren 28 Boote gemeldet und in Opti A zehn Boote. Der SHM wurde in Opti A von Benita Thewes und Jule Heiny sowie in Opti B von Johannes Pfennig und Jan Malte Wieland vertreten.

Das erste Ankündigungssignal am Samstag war für 12:25 Uhr geplant. Somit trudelten morgens die ganzen Kapitäne mit ihren Optis ein und machten ihre Boote klar zum Auslaufen. Um 12:00 Uhr gab es das Signal zum Sammeln für die Steuermannsbesprechung. Es wurden der Kurs erklärt und Fragen beantwortet.

Wenig später ging es dann auf’s Wasser Richtung Regattafeld. Der Wind war nur schwach bis mäßig. Leider schlief er nach zwei Läufen ein, so dass erstmal eine Startverschiebung an Land angekündigt wurde. Da der Wind sich immer weiter verabschiedete, blieb es an dem Tag bei zwei gesegelten von insgesamt fünf ausgeschriebenen Läufen.

Für den Abend hatte sich die Orga-Crew richtig ins Zeug gelegt und den großen Grill angefeuert. Es gab für alle reichlich Hamburger, Hotdogs, Pommes und Salat. Später gingen alle zeitig in ihren Zelten oder Campern schlafen bzw. fuhren nach Hause mit der Hoffnung auf mehr Wind am Sonntag.

Am Sonntag wurden wir von strahlendem Sonnenschein mit leider auch so gut wie Null Wind geweckt. Also hieß es Startverschiebung mit aufgebauten Booten an Land. Die Segler/innen vertrieben sich die Zeit mit Wasserspielen, sprangen zum Schwimmen in den See und warteten auf Wind und warteten und warteten….!

Gegen 12:30 Uhr hatte die Regattaleitung dann ein Einsehen und gab die Hoffnung auf Wind auf. Es ertönte das Abbruchsignal.

Ab 14:00 Uhr gab es noch die Siegerehrung.

Benita Thewes segelte in Opti A auf Platz 3, Jule Heiny erreichte Platz 6. In Opti B segelten Johannes Pfennig auf Platz 13 und Jan Malte Wieland auf Platz 19.

Anke A-T