Regatta Kids Tag #1, Mai 2022

Ein schöner Tag für alle Beteiligten

Segeln als Leistungssport kennenlernen, Club als Team vorstellen und interessierte Eltern rund um den Einstieg ins Segeln informieren – Optimisten und Piratenklasse sowie das Trainingsteam standen am Samstag, den 07.05.2022 bei (überwiegend) bestem Wetter Rede und Antwort. Mit dem Praddel, beim Knotenüben, unter Segeln und auch bei einer Spaßregatta wurden seitens der Kinder und Eltern erste Erfahrungen gesammelt, die BlackSwan Regatta „besucht“ und der Hunger am Grill gestillt. 

Es ist schon ein wenig Zeit vergangen – aber Bilder sagen mehr als Worte. Daher an dieser Stelle (wenn auch ein wenig verspätet) ein paar Eindrücke des Tages, verbunden mit einem großen Dank an alle Helfer, das Trainerteam rund um Chris, Reinhard am Grill und alle Helfer aus dem Elternkreis. Und ein großes Dankeschön allen SpenderInnen, die für die DGZRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) das Spendenschiffchen gegen Getränke und Essen „gefüllt“ haben.

Die Gewinner 1.-3. der Spaßregatta erhalten ein Opti-Shirt als Erinnerung, organisiert von Judith Maucher und Thomas Konnemann.  Allen Prüflingen, die mal so „nebenbei“ den Jüngstenschein bestanden haben: Herzlichen Glückwunsch!!!! Auch ihr bekommt „euer“ T-Shirt.

Bis bald.

Malte (für den SHM)

MSC-Opti-Pokal 2022

Segeln auf dem Mühlenberger Loch – das war ein Erlebnis der besonderen Art. Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir morgens mit dem Auto in das Hafengebiet am Mühlenberger Segelclub. Durch die bei Manage2Sail eingestellten Dokumente war ganz klar, wo man auf dem eher beengten Raum parken konnte und wer wo slippen sollte. Schön war es, Rosalie und Louis vom YCRE und Christian vom DYC mit ihren Eltern auch dort zu treffen. Steuerleutebesprechung war um 11:30, anschließend sollten die Kinder noch kurz warten, bevor geslippt werden durfte, da “da Seehunde sind, die noch schlafen…”, wie es in der Steuerleutebesprechung geheißen hatte. 😉

Beim Slippen gab es dann einen besonderen Service: ein Mitglied des MSC stand mit Neoprenanzug im Wasser und half den Kinder, das Ruder anzubringen und hielt die Boote fest, bis alles klar war. Im engen Hafen und bei 4-5 Windstärken war das eine tolle Unterstützung. 

Kurz vor der Hafenausfahrt wurden alle Kinder von Motorbooten aufgenommen, die die Kinder über die Fahrtrinne der Elbe in das Regattagebiet im Mühlenberger Loch schleppten. Lasersegler im Hafen erzählten uns, dass man ansonsten mit dem Opti keine Chance hat, gegen die starke Strömung anzukommen. Ab dann war von Land aus nicht mehr viel zu sehen. 

Der Wind war mit vier bis fünf Bft. in der ersten Wettfahrt recht stark, nahm im Laufe des Nachmittags aber etwas ab. Einige Eltern nutzen die Zeit, um mit dem Fernglas ihre Kinder zu beobachten. Alternativ boten aber das Elbeufer und das nahe Blankenese, das man über sehr viele Treppenstufen schnell erreichen konnte, auch andere Möglichkeiten, die Zeit urlaubsgleich zu verbringen. Interessant war es auch, den riesigen Containerschiffe, die die Fahrrinne hin und wieder passierten, zuzuschauen und nachzuschauen, in welchen Hafen der Welt diese gerade aufbrachen. Gespräche mit anderen Eltern ergaben sich schnell auf der Mole des Mühlenberger Hafens und auf der Terrasse des MSC. 

Einige Stunden später wurden die ersten A-Segler:innen wieder zurückgeschleppt. Das Procedere war ähnlich. Dieses Mal halfen einige Eltern vor Ort, die richtigen Slipwagen für die richtigen Boote aus dem Slipwagenhaufen herauszufischen und wieder war ganz schnell eine Mühlenberger Seglerin vor Ort, die mit ins Wasser ging und beim Rausslippen half. Jule kam zufrieden zurück. Fest davon überzeugt, im zweiten Lauf einen Frühstart gehabt zu haben, freute sie sich, dass ihr Lauf gewertet worden war und sie sich in allen drei Läufen im ersten Drittel platzieren konnte. Damit lag sie am Ende des ersten Regattatags insgesamt auf Platz 11 bei 42 Teilnehmer:innen. 

Im Sonnenschein konnten die Segler:innen sich dann bei Nudeln und Tomatensauce stärken und sich vom Tag erholen. Dann die gute Nachricht für alle, die am Wochenende gerne ausschlafen: Aufgrund der Tideabhängigkeit des Segelreviers konnte das Ankündigungssignal für die erste Wettfahrt erst am Sonntag um 14:30 Uhr gegeben werden. Wir mussten uns kurz damit abfinden, dass wir damit wohl erst spät am Sonntag nach Hause kommen würden, entschieden uns dann aber dafür, die ausgedehnte Zeit am Sonntagmorgen zu nutzen, um in Ruhe frühstücken zu gehen. 

Obwohl sich dann am Sonntagmittag kaum ein Lüftchen regte, entschied die Regattaleitung, die Kinder doch schon mal zu 14:30 Uhr ins Regattagebiet zu schleppen, um bei zunehmendem Wind eventuell doch starten zu können. Super organisiert wurden auch dieses Mal wieder in Rekordtempo Schleppverbände zusammengestellt. Von Ferne sah man, wie die Boote im Pulk zusammenstanden, einen Startversuch konnte man nicht ausmachen. Um die Wartezeit zu versüßen, schickte der MSC dann noch ein Boot mit Vanilleeisbechern ins Regattafeld, um alle Kinder zu versorgen. Kurz danach wurde endgültig abgebrochen. 

Bei der Siegerehrung wurden alle Kinder mit einem Preis versorgt – Flip-Flops mit Optimotiv für alle Teilnehmenden bis auf die jeweils drei Erstplatzierten. Jule war mit ihrem elften Platz sehr zufrieden und der Heimweg von Hamburg nach Münster ging ganz ohne Stau erstaunlich schnell.

Der MSC-Opti-Pokal ist definitiv eine Regatta der besonderen Art, die wir für A- und etwas erfahrenere B-Segler:innen mit in die Hansa-Regattaplanung aufnehmen könnten.  

Petra

Black Swan Opticup 2022

Mattis Triebel erfolgreich beim Black Swan Opticup

Am frühen Samstagvormittag den 7.5.22 machten sich Johannes Pfennig und Mattis Triebel auf den
Weg auf den oberen Aasee zum SCM. Der leider diesmal auf einen Tag verkürzte Black Swan Opticup
stand auf dem Programm. Bei herrlichem Wetter und schwachen Winden starteten insgesamt 15
Optimisten bei drei Wettfahrten.

Dabei ersegelte Johannes mit den Plätzen 10, 4 und 2 einen sehr guten dritten Platz. Mattis setzte
sich souverän mit den Plätzen 1, 4 und 1 an die Spitze der Konkurrenz und gewann den schwarzen
Schwan vor Zahra Ibrahim vom SCM.

Herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg.

Thomas Große Ahlert

Baldenopti 2022

Am 30.4. und 1.5. 2022 fand am Essener Baldeneysee wieder die Baldenopti-Regatta statt. In Opti B waren 28 Boote gemeldet und in Opti A zehn Boote. Der SHM wurde in Opti A von Benita Thewes und Jule Heiny sowie in Opti B von Johannes Pfennig und Jan Malte Wieland vertreten.

Das erste Ankündigungssignal am Samstag war für 12:25 Uhr geplant. Somit trudelten morgens die ganzen Kapitäne mit ihren Optis ein und machten ihre Boote klar zum Auslaufen. Um 12:00 Uhr gab es das Signal zum Sammeln für die Steuermannsbesprechung. Es wurden der Kurs erklärt und Fragen beantwortet.

Wenig später ging es dann auf’s Wasser Richtung Regattafeld. Der Wind war nur schwach bis mäßig. Leider schlief er nach zwei Läufen ein, so dass erstmal eine Startverschiebung an Land angekündigt wurde. Da der Wind sich immer weiter verabschiedete, blieb es an dem Tag bei zwei gesegelten von insgesamt fünf ausgeschriebenen Läufen.

Für den Abend hatte sich die Orga-Crew richtig ins Zeug gelegt und den großen Grill angefeuert. Es gab für alle reichlich Hamburger, Hotdogs, Pommes und Salat. Später gingen alle zeitig in ihren Zelten oder Campern schlafen bzw. fuhren nach Hause mit der Hoffnung auf mehr Wind am Sonntag.

Am Sonntag wurden wir von strahlendem Sonnenschein mit leider auch so gut wie Null Wind geweckt. Also hieß es Startverschiebung mit aufgebauten Booten an Land. Die Segler/innen vertrieben sich die Zeit mit Wasserspielen, sprangen zum Schwimmen in den See und warteten auf Wind und warteten und warteten….!

Gegen 12:30 Uhr hatte die Regattaleitung dann ein Einsehen und gab die Hoffnung auf Wind auf. Es ertönte das Abbruchsignal.

Ab 14:00 Uhr gab es noch die Siegerehrung.

Benita Thewes segelte in Opti A auf Platz 3, Jule Heiny erreichte Platz 6. In Opti B segelten Johannes Pfennig auf Platz 13 und Jan Malte Wieland auf Platz 19.

Anke A-T

Piratensegeln am Dümmer 2022

Vom 9. April bis zum 14. April 2022 fand das Segellager für Piraten am Dümmer See statt. Es war wie immer eine sehr schöne und lehrreiche Woche, gesponsert vom SVNRW.

Das Lager wurde wie die Jahre davor von Jan-Bernd Hövener geleitet, Jan-Bernd wurde dabei von den Betreuern Melina Schuhl, Yannik Gohla und Maria Röttger unterstützt.

Nachdem das Segellager zwei Jahre Corona-bedingt ausgefallen ist, waren alle Teilnehmer motiviert und hatten richtig Lust zu segeln. Dieses Jahr mussten leider vier Teilnehmer das Camp frühzeitig verlassen, da sie Corona bekommen haben.

Wie immer fand am Abend des letzten Segeltages die Verleihung des Dümmerkönigs und die des Kenterkönigs statt. Den Dümmerkönig gewann dieses Jahr an Franz Dieter Rompeltien Howard zusammen mit seiner Vorschoterin Marie Luise Bark.

Der Kenterkönig wurde dieses Jahr an zwei Teams verliehen, da sie beide gleich viele Kenterungen hatten. Er ging an Lynn Hübner mit ihrem Vorschoter Felix Gegenmantel und an Pascal Kastel zusammen mit Malte Treder.

Alles in allem war es eine gelungene Segelwoche mit schönen Spieleabenden, an denen Volleyball, Werwolf oder Lucky Lachs gespielt wurde. Es gab wie immer auch sehr lehrreiche Theorieeinheiten und Frühsport ja sowieso.

Im Anschluss an das Segellager fand am Seglerclub Clarholz der Osterhasen Cup statt.

Henrik B.

Premiere gelungen – eine Maibirke schmückt den Hansa-Steg 2022

So kennt man die Hansa-Familie: selbst kühle Temperaturen und ein kalter Wind haben
am letzten Freitagabend knapp vierzig Mitglieder nicht vom Weg in unseren Segelhafen
abgehalten, in dem sie vom Vorsitzenden Karl-Heinz Kötterheinrich herzlich zu einer
Vereins-Premiere begrüßt wurden. Denn es galt, eine Birke mit bunten Bändern zu
schmücken und diese auf dem Steg gut sichtbar aufzustellen. Dort wirkt der bunte Hansa-
Maibaum jetzt als originelle, temporäre Landmarke.

Nach dieser erfolgreich verlaufenen
(Arbeits-)Aktion kam eine Stärkung mit Sekt, Wein, Bier und Würstchen – auch eine
vegane Variante war im Angebot – gerade richtig. Die anwesenden Hanseatinnen und
Hanseaten nutzten ausgiebig dieses kleine Event an frischer Luft, um mal wieder von
Angesicht zu Angesicht und nicht via Bildschirm ins Gespräch zu kommen und sich
ausgiebig auszutauschen.

Der Festauschuss unseres Clubs mit Reinhard Pruhs, Steffi Hövener, Evelyn Gerlach und
Dirk Steinebach hatte mit dieser Maibaum-Idee den richtigen Riecher und hat auch
angesichts der heiteren und gelösten Stimmung an diesem Vorabend des 1. Mai eine
Neuauflage im nächsten Jahr fest im Blick.

Karl-Heinz Kötterheinrich

22. Torbole Europa Meeting 2022

Benedikt Thewes vertritt den SHM jetzt auch in der Bootsklasse der Europes.

Endlich war es wieder soweit. Die große Tour an den Gardasee stand an. Am ersten Ferienwochenende stand für Benedikt das 22. Torbole Europa Meeting am Circolo Vela Torbole am Gardasee auf dem Regattakalender. So ging es mit einer Schulbefreiung schon Mittwochnachmittag mit dem Segelmobil der Thewes Richtung Italien.

Am Freitag hieß es dann am Circolo Vela Torbole aufbauen der Boote, Meldeunterlagen abholen und einchecken zur Regatta. Benedikt war mit dem Niedersachsen-Kader der Europes zur Regatta gemeldet. Insgesamt waren 164 Segler:innen aus der internationalen Europe Klasse gemeldet. Nachdem die Boote fertig aufgebaut und startklar für die Regatta waren, gab es am Nachmittag noch ein kurzes Briefing mit dem Trainer Jan Düllmann vom Niedersachsen-Kader.

Am Samstag hieß es: 9:45 Uhr segelfertig für die Regatta. Um 12:45 Uhr war erstes Ankündigungssignal. Geplant waren drei Läufe für den Tag. Gegen 12 Uhr setzte die Ora ein, und der Wind frischte auf. Über den teils noch schneebedeckten Bergspitzen zogen leichte dunkle Wolken auf.

Die Teilnehmer der Regatta waren internationale Segler:innen aus der ganzen Welt. So sah man unter anderem italienische, dänische, schwedische, spanische, deutsche, belgische, französische, tschechische, norwegische und englische Segelnummern. Die Teilnehmer:innen wurden in eine gelbe und eine blaue Fleet eingeteilt.

Der erste Lauf wurde bei schon relativ viel Wind gestartet. Viele Segler:innen hatten stark mit dem Wind und den Wetterbedingungen zu kämpfen und gingen Baden. Benedikt hielt dem Wind stand und segelte in seiner Fleet auf Platz 60. Da sich ein Unwetter anbahnte und der Himmel sich weiter zuzog, wurde der See kurz darauf für den Wassersport gesperrt. Daher konnten keine weiteren Läufe mehr gesegelt werden.

Der Sonntag zeigte sich mit strahlendem Sonnenschein, aber mäßigem Wind. Nach einer kurzen Startverschiebung und Wartezeit auf das Einsetzen der Ora ging es dann endlich los. Vier Läufe waren für den Tag angesetzt. Leider zeigte sich morgens schon ein kleiner Riss im Deck des Bootes, der sich während der Wettläufe vergrößerte. Somit war Benedikt leider gezwungen, den 4. Lauf abzubrechen und einen DNC zu kassieren. Zum Glück konnte Paul de Porters aus Spanien das Deck über Nacht reparieren und den Riss flicken. Der dritte Wettfahrttag lief planmäßig mit toller Sonne, super Wind und repariertem Boot. Am Ende platzierte sich Benedikt, der erst seit knapp einem Jahr Europe segelt, auf Platz 141 im internationalen Gesamtfeld.

Die Tage danach nahm Benedikt dann noch an dem Training mit dem Niedersachsen-Kader teil. Da zu der Zeit mehrere Europe Trainingsgruppen am Gardasee waren, konnten nachmittags Übungsregatten mit den anderen Trainingsteams gesegelt werden. Auf dem Trainingsplan stand außerdem eine Wanderung zur Madonna oberhalb von Riva. Von dort konnten die Segler dem Nachwuchs vom Lake Garda Meeting in den Optis zuschauen (Link zum entsprechenden Beitrag: https://www.segelclub-hansa.de/2022/04/21/40-lake-garda-meeting-2022/].

Insgesamt ist eine Regatta als auch Training am Gardasee immer eine Reise wert. Auch sonst ist die Europe Truppe eine super nette Gruppe, die auch nach dem Training zusammen etwas unternommen hat.

Fazit von Benedikt: Der Gardasee ist einfach toll. Es ist warm, die Sonne scheint, der Wind ist Top, der See ist glasklar. Die internationale Regatta mit vielen Segler:innen aus anderen Ländern ist einfach ein tolles Erlebnis. Man schließt auch über die Grenzen hinweg neue Freundschaften und lernt interessante Leute kennen. Auch seglerisch ist es ein tolles Event, bei dem man viele Tipps und seglerische Erfahrung mitnimmt. Es ist auf jeden Fall für alle Segler:innen immer eine tolle Zeit und sehr zu empfehlen.

Unter dem folgenden Link kann man sich Bilder von der Regatta anschauen: https://youtu.be/pbb9RN2bAds.

Anke A-T

Fotos: Dirk R

40. Lake Garda Meeting 2022

Immer wieder haben wir in den vielen Jahren, die unsere Kinder schon Opti gesegelt sind, auf Regatten mitbekommen, dass es in den Osterferien dieses besondere Event am Gardasee gibt, bei dem ca. 1.000 Kinder aus vielen Ländern inner- und außerhalb Europas nach Italien reisen und dort an einer großen Regatta teilnehmen. Immer wieder haben wir auch gesagt, dass es uns zu aufwendig ist, dort hinzufahren.

Durch die zunächst von Lena angestoßenen Trainingslager für Laser und Optis 2019 und 2021 haben wir dann den Gardasee, Camping Maroadi und als Hafen für unsere Boote den Circolo Vela Arco kennengelernt und haben entschieden, nun doch einmal herauszufinden, was es mit diesem Event auf sich hat. Außerdem wussten wir, wie wunderschön es am Gardasee ist und wie sehr man die Zeit dort genießen kann.

Neben Jule nahm auch Benita am Lake Garda Meeting teil, das vom Fraglia Vela Riva organisiert wird. Sie trainierte mit der Optigruppe des SVNRW unter der Leitung von Olaf Reckers und Tim Kirchoff, während Jule sich der Trainingsgemeinschaft von DYC, YCRE und SKBUE angeschlossen hat, die unter der Leitung von Florian und Maximilian Büscher (DYC) sowie Lucas Seibertz (YCRE) mit 19 anderen Kindern vor der Regatta trainiert und mit 15 anderen Kindern an der Regatta teilgenommen hat.

In beiden Gruppen wurden die Kinder entsprechend ihrer seglerischen Regattaerfahrung in Gruppen eingeteilt. Da Benita in dieser Saison in Opti A umgestiegen ist, wurde sie mit 5 anderen A-Segler:innen eingeteilt. Mit dieser Gruppe trainierte sie schon seit Samstag vor der Regatta jeden Tag. Morgens wurde Taktik und Technik geübt. Nachmittags fuhren dann alle Trainingsgruppen des SVNRW, Team West und Niedersachsen Kaders Übungsregatten. Ähnlich sah auch das Programm in Jules Trainingsgruppe aus.

Am Mittwochabend ging dann mit dem Einlauf der Nationen in der Altstadt von Riva die Regatta los. Man sah Flaggen aus unterschiedlichsten Ländern, in unserer Nähe waren Segler:innen aus der Türkei, aus der Ukraine, aus den USA, aus Finnland, aus Dänemark und aus Großbritannien, aber auf den Segeln konnte man in den nächsten Tagen auch Länderkennungen sehen für die Vereinigten Arabischen Emirate, für Malta, für Singapur, für Litauen, Estland… – diese Vielfalt war unglaublich beeindruckend. Dieser Beginn der Regatta mit dem Lauf der Nationen hat immer etwas olympischen Charakter und ist ein tolles Erlebnis für alle Kinder, da sie auf dem Marktplatz in Riva offiziell begrüßt werden und die Regatta vom Bürgermeister und großem Jubel und geschwenkten Nationalflaggen eröffnet wird.

Am ersten Regattatag erreichten Benita und Jule dann eher Plätze im letzten Drittel des jeweiligen Feldes ihrer Fleets. Trotzdem kam Jule rein und erzählte, dass das Segeln total Spaß gemacht hatte. Sie berichtete aber auch, dass es für sie eine Herausforderung gewesen war, erst einmal zu realisieren, wann man dran war und sich zwischen den knapp 1.000 Kindern zurechtzufinden. In Feldern von 180 Kindern war sie vorher noch nie gestartet und musste sich erst einmal orientieren. Gleichzeitig hatte sie den Eindruck, dass sie „Flinn“ mit ihrem Trainingssegel deutlich besser segeln kann als mit dem Regattasegel, das sie aber am Vortag aufgezogen hatte.

Benita konnte sich am ersten Regattatag mit jedem Lauf ein wenig in der Platzierung steigern. Auch sie musste sich an der großen Startlinie erstmal zurecht finden, denn hier gab es anders als bei den bisher gesegelten Regatten in der Mitte der Startlinie auch noch ein Startschiff, so das man die Startlinie rechts oder links davon wählen konnte. Nach dem langen Regattatag kam sie mit ihrem „Bluebird“ fröhlich und gut gelaunt, aber auch geschafft wieder an Land an. Am zweiten Tag segelte Benita dann mit sehr guten Läufen weit nach vorne. Die Emerald Fleet hat sie nur knapp verpasst und startete dann in der Pearl Fleet in die beiden Finaltage.

Jule segelte am zweiten Tag mit ihrem Trainingssegel und konnte sich in allen Läufen im zweiten Viertel ihrer Fleet platzieren. Sehr zufrieden mit dem zweiten Wettfahrttag kam sie vom Wasser. Für die Bronzefleet hat es durch den ersten Wettfahrttag nicht mehr gereicht, aber sie konnte an den beiden Finaltagen mit einem guten Gefühl in Emerald starten.

An Samstag vor Ostern lief es für Jule und Benita richtig gut. Benita fuhr in Pearl einen 10., 43. und einen 12. Platz ein, Jule in Emerald einen 34., 8. und 13. Platz. Damit war Jule in ihrer Fleet zusammen mit den Ergebnissen der Vortage insgesamt 4., Benita in ihrer Fleet 10..

Am letzten Wettfahrttag sollte nur noch eine Wettfahrt gesegelt werden. Anders als an den Vortagen setzte die Ora schon sehr früh und sehr stark ein und trotz des strahlenden Sonnenscheins hatte es sich deutlich abgekühlt. Mit viel Wind und Welle fuhren die Kinder am Ostersonntag raus und viele kamen schon schnell wieder rein, weil sie so häufig vollgelaufen oder gekentert waren, dass sie sich für einen Abbruch entschieden hatten und die letzte Wettfahrt vorzeitig beendeten. Wie vielen anderen Kinder ging es auch Benita so. Nachdem sie zweimal vollgelaufen und gekentert war, fehlte ihr zum Schluß die Kraft, bei dem starken Wind der Ora ihren „Bluebird“ noch weiter zu segeln. Jule entschied sich nur, die Wettfahrt zu Ende zu führen, weil ihr klar war, dass ein DNF ihre gute Platzierung ziemlich herunterziehen könnte. Während der Wettfahrt war sie zwar nicht gekentert, aber zweimal so vollgelaufen, dass sie anhalten musste, um das Boot wieder leerzupützen. Sie ging dann als 63. durchs Ziel, was an diesem Tag aber tatsächlich reichte, um ihren 4. Platz in Emerald zu halten. Benita schloss die Regatta insgesamt mit einem 35. Platz in Pearl ab. Im Gesamtfeld erreichten unsere Seglerinnen damit den 564. und den 728. Platz von 924 Teilnehmer:innen.

Bei der Siegerehrung am Sonntagabend waren nicht mehr alle Teilnehmer:innen anwesend, obwohl auch das ein beeindruckendes Event war. Außerdem konnten sich die Kinder, die bei der Verlosung etwas gewonnen hatten, ihre Preise abholen. Die Preise waren toll – aber leider haben Jule und Benita nichts gewonnen.

Am Ende ist Benitas Fazit, dass sie jetzt weiß, wie die Regatta läuft und sie sich schon jetzt auf das nächste Lake Garda Opti Meeting 2023 freut. Sie hat sich als Ziel gesetzt, noch weiter nach vorne und sich in eine höhere Fleet zu segeln. Fakt ist aber, dass hier dabei sein alles ist. Dieses Event einfach zu erleben und Spaß zu haben, lohnt sich auf jeden Fall. Das bestätigt auch Jule, die aber voraussichtlich im kommenden Jahr schon Laser segeln wird. Einen Eindruck von der Regatta vermittelt auch ein YouTube-Video der Regatta, das man unter https://youtu.be/K-bdwvvRhcg anschauen kann.

Es wäre richtig toll, wenn wir 2023 oder 2024 mit einer eigenen Hansa-Optigruppe an der Regatta teilnehmen könnten.

Petra und Anke

OptiKickOff & IlcaKickOff 2022

„Wir haben den Rasen in einen Sumpf verwandelt“, „April, April“. Nein, natürlich haben sie das nicht getan, aber als wir, nachdem man uns den Weg erklärt hatte, den Trailer am Freitagabend auf eine Wiese schoben, sumpften die Räder ein, als wäre der Rasen ein Sumpf. Nur mit vereinten Kräften mehrerer hilfsbereiter Menschen vor Ort, gelang es uns unsere Trailer vor Ort abzustellen. Ein ganz schöner Kraftakt. Doch der April ist nicht nur für seine Aprilscherze am ersten Tag des Monats bekannt, sondern auch für sein wechselhaftes Wetter. So führte uns unserer Weg zurück zum Yachtclub Steinhuder Meer e.V., den wir am Samstagmorgen antraten, durch teilweise mit Schnee bedeckte Felder.

Anstatt einfach die Schlösser für den Trailer zu öffnen, mussten wir uns mit Werkzeug gewaltsam Zugang zu unserem Segelsachen verschaffen, da das Schloss sich nicht mit der Zahlenkombination, die wir dafür im Kopf hatten, öffnen ließ. Schon als wir unsere Segel aufstellten und versuchten die Nock zu fangen, zeigte sich, dass der Wind ein ernst zunehmender Gegner war.

Nach der Steuerleutebesprechung, bei der noch einmal betont wurde, dass Aufgeben bei dem Wind keine Schande sei, wenn wir nicht mehr könnten, fuhren wir hinaus auf das Meer. Und es war sehr guter Wind, der stark blies. Nach der ersten Wettfahrt, in der ich selbst recht orientierungslos am Ende im Optimisten Feld gelandet war, starten wir gleich eine zweite. Diese brach ich ab, da mir zu kalt war, doch die anderen segelten sie noch erfolgreich zu Ende. Am Ende des Tages, als alle in den Hafen zurück gekehrt waren, gab es heißen Kakao, genau das richtige für die ermatteten Segler*Innen, die sich stärken und aufwärmen konnten. Am Abend machte ich mich noch daran, die Kombinationen für das Schloss durchzuprobieren und bekam es nach knapp achthundert Kombinationen auf. Erleichterung.

Wir trafen uns am Sonntag gegen neun Uhr wieder am Verein, wo wir neue Bändsel erhielten, dafür, dass wir uns angemeldet haben. Die Boote wurden aufgebaut und auf Grund des Windes vorwärts geslippt. Auch am Sonntag war es windig und kalt. Eine meteorologische Wohltat für das Segeln, aber ein zermürbendes Monster für den menschlichen Körper. Ich selbst blieb an Land, während draußen auf dem Wasser weitere Wettfahrten gesegelt wurden, und trank mit den Eltern Heißgetränke im Restaurant dort. Doch so ganz untätig blieben wir nicht, da wir schon mein Boot verluden, ehe dann Schlag auf Schlag die Laser hinaus geslippt wurden. Beim anschließenden Beladen des Trailers wurden wir von Murphy’s Gesetz nicht verschont, denn ausgerechnet dann prasselte ein kräftiger Hagelschauer auf uns nieder, weswegen sich das Verladen der Boote etwas verzögerte. Dann fuhren wir aber, nicht ohne noch einmal in den Genuss des heißen Kakaos und des schlammigen Rasens gekommen zu waren, zurück nach Münster. Es war ein schönes Regattawochenende mit gutem Wind, gutem Kakao und vor allem viel Spaß bei den Wettfahrten.

Vielen Dank an die Veranstalter vom Yachtclub Steinhuder Meer für eine super organisierte Regatta!

Lucas

Zeitraffer von der Hafeneinfahrt am Sonntag

Rette sich wer kann 2022

Die Erprobung des Ernstfalls

Mensch über Bord?
Tampen in der Schraube?
Verlassen des Bootes und Einstieg in eine Rettungsinsel?
Bergung per Hubschrauber?

Diese Szenarien sind sicher für Skipper und Besatzungsmitglieder der größte anzunehmende Unfall. Wenn schlechtes Wetter, kaltes Wasser und Unfallstress hinzukommen, können auch besonnene Segler schnell die Nerven verlieren. Wie gut ist es dann, wenn man so etwas schon einmal geübt hat: z.B. im gut beheizten Aaseebad in Ibbenbüren, mit und ohne Wellen, ohne Zuschauer und in der Gewissheit, dass der rettende Beckenrand wenige Meter nah ist.

Auch hierzu gibt es im SHM regelmäßig eine Veranstaltung gleichnamigen Titels, die wieder gut besucht war. Im vorgeschalteten Themenabend haben die Teilnehmer beispielsweise gelernt, wie eine geöffnete Rettungsweste aussieht oder was in welcher Reihenfolge zu tun ist, wenn sich ein Tampen um die Schiffsschraube gewickelt hat.

Zwei Tage später trafen sich alle Teilnehmer um 8 Uhr am Wellenbad. Wir waren ausgestattet mit vollständiger Segelbekleidung, Automatikwesten, und Organisator Stephan hat Tampen, Rettungsgurte, eine Schiffsschraube an einer Stange und eine funktionsfähige Rettungsinsel mitgebracht.

Die Schwimmmeisterin ließ uns vor Beginn des Badebetriebes in’s Bad… Kurze Zeit später waren wir umgezogen und drei Übungsstationen im Wellen- und im Sprungbecken aufgebaut.

Nach der Vorbereitung wollte jede/r endlich wissen, wie es ist, wenn sich die Rettungsweste aufbläst und eine/n hoffentlich auf den Rücken dreht. Lerneffekt: nicht alle Westen blasen sich binnen fünf Sekunden auf, eine erst durch Ziehen am manuellen Auslöser und eine durch ein Missgeschick schon vorher. Schwimmübungen mit und ohne Wellen oder hineinander als „Raupe“ brachten weitere Erkenntnisse.

Dann ging es aus dem Wasser in die Rettungsinsel – gar nicht so einfach. Auch vom Beckenrand aus einem Meter Höhe als simuliertem Bootsrumpf gesprungen nicht viel einfacher. Und in der Insel: nass, extrem eng, alles durcheinander, schaukelig auch ohne Wellen.

Reihum ging es in Kleingruppen an die anderen Stationen mit dem Tampen in der Schiffsschraube (selbst im Schwimmbadwasser ohne Taucherbrille nicht zu machen) und einem am Sprungbrett montierten Flaschenzug mit Rettungsgurt zum simulierten Abbergen aus dem Wasser durch einen Hubschrauber (wir sind in voller, nasser Montur noch schwerer als üblich und die Gurte wollen so angelegt sein, dass es möglichst wenig Schmerzen gibt).

Um Viertel vor zehn hieß es: „Abbauen und anziehen!“. Eine Nachbesprechung bei einem Bäcker rundete das Erlebte nicht nur kulinarisch ab.

Ich glaube, alle waren sich einig: solche Situationen möchte man nicht im Ernstfall erleben, aber es ist gut, vorbereitet zu sein.

Hans-Christoph (hc)
Fotos: div. Teilnehmer*innen

Pre-Season-Sail 2022

Am ersten Aprilwochenende fand mit der Pre-Season-Sail die erste Veranstaltung des Jahres, organisiert von der SHM-Jugend, statt.

Nachdem es morgens noch schneite, war uns der Wettergott gnädig und bescherte uns für die Regatta gutes Wetter. Zwar war es kalt, aber immerhin hatten wir guten Wind und Sonne. So konnten wir alle drei geplanten Läufe durchziehen.

Mit einem einfachen Up- and Down-Kurs mit Gate waren alle Segler*innen zufrieden und wir konnten den verschiedenen Bootsklassen gerecht werden.

Die vielen Helfer*innen auf und neben dem Wasser haben die Regatta zu einem erfolgreichen Tag gemacht. So haben die Helfer*innen neben dem Wasser immer dafür gesorgt, dass alle mit ausreichend Getränken oder Hot-Dogs verpflegt waren, während auf dem Wasser sowohl die Regattaleitung als auch die Motorbootfahrer*innen eine gute Pre-Season garantiert haben. So waren wir für alles gewappnet.

Von der Kenterung eines Schwertzugvogels bis zu Entscheidungen durch die Jury war alles dabei. Und genau das hat unsere Pre-Season, die nach der langen Coronazeit endlich wieder auf dem Wasser stattfinden konnte, zu einem erfolgreichen Segeltag und einer guten Einstimmung auf die nächste Saison gemacht. Hier gibt es die Ergebnisse als PDF.

Wir freuen uns aufs nächste Jahr,

Eure Jugend (Judith)