Große Bühne für Hansa-Trainerin Julia Woehl 2024

Julia Woehl ist als Nachwuchstrainerin des Jahres 2023 ausgezeichnet worden. Auf der großen Bühne im „Jovel“ nahm sie Ende Februar 2024 vor 300 geladenen Gästen aus der gesamten Sportszene Münsters, unter Ihnen Hansa Geschäftsführerin und Mutter Susann Woehl und Vorsitzender Karl-Heinz Kötterheinrich, eine Trophäe und einen Scheck über 500 Euro entgegen.

Die Ehrung war erstmalig Teil der von den „Westfälischen Nachrichten“ veranstalteten alljährlichen Wahl zum „Sportler des Jahres“.

Die Auszeichnung wurde durch eine Jury aus Vertretern des Vereins zur Förderung des Leitungssports in Münster, dem Stadtsportbund und der LVM-Versicherung ermittelt und vergeben. Julia Woehl ist durch den SC Hansa vorgeschlagen worden. Bei den Männern machte Torsten Maas vom FC Gievenbeck das Rennen.

Weitere Information und Fotos unter diesem Link.

Julia segelt seit neun Jahren und kann folgende Befähigungen nachweisen: Sportbootführerschein Binnen und See und Trainerin C-Leistungssport. Sie trainiert beim SC Hansa Kinder und Erwachsene und beim Schwesterverein Segelclub Münster auch Seglerinnen und Segler mit Behinderung. Für das Jahr 2024 hat sie sich vorgenommen: Juniorenliga und 2. Bundesliga auf der J70, YES und IDJM auf dem Laser.

Julia, herzlichen Glückwunsch und weiter so!

Karl-Heinz K.

Noch ne Runde Workshop

Bei angenehmen Temperaturen konnten die ersten Arbeiten an den Piraten bereits im Außenbereich der Bootshalle erledigt werden. Schnell wurden die entsprechenden Arbeitsgeräte im Parkplatzbereich deponiert, und mit verbesserten Pflegemitteln ging es den Ablagerungen des Aasees an den Kragen. Dank guter Poliermaschine und tatkräftigen Helfern waren die Rümpfe in kürzester Zeit wieder fit für die Saison 2024. Team „Innenausbau“ kümmert sich um die entsprechende Leinenführung der Trimmvorrichtungen. Team „Mast“ kontrollierte den korrekten Sitz und Funktion aller Tampen.

Der nächste Workshop ist auf den 9. März 2024 vorverlegt. Am Wochenende 17. und 18. März 2024 trainieren die Jugendlichen bereits auf dem Aasee.

Thomas K.

Optimistisch …

… in die Zukunft kann man nach den neun Terminen zum Optimisten-Refit blicken. Oder auch nicht? Unsere „Flotte“ von aktuell 28 Booten ist bereit für die Saison. Im Vorfeld ging bei der Orga über VereinOnline einiges „durcheinander“ – aber im Ergebnis haben der Obmann – und die Kids sowie die Eltern viel gelernt.

Opti-Refit 2024 – Erledigt
Drei Optis mit „Loch“, unzählige Gelcoatschäden, neue Schäkel, Bändsel, ausgetauschte Schoten und Riggs – neben dem obligatorischen „Putzen“ gab es in den Bereichen „Kunststoff und Riggen“ manches zu tun. Danke an alle – vor allem an die Kids – die zum Teil mehrmals vor Ort waren und dafür gesorgt haben, dass wir zum Start wieder alle Boote „fit“ haben. Ihr seid spitze!

Also alles gut?
Ein klares „Nein“. Der Spruch „Viele Hände, schnelles Ende“ gilt auch für die Refits. Aber es fehlen uns zusehends die Hände. Die teilnehmenden Elternteile und ich haben die Opti-Flotte nur mit echter Kraftanstrengung wieder klar gekriegt. Und das waren ehrlicherweise nicht so viele Elternteile, bei über 70 Kindern, die den Verein aktuell für den Einstieg oder dann für ihren Segelsport nutzen.

Wir Obleute brauchen aber die Unterstützung von allen – und jede/jeder kann helfen. Glaubt es mir – nicht nur bei den Optimisten. Und die Zahl der Helfer*innen wird leider immer geringer – auch wenn diejenigen vor Ort umso mehr motiviert schienen.

Wir brauchen jede Hand
Es gibt immer Gründe, warum eine Unterstützung nicht möglich ist. Aber Segeln bedeutet Gemeinschaft, in jeder Hinsicht. Auf und am Wasser, in und neben der Saison. Das gilt für alle Bootsklassen, Altersgruppen. Als Verein können wir unser Angebot nur aufrecht erhalten, wenn wir uns gegenseitig unterstützen, und als Verein bieten wir u.a. 75 Vereinsboote inklusive aller Infrastruktur – hier braucht es neben dem Nehmen auch ein Geben.

Es gibt noch Termine
Die Optis sind „ready“ – die nächsten Refit-Termine anderer Bootsklassen stehen im Kalender. Und das sind immer Spitzen-Abende und -Nachmittage im Verein. Wendet Euch einfach an die Obleute.

Von meiner Seite noch mal optimistischen Dank an alle, die mir in der „Jüngsten“-Klasse zur Seite gestanden haben. Ich freue mich auf eine tolle Saison!

Malte (Obmann Optimistenklasse)

boot Messe Cup 2024

Auch dieses Jahr hat der SV NRW wieder zum Messe Cup der boot Düsseldorf 2024 eingeladen. Schnell wurde ein Team zusammengestellt. Anders als die letzten Male durften dieses Mal nur drei Seglerinnen und Segler aus jedem Verein an den Start gehen. Das Team setzte sich dieses Jahr zusammen aus Claas Pompey, Johannes Moormann und Linus Woehl. Für die drei Athleten ging es Samstagmorgen schon ganz früh los.

Bevor die Regatta startete, hatten alle noch die Möglichkeit, sich auf der großen Messe umzuschauen. Mittags ging es dann zum Optibecken. Gesegelt wurde hier in einem großen Planschbecken, auf dem Ventilatoren an der Seite für den Wind sorgten. Hier trafen die SHM-Kids dann auf die anderen fünf Teams vom ETUF, DYC, YCBU, YCL und dem YCBL.

Um 13:15 Uhr gab es für alle die Steuerleutebesprechung. Gesegelt wurde mit drei Booten. Die sechs Teams wurden geteilt, so dass immer drei Teams gegeneinander segelten. Jedes Team hat jeweils einen Segler pro Lauf gestellt. Es wurde mehrmals getauscht, sodass alle Segler*innen am Ende zwei Mal gesegelt sind. Gesegelt wurden Nullen um zwei Tonnen herum, die dreimal zu umrunden waren. Der Wind kam dabei von der Seite, so dass zwei Halbwindkurse zu den Tonnen entstanden. Zwei Moderatoren begleiteten das Rennen für die Zuschauer, die ganz schön verwirrt waren, als plötzlich von einer Luv- und einer Leetonne die Rede war.

Vor dem Start haben sich noch Mal alle zusammen gesetzt und über die Taktik geredet. Dann ging es los. Es war ganz schön viel Druck für die Kids, bei so unbekannten Bedingungen und so vielen Zuschauern zu segeln. Claas, Johannes und Linus haben sich mehr als tapfer geschlagen. Den Hansa konnte man auch im Publikum finden, bei keinem Team gab es so lauten Applaus wie für den Hansa.

Insgesamt landete das Opti-Team des SHM auf dem 3. Platz, um den sie wirklich hart kämpfen mussten, da der ETUF ihnen direkt auf den Fersen war. Ein großer Erfolg, so gut war ein Team von Hansa beim Messe Cup noch nie und das, obwohl die drei Jungs nicht viel Regattererfahrung haben. Es war ein tolles Erlebnis für alle!

Julia Woehl

Hotdogs: Geht immer

Auch wenn es auf dem Foto gerade nicht besonders produktiv aussieht, laufen die Workshops doch auf Hochtouren. Letzten Samstag haben die Piraten wieder die Werkstatt in der Bootshalle Hiltrup samt Küche in Beschlag genommen.

Inzwischen sind drei Boote schon neu lackiert worden, CHRIS MOODY wird gerade von Clara vorbereitet. Besten Dank an Reinhard und Olivier, die als Gast-Lackierer und Gast-Schrauber vorbeigekommen sind.

Weitere Termine folgen, achtet bitte auf entsprechende Aufrufe.

Thomas K.

Segelausbildung im SHM, auch 2024

Für Mitglieder ist es ein alter Hut, dass der SHM alljährlich dutzende Clubmitglieder auf die theoretischen und praktischen Prüfungen für Segelscheine, Funkscheine und Fachkundenachweise zum Umgang mit Pyrotechnik in Ausbildungskursen vorbereitet. Und das meistens sehr erfolgreich, wie Ihr z.B. hier nachlesen könnt.

Vom Binnenschein, über den Seeschein bis zum SKS reicht die Spanne. Sogar eine SSS-Selbstlerngruppe gibt es. Die Funkscheine UBI, SRC und LRC sowie der so genannte Pyroschein werden ebenso wie der Jüngstenschein für unseren Segelnachwuchs fachmännisch und kompetent von erfahrenen Vereinsseglerinnen und -seglern auf dem Wasser und im Clubhaus gelehrt. Der diesjährige SKS-Theoriekurs ist mit sechzehn Teilnehmenden gar ausgebucht.

Was macht die Ausbildung im Club als Vorbereitung für die Segelprüfungen eigentlich so attraktiv? Und wer sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Kursen?

Fangen wir mit der zweiten Frage an: In den SKS-Theoriekursen sind alle Altersgruppen zwischen lebens- und vereinsjungen Mitgliedern sowie langjährigen Mitgliedern und Rentner*innen vertreten, wobei das eine das andere nicht ausschließt. Die Motivation reicht von „Schein vor Jahren/Jahrzehnten gemacht und mangels Segelpraxis alles vergessen“ und „weil es mich interessiert“ über „segle seit langem und wollte das auf eine vernünftige Basis stellen“ und „das ist mein Studium im Alter“ bis zu „habe gerade ein Boot erworben“ und „möchte auf lange Sicht nicht nur auf dem Aasee segeln“.

Bei der Frage nach der Attraktivität scheint es ebenfalls mehrere Gründe zu geben. Als Mitglied ist es eine kostengünstige Angelegenheit, war eine Antwort, denn die Prüfungsgebühren muss sowieso jede/r in gleicher Höhe bezahlen. Aber auch das implizite Kennenlernen anderer Clubmitglieder für zukünftige gemeinsame Segel- und Vereinsaktivitäten spielt eine Rolle. Bestechend sind ferner die sehr hohe Qualität der zur Verfügung gestellten Unterlagen und die ruhige, kompetente, dabei kurzweilige Stoffdarbringung der Lehrenden; gern mitgenommen: der stets pünktliche Schluss der Veranstaltungen.

Die Unterschiede zum Selbstlernen und zu Segelschulen sind abgesehen von den moderaten Kursgebühren die Erlebnisberichte und Praxistipps, welche viele Teilnehmer*innen manchen Sachverhalt leicht behalten lassen:

  • „Wind von lee? NEE!“
  • „1-rechts, 2-links, 3-hinten“, garniert mit passenden Armbewegungen, als Merkhilfe für einige Schallsignale in der Schifffahrt, oder
  • „Rot über Weiß? Fischer-Scheiß“.

Auch ist die Möglichkeit, Fragen bei Unklarheiten zu stellen, nicht zu verachten. So wie gestern: „Sollte ich eine Bootsüberführung von Europa nach Amerika mit einem Segelboot der Yachtkategorie C besser bleiben lassen?“ In einer vertrauten Umgebung fällt das eben leichter.

Der Segelpraxisteil findet ab Mai abhängig von den Erfordernissen auf dem Aasee (SBF-Binnen) durch zehn bis fünfzehn langjährige und praxiserfahrene Jollensegler*innen statt. Für die SKS-Praxis bietet der SHM zu Herbstbeginn einen speziellen Ausbildungstörn im IJsselmeer und dem angrenzenden Wattenmeer an. Anschließend wurde gewitzelt, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach einer Woche Hafen- und Segelmanöverpraxis mit über hundert Einzelübungen erst wieder geradeaus segeln lernen müssten. Den benötigten Seemeilennachweis haben alle Mitglieder dabei „nebenbei“ erbracht. Die Motorbootteile für SBF-Binnen und -See werden mit einer der münsterschen Motorbootschulen auf dem Dortmund-Ems-Kanal gelehrt und geprüft.

Alle Praxisprüfungen führt der Prüfungsausschuss Münster durch, der auch die Segelscheine ausstellt. Für die Binnen-Segelpraxisprüfung kommen die Prüfer*innen zu uns an den westlichen Aasee, so dass die Aspirantinnen und Aspiranten sich nicht auf ein unbekanntes Revier oder Boot einstellen müssen. Für die SKS-Praxisprüfung fuhren die Prüfenden den Weg Richtung Lemmer, um festzustellen, dass die erfolgte Ausbildung und Vorbereitung von auffällig hohem Niveau war und die Bootsbesatzungen bestens eingespielt. „Das sehen wir schon zu Beginn des ersten Prüfungsmanövers“, war die Feststellung eines Prüfers im letzten Herbst.

Es gibt also einen weiteren Grund für die Mitgliedschaft im SHM. Übrigens wurde unsere Segelausbildung vom Deutschen Segler-Verband sogar ausgezeichnet.

Text: Hans-Christoph T.
Fotos: SHM-Vereinsmitglieder

2023er Jahresrückblick aus Webmasters Sicht

Begeisterung. So lässt sich meine übliche Gemütsverfassung als Webmaster unseres Segelclubs beschreiben. Das liegt ganz überwiegend an Euch, die einen, bzw. gelegentlich oder regelmäßig Beiträge für unsere Webseite, den gedruckten Hanseaten oder den digitalen Newsletter e-Hanseat mit der Bitte um Veröffentlichung bei den Webmastern oder dem Redaktionsteam des Hanseaten einreichen. Man muss nicht fürchten, arbeitslos zu werden. Allein 2023 wird es gegeben haben:

  • Über 60 e-Hanseaten mit doppelt so vielen Meldungen
  • 2 Hanseaten mit etwa drei Dutzend Artikeln
  • Rund 75 Webseitenbeiträge
  • Laufende Aktualisierung, Neuerstellung und Umgestaltung der zahlreichen Homepage-Seiten

Und die Klickzahlen unserer Webpräsenz und der Beiträge sind beachtlich, Tendenz steigend.

Aber die Statistik ist nur eine Seite der Medaille. Auch die Themenvielfalt ist enorm. Alle Aktivitätsfelder wurden fachkundig und engagiert beleuchtet:

  • Rast- und Ruhelosigkeit im Winter u.a. durch Keller- und Hafensanierung
  • Regatten – fast unübersichtlich viele Teilnahmen und Berichte
  • Spannende Themenabende in kalten Tagen
  • Refit der Boote in und vor der Bootshalle sowie Workshops dazu
  • Jugend-Sommercamp
  • Meisterliches von Max Stiff und Schwertzugvogel-Spezialisten
  • Aasee-Segelereignisse ebenso wie in NRW, Deutschland, Europa und jenseits davon
  • Ausbildung und bestandene Prüfungen
  • Trainingseinheiten des Landesstützpunktes zwischen Flaute und Fast-Sturm
  • Zukunft und Vergangenheit
  • Wahlergebnisse und anderes von der Mitgliederversammlung
  • Törnberichte von nah und fern
  • Feierlichkeiten und eher unscheinbare Veranstaltungen
  • Zeitlos Gültiges
  • Sogar Kulinarisches war einen Bericht wert.

Und es ist nicht so, dass wir nur Quantität hätten. Gerade die Qualität der Berichte und Fotos ist auf einem hohen Niveau. Jüngstes Beispiel: als ich die Idee zu diesem Bericht hatte, erreichte mich – quasi als Auslöser – der Beitrag „Wind und Welle …“ über das Stützpunkt-Wintertraining in Andijk. Mehr Begeisterung, Vergnügen, packende Fotos und Hautnahes kann man kaum erwarten. Ich konnte förmlich das glückselige Strahlen in den Gesichtern und die tiefe Zufriedenheit der Jugendlichen nach Trainingsende sehen, die sich in diesem Zitat widerspiegelt: „Der Wind war einfach der Knaller. Das hat so einen Spaß gemacht, wir sind echt abgehoben auf dem Wasser.“ Und es ist kein Ende in Sicht: drei Wochen vor Heiligabend, also in seglerischer Tiefstflautenzeit, warteten vier weitere Berichte auf Veröffentlichung.

Wie Lars seine langjährige Tätigkeit als „SHM-Computerfuzzi“ [Zitat] sieht, wird im gedruckten Hanseaten Anfang 2024 nachzulesen sein. Lars hat neben anderen IT-Tätigkeiten auch immer als Webmaster für aktuelle Webseiten, Beiträge und e-Hanseaten gesorgt. Ich lege Euch die ironische und bisweilen launige Nachlese sehr an Herz.

Authentischer als auf die beschriebene Art kann Segel- und Clubbegeisterung nicht ausgedrückt werden. Macht weiter so! Ich freue mich auf ein abwechslungsreiches und anregendes Jahr 2024 mit Euch!

Eure Webmaster Hans-Christoph T. (und Lars O.)

Noch Platz in der Halle 2023?

Rote Balken, wohin man schaut. Der Belegungskalender der Werkhalle in Hiltrup ist komplett ausgebucht. Letztes Wochenende hatten sich die Piraten eingetragen. Seit einigen Jahren schon, werden die Ausbildungsschiffe im Winter wieder auf Vordermann gebracht.

Dieses Jahr steht die Deckslackierung im Fokus. Dank einiger Themenabende zu den Arbeiten, besitzen die anpackenden Mitglieder dieser Bootsklasse inzwischen genügend Erfahrung, um sogar ein komplettes Deck zu sanieren. Weiterhin tummeln sich die Laser (ILCA), c55, Optis und SZV im Belegungskalender.

Folgt bitte den Aufrufen Eurer Obleute, damit die Schiffe im Frühjahr wieder fit sind. Jede und jeder kann mitmachen, Spezialkenntnisse sind nicht notwendig.

Thomas K.

Feuerlöscher und Feuer-Löscher*innen 2023

Praxis sticht Theorie, hat sich beim Dezember-Themenabend Feuerlöschübungen im Hansa-Hafen wieder bewahrheitet. Organisator Ekkes und der für das leibliche Wohl verantwortliche „Zeremonienmeister“ Reinhard P. wirkten eher im Hintergrund. Von Hansa-Mitglied Roland und seinen kompetenten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Senden wurde das eigenliche brenzlige Geschehen vorbereitet und in Szene gesetzt. Vielen Dank dafür und nach oben für passendes Wetter.

Nach der Einführung in den dampfenden Kochtopfinhalt ging es zur Sache. Flipchart-Poster des FF-Teams brachten die etwa 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in knapper, übersichtlicher Form u.a. über Brandklassen, Funktionsweise verschiedener Feuerlöscher, 112-Notruf, Brandvoraussetzungen, Verhalten und Gefahren bei Bränden auf einen aktuellen Stand. In zahlreichen Fragen kam zum Vorschein, dass die meisten von uns sehr wissbegierig waren, aber wenig Praxiswissen vorweisen konnten.

Besonders haben mich diese Theoriedetails beeindruckt:

  • Foto einer Fettexplosion. Dazu brachte die Feuerwehr zu Vorführungszwecken einen halben Liter Speiseöl zum Brennen, der absichtlich mit Wasser gelöscht werden sollte. Die Fettexplosion erzeugte eine gut SECHS METER HOHE STICHFLAMME mit erheblichem Durchmesser.
  • Es gibt fünf Brandklassen, die Brände nach ihren brennbaren Stoffen klassifizieren. Mein Uraltwissen hatte noch die Zahl „3“ gespeichert.
  • Pulver-Feuerlöscher richten eine riesige Schweinerei an, besonders in Gebäuden und sind dort verbunden mit starker Sichteinschränkung, weshalb die FFler privat 9-Liter-Wasserlöscher bevorzugen.

Dann ging es zur praktischen Übung. Mit einem gasbetriebenen Brandtrainingsgerät wurde ein Papierkorbbrand nachgestellt. Es standen 6-Liter-Wasser-Übungslöscher bereit, die jeweils rund 25 Sekunden Löschdauer ermöglichen. Nun folgte die Ansage:

  • Sicherungssplint entfernen!
  • Drücken des Auslöseknopfes! [zur Aktivierung]
  • Nah an die Brandstelle gehen!
  • Schlauchende zum Feuer!
  • Spritzhebel wiederholt ganz kurz betätigen!

und die Praxisübungen starteten – verhalten. Nachdem die weniger Mutigen aber mehreren Vorreitern zugesehen hatten, ging es Schlag auf Schlag am Simulator weiter.

Der Hinweis der FFler, „von oben sprühen“ (was bekanntermaßen nicht der Normalfall ist), da die Papierkorböffnung dort ist, bewirkte deutlich schnellere Löscherfolge, die zwischen Löscher leer – Feuer brennt noch und Feuer aus in nur einer Sekunde lagen. Es waren sehr eindrucksvolle Übungen, sowohl vom Beobachten her als auch vom Selbstmachen.

Gut zu sehen ist die anfangs kurzzeitig höhere Flamme, bevor die Löschmittelwirkung einsetzt.

(Zwischenzeitlich löschten Glühwein und Kaltgetränke auch den Brand in unseren Kehlen, und Knurrgeräusche der Mägen wurden durch heiße (Gulasch-)Suppe oder Chili-sin-carne reduziert. Lecker!)

In den Smalltalks beim Zusehen, Essen und Trinken kamen schnell praktische Fragen für den nächsten Segeltörn auf: Was für Löschmittel sind in den Bordlöschern? Wofür sind sie geeignet? Welches Volumen haben sie? Und beim Thema des mal-hinter-Kulissen-sehens kam auch zur Sprache, dass es nicht schadet, die an Bord befindliche Pyrotechnik für Seenotfälle genau zu betrachten – so gab es den Fall, dass der Behälter dafür geleert und mit Verpackungsmaterial aufgefüllt war, damit die Leere nicht auffällt. HILFE!

Gegen 21 Uhr waren alle Brände gelöscht, es wurde uns Teilnehmenden zunehmend kälter, die Feuerwehrmänner packten ihren Anhänger für die Rückfahrt, und getreu dem Spruch „viele Hände, schnelles Ende“ dauerte das Abräumen der Bewirtungsreste nicht lange. Auf den Wegen nach Hause ging vielen von uns noch Wissenwertes für Heim und Haus durch den Kopf.

Hans-Christoph T. (Text)
Dirk M.(Foto)

Ergänzung: der nächste Themenabend startet am 11.1.24 19:30 im Clubraum! (ekkes)

Wind und Welle – Wintertraining 2023 in Andijk am IJsselmeer

Nach der Saison ist vor der Saison – das dachten sich insgesamt 32 Opti- und ILCA-Segler*innen aus NRW und Niedersachsen und folgten vom 17. bis zum 19. November dem Winter-Trainingsangebot des Landesstützpunkts Aasee nach Andijk ans IJsselmeer.

Dort fanden sie beste Bedingungen vor. Viel Wind sowie eine ordentliche Welle, und das gleich an beiden Trainingstagen! Los ging es schon am Freitagabend, ein ganzer Tross von Autos und Hängern bevölkerte den bereits winterfesten Jachthaven Andijk. Nach und nach nahmen die Optis und ILCAs (früher: Laser) sämtliche Lücken zwischen den Wintertrailern der Yachten ein und bereiteten ihre Boote für den Trainingsstart am Samstag vor. Geschlafen wurde im nahegelegenen Ferienpark IJsselhof, dort gab es auch abends ein erstes gemeinsames Abendessen und ein „Get together“ der drei verschiedenen Trainingsgruppen.

Der erste Trainingstag begann für die jungen Segler*innen mit einer Dusche von oben. In strömendem Regen und bei üsseligen 5 Grad Lufttemperatur ging es zur ersten Einheit aufs Wasser. Dort blies es mit 22 Knoten im Mittel schon ordentlich. Tapfer kämpften sich die Schützlinge von Opti-Trainer Paul Beumker, Opti-Trainerin Lena Voigt und ILCA-Coach Christoph Möhring durch Startübungen, Läufe sowie Wellentraining auf Kreuz und Vorwind. Nachmittags frischte es noch weiter auf, bis zu 35 Knoten erreichte der Wind. Das sorgte dafür, dass vor allem die leichteren und jüngeren Optikids Theorieprogramm absolvierten, während sich die Größeren und die ILCAs in einer kurzen Wassereinheit nochmal Wind und Welle stellten.

Am zweiten Trainingstag wurden die 32 jungen Segler*innen von der Sonne begrüßt, der Wind hatte sich allerdings noch nicht verabschiedet – im Gegenteil! Zunächst wartete das Trainerteam noch ab, die morgendlichen 36 Knoten sollten sich noch ein wenig auf 27 bis 30 Knoten abschwächen. An Land wurde nochmals Material gecheckt und wild getrimmt, in der Gewissheit, dass der Wind draußen keine Gnade kennen wird.

Und das schon im Hafen, wie sich herausstellte. Bei 30 Knoten ging es raus. Einige Optis schafften nicht mal die knackige Kreuz durch das schmale Hafenbecken, die den jüngsten Segler*innen einen schnellen Wechsel von Wenden und Ausreiten auf engstem Raum abverlangte. Die, die es bis vor die Mole schafften, hörte man dann nur noch laut jauchzen und kreischen – vor Freude! Paul Beumker und Lena Voigt legten ein Dreieck aus, das ihre Schützlinge absolvieren sollten. Die probierten sich bei diesen harten Bedingungen aus und flogen regelrecht über das IJsselmeer. Auch die 13 ILCA-Segler*innen jubelten und nutzen den Wind für ein effektives Windtraining und eine sehenswerte Fotosession.

Nach 2,5 Stunden hatten dann auch die Letzten ihre Kräfte aufgebraucht und kamen abgekämpft, aber sehr happy in den Hafen: „Der Wind war einfach der Knaller. Das hat so einen Spaß gemacht, wir sind echt abgehoben auf dem Wasser.“, resümierten Carl-Anton Stollner (SHM) und Leichtgewicht Marleen Vogel (SHM), die mit ihren 27 Kilo nur so über die Wellen flog: „Ich liebe den Wind da draußen! Ich hätte nie gedacht, dass ich das durchhalte. Aber ich glaub‘, ich kann an den nächsten Tagen nicht so gut laufen. Ich hab‘ jetzt schon Muskelkater.“

Der besondere Dank des Landesstützpunkts Aasee gilt – neben dem Trainerteam Christoph Möhring, Paul Beumker und Lena Voigt – den betreuenden und unterstützenden Eltern vor Ort sowie dem SVNRW, der uns für das Training eines seiner Motorboote zur Verfügung gestellt hat. Ohne die Hilfe, die Leihgabe und die Unterstützung von Mobo-Koordinator Christoph Vogelsang wäre es nicht möglich gewesen, ein qualifiziertes Training für so viele junge Nachwuchssegler*innen anzubieten. Herzlichen Dank!

Alexandra Vogel
Landesstützpunkt Segeln am Aasee

Münster, Kiel, Rio: Max Stiff segelt auf Junioren-WM 2023

Der derzeit wohl erfolgreichste und bekannteste Regattasegler des SHM, Max Stiff, hat Münster in Richtung Kiel an ein Sportinternat verlassen, um dort noch viel bessere Trainingsbedingungen für sein sportliches Fortkommen zu nutzen und gleichzeitig sein Abitur anzupeilen.

Und er wurde vom DSV nominiert, Deutschland in der Nähe von Rio de Janeiro während der „Youth Sailing World Championships“ in der Laser-Radial-Klasse (ILCA 6) zu vertreten. Je Land und Bootsklasse/Disziplin ist nur ein/e Starter/in dort vertreten. Die Junioren-WM beginnt am 8. Dezember 2023. Die SHM-Mitglieder drücken Max die Daumen, um sein selbst gestecktes Ziel zu erreichen, unter die Top10 zu segeln.

Am 1.12.2023 berichteten die „Westfälischen Nachrichten“ über Max (Link zum Artikel), und Vereinsmitglieder können demnächst im gedruckten „Hanseaten“ ein kürzlich von den Redaktionsmitgliedern Tanja V. und Hans-Christoph T. mit ihm geführtes Interview lesen. In dem Gespräch gab der Siebzehnjährige Einblicke in sein neues Leben und die damit verbundenen Gefühle und Herausforderungen.

Übrigens postete auch die DSV-Seglerjugend auf facebook über Max: https://www.facebook.com/seglerjugend.

Hans-Christoph