Infoabend für Opti-Segeleinsteiger – Mi., 17.03.2021

Nach den Osterferien startet die neue Wassersaison, und wir laden alle Interessierten zu unserem Eltern-Online-Infoabend am 17.03.21 um 18.00 Uhr ein. Wenn Ihr Kind Interesse hat, in dieser Saison mit dem Optisegeln zu beginnen, dann können Sie an diesem Abend alles Nötige erfahren und erfragen.

Bitte melden Sie sich unverbindlich per E-Mail bei unserer Trainingsleiterin Susann Woehl an, damit wir Ihnen den Zugang für die Videokonferenz zusenden können.

Corona: Vorsichtige Öffnung für den Segelsport

Nach der aktuellen Corona- Schutzverordnung gelten auch für den Segelsport am SC Hansa noch strenge Auflagen. Grundsätzlich gilt weiter, dass der organisierte Sportbetrieb derzeit nicht stattfinden kann.

Zulässig ist aber das Segeln

  • unter dauerhaftem Mindestabstand von 5 m für Segler alleine
  • zu zweit (bei Mindestabstand von 5 m)
  • mit Personen des eigenen Haushaltes.

Das ermöglicht eine sportliche Ausbildung nur im Einzelunterricht. Eine Aufteilung einer größeren Gruppe in Zweier-Gruppen ist zeitgleich nicht gestattet. Nur gelistete Kadersportler können aktuell am Landesleistungsstützpunkt trainieren. Ein erstes Training am Landesleistungsstützpunkt ist bereits für das kommende Wochenende (27.-28.02.2021) geplant.

Der Zugang zu Umkleiden und Duschen ist nicht gestattet, lediglich die Toiletten dürfen unter den Hygieneregeln genutzt werden. Der Zugang zur Sportanlage ist zu beschränken. Die Einhaltung der Vorgaben sind sicherzustellen. Es besteht die Pflicht zum Tragen einer
Mundnasenmaske, die bei Ausübung des Sports abgenommen werden darf.

Es ist geplant, ab Mitte März den Hafen für „Boote ins Wasser“ vorzubereiten. Die Boote selbst können dann nur schrittweise, so wie im letzten Jahr, nach Voranmeldung ins Wasser gelassen werden. Hierzu wird es aber noch weitere Informationen geben.

Video-Mitgliederversammlung 2021

Wechsel auf der Kommandobrücke

Screenshot des neu gewählten Vorstands: von links
Oben: Karl-Heinz Kötterheinrich (neuer 1. Vorsitzender), Hermann Sandknop, Ralf Kuphal
Mitte: Stefanie Hövener, Thomas Große Ahlert, Finn Vosteen
Unten: Thomas Bruns
Screenshot des neu gewählten Vorstands
Oben: Karl-Heinz Kötterheinrich (neuer 1. Vorsitzender), Hermann Sandknop, Ralf Kuphal
Mitte: Stefanie Hövener, Thomas Große Ahlert, Finn Vosteen
Unten: Thomas Bruns

Am 5. Februar lud der SHM zur alljährlichen Mitgliederversammlung. Die Corona-Pandemie ließ kein Zusammentreffen in Präsenz zu. Die deshalb anberaumte Videokonferenz hatte 100 Teilnehmende und damit sogar mehr Zuhörer als die Versammlungen in den Jahren zuvor.

Der geschäftsführende Vorstand berichtete über das erheblich eingeschränkte Vereinsleben im Corona-Jahr, die seglerischen Aktivitäten, die Jugendarbeit, die Aus- und Fortbildung sowie die baulichen Maßnahmen. In eigener Verantwortung konnten trotz der schwierigen sportlichen Bedingungen immerhin drei Regatten für Optis, Laser und Piraten unter verschärften Hygienebedingungen am Aasee durchgeführt werden.

„Der Verein zählt 694 Mitglieder und hat trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie keine Segelfans verloren“, so kommentierte Geschäftsführer Hermann Sandknop die positive Entwicklung der Mitgliedschaften. Sorge bereitet allerdings aufgrund der zeitweisen Covid 19-bedingten Einstellung des Trainingsbetriebes der Rückgang von Anmeldungen an jungen Optimisten. In 2021 soll deshalb der Fokus auf den Breitensport und besonders auf den Optimisten-Nachwuchs gesetzt werden.

Von ihren Ämtern im geschäftsführenden Vorstand als Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender verabschiedeten sich Klaus Mechler und Thomas Köster. Bei den nachfolgenden Wahlen wurde Karl-Heinz Kötterheinrich als Nachfolger des 1. Vorsitzenden und Ralph Kuphal als stellvertretender Vorsitzender „Sport“ gewählt.

Besonderes Lob erhielt der scheidende Präsident Klaus Mechler im Namen aller Mitglieder durch den Alterspräsidenten Klaus Eustermann. Während seiner zwölfjährigen Amtszeit initiierte der Verein den Bau der Bootshalle in Hiltrup, ein umfangreiches Trainings- und Ausbildungskonzept, die Ernennung zum Landesleistungsstützpunkt und die Erweiterung des Clubhauses. Maßgeblich war der scheidende 1. Vorsitzende auch an der Vergabe der Vereinsgaststätte an einen neuen Pächter verantwortlich. Seit der Eröffnung des Moro 112 ist das Hansa-Hafengelände zu einem grandiosen Freizeitort für alle Münsteraner geworden. Klaus Mechler verabschiedete sich vom Steuerstand mit den Worten: „Danke. Wir sind ein besonderer Verein.“

Thomas Köster bedankte sich nach 10 Jahren Vorstandsarbeit bei der Versammlung für die gute Unterstützung und die tollen ereignisreichen Jahre mit der Aussage: „Ich bleibe im Verein an anderer Stelle aktiv, möchte meinen Nachfolger unterstützen und die Piraten im Verein nach vorne bringen“.

Ein kräftiger und lang andauernder Applaus für die langjährige und engagierte Vorstandsarbeit soll bei nächster Gelegenheit nachgeholt werden.

Finanzchef Thomas Bruns stellte die finanziellen Rahmendaten vor und erläuterte die Vorhaben in 2021. Der Finanzplan zeigt, dass der Verein auf sehr soliden wirtschaftlichen Füßen steht. Dabei spielen bewilligte Zuschüsse aus unterschiedlichen Fördertöpfen, wie Stefanie Hövener (stellvertretende Vorsitzende „Finanzen“) berichtete eine wichtige Rolle. Der Wirtschaftsplan für das Jahr 2021 wurde mit großer Mehrheit von der Versammlung beschlossen.

Trotz Corona-Einschränkungen verzeichnet das regelmäßige und qualitativ gute Nachwuchs-Training erkennbare Erfolge. Das Engagement aller Verantwortlichen untermauert, dass der Landesleistungsstützpunkt NRW am Aasee beim SHM definitiv richtig verankert ist.

Ohne Zweifel ist der SHM für die Zukunft gut aufgestellt und die geplanten Vorhaben für die kommende Saison werden helfen am Aasee den Wassersport in Münster noch weiter nach vorne zu bringen.

Alles im Blick: Impression aus der Schaltzentrale eines Moderators

(Dieter)

Winter + Covid19 = vielfältiges Clubleben

Klönabende, Themenabende und offenes Theorietraining

Themenplan Offenes Theorietraining

Der donnerstägliche Klön- und Themenabend war für viele Clubmitglieder im Winter eine regelmäßige Anlaufstelle, um sich über die letzte Saison auszutauschen, Pläne zu schmieden, Neues zu erfahren, Geschichten zu hören und Geschichten zu erzählen. Auch in diesem Winter findet er statt! Nachdem bei den ersten Abenden noch der eine oder andere mit technischen Problemen beschäftigt war, hat es sich mittlerweile als lockere Videogesprächsrunde etabliert, bei der auch mal spontan ein Video oder ein kurzer Diavortrag eingebunden wird. Nur sein Bier muss jeder selbst mitbringen. Informationen zu den Videokonferenzen werden über den vereinsinternen eHanseaten verteilt oder können jederzeit bei Vorstand oder Trainer/innen erfragt werden.

Auch das offene Jollentraining findet wie gewohnt Freitags per Videoübertragung statt. Schwerpunkt im Winter ist wie jedes Jahr Segel- und Regattatheorie. Mitmachen kann jeder, der sich etwas intensiver mit dem Segeln auseinandersetzen möchte.

Workshops

Material für Reparaturen steht bereit

Workshops können dieses Jahr leider nicht als große Gruppenveranstaltungen stattfinden. Aber die Reparaturen an den Clubbooten gehen dennoch großartig voran. Einige Schwertzugvögel sind in Arbeit teilweise sogar schon fertig und in der Bootshalle hinten eingeparkt. Piraten wurden geschliffen und gereinigt. Material und Werkzeug wird von den Obleuten besorgt und bereit gestellt, so dass auch alleine an den Booten gewerkelt werden kann. An der einen oder anderen Stelle hilft auch mal ein längeres Telefongespräch oder sogar eine Videoschaltung, um technische Probleme zu besprechen oder Anleitungen zu geben.

Vereinstrainings und Trainings im Landesleistungsstützpunkt

Von den Trainer/innen schon im Frühjahr eingeführt:
virtuelles Athletiktraining

Aufgaben, Videos, Trainingspläne und -anleitung kursieren, um sich individuell theoretisch oder athletisch auf die nächste Saison vorzubereiten. Man mag es kaum glauben, aber praktisch jeden Nachmittag finden auch Trainingstreffen statt. Optikids treffen sich per Videokonferenz, um gemeinsam einige Übungen zu machen oder Theorieunterricht zu erhalten.

Auch die älteren Jugendlichen treffen sich wie im Frühjahr virtuell, um Übungsprogramme unter Traineranleitung zu machen. Für taktisches und strategisches Training wird ab und zu eine virtuelle Regatta gesegelt. In einer parallel laufenden Videokonferenz erfolgen Nachbesprechungen zu den Regatten und die Trainer/innen können Tipps und Hinweise besonders für knifflige taktische Situationen geben.

Videokonferenz auf dem Smartphone für den Austausch und Trainerkommentare während parallel auf dem Computer virtuell gesegelt wird

Laser-Trainingslager Kiel 2020

Der wiederkehrende Anstieg der Corona-Zahlen ließ die Teilnehmer, Trainer und Eltern kurz vor unserem Trainingslager Kiel zittern. Bereits einige Wochen im Vorfeld wurde der Schweriner Herbstpokal, eine Regatta zu der wir mit allen Optis und Lasern im Anschluss zu dem Trainingslager hinfahren wollten, und auch die Ersatz Regatta am Biggesee abgesagt. Dennoch fuhren wir am Sonntagmorgen den 18. Oktober los in Richtung Kiel-Schilksee.

Zusammen waren wir Zwölf Lasersegler aus drei verschiedenen Vereinen und natürlich Lena Thöne als unsere Trainerin. Ein großer Teil der Teilnehmer brachte neue Erkenntnisse und Schwachstellen von der vorangegangen IDM im Laser mit, die es hieß zu verbessern. Das Herbstliche Wetter bot uns sehr schönen Wind zu Trainieren. Am Sonntag begannen der Wind mit knapp drei Windstärken und wurde bis zu Donnerstag immer stärker.

Untergebracht waren wir im Haus der Athleten direkt im Hafen mit Blick auf die Ostsee.

Unsere Trainingstage begonnen morgens um Acht mit einer halben Stunde Frühsport bestehend aus laufen, dehnen und kleinen Spielen. Im Anschluss bekamen wir Frühsport in unserer Unterkunft und machten uns fertig für unsere erste Segeleinheit. Nach der circa drei Stündigen Segeleinheit wurden wir wieder mit Essen versorgt und hatten eine kurze Mittagspause, die manche von uns genutzt haben kaputtgegangen Dinge an der Booten zu reparieren, oder um das Boot einfach wieder auf vordermann zubringen. Im Anschluss folgt die zweite Traingseinheit. Den Abend nutzen wir um eine ausführliche Nachbesprechung samt Videoanalysen durchzuführen und früh ins Bett zugehen. Die fünf Trianingstage verlangten den Seglerinnen und Seglern alle ihre Kräfte ab, weswegen wir trotz vielen Stunden schlaf jeden Abend aufs neue wieder tot ins Bett fielen.

Eins der Highlights der Trainingstage waren Schweinswale vor dem Hafen von Kiel-Schilksee, die nahe an unseren Booten her geschwommen sind.

Wir alle konnten aus dem Training glaube ich sehr viel mitnehmen und waren froh, dass wir unserem Körper wieder eine kleine Auszeit gönnen konnten.

(Jesse)

IDJM Pirat 2020

Am 10. Oktober war es so weit die IDJM 2020 die vom Sommer in die Herbstferien Verschoben wurde würde stattfinden. Wir machten uns also Samstags früh auf den weg nach Hamburg nach 6 1/2 Stunden Stop & Go waren wir auch schon am unserem Ziel dem Blankeneser Segelclub an der Elbe. Dort angekommen hieß es erstmal Boote und das Zelt aufbauen und auf die Vermesser warten. Die Großen Frachter und Kreuzfahrtschiffe waren sehr beeindruckend und fuhren auf der nur 5 Meter von unserem Zelt entfernten Elbe. Danach mussten wir einkaufen gehen,wofür wir erstmal über 200 Treppenstufen durch das Blankeneser Treppenviertel hinauf gehen mussten. Wie auf einer Piraten IDJM üblich sind wir alle früh schlafen gegangen um am ersten Regatta Tag ausgeschlafen zu sein.

Schon beim rausfahren aus dem Hafen machte sich die starke Strömung auf der Elbe bemerkbar, welche uns nachher noch zum Verhängnis werden sollte. Es war das erste mal für Carl und mich bei Gezeiten eine Regatta zu segeln und wir hatten auch nicht wirklich einen Plan worauf wir achten müssten. Wir hatten sehr viel Glück mit dem Wetter es hat kaum geregnet und wir hatten immer genug Wind, am letzten Tag hatten wir ca. 25 kn Wind, da sprang die ein oder andere Glitsch für uns raus. Leider hatten wir nicht so viel Erfolg und landeten nur auf dem 21 Platz. Henrik und Crispin (SCM) wurden 10. und erste in der U17 Wertung. Aike (SCM) und Lennard (SCJ) 17..

Es war eine sehr lehrreiche und spannende Woche, die sehr viel Spaß gemacht hat und leider schon die letzte Regatta für 2020. Nächstes Jahr geht es dann hoffentlich unter normalen Bedingungen zur IDJM und JEM.

(Gerrit)

Opti-Trainingslager Kiel 2020

Im Trainingslager in Kiel vom 18.-22. Oktober 2020 waren wir insgesamt acht Optis: sechs von Hansa Münster, je einer aus Essen und aus Leverkusen. Wir hatten in Kiel sehr gutes Segelwetter mit Wind, Welle und Sonne. Am Anfang der Woche war der Wind noch nicht so stark, aber er steigerte sich bis zum Ende der Woche umso mehr mit bis zu sieben Windstärken.

Jeden Tag starteten wir mit Frühsport, dann fanden zwei Trainingseinheiten auf der Ostsee statt, bei denen wir vor allem Starts und Halsen geübt haben. Einige von uns haben ganz schöne blaue Flecken an den Beinen davon getragen ;-). Beim Segeln haben wir an zwei Tagen sogar Schweinswale gesehen, die neben uns herschwammen! Abends nach der Nachbesprechung saßen wir immer noch ein bisschen zusammen und haben geredet.

Die Unterkunft direkt am Hafen war klasse, und auch die Verpflegung dort war sehr gut. Die Stimmung im Lager war super. Unseren Teamgeist konnte man bei vielen Aktionen bemerken: Beim Aufbau der Optis haben wir uns gegenseitig geholfen und auch bei Kenterungen auf dem Wasser.

Es war eine coole und schöne Trainingswoche auf der Ostsee in Kiel!

Jonathan

Kielboottraining 2020

konzentriertes Steuern und Schoten

Corona war dagegen, dass im Juni das Kielboottraining in großer Gruppe auf sechs J80 vor Glücksburg stattfinden konnte. Nachdem Segeln in kleinen Gruppen als nicht riskant eingestuft wurde, nahm eine kleine Gruppe das Vereinsboot „Jovel“ an den Haken, um mit zwei zusätzlichen J80 Trainingsrunden in Holland zu drehen. Die bewährte Kombination aus einem großen Campingplatz , dem riesigen Vereinszelt für die gemeinsame Tafel und viel frischer Luft machte es möglich.

ständiges Arbeiten mit dem Traveller, um das Boot in gleicher Lage zu halten

Angesichts der Windvorhersage von durchgehend 15 bis 25 Knoten rechneten die Organisatoren allerdings eher mit ausgedehntem Frühstück und nahtlosem Übergang in den Abend. Aber es kam zum Glück anders. Am ersten Tag bereitete noch das Segelsetzen unter den Windbedingungen Schwierigkeiten. Da die Boote nur mit Hilfsmotoren ausgestattet sind, musste mit mehrfachem Anlaufen das Groß schrittweise hochgezogen werden.

Steuern nach Fäden

Die Trainingsinhalte wurden angepasst: statt Gennakern stand erstmal segeln nach Fäden, Steuern in der Welle, Eintrimmen, Traveller, schnelle und sichere Crewmanöver und Kommunikation auf dem Programm. Die Leidenschaft fürs Segeln erwachte. Als die Vorhersage für den zweiten Tag noch mehr Wind verhieß, klingelten die Wecker in den Zelten um 6.00 Uhr, um die ruhigeren Morgenstunden nutzen zu können. Am letzten Tag konnten die dann schon eingespielten Crews doch noch den Gennaker setzen. Einfach mal explodierende 60mm Blöcke wiesen nochmal auf die herausfordernden Bedingungen hin. Die Crews zeigten aber auch in solchen Situationen schnelle und sichere Manöver.

Wunderbare Abende und Sonnenuntergänge beim abendlichen Grillen

Der ursprüngliche Plan, mehrere kleine Trainingswochenenden durchzuführen, wurde dann leider wieder durch Corona vereitelt. Eine besonderen Dank an Hermann S., der das Vereinsboot letztlich alleine wieder zurückholte.

Beer Can Racing

Tja, wir können leider nicht behaupten, es erfunden zu haben: beer can racing. Vermutlich waren es Neuseeländer oder auch Amerikaner, die zuerst auf die Idee gekommen sind, statt langer schwerer offshore Regatten kurze Rennen in Küstennähe oder sogar im Hafenbecken um die Tonnen zu veranstalten (daher auch „round the cans“). Kurze Rennen in geschützten Gewässern, an denen kleine und große Boote, Rennyachten und Familiencruiser gleichermaßen teilnehmen können. Das unterschiedliche Geschwindigkeitspotential der Boote wird über einen Verechnungsfaktor ausgeglichen. Um die Arbeitswoche erträglich zu machen, finden diese oft in der Mitte der Woche statt als Mittwochsregatta (wednesday night races). Am Aasee ist die Wochenmitte allerdings am Sonntag. Eine andere berühmte Mittwochsregatta hingegen ist am Donnerstag, vor Newport Beach. Berühmt auch deshalb, weil die örtliche Harbor Patrol regelmäßig dem halben Regattafeld Strafzettel wegen Geschwindigkeitsübertretung im Hafenbereich gab, bis man einen Kompromiss fand: die Segler nutzten die Hafeneinfahrt der Harbor Patrol nicht mehr als Zielmarke und die Polizisten lernten segeln.

Europe, Laser, SZV, Conger, Fam und 470er am Sonntag bei der Mittwochsregatta; alle rechtzeitig an die Startlinie

Ein großes Segelmagazin hat einmal 10 wichtige „Gebote“ für die Mittwochsregatta aufgestellt. (Latitude 38: 10 Commandmends of Beercan Racing, http://www.latitude38.com/misc/10Command-opt.pdf). Am Sonntag segelten 12 Boote im Geist dieser Mittwochsregatten: ernsthaft und ambitioniert auf dem Wasser, intensiv jeden übersehenen Winddreher oder taktischen Fehler im Nachhinein diskutierend, zugleich aber mit Spaß und Guter Laune und immer offen für neue Segler und Kontakte im Verein. Also wer möchte, einfach anmelden unter -> Regatten -> Yardstick und mitmachen.

Das zweite „Gebot“ der Mittwochsregatten erlebbar gemacht: „Du sollst die Regattaregeln ehren, wenn Du sie denn kennst.“

SHM Mittelmeer Flottille 2020 ..

.. ausgefallen, stattdessen: SHM Segler in den nördlichen Sporaden

Bekanntlich sind Corona bedingt die meisten Vereinsveranstaltungen abgesagt worden. Viele Fahrtensegler-Planungen waren allerdings mit Beginn der Pandemie schon so viel wie abgeschlossen. Daher haben knapp die Hälfte der Segler den diesjährigen Mittelmeertörn Törn in abgewandelter Form doch noch angetreten.

In vielerlei Hinsicht standen die Törnvorbereitungen zunächst unter keinem guten Stern: Unsicherheiten ob die Flüge stattfinden und die Fähren fahren, Transfer Hindernisse, Vorgaben seitens der Anbieter sowie amtliche Auflagen an das Bordleben. Dann kamen noch mittelfristige vier Absagen z.B. wegen Arbeitgeberwechsel und dann noch kurzfristig Erkrankungen und damit kurzfristiger Ausfall von drei weiteren Mitreisenden (nein, kein Covid-19). Die ersten vier freien Plätze konnten neu besetzt werden.

Nach allem Bangen dann der Aufbruch der drei Crews zur ersten Woche am 3.10.: Alles klappte perfekt: angefangen mit dem bequemen Transfer im gecharterten „SCHOOL BUS“ nach Düsseldorf, problemlose Akzeptanz unserer vorbereiteten „PLF“ (Passenger Location Form) bis hin zum großen Reisebus für uns 19 von Flughafen Thessaloniki zum Hafen nach Volos. Das übliche Prozedere mit Einkauf und Yachtübernahme und der Törn konnte beginnen:

Ankerbuchten mit kristallklarem warmem Wasser lockten zum Baden, speisen im milden Klima im Freien in Restaurants oder in der Plicht der Yachten. Vielfältige Variationen an Manövern mit dem Anker und natürlich auch segeln – wie meist: die erste Woche ging zu schnell vorbei – zumindest für die, die nur eine Woche teilnehmen wollten.
Deren Rückreise aber ebenso problemlos wie die Anreise der Neulinge für die zweite Woche. Jetzt führen nur noch wie geplant zwei Yachten.

Track zur ersten Woche


Ähnliche Begeisterung für die örtlichen Gegebenheiten wie in der Vorwoche. Dazu eine Abwechslung: ein Sturmtag mit Wind aus Süd war vor Buganker ab zu wettern.
Auch auch diese Woche ging schnell rum. Gerne wären viele geblieben.

Track zu Woche zwei

Fazit: zwar in jeder Woche nur ca. 140 sm im Kielwasser gelassen, leider einiges davon notwendigerweise unter Maschine zurückgelegt. Schöne Manöver, hervorragende Stimmung und weitgehende Entspannung in einer Gegend, die quasi Corona frei war. Zudem waren die Yachten in weit überdurchschnittlich gutem Zustand. Keine überfüllten Buchten und freundliche Griechen. Einziger Wermutstropfen: die Gastronomie war eingeschränkt für die Crew, die weniger auf die Bordküche gesetzt hatte.

Wer ausgiebigere individuelle Berichte zu alle Dem lesen möchte, muss sich bis zum in Vorbereitung befindlichen gedruckten Hanseaten gedulden. (Ekkes)

Es gibt aber schon mal eine Fotogalerie dazu

Training in Bad Zwischenahn statt LJüM in Medemblik

Wir wollten eigentlich zur Landesjüngstenmeisterschaft ans Ijsselmeer, aber Corona hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht: Nordholland war zum Risikogebiet erklärt worden. Damit fiel die LJüM ersatzlos aus. Wir entschieden, stattdessen für ein Opti-Trainingslager des Landesleistungsstützpunkts ans Zwischenahner zu Meer fahren. Mit dabei waren Jody, Louis, Rosalie und Sebastian vom YCRE in Essen, Michi und Paul vom HiSC und Moritz, Max, Finn, Jonathan, Tim und ich vom Hansa. Das Ganze wurde geleitet von unseren tollen Trainern Judith und Paul.

Nachdem am Freitagabend das Motorboot beim Zwischenahner Segelclub geslippt und die Optis an der Jugendherberge abgeladen waren, gab es Abendessen, das jeder selbst mitgebracht hatte. Später trafen sich dann alle Kinder und die Trainer für die Kennenlernspiele. Am Samstag Morgen starteten wir um 8 Uhr mit Frühsport. Nach dem Frühstück fuhren wir dann nach einer kurzen Vorbesprechung das erste Mal bei gutem Wind raus aufs Zwischenahner Meer, das wir fast ganz für uns alleine hatten.

Der Wind war echt schön. Nach der ersten Einheit fuhren wir wieder rein und genoßen ein leckeres Mittagessen. Es blieb nicht viel Zeit für eine Pause, aber immerhin genug Zeit, um einen guten Mitsegler mit der der Tonne 2 erst zu verloben und dann zu verheiraten. Nach dieser kurzen emotionalen Pause ging es nochmal raus auf´s Wasser. Nach einer Weile ließ der Wind leider nach. Am Ende mussten wir dann reingeschleppt werden. Es gab ein sehr leckeres Buffet mit Pasta. Nach der Nachbesprechung am Abend, haben die Segler noch ein bisschen etwas zusammen gemacht und die Eltern am Lagerfeuer entspannt. Dann ging es auch schon nach einem anstrengenden Tag ins Bett.

Nächster Tag – gleiches Spiel: Erst Frühsport, Frühstück, Aufbauen, Umziehen, Vorbesprechung und Rausfahren. Diesmal ging es richtig ab. In Böen wurden es bis zu 7 Bft., das hat richtig rein geballert. Auf Raumschot war man gefühlt bis zu 30 km/h schnell. Wir haben den Wind richtig ausgenutzt und unsere Trainer*innen damit ein bisschen auf die Palme gebracht, da wir immer ultra weit rausgefahren sind, während sie jemand anderen grade aus dem Wasser gefischt haben. Wenn dieser wieder stand, war schon der Nächste wieder gekentert. Kaputt und fertig kamen wir wieder rein.

Nach der Mittagspause ging es wieder raus. Der Wind war zwar noch krass, aber nicht mehr so stark wie am Morgen. Es riss zwar die Affenschaukel eines Seglers, aber das war nicht all zu schlimm. Müde und glücklich kamen wir rein. Nach dem wir aufgeladen haben ging es schnell nach Hause. Es war ein sehr gelungenes Wochenende, das wir sicher alle in guter Erinnerung behalten werden.

Vielen lieben Dank an die beste Trainerin Judith und den besten Trainer Paul, an alle Eltern, dem Landesleistungsstützpunkt und vor allem am Knubel, die uns ein Auto zur Verfügung gestellt haben, damit wir alle Boote mitbekommen konnten.

(Jule)

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