Bei Sonne und leicht umlaufenden Winden haben 20 Kinder aus unseren wöchentlich stattfindenden drei SHM Schul Segel AGs unser alljähliches Abschlussfest “ Grundschul Segel Cup“ gefeiert.
Bei Kaffee und (mitgebrachtem) Kuchen konnten viele Angehörige, Vertreter*innen der Schulen erleben, wie ihre Kinder erfrischend selbstständig mit Aufbau und anschließendem Segeln eines Optimisten umgingen. Dreieckskurs, Entern eines im See verankerten „Schatzes“, Knotenkönnen, Fachbegriffbingo wurde von den Kindern präsentiert.
Als Vertreter des Sportamtes der Stadt Münster, das den Grundschul Opti Cup schon viele Jahre mit trägt, war Thorsten Imsieke mit einem Grußwort dabei. Für uns im SHM ist die Mitträgerschaft des Sportamtes Münster eine wichtige Möglichkeit, alle Grundschulen Münsters über diesen langjährig gepflegten Kontakt zu erreichen.
Neu gestaltete Urkunden von der Stadt Münster und dem SHM gab es am Ende für die Kinder und viel freundlich heitere Ansprache der Gäste und deutliche Dankbarkeit für unsere Trainer*innen Susann, Lucas, Jule, und Josua sowie für die Organisatoren.
Traumwetter, strahlender Sonnenschein, angenehme Temperaturen – eigentlich hätte bei der diesjährigen Kiepenkerlregatta alles perfekt gepasst. Eigentlich. Denn während sich die Sonne von ihrer allerbesten Seite zeigte, legte der Wind am Aasee kurzerhand einen freien Tag ein. Oder gleich ein ganzes Wochenende. Doch echte Seglerinnen und Segler lassen sich davon nicht so leicht aus der Ruhe bringen.
Paddeln statt Segeln Und wenn der Aasee schon keine Wettfahrten mit Wind hergeben wollte, dann wurde eben kurzerhand das Programm umgebaut. Aus Optimisten-Segeln wurde Paddeln. Für die Kinder hieß es: „Dann machen wir eben anders Fahrt!“. Bei der Polyfalken-Paddelwettfahrt wurde aus Seglerinnen und Seglern plötzlich eine Mannschaft von Paddelspezialisten. Mit viel Einsatz, noch mehr Motivation und teilweise durchaus kreativen Vorstellungen von optimaler Schlagtechnik wurde um jeden Meter gekämpft. Das Ergebnis: jede Menge Spaß, sportlicher Ehrgeiz und wohlverdiente Sieger.
Opti-Masters Auch die Eltern kamen nicht trockenen Fußes davon. Bei der Eltern-Opti-Regatta durften die Großen zeigen, was sie sonst ihren Kindern immer so begeistert erklären: „Du musst früher wenden!“ „Mehr Gewicht nach vorne!“ „Nicht so stark an der Schot ziehen!“
Und siehe da: Ein Optimist ist für Kinder zwar ein kleines Boot, für Erwachsene aber erstaunlich schnell ein sehr persönliches Raumkonzept. Es wurde gelacht, gepaddelt, gesteuert, angefeuert und mit großem sportlichem Ehrgeiz um die besten Plätze gekämpft. Genau das machte den besonderen Charme dieses Wochenendes aus.
Der Wind fehlte – die gute Laune nicht Natürlich hätten sich die vielen angereisten Opti-Seglerinnen und -Segler der Klassen A, B und C lieber spannende Wettfahrten auf dem Aasee gewünscht. Der Wind machte uns diesmal jedoch einen Strich durch die Rechnung.
Trotzdem wurde die Kiepenkerlregatta 2026 zu einem Wochenende, das man so schnell nicht vergessen wird. Vielleicht war es am Ende sogar eine wichtige seglerische Lektion: Ein gutes Regattawochenende hängt nicht ausschließlich davon ab, wie viele Wettfahrten im Ergebnisprotokoll stehen. Manchmal geht es auch darum, aus den Bedingungen das Beste zu machen – und dabei gemeinsam eine Menge Spaß zu haben. Und das ist bei der Kiepenkerlregatta 2026 definitiv gelungen.
Windstille? Ja. Lange Gesichter? Fehlanzeige. Spaß? Jede Menge!
Ein herzliches Dankeschön an alle Kinder und Eltern, an unsere Gäste, die Wettfahrtleitung und natürlich an die zahlreichen Helferinnen und Helfer des Segelclub Hansa Münster, die dieses besondere Kiepenkerl-Wochenende möglich gemacht haben. Wir hoffen dann fürs nächste Jahr auf Sonne, gute Laune – und zur Abwechslung auch ein kleines bisschen Wind.
Mitte September stand für unser Bundesliga-Team der vierte Spieltag der 2. Segel-Bundesliga auf dem Programm. Auf dem Wannsee erwarteten die Teams über das gesamte Wochenende anspruchsvolle Bedingungen mit böigem Südwestwind und teilweise bis zu 20 Knoten.
Unser Team reiste bereits am Donnerstag nach Berlin, um sich vor dem eigentlichen Wettkampf noch bei einer Trainingseinheit mit den Bedingungen vor Ort vertraut zu machen. Am Freitag ging es dann in die ersten Wettfahrten. Für unseren Verein gingen Christoph am Steuer, Amir in der Taktik, Merle im Trimm und Hannes auf dem Vorschiff an den Start.
Von Beginn an verlangte der kräftige und drehende Wind den Crews einiges ab. Gleichzeitig sorgte der starke Wind für sehr gute Segelbedingungen, sodass der Zeitplan konsequent eingehalten werden konnte. Insgesamt absolvierte jedes Team die angesetzten 16 Wettfahrten.
Unser Team zeigte dabei über das gesamte Wochenende eine wechselhafte, aber kämpferische Leistung. Neben mehreren Platzierungen im Mittelfeld gelangen dem Team auch einige starke Einzelergebnisse. Besonders hervorzuheben sind die zwei Wettfahrtsiege in der 6. und 15. Wettfahrt. Hinzu kamen drei zweite Plätze in der 2., 5. und 12. Wettfahrt.
Am Ende standen für Hansa Münster 58 Punkte und damit Platz 13 in der Spieltagswertung zu Buche.
Auch wenn das Ergebnis noch nicht unseren eigenen Ansprüchen entspricht, konnten wir den Abstand im Kampf um den Klassenerhalt weiter verkürzen. Damit bleibt für das Team vor dem Saisonfinale noch vieles offen.
Das Saisonfinale der 2. Segel-Bundesliga findet vom 15. bis 17. Oktober erneut auf dem Wannsee statt. Das Team setzt alles auf das letzte Event und wird in Berlin noch einmal um jeden Punkt kämpfen.
Nach einigen Vortreffen, bei denen das Programm besprochen, die Essensliste erstellt, der Crewvertrag unterschrieben und die Bootsaufteilung geregelt wurde, war es am 11. September endlich so weit: Unser SKS-Trainings- und Prüfungstörn konnte beginnen.
Für eine Woche ging es mit zwei mittelgroßen Bavaria-Yachten mit jeweils 37 Fuß aufs IJsselmeer. An Bord waren insgesamt zehn Crewmitglieder, von denen fünf die praktische Prüfung für den Sportküstenschifferschein (SKS) ablegen wollten.
Mehr lesen Clubmitglieder im Jahresrückblick des HANSEAT Anfang nächsten Jahres.
Obwohl der Gesamtorganisator mit einem sichtbaren Handicap zu kämpfen hatte, absolvierte das BWC-Team eine gelungene Regatta. Über Wind und Wetter musste nicht diskutiert werden, schon bei der Steuerleutebesprechung flatterten die Fahnen des Obmanns heftig im Wind. Schnell wurden noch ein paar Bockwürste verdrückt, während Carsten W. schon die orangene Startflagge hochzog. Mit anständig Druck im Vorwindkurs schwenkten insgesamt 25 Piraten vor der Startlinie ein. Das 4-Minutensignal „Uniform“ sorgte für die entsprechende Disziplin zwischen den beiden Starttonnen.
Vier Wettfahrten mit einigen Kenterungen (nichts passiert 🙂 ) führte dazu, dass ca. 50 Segler und entsprechendes Helferteam dankbar das Buffett am Ende des ersten Wettkampftages in Anspruch nahmen.
Der Sonntag verlief etwas moderater und am Ende konnten fünf Wettfahrten an manage2sail gemeldet werden. Verdienter Sieg ging an Moritz M. und Jan M. vom Rursee. Bester SHM-Segler ist Josh K., der zwischenzeitlich seine Schotten erst wieder aus dem Wasser fischen musste.
Mit Hansa-Trailer, sieben Optis und einer kleinen Kolonne Autos machte sich eine Gruppe des Segelclub Hansa Münster am Freitag auf den Weg in die Niederlande. Sechs heranwachsende Regattasegler wollten aufs Wasser, und so kam auch gleich die ganze Familienbande mit – als Begleitung, aber auch für ein schönes gemeinsames Wochenende.
Untergebracht war die Gruppe bei „Rufus aan het Water“ in der Nähe von Sneek, direkt am Wasser: Die Segelkinder durften in einem umgebauten Transportschiff übernachten, während die Crew und Familien im Haus nebenan wohnten – inklusive Fasssauna im Garten und Balkon, auf dem die Abende gemeinsam ausklangen.
Auf dem offenen Wasser des Sneekermeers zeigte sich der Wind von seiner fordernden Seite: Böig und mit etwas Welle mussten die jungen Seglerinnen und Segler ihre Optis fest im Griff behalten, und der ein oder andere Kentergang war vorprogrammiert – aber nichts, was Neos und teils auch Trockenanzüge erschüttern würde. Zudem sorgten die beiden Finns als Trainercrew mit ihrem Begleitboot für die nötige Sicherheit auf dem Wasser, sodass alle beruhigt trainieren konnten.
Wer nicht selbst im Opti saß, fuhr zum Teil auf der Tjalk (der Trainingsbasis der Kids) mit und erkundetet die Gegend vom Traditionssegler aus. Mit geliehenen Polyvalken ging es auch zu kleinen Segeltörns oder zum Ausflug nach Sneek, wo die Gruppe beim Bummel durch die Innenstadt zufällig in einen kleinen Umzug hineinlief – eine Gruppe junger Tänzerinnen mit Pompons sorgte für Stimmung auf dem Kopfsteinpflaster. Kinder auf den Schultern, ein Eis oder Kibbeling zum Naschen – Sneek erwies sich als perfekter Zwischenstopp. Abends wurde ausgiebig gegrillt, die ganze Gruppe fand sich zum gemeinsamen Essen zusammen – und später, mit kühlem Getränk auf dem Balkon, ließen alle zusammen den Tag gemütlich ausklingen.
Am Sonntag ging es dann erneut auf Wasser bei nur noch 2 bis 4 bft und etwas weniger Sonne, aber nicht weniger Spaß auf dem Wasser. Anschließend trafen sich alle auf dem Balkon und dem gemeinsamen Essenraum der Unterkunft, um sich noch einmal zu stärken und dann die Rückreise anzutreten.
Ein gefühlt viel zu kurzes, aber rundum gelungenes Wochenende, das zeigt: Segeln verbindet über alle Segel- und Altersklassen hinweg. Vielen Dank an alle Familien und Segler, die tatkräftig angepackt haben und natürlich an die Hansa-Crew: Malte, Marcus, Finn und Finn.
Auf den Gewässern des Segelclub Hansa Münster e. V. stand der praktische Teil der Segelprüfung an. Pünktlich um 12:00 Uhr fanden sich die hochmotivierten Kandidatinnen und Kadidaten am Steg ein. Das Wetter spielte perfekt mit und bot von Beginn an ausgezeichnete Segelverhältnisse. Seit April dieses Jahres hatten sich die Prüflinge gemeinsam mit ihren Ausbildern intensiv auf diesen Tag vorbereitet. Dennoch war ein deutliches Knistern und Kribbeln in der Luft zu spüren, als der anwesende Prüfer des Deutschen Segler-Verbands (DSV) die ersten Gruppen an Bord bat.
Sobald die Boote jedoch abgelegt hatten, verflog die Nervosität wie im Flug. Konzentriert und fehlerfrei spulten Sabine Adolf, Álvaro Barrosso, Justus Engel, Ludwig Heimann, Christopher Pier-Eiling, Gernot Schöngart, András Szentkiralyi, Christine Veltmann und Dana Witte ihr gelerntes Programm ab: Ablegen, Wende, Halse, das wichtige „Boje-über-Bord“-Manöver und das abschließende Anlegen – alles klappte hervorragend. Auch bei der anschließenden Knotenprüfung an Land zeigten die Kandidaten, dass sich das fleißige Üben zu Hause ausgezahlt hatte. Alle Aufgaben wurden erfolgreich gemeistert.
Nach einer kurzen Pause gab es vom DSV-Prüfer schließlich die ersehnte Nachricht: Alle Teilnehmer haben bestanden! Die Erleichterung und Freude standen sowohl den Prüflingen als auch dem Ausbilderteam ins Gesicht geschrieben. Unser Vorsitzender Karl-Heinz Kötterheinrich gratulierte allen Absolventen herzlich. Diejenigen, die bereits im Frühjahr die Theorie abgehakt hatten, durften sich direkt über ihren kompletten Segelschein freuen. Den Teilnehmern, die nun die Praxis in der Tasche haben und im kommenden Frühjahr zur Theorieprüfung antreten, wünschte er viel Erfolg und alles Gute für die Vorbereitung.
Ein besonderer Dank ging an das diesjährige Ausbilderteam Reinhard Baum, Maria Brinkbäumer, Ben Mantel, Rupert Osterhaus, Mareike Schneider und Leo Schürmann für das unermüdliche Engagement in den vergangenen sechs Monaten, ohne das dieser gemeinsame Erfolg nicht möglich gewesen wäre. Ebenso bedankte sich der Verein ausdrücklich beim Prüfer des DSV für sein Kommen und die reibungslose Abnahme der Prüfung auf unserem Heimatrevier. Zum Abschluss stellten sich die die erfolgreichen Prüflinge und ihre anwesenden Ausbilder zu einem Gruppenfoto zusammen. Wir gratulieren allen frischgebackenen Seglerinnen und Seglern ganz herzlich und wünschen allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel!
Der Segelclub Hansa Münster e.V. (SHM) war Anfang September wieder Gastgeber seiner traditionellen Segelregatta „Laser Cup“. Ein anspruchsvolles Teilnehmerfeld von 42 gemeldeten Seglerinnen und Seglern aus elf Vereinen kämpfte in den Bootsklassen ILCA 4, ILCA 6 und ILCA 7 um den Sieg. Am Ende präsentierten sich die Lokalmatadore des SHM in absoluter Spitzenform und sicherten sich gleich mehrere Podestplätze auf ihrem Heimatrevier. Das Regattawochenende verlangte den Athleten direkt zum Auftakt alles ab. Während am Samstag die ersten beiden Rennen auf dem Programm standen, frischte der Wind am Mittag im Zuge einer abziehenden Kaltfront spürbar auf. Bei einem Grundwind von 3 Bft mussten die Crews hochkonzentriert agieren, da kräftige Böen von 5 bis 6 Bft über den See fegten. Diese herausfordernden Bedingungen forderten taktisches Geschick und exzellente Bootsbeherrschung. Am Sonntag beruhigte sich das Wetter etwas, sodass das dritte und finale Rennen wie geplant über die Bühne gehen konnte.
In der Nachwuchsklasse ILCA 4 (Laser 4.7) triumphierte nach den drei packenden Wettfahrten Carl-Anton Stollner vom Segelclub Hansa Münster. Er verwies Jan Bickert vom Yacht-Club Lister am Biggesee e.V. auf den zweiten und Jakob Fischer vom Wassersportverein Gronau e.V. auf den dritten Platz. Ein extrem enges Match lieferten sich die Segler in der Klasse ILCA 6 (Laser Radial). Hier holte sich schließlich Kolja Heidenreich vom Norddeutschen Regatta Verein den verdienten Turniersieg. Die Plätze zwei und drei gingen mit Michael Jaroschenko und Demir Toran Onay ebenfalls an den Segelclub Hansa Münster.
Besonders in der olympischen Bootsklasse ILCA 7 (Laser Standard) feierte der Segelclub Hansa Münster einen überragenden Triumph und besetzte fast das gesamte Podium. Paul Patalas sicherte sich hier den Gesamtsieg vor seinem Vereinskollegen Moritz Lütke Notarp, während Fabian Schmitz vom Segelclub Prinzensteg e.V. aus Haltern am See den starken dritten Rang belegte.
Die organisatorisch anspruchsvolle Veranstaltung verlief reibungslos. Der Vereinsvorsitzende des SHM Karl-Heinz Kötterheinrich zeigte sich erfreut über die hervorragende Organisation und die erzielten sportlichen Erfolge.
Für den zweiten ACT der Deutschen Junioren Segel-Liga (DJSL) führte uns der Weg erneut an die Kieler Förde. Austragungsort war der Kieler Yacht-Club in Strande, wo sich 27 Juniorenteams aus ganz Deutschland zum nächsten Saisonhighlight trafen.
Bereits am Freitagmorgen machte sich unser Team auf den Weg nach Strande. Nach der Ankunft konnten wir noch rund eineinhalb Stunden auf dem Wasser trainieren. Die Trainingszeit wurde vor allem genutzt, um uns als neu zusammengestellte Crew besser aufeinander einzustellen und die Abläufe an Bord weiter zu festigen.
Am Samstag starteten die ersten Wettfahrten bei anspruchsvollen Bedingungen und deutlich mehr Wind. Für unser Team gingen Julia Woehl am Steuer, Jule Heiny als Taktikerin, Helena Körner und Annbritt Peitz im Trimm sowie Johanna Bosch am Vorschiff an den Start. Gesegelt wurde wie gewohnt im Bundesligaformat auf identischen J/70-Booten. Die kurzen und intensiven Rennen verlangten bei den windigen Bedingungen volle Konzentration, schnelle Entscheidungen und präzise Manöver.
Im Laufe des Wochenendes konnte sich das Team immer besser aufeinander einstellen und wertvolle Erfahrungen für die kommenden Wettkämpfe sammeln. Am Ende stand Platz 23 von 27 Teams im Gesamtklassement.
Mit vielen neuen Erkenntnissen und zusätzlicher Motivation richtet sich der Blick nun bereits auf den nächsten ACT. Dieser findet am 12. und 13. September beim Bayerischen Yacht-Club am Starnberger See statt. Bis dahin heißt es, weiter an der Abstimmung zu arbeiten und die Erfahrungen aus Strande mitzunehmen, um in Starnberg wieder anzugreifen.
Ein bisschen Regen und schwacher Wind? Für die 12 Kinder und Jugendlichen der Lebenshilfe war das am Dienstag absolut kein Hindernis. Gemeinsam mit fünf engagierten Trainer*innen und Helfer*innen des SHM ging es auf den Aasee, um ein ganz besonderes Abenteuer auf dem Wasser zu erleben.
Mit von der Partie waren junge Seglerinnen und Segler mit unterschiedlichsten Behinderungen. Für Barrierefreiheit im besten Sinne sorgten unsere Polyvalken: Auf diesen Booten konnten sogar eine Rollstuhlfahrerin direkt im eigenen Rollstuhl mitsegeln und hautnah dabei sein. Neben den Polyvalken kam auch unsere c55 zum Einsatz.
Dass es für einige bereits das zweite Mal war, änderte nichts an der großen Aufregung Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer trauten sich auf die Boote und wuchsen über sich hinaus. Auf dem Wasser übernahmen sie schnell Verantwortung, hielten die Pinne selbst in der Hand und spürten, wie das Boot auf ihre Kommandos reagierte. Dieses gestärkte Selbstvertrauen und das gemeinsame Meistern der Böen sorgten für riesige Begeisterung.
Trotz des Regens verflog der Vormittag wie im Fluge. Am Ende blickte das SHM-Team in rundum strahlende Gesichter voller neuer Eindrücke und Erinnerungen.
Ein großes Dankeschön an Finn, Lucas, Robert, Felix und Karl-Heinz für euren großartigen Einsatz, der diese wertvolle Erfahrung erst möglich gemacht hat! Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Mal.
Seit einigen Wochen stehen zwei kleine Skulpturen des Künstlers und SHM-Mitglieds Claus-Ulrich Siebe am Aasee.
Symbolisieren sie die Verbindung zwischen SCM / Overschmidt und SHM? Steht eine Zusammenarbeit zwischen Moro 112 und A2 am See bevor? Oder ist dies bereits ein Einstieg auf die Skulptur Projekte Münster 2027?
Ich weiß es nicht, habe mir aber ein paar Gedanken gemacht.
Die Zwillinge Mila und Milo – so nenne ich sie der Einfachheit halber – stehen jeweils auf einer rot-weißen Kugel, die auf einem rot-weißen Pfahl platziert ist (rot-weiß: sicheres Fahrwasser). Man könnte auch sagen: sie stehen auf einem fröhlichen Globus und sind damit das Gegenteil von Atlas, der die Erde auf seinen Schultern trägt: nicht die Schwere der weltlichen Last, sondern die Leichtigkeit des Lebens auf dem Wasser. Und wer kennt nicht die Eselsbrücke: Mila, Milo, Aasee / Backbord und Luv vor Lee.
Die Figuren stehen eine Seemeile voneinander entfernt. Dass dies nicht genau eine Seemeile ist, lässt sich leicht erklären: Das Wasser des Aasees war zum Zeitpunkt der Messung mehr als 20 Grad wärmer als die Standardtemperatur von 4 Grad, und eine Aaseemeile ist etwas größer als eine gewöhnliche Seemeile.
Die Figuren schauen sich an, sind in Verbindung weit über’s Wasser hinaus, achten aufeinander. So wie wir, wenn wir unserem Segelhobby auf dem Aasee nachgehen.
Seit es die Skulpturen gibt, komme ich noch lieber zum Aasee; sie erfreuen mich.