Unser Segelclub bietet Mitgliedern im kommenden Jahr einen ganz besonderen Trainings-Segeltörn an.
Nach vielen schönen Törns der vergangenen Jahre führt uns unsere Flottille 2027 zur Mittsommerzeit in die dänische Hauptstadt Kopenhagen. Ziel unseres Trainingstörns ist eine zentral gelegene Marina im Herzen der Kapitale. Von dort aus sind zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die historische Altstadt, Nyhavn und viele Restaurants bequem zu Fuß erreichbar. Ein besonderes Highlight: Durch einen geplanten Crewwechsel in Kopenhagen können sowohl Teilnehmende des Hintörns als auch Teilnehmende des Rücktörns die Mittsommerzeit in der dänischen Hauptstadt erleben.
Foto: Erzeugt mit ChatGPT durch Hans-Christoph T.
Die Hinfahrt findet vom 11. bis zum 24. Juni 2027 statt. Gemeinsam segeln wir von Flensburg durch die dänische Inselwelt nach Kopenhagen. Die Route wird wetterabhängig geplant und führt durch einige der schönsten Segelreviere der Ostsee.
Zurück geht es vom 24. Juni bis zum 2. Juli 2027. Nach dem Crewwechsel verlassen wir Kopenhagen und segeln auf abwechslungsreicher Route zurück nach Flensburg. Geplant sind interessante Hafenstopps, schöne Ankerbuchten und genügend Zeit für gemeinschaftliche Aktivitäten an Land und auf See.
Dieser Flottillen-Trainingstörn verbindet anspruchsvolles Fahrtensegeln mit dem besonderen Erlebnis der Mittsommerzeit in einer der schönsten Städte Skandinaviens. Durch den Crewwechsel haben auch Segelnde mit begrenzter Zeit die Möglichkeit, Teil dieses außergewöhnlichen Törns zu werden. Wir freuen uns auf eine große Flottille, viele bekannte Gesichter und unvergessliche Tage auf der Ostsee.
Für interessierte Clubmitglieder ist im Juni 2026 eine Informationsveranstaltung zu dem Trainingstörn vorgesehen. Über Termin und Ort der Veranstaltung informiert der nächste eHanseat.
Wer die aktuelle Ausgabe des MÜNSTER! Magazin in den Händen hält, findet dieses Mal auch einen Beitrag über den Segelclub Hansa (SHM). Danke an die Redakteurin Mona, die aus Interviews und Fotos vom Training unserer Leistungsgruppe der Opti-Klasse ein perfektes Bild von den Möglichkeiten für Kinder auf dem Aasee und in den Vereinen gezeichnet hat.
Wir als SHM bieten am Sonntag, den 28. Juni 2026 wieder allen interessierten Kindern die Möglichkeit, das Segeln auszuprobieren. Bitte meldet Euch dazu unter diesem Link an!
Ein Wochenende voller Segelsport, Taktik und starker Vereinsgemeinschaft liegt hinter dem Segelclub Hansa Münster (SHM). Am mittleren Maiwochenende richtete der Verein auf dem Aasee die diesjährige Hansa Cup-Regatta aus. Noch bis zum Vorabend wurden Crews motiviert, an der Hansa Cup-Regatta teilzunehmen, sodass schließlich die gesamte Flotte der Schwertzugvögel des Vereins für den Start gemeldet war. Neben den traditionellen Schwertzugvögeln gingen in diesem Jahr auch wieder die Boote der FAM-Klasse in einer eigenen Ranglistenregatta ins Rennen. Insgesamt waren 16 Crews mit ihren Booten gemeldet. Die Mannschaft mit der weitesten Anreise kam aus Hof in Oberfranken.
Das zweitägige Regatta-Event startete am Samstagmittag bei wechselhaften, aber sportlich herausfordernden Windbedingungen. Nach der offiziellen Begrüßung und der Steuerleutebesprechung im Hansa-Hafen hieß es für die Crews „Leinen los“. Die Zuschauer am Seeufer und auf den Stegen bekamen packende Positionskämpfe und taktische Manöver zu sehen, als die Boote den abgesteckten Kurs auf dem Wasser kreuzten. Insgesamt drei Rennen konnten am Samstag durch die Wettkampfleitung gestartet werden.
Nach den ersten kräftezehrenden Wettfahrten des Tages verlagerte sich das Geschehen am Abend an Land. Das Organisationsteam des SHM hatte ein stimmungsvolles Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. Bei einem gemütlichen Abendessen mit original italienischen Spaghetti Bolognese und einer wärmenden Feuerschale direkt am See ließen die Seglerinnen und Segler den ersten Wettkampftag ausklingen.
Am Sonntagmorgen wurde die Regatta mit den finalen Läufen fortgesetzt. Der Wind frischte noch einmal auf und verlangte den Besatzungen volle Konzentration ab, um die entscheidenden Punkte für die Gesamtwertung in den zwei gestarteten Wettfahrten einzufahren.
Nachdem die letzten Zieldurchläufe registriert und die Boote sicher an den Stegen vertäut waren, sorgte der Duft von frisch gegrillten Bratwürsten am Clubhaus noch einmal für das leibliche Wohl der Teilnehmer und mitgereisten Begleitpersonen.
Den feierlichen Abschluss bildete die Siegerehrung am Sonntagnachmittag. Unter großem Applaus wurden die erfolgreichsten Crews der Bootsklassen Schwertzugvogel und FAM für ihre sportlichen Leistungen ausgezeichnet. Auf dem FAM-Treppchen landete die Gnägget mit Mike Senger und Reinhard Pruhs auf einem ausgezeichneten dritten Platz und konnten so den SHM in der Rangliste würdig vertreten. Bei den Schwertzugvögeln war leider kein externer Teilnehmer gemeldet. Die Ehre des Treppchens wurde daher ausschließlich Vereinsgrößen zu Teil. Der Vereinsvorsitzende Karl-Heinz Kötterheinrich ließ es sich nicht nehmen, den auswärtigen Teilnehmern für ihre Teilnahme und ihren sportlichen Leistungen zu gratulieren. Ausgesprochenes Lob erhielt Fabian Eustermann, der für die Wettfahrtleitung zwei Tage auf dem Ponton verbrachte. Karl-Heinz dankte besonders den Organisatoren Arash Esmaili und Markus Jenki für die insgesamt gelungene Veranstaltung und zog ein durchweg positives Fazit: Der Hansa Cup 2026 bot nicht nur hochklassigen Segelsport auf dem Aasee, sondern bewies einmal mehr den hervorragenden Teamgeist des Vereins an Land und auf dem Wasser.
Zehn Personen zwischen 9 und 60plus, beste Stimmung, große Vorfreude – und ein Wetterbericht, der von Tag zu Tag ungemütlicher wurde. Trotzdem ließen wir uns die Laune nicht verderben und traten tapfer und fast vollzählig an, bestens ausgestattet mit wetterfester Kleidung und Heizlüftern. Die Kühlung der Lebensmittel übernahm das friesische Frühjahr schließlich ganz zuverlässig von selbst.
Los ging es am Donnerstag, den 14. Mai, in Heeg. Nach einer Einweisung im charmantesten Kauderwelsch aus Niederländisch, Deutsch und Englisch – denn der ein oder andere seglerische Fachbegriff fehlt einem in der jeweiligen Fremdsprache dann doch – sowie einer ersten Lage- und Zielbesprechung starteten wir auf das Heeger Meer, um die Boote kennenzulernen und die ersten Schläge zu segeln.
Anschließend ging es über den Johan-Friso-Kanal Richtung Teroele zum Camping De Koevoet. Eine gute Entscheidung: Das Wetter hielt zunächst noch durch und wir konnten die letzten Sonnenstrahlen der kommenden Tage genießen. Als es schließlich doch zu frisch wurde, bot uns der Hafen mit seinem gemütlichen Kaminfeuer im Cafébereich den perfekten Zufluchtsort. Dort wurden bei guter Stimmung noch einmal sämtliche Wetter-Apps studiert – mit erstaunlich einheitlichem Ergebnis: Wind, Regen und Kälte…
Mehr lesen interessierte Clubmitglieder demnnächst in der gedruckten Ausgabe des jährlichen HANSEAT.
Wer wissen möchte, wie es uns in Balk beim Kielboottraining Anfang Mai gefallen hat, der schaue in unsere fröhlichen Gesichter vom Gruppenfoto am Abschlusstag. Nachvollziehbar wird unsere gute Laune, wenn nun noch Details zu dem Wochenende folgen.
Wir waren mit 16 Personen und einem Begleitboot ans Slotermeer gefahren, um dort in die Geheimnisse des Gennakersegelns eingeweiht zu werden, oder um unsere Kenntnisse zu vertiefen und bei besten Bedingungen anzuwenden.
Wir bezogen Quartier in der Segelschule „De Ulepanne“ in Balk und ließen Freitagabend noch das Motorboot zu Wasser. Nach einer kurzen Testfahrt für einzelne auf dem Slotermeer trafen wir uns abends zum Essen im Teernstra. Dort wurde, nachdem alle gestärkt waren, das Geheimnis um die Crewverteilung auf den Booten gelüftet. Rätselhaft bis zum Ende des Wochenendes blieben die „x“ hinter den Namen, ein bis vier „x“ waren möglich. Vor dem Schlafengehen erhielten wir noch eine Lektion in Gennakersegeltheorie. Das Wissen hatte sich offensichtlich gut über Nacht gesetzt, denn nachdem Samstagfrüh die Boote übernommen worden waren, konnte man schon bald die ersten Gennakermanöver auf dem Slotermeer beobachten. Unter Markus kundiger Anleitung kreuzten wir je zu dritt auf fünf Keus bei konstanten 3 Bft zügig hoch und halsten unter Gennaker zurück. Die einzelnen Crews segelten mehr oder weniger routiniert unter Gennaker; die Handgriffe beim Setzen des Segels wurden im Laufe des Tages immer sicherer. Zur Mittagspause wollten wir in Woudsend einkehren, doch wegen des dort stattfindenden Schlepperfestivals gab es dort zwar viel zu gucken, nur kamen wir leider nicht von Bord, da es keinen Liegeplatz für uns gab. Wir entschlossen uns also, nach Balk zurückzusegeln und dort beim Bademeester einzukehren. Eine Crew hatte so viel Verpflegung an Bord, dass sie auf eine Pause an Land verzichtete. Zum Ende eines tollen Segeltages, an dem dank der tollen Betreuung und Hilfestellung von Markus jeder viel lernen konnte, fuhren wir – die eine Crew mit mehr, die andere mit weniger Erfolg – eine kleine Regatta. Abends kehrten wir beim Italiener ein und ließen den Tag gemütlich ausklingen.
Am Sonntag hatte der Wind gut aufgefrischt und lag bei 5 Bft. Er stand günstig, um eine Rundfahrt durch die Kanäle von Balk über Woudsend, Heek und Sloten zurück nach Balk zu machen. Noch im Hafen liegend lernten wir die Handhabung des Trapezes. Sobald wir von Balk aus auf dem Slotermeer waren, standen gleich die Ersten im Trapez. Die Bedingungen waren perfekt. Wir kreuzten hoch Richtung Woudsend und nahmen uns noch einmal Zeit, ein paar Schläge mit dem Gennaker zu segeln, bevor wir in den Kanal nach Woudend einbogen. Dort konnten wir wieder die Schlepper bestaunen, fanden aber dieses Mal einen Liegeplatz. Nach einer kleinen Pause fuhren wir gegen den Wind unter Motor weiter nach Heek. Dort bogen wir nach Osten ab und konnten bei halbem Wind gut Strecke machen. Den Jeltesleat hatten wir dann schnell durchfahren. Auf dem nachfolgenden Streckenabschnitt Richtung Lemmer verbarg sich die eine oder andere Herausforderung. Direkt neben dem Fahrwasser wurde es sehr schnell sehr flach. Auch erforderte es große Konzentration, genau vor dem Wind zu fahren, während einem auf dem Prinses Margrietkanal die Berufsschifffahrt entgegenkam. Nicht ohne Grund ist man dort verpflichtet, den Motor mitlaufen zu lassen, wenn man unter Segeln fährt. Durch das Brandemar gelangten wir schließlich nach Sloeten, wo es lekker Kibbeling zu essen gab. Leider war durch die Landabdeckung auf den Kanälen der Wind nicht mehr stark und konstant genug, und auf dem kurzen Schlag von Sloeten nach Balk mussten wir gegen die Welle segeln, sodass es sich nicht mehr ergeben hat, dass alle das Ausreiten mit dem Trapez ausprobieren konnten. Wir müssen also wieder nach Balk fahren, denn es gibt noch viel zu lernen!
Ein großer und herzlicher Dank geht an Markus Jenki für seine hervorragende Organisation und seine zahlreichen Tipps und Tricks zum Gennakersegeln!
Beim Ruhrland Cup am Baldeneysee waren richtig viele Segler am Start: Insgesamt 45 Boote – 29 in Opti A und 16 in Opti B. Für unseren Club, dem SHM, segelten Luise Pütz, Linus Woehl und ich, Claas Pompey, in Opti A. In Opti B war diesmal niemand vom SHM dabei. Der YRCE liegt sehr schön in der Natur, was sofort für eine gute Stimmung gesorgt hat.
Am Samstag ging es nach dem Aufbauen und der Steuerleutebesprechung aufs Wasser. Die Bedingungen waren super: genug Wind, aber nicht zu viel. So konnte man sich gut auf Starts, Trimm und Taktik konzentrieren. An diesem Tag wurden zwei Wettfahrten gesegelt. Opti B fuhr immer eine Runde weniger als Opti A, wodurch es kaum Wartezeiten gab.
Nach dem Segeln begann der gemütliche Teil des Tages. Am Abend gab es Burger mit Pommes – genau das Richtige nach mehreren Stunden auf dem Wasser. Viele nutzten danach noch das Abendprogramm im Jugendraum und blieben lange dort. Einige Teilnehmer übernachteten sogar mit ihren Wohnwagen direkt auf dem Parkplatz des YRCE, mit Blick auf den Baldeneysee.
Am Sonntag ging es wieder raus aufs Wasser und auch an diesem Tag war der Wind richtig gut. Es konnten erneut zwei Wettfahrten gesegelt werden. Insgesamt kamen wir also auf vier Läufe, sodass es einen Streicher gab. Das ist immer hilfreich, weil ein schlechter Lauf dann nicht die ganze Regatta ruiniert.
Sportlich war die Regatta spannend bis zur letzten Minute. In Opti B gewann Arthur Steegers, punktgleich gefolgt von Leo Quante. In Opti A belegte Linus Woehl Platz 27, Luise Pütz wurde Elfte und ich konnte die Regatta mit einem Punkt Vorsprung vor Maximilian Rösner vom SKBUe gewinnen. Auch in Opti A lagen die ersten fünf Segler eng beieinander.
Nach den letzten Wettfahrten gab es für alle leckere Spaghetti Bolognese, während die Ergebnisse ausgewertet wurden. Ein toller Abschluss, bei dem sich alle nochmal über das Wochenende austauschen konnten.
Insgesamt war es ein richtig schönes Regattawochenende beim YRCE: viele Teilnehmer, tolles Wetter, guter Wind, kaum Wartezeiten und ein super Programm an Land. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Stimmung unter den Seglern immer freundlich und fair war. So hatten wirklich alle eine tolle Zeit.
Starnberg, 1. bis 3. Mai 2026 Neue Rolle, neue Abläufe und eine wahnsinnige Lernkurve in erstaunlich kurzer Zeit
Es ist Anfang Mai, meine erste Bundesliga-Regatta, direkt als Steuerfrau, liegt hinter mir. Damit einher ging auch ein ziemlich deutlicher Rollenwechsel vom Pirat zur Kommandozentrale als Steuermann in der J/70. Ich bin neu ins Team gekommen, weil genau diese Position dringend gesucht wurde. Klingt erstmal nach „Setz dich hin und fahr los, kannst ja steuern.“, fühlte sich dann aber doch deutlich anders an als auf dem Pirat, auf dem ich sonst sowohl Steuer als auch Schotte [die Begriffe Steuer und Schotte sind bei den Piraten üblich; mit „Schotte“ ist der/die Vorschoter/in gemeint; Anm. der Redaktion] und mit meinen Segelpartnern jeweils ziemlich blind eingespielt bin.
Denn: Nicht nur die J/70 bewegt sich anders als der Pirat, auch das ganze Drumherum funktioniert komplett neu. Statt zwei Leuten, die sich wortlos verstehen und nur noch Taktik bereden, hat man plötzlich ein ganzes Team mit klar verteilten Rollen, die koordiniert werden wollen. Kommunikation ist absolute Voraussetzung dafür, dass überhaupt irgendwas halbwegs gleichzeitig passiert. Besonders gewöhnungsbedürftig: das Runterzählen vor einer Wende. Fühlt sich erstmal leicht albern an – ist aber leider auch ziemlich notwendig.
Entsprechend habe ich seit Anfang Februar viele Trainings mitgenommen, um genau das reinzubekommen. Rückblickend definitiv eine gute Entscheidung, denn so langsam fluppt es meist ganz ordentlich, vor allem im Kontrast zum Beginn der Saison.
Am ersten Mai-Wochenende stand dann das erste Bundesliga-Event am Starnberger See an. Unser Team: Crispin als Taktiker, Luka als Trimmer, Susann auf dem Vorschiff und ich am Steuer. Die ersten beiden Rennen verfolgten wir noch entspannt vom Land und vom Motorboot aus – eine Mischung aus Zuschauen, Lernen und sich selbst ein bisschen (mehr) nervös machen.
Beim dritten Rennen waren wir dann dran. Unser Boot wurde allerdings noch repariert, sodass das 3-Minuten-Ankündigungssignal fiel, während wir noch auf dem Motorboot standen. Also mit Affenzahn rüber zur Linie, irgendwie alles gleichzeitig machen und trotzdem im Kopf halbwegs sortiert bleiben. Überraschenderweise klappte der Start dann sogar ziemlich ordentlich. Die Probleme kamen danach.
Da wir seit vier Wochen keine einzige Wende mehr gefahren waren, würde es eher ein Trainingsrennen unter Wettfahrtbedingungen werden. Die Wenden holprig, das Teamgewicht eher so „kreativ verteilt“, die Pinne nicht immer so entschlossen in die Wende gedrückt, wie sie es gebraucht hätte. Und trotzdem schafften wir es, an der Luvtonne noch in einer ganz guten Position anzukommen. Welche? Keine Ahnung, Hauptsache die Windbändsel wehen vernünftig.
„2, 1, Set“, abfallen Richtung Lee-Gate, genug Druck im Gennaker, lief!
Bis zur ersten Aktion, die uns dann ein paar Plätze kostete: Schmetterling, Gennaker runter und gleichzeitig Tonne runden. Alles auf einmal, alles ein bisschen anders als im Training durchgespielt. Ergebnis: Gennaker noch halb (oder ganz?) oben, während ich eigentlich schon anluven musste. Also kurzer Schlenker auf Halbwind, Chaos sortieren und die gute Platzierung war dahin.
Im nächsten Lauf wurde dann klar, dass nicht nur die Manöver das Thema waren. Das eigentliche Grundproblem war ganz klassisch die Kommunikation. Die Stimmung war zwar durchweg gut, aber gerade zwischen Crispin und mir lief der Austausch noch nicht so rund, wie er zwischen Taktik und Steuer laufen sollte. Wer sagt wann was, was meinst du mit Ja, warum reden wir nicht so über unseren Plan, wie ich das gewohnt bin.
Zum Glück gab es danach eine Landpause, die wir genau dafür genutzt haben: Probleme ansprechen, diskutieren, Lösungen finden. Alles konstruktiv und mit viel Motivation. Find ich gut, denn nur so fühl ich mich wohl.
Die Mühe wurde mit Erfolg belohnt. Der nächste Lauf endete mit einem 5. Platz – deutlich stabiler. Direkt danach ein 2. Platz, und plötzlich fühlten sich nicht nur das Steuern angenehmer an, sondern auch die Abläufe im Team. Kommunikation funktionierte, Entscheidungen kamen rechtzeitig, und insgesamt hatte man zum ersten Mal das Gefühl, mit einem Plan unterwegs zu sein.
Noch ein solider 4. Platz folgte, bevor sich langsam bemerkbar machte, dass alle inzwischen einige Stunden auf dem Wasser waren. Die Konzentration ließ nach, Fehler schlichen sich wieder ein, und so kam am Ende noch ein 6. Platz dazu, der uns in der Tabelle gleich wieder ein paar Positionen nach hinten warf. Etwas ärgerlich, vor allem, weil wir erst danach erfuhren, dass das bereits der letzte Lauf des Tages gewesen war. Aber nach rund acht Stunden auf dem Wasser auch irgendwie nachvollziehbar.
Der nächste Tag begann dann deutlich ruhiger mit viel Flaute. Statt Rennen gab es Tischtennis-Rundlauf mit den anderen Teams, Kicker und Eis. Am Abend wurde nochmal in Ruhe über die erkannten Probleme gesprochen, die Abläufe durchgegangen und mit der Erwartung auf segelbaren Leichtwind am Sonntag ging es motiviert früh ins Bett.
Sonntag um 9 Uhr standen wir bereit. Der Wind leider nicht. Schade. Damit blieb uns leider nichts anderes übrig, als die gesammelten Erfahrungen vom ersten Tag erstmal nur im Kopf mitzunehmen, statt sie direkt weiter auf dem Wasser umzusetzen. Ein bisschen schade, weil sich alles deutlich besser angefühlt hatte und vermutlich noch mehr drin gewesen wäre.
So bleibt am Ende ein Saisonstart mit steiler Lernkurve, ersten echten Erfolgsmomenten und dem Gefühl, dass da noch einiges geht. Auf dem Papier sieht man das dann hoffentlich beim nächsten gesegelten Event.
Mit dem ersten ACT beim Kieler Yacht-Club in Strande ist die Deutsche Junioren Segel-Liga (DJSL) am vergangenen Wochenende in ihre 10. Saison gestartet und wir waren erneut Teil der höchsten deutschen Nachwuchsliga im Segelsport.
Die Teilnahme an der DJSL erfolgt ausschließlich über sportliche Qualifikation. Umso mehr freuen wir uns, auch in dieser Saison wieder als eines der besten Juniorenteams Deutschlands um Punkte zu segeln. Insgesamt traten beim Auftakt 27 Vereine gegeneinander an.
Gesegelt wurde im professionellen Bundesligaformat auf identischen J/70-Booten. Die kurzen und intensiven Rennen verlangen höchste Konzentration, saubere Manöver und perfekte Teamarbeit. Bei sonnigem Wetter und konstantem Ostwind herrschten auf der Kieler Förde an allen Tagen ideale Bedingungen für hochklassigen Segelsport.
Für unser Team gingen Julia Woehl am Steuer, Jule Heiny als Taktikerin, Tim Hartmann und Lena Voigt im Trimm sowie Helena Körner am Vorschiff an den Start.
Nach einem intensiven ersten Spieltag (bestehend aus einem Training und zwei Wettkampftagen) beendeten wir das Wochenende auf Platz 15 im Gesamtklassement. In dem stark besetzten Feld gelangen uns mehrere starke Einzelplatzierungen und wichtige Punkte für die Gesamtwertung.
Die Junioren-Bundesliga hat sich in den vergangenen Jahren zur wichtigsten Nachwuchsliga im deutschen Segelsport entwickelt. Umso bedeutender ist es für uns, dauerhaft Teil dieser Liga zu sein und jungen Seglerinnen und Seglern aus Münster Segelsport auf höchstem Niveau zu ermöglichen.
Nach dem gelungenen Auftakt in Kiel richtet sich der Blick nun auf die kommenden ACTs der Saison.
Seit einigen Wochen schon laufen die Vorbereitungen für das Trainingslager der Piraten am Rursee. Auf dem Eifelsee treffen sich Piraten aus ganz NRW zum Fronleichnamstraining, um in unterschiedlichen Leistungsgruppen zu trainieren. Ein Trainerteam der verschiedensten Segelclubs steht den Jugendlichen zur Verfügung. Verantwortlich ist Luca W. vom SHM, der seit Monaten die einzelnen Vorbereitungen koordiniert. An der Bootshalle in Hiltrup wurden am Wochenende die ersten Boote geprüft und verpackt.
Die traditionelle Pannekoken Regatta findet schon seit über 40 Jahren am Hiltruper See statt. In diesem Jahr wurde sie am 26. April bei richtig schönem Wetter ausgetragen.
Am Tag davor haben wir gemeinsam die Optis verladen und zum Hiltruper See gebracht. Am Regattatag trafen wir uns dann um 8:30 Uhr und haben die Boote startklar gemacht.
Nach dem Slippen und der Kursbesprechung fiel um 10 Uhr das Startsignal für den ersten Lauf. Kurz darauf folgte direkt das zweite Rennen.
Gegen Mittag wurde eine Pause eingelegt, in der sich die Segler im Clubhaus mit den traditionellen Pannekoken stärken konnten.
Am Nachmittag standen zwei weitere Läufe auf dem Programm.
Die Zieleinläufe wurden von den Zuschauern am Steg mit Applaus begleitet und sorgten für eine durchgehend gute Atmosphäre.
Insgesamt gingen 22 Segler an den Start, darunter 10 Teilnehmer vom SHM.
Die Siegerehrung fand gegen 15 Uhr statt. Alle Teilnehmer wurden mit einem Pokal aus einem Optimast, einer Urkunde sowie weiteren Preisen ausgezeichnet.
Den Sieg sicherte sich Josua Cantzen, gefolgt von Linus Woehl auf dem zweiten Platz. Beide starten für den SHM.
Insgesamt war es eine gelungene Regatta mit Wind und sonnigem Wetter, einer Top Organisation, leckeren Pannekoken und bester Stimmung.
Während die meisten von uns im Mai eher an das Setzen der Segel denken, stand am vergangenen Donnerstag, dem Vorabend zum 1. Mai ein ganz anderes „Manöver“ im Mittelpunkt: Das traditionelle Aufstellen des Maibaums im Hansahafen.
Bei bestem Frühlingswetter versammelten sich zahlreiche Mitglieder am Aasee, um gemeinsam die „Freiluft-Saison“ gebührend einzuläuten.
Der Vorsitzende Karl-Heinz Kötterheinrich nahm die Gelegenheit wahr, in seiner Begrüßungsansprache auf den Saisonstart der 2. Bundesliga hinzuweisen und bewarb die Teilnahme an der bevorstehenden Regatta um den Hansa Cup. Herzlichen Applaus erhielt Klaus Mechler für seine Auszeichnung mit der Friedensreiterplakette auf der „Gala des Sports“ für herausragendes langjähriges, ehrenamtliches Engagement im lokalen Sport.
Dass Segler anpacken können, bewies sich schnell. Mit vereinten Kräften und unter fachmännischer Anleitung wurde der festlich geschmückte Baum in die Senkrechte gehievt. Es mag zwar keine Wende bei Windstärke sechs gewesen sein, aber Präzision war trotzdem gefragt, bis der Baum fest verankert in den Münsteraner Himmel ragte.
Doch was wäre die beste Teamarbeit ohne die richtige Verpflegung? Sobald der Baum sicher stand, zog ein vertrauter Duft über das Clubgelände, der selbst den erfahrensten Skipper an Land lockte: Der Grill war angeheizt.
Im Mittelpunkt des geselligen Teils standen ganz klar die Bratwürste und Nackensteaks. Ob als Belohnung für die „Schwerstarbeit“ beim Aufstellen oder einfach zum Genießen in der Sonne – die Wurst im Brötchen war der Renner des Tages. In entspannter Atmosphäre, mit dem Senf auf dem Pappteller und einem Kaltgetränk in der Hand, wurde gefachsimpelt, gelacht und die kommende Segelsaison geplant.
Ein großes Dankeschön an alle Helfer und die Grillmeister, die diesen Tag zu einem runden Erlebnis gemacht haben. Der Baum steht, die Stimmung ist top – die Segelsaison 2026 kann kommen!