Aaseetag 2024 – Münsteraner Kids stechen wieder in See

Am Sonntag, den 2. Juni 2024 geht der Aaseetag in seine zweite Runde. Nach der erfolgreichen Premiere 2023 haben sich mit dem Segelclub Hansa Münster, dem Segelclub Münster und der Yachtschule Overschmidt drei erfahrene Aasee-Anrainer erneut zusammengetan, um dieses Schnupper-Segelevent für Kids zu ermöglichen.

Das gemeinsame Ziel:
Kinder und Jugendliche (ohne Vorkenntnisse) sollen die Faszination des Segelsports und des Dahingleitens auf dem Wasser spielerisch entdecken und erleben können. Dabei übernehmen die Kids ganz selbstständig Verantwortung für ihr Boot und lernen, als Team zu agieren.

Dafür haben die drei Partner ihre Segel-Kompetenzen wieder gebündelt und stellen rund 50 Optimisten-Jollen (kompakte Segelboote für Kids) zur Verfügung.

Treffpunkt ist am Sonntag, dem 2. Juni 2024, um 9:30 Uhr an den Freitreppen der Aasee-Terrassen. Dort werden die Kids u.a. mit Schwimmwesten und Schatzkarten ausgestattet. Nach einer kurzen Einweisung gehen sie, meist zu zweit, „an Bord“ des ihnen zugeteilten Bootes. Begleitet von erfahrenen Segler*innen auf Motorbooten (und auch von der DLRG) starten sie dann ihre „Expedition“ zum Segelclub Hansa am oberen Ende des Aasees.

Unterwegs laufen sie „Aasee-Inseln“ an. Dort bekommen sie Proviant und Lose für die Tombola am Ende des Aaseetags.

Auch an die Eltern ist gedacht.
In diesem Jahr können die Eltern ihren Nachwuchs nicht nur an Land begleiten. In größeren „Segeltaxis“, die von erfahrenen Segler*innen geführt werden, können sie bis zur Torminbrücke mitsegeln. Da man (mit größeren Booten) nicht unter der Brücke hindurchsegeln kann, müssen sie dort einmal an Land gehen, um dann auf der anderen Brückenseite in’s dortige Segeltaxi zu wechseln oder zu Fuß zum SC Hansa zu spazieren.

Dort können sich die jungen Seefahrer*innen dann mit einem leckeren Imbiss und Getränken stärken. Außerdem gibt es für die Kids und ihre Eltern Spiele, interessante Information rund um den Segelsport und zu den Möglichkeiten der Segelausbildung auf dem Aasee.

Frisch gestärkt geht es danach zurück auf die Boote und, so schnell der Wind es zulässt, zurück zum Segelclub Münster. Gegen 16.00 Uhr werden dort die Tagessieger*innen der Tombola ausgelost.

Die Preise der Tombola können sich sehen lassen!
Der Hauptpreis, gesponsort von der Yachtschule Overschmidt, ist ein echtes Highlight für die Sommerferien:

Auch die weiteren Preise bieten Aasee-Spaß für Familien und Kinder pur:

  • 1 x Aasee-Familienbootspartie (maximal 5 Personen) auf dem Aasee mit dem Segelclub Münster (inkl. Bootsführer*in)
  • 1 x Aasee-Familienbootspartie (maximal 5 Personen) auf dem Aasee mit dem Segelclub Hansa Münster (inkl. Bootsführer*in)
  • 1 x Familienticket (maximal 4 Personen) für eine Aasee-Rundfahrt auf der SOLAARIS
  • 1 x Tretbootticket (1 Stunde) auf dem Aasee (maximal 4 Personen)

Um am Aaseetag 2024 teilnehmen zu können, müssen die Kids lediglich mindestens 6 und höchstens 15 Jahre alt sein und das „Seepferdchen“ haben. Bitte melden Sie sich über die Website https://overschmidt.de/aaseetag an. Segelkenntnisse sind nicht erforderlich!

Die Startgebühr beträgt 20 € je Teilnehmer*in. Darin enthalten sind alle Leistungen inkl. des Imbiss und der Getränke für die Kids. (Überschüssige Einnahmen werden wieder der Kinderneurologie in Münster gespendet.)

Wann geht’s los?
Sonntag, der 2. Juni 2024 um 09:30 Uhr

Wo geht’s los?
Am Aasee, an den Freitreppen der Aaseeterassen

Wer darf mitmachen?
Alle Kinder zwischen 6 und 15 Jahren mit mindestens „Seepferdchen“-Schwimmabzeichen, die Lust haben auf ein Segelabenteuer

Was kostet es?
20 € (inkl. Imbiss, Getränke und Tombola)

Alles weitere und Links zu den Veranstaltern finden sich auf der Website der Yachtschule (https://overschmidt.de/aaseetag/), des Segeclubs Hansa .e.V. (https://www.segelclub-hansa.de) und des Segelclubs Münster (https://segel-club-muenster.de/) und in diesem Flyer.

Malte S. (Obmann Optimisten)

Black Swan Regatta 2024 

MÜNSTER AASEE, am 4. und 5. Mai 2024 fand auf dem Aasee die Black Swan Regatta statt. Sie wurde vom SCM für Optimistensegler und -seglerinnen organisiert.

Am ersten Tag bauten die insgesamt 26 Teilnehmer*innen ab 10:00 Uhr ihre Boote auf, um 13:00 Uhr war dann Steuerleutebesprechung und um 14:00 Uhr sollte der erste Start stattfinden.

Doch es kam zu Verzögerungen, denn gerade als der Startschuss fiel, fing es an zu gewittern; alle mussten aus dem Wasser. Als Trost gab es Zuckerwatte sowie Kuchen und Kaffee für die Eltern.

Am Nachmittag versuchten die Kinder und Jugendlichen erneut, den ersten Lauf zu starten. Doch wieder spielte das Wetter nicht mit. Statt zu segeln, gab es aber als Trost ein gemeinsames Nudelessen und anschließend eine Tombola, bei der Segelausrüstung gewonnen werden konnte.

Am Sonntag konnte die Regatta mit insgesamt vier Läufen stattfinden. Die Gruppen B und C segelten hierbei parallel. Nach einem Mittagessen für alle gab es die Siegerehrung. Zum Schluss wurden die Optimisten entweder zum SHM zurück gesegelt oder vor Ort abgebaut.

Michel

Pfingstrosenregatta 2024

Rosafarbene und weiße Pfingstrosen setzten einen stimmungsvollen Farbtupfer auf der diesjährigen Pfingstrosenregatta, die am Pfingstmontag im Hansa-Hafen gestartet wurde. Sie wurden verteilt an die Seglerinnen und Segler, aber auch an Sylvia und Richard Höpper, die sich als frischgebackene Großeltern über die Geburt eines Enkels freuen konnten.

Wind und Wetter hatten entgegen vieler wenig erfreulicher Voraussagen dann doch ein Einsehen, und die Wettfahrtleiter Rolf und Thomas Köster konnten den Startschuss für die elf teilnehmenden Boote geben. Es konnten zwei Wettfahrten gesegelt werden. Der meistens schwache und häufig die Richtung wechselnde Wind, typisch Aasee, verlangte den Crews viel an Konzentration, Vorausschau und Geduld ab.

Am Ende hatten Wolfgang Wesener-Roth und Hans von Lützau auf einem Kielzugvogel die Nase vorn, gefolgt von Bernhard Wuth und Karl-Heinz Kötterheinrich auf einem Schwertzugvogel. Die Frauencrew mit Kerstin Noack-Köster und Julia Lingens ersegelte sich ebenfalls auf einem Schwertzugvogel den dritten Platz.

Nach der Yardstickregatta und der Siegerehrung saßen die Regattacrews und weitere Hansa-Mitglieder bei sommerlichem Pfingsmontagwetter noch lange in gemütlicher Runde zusammen – eine stimmungsvolle Gelegenheit für Seemannsgarn und persönlichen Austausch.

Übrigens: dank des vorausschauenden Einkaufs von Sportvorstand Thomas Neumann konnten auch die Wettfahrtleitung und weitere Hanseatinnen und Hanseaten, die sich in den letzten Wochen besonders in die Hansa-Arbeit eingebracht hatten, unter großem Applaus der Anwesenden mit einer Pfingstrose bedacht werden.

Karl-Heinz K.

Gennakertraining par excellence – Kielboottraining Balk 2024

Traumhaftes Trainingswetter, acht motivierte Segler*innen und zwei Keus 22 Kielboote bildeten die besten Voraussetzungen für das Gennakertraining dieses Jahr in Balk. Nach der gemeinsamen Anreise am Freitagnachmittag und dem Bezug der Unterkunft in der Segelschule «De Ûlepanne» wurden die Teams eingeteilt, und eine erste Theoriebesprechung von Dirk führte auch die Neulinge in die Handhabung des Gennakers ein. Voll motiviert und erwartungsvoll auf den bevorstehenden Trainingstag ließen wir im Restaurant «Teernstra» den Abend gemeinsam ausklingen.

Der nächste Morgen startete mit einem gemeinsamen Frühstück und einem Wetterbericht, der ideale Trainingsbedingungen mit Sonne und Windstärken von 3 – 4 Bft aufzeigte, sodass um 9 Uhr die Praxis beginnen konnte. Nach einer ausführlichen Einführung in die Handhabung der Keus setzten beide Teams ihre Segel in Richtung Slotermeer. Ein erstes Vertrautmachen mit dem neuen Revier gelang beiden Teams schnell, und es wurde sich an das Setzen des Gennakers gewagt.

Deutlich wurde sogleich, wie wichtig bei solch einem großen Tuch Timing, eine klare Aufgabenverteilung und deutliche Kommandos waren. Nach anfänglichen Verwicklungsschwierigkeiten des Gennakers um die Rollfock oder störende Klampen am Bug schafften es beide Boote, den Gennaker zu setzen und ein Gefühl für den Raumwind- bzw. Halbwindkurs zu entwickeln. Auf beiden Keus testeten Richard und Helen zudem ausgiebig das Trapez.

Nach nicht wenigen erfolgreichen Halsen und Bergen des Gennakers fuhren wir gemeinsam nach Woudsend, wo es aufgrund des tollen Wetters sehr voll war, doch hatten wir Glück und fanden einen Platz zum Anlegen. Gestärkt nach dem Mittagessen ging dann zunächst durch die Brücke und einen langen Kanal zum Heegermeer, wo wir unser Training mit einer kleinen Regatta und schönem Raumwindkurs fortsetzten.

Die Rückfahrt ins Slotermeer durch den Kanal war gekennzeichnet durch Kreuzen, Kreuzen und nochmals Kreuzen, evtl. zum Unmut der entgegenkommenden Motorboote. Schnell wurde der raume Wind auf dem Slotermeer erneut zum Setzen des Gennakers genutzt. Es folgte eine Abfolge von Halsen im Drei- Minuten-Takt. Etwas erschöpft kamen alle gegen 18 Uhr sicher an der Anlegestelle an und freuten sich auf das wohlverdiente Anleger*innenbier. Das gemeinsame Abendessen im italienischen Restaurant rundete den gelungen Tag ab.

Der letzte Morgen startete mit einem gemeinsamen Frühstück und dem Räumen der Zimmer. Der Wetterbericht sagte perfektes, sportliches Segelwetter voraus: Sonne, 23 Grad und 4 bis 5 Bft Windstärke. So begann das Training erneut auf dem Slotermeer um 9 Uhr. Es zeigte sich, dass 1 bis 2 Windstärken mehr im Vergleich zum Vortag doch deutlich sportlicher waren, und somit war Helen schnell wieder im Trapez. Bei diesem Wind waren alle Beteiligten froh, dass am ersten Trainingstag nur leichter Wind war. Jetzt zeigte sich, dass das Gennakersetzen unter stärkerem Wind doch eine größere Herausforderung als am Vortag war. Doch durch die gut eingespielten Teams gelang es erneut beiden Booten, die Gennaker zu setzen. Gleichwohl wurde jeder kleinste Fehler an Pinne und Gennakerschot sofort deutlich. Auch ein Sonnenschuss war durch zu starkes Anluven dabei, konnte jedoch durch klare, richtige Anweisungen von Dirk schnell wieder behoben werden.

Gennakerhalse

Zum Mittagessen segelten wir erneut durch einen Kanal nach Sloten und kehrten dort zum Kibbelingessen ein. Ein kleiner Spaziergang durch die Festungsstadt ließ noch mehr Urlaubsgefühl aufkommen. Gestärkt setzten wir unser Training auf dem Slotermeer noch etwas fort. Insgesamt wurden Geschwindigkeiten von 8, 9 Knoten mit dem Gennaker erreicht, bis wir um 15 Uhr die Boote abgeben mussten und uns wieder auf dem Heimweg befanden.

Fazit dieses Trainingswochenendes: Wir werden Wiederholungstäter*innen und freuen uns auf das nächste Mal Gennaker setzen!

Daniela

Alte Liebe rostet nicht: Segel-Wiedereinstieg 2024

Als Kind, Jugendliche*r oder junge*r Erwachsene*r den Segelschein gemacht, trainiert, eventuell Regatten gesegelt. Dann: Ausbildung/Studium, Beruf, Familie, Kinder und immer weniger Zeit.

So sieht bei nicht wenigen von uns der Lebensweg aus. Irgendwann kommt dann der Zeitpunkt, an dem die Frage nach dem „Und wo bleiben meine Interessen, Hobbies und Wünsche?“ auftaucht.

Der Personenkreis der Wiedereinsteiger*innen war natürlich schon immer vorhanden, wurde aber bisher auf unserer Website nicht ausdrücklich angesprochen und benannt. Das haben wir nun geändert und eine eigene Seite dafür erstellt, die der Orientierung dient, wie und unter welchen Voraussetzungen der Wiedereinstieg in die Segelei beim Segelclub Hansa gelingt. Dabei ist es egal, ob wir von Freizeit- oder Leistungssport, Mitgliedern oder externen Interessierten, Jollen-segeln oder Dickschiff-Segelei reden. Für alle, auch altersunabhängig, gibt es bei uns das passende Angebot.

Einen Überblick dazu gibt es auf der neuen Seite des SHM. „Tolle Idee“, findet Ihr? „Das wollte ich schon länger mal wieder in Angriff nehmen!“ Dann seht Euch die Seite an und werdet aktiv. Wir freuen uns auf Euch.

SHM-Jugend hat alles im Griff: Kletterhalle 2024

Etwas beunruhigt war ich schon, als die ersten Kinder und Jugendlichen des Hansa an die Kletterwände gingen, um Stein für Stein in Richtung Hallendecke zu klettern! Sitzen die Karabiner richtig? Werden die Sicherungsautomaten von den anderen Jugendlichen vernünftig und gewissenhaft bedient? Es waren nämlich insgesamt 25 junge Hanseat*innen dem Aufruf zum Klettern gefolgt, und in 3er-Gruppen aufgeteilt, ging immer eine/r „in die Wand“ und die anderen beiden sorgten am Boden für die Sicherung.

In einer tollen Zusammenarbeit von Vereinsjugend und den Kletter-Profis der „KletterBar“ haben wir eine sehr schöne Jugendveranstaltung erlebt, bei der sich die Kids sportlich herausfordern konnten und Verantwortung für ihr Team übernehmen mussten. Daher legte sich meine Nervosität auch recht schnell, denn alle Karabiner saßen ordentlich und es wurde ordentlich und gewissenhaft für die Sicherung der Kletternden gesorgt!

Unser Dank gilt den Eltern für das entgegengebrachte Vertrauen und der KletterBar in Münster, einem tollen Ort für sportliche Jugendveranstaltungen.

Eine Einladung zum nächsten Jugendtreff kommt innerhalb der nächsten Wochen, wir freuen uns auf euch!

JOSH

Maibaum aufstellen 2024

Am Vorabend zum 1. Mai fanden sich viele Mitglieder im Hansa-Hafen ein, um auch in diesem Jahr den Maibaum in der Hafenanlage vorn am Steg aufzustellen. Eine wunderschöne Birke, mit bunten Bändchen geschmückt, ziert seitdem den Steg und verkündet den Frühling.

Im Rahmenprogramm zu der Veranstaltung, zu der die Organisatoren Reinhard Pruhs, Oliver Vernherm und Olivier Kirchner alle Mitglieder eingeladen haben, wurden kühle Getränke und einiges vom Grill angeboten. Bei ausgezeichnetem Wohlfühlklima gingen Würstchen im Brötchen der Reihe nach weg.

Während am Steg die über die Anordnung der bunten Bändchen diskutiert wurde, bestaunten die übrigen Anwesenden die Szenerie. Das Aufrichten des geschmückten Maibaums wurde von tosendem Beifall begleitet. Die neu gestaltete Hafenanlage bot ausreichend Platz für die mehr als sechzig Vereinsmitglieder, welche sich zu dieser Veranstaltung angemeldet hatten. Besonders langjährige Mitglieder aber auch viele neue Mitglieder suchten Abwechslung während der kurzweiligen Veranstaltung.

Bevor noch die Sonne untergegangen war, hieß es im Clubraum „Let’s Dance“. Dort waren die Möbel beiseite gerückt, um bei hinreißender Musikbegleitung den Mai zu begrüßen. Mit Fug und Recht darf man sagen, ein sehr unterhaltsamer Abend, der bis in die Nacht hinein die Anwenden begeisterte. Der Mai ist gekommen.

Leo S. (Text), Stephan B. (Fotos)

Baldenopti 2024 – 27./28. April

Am Samstag machte ich mich mit meinen Eltern und meinen beiden kleinen Geschwistern schon früh morgens auf den Weg nach Essen. Ich war sehr gespannt, ob die angesagten 11 bis 22 Knoten auch wirklich am Baldeneysee wehen würden. Denn bisher hatte ich den See immer nur als Flautenparadies erlebt.

Und tatsächlich: Es war Wind! Die Sonne schien. Beste Segelbedingungen! Ich freute mich sehr und baute entspannt mein Boot auf. Nach einer kurzen Steuerleutebesprechung ging’s dann schon auf’s Wasser. Vom Hansa gingen Nicki Stollner und ich an den Start.

Für den ersten Tag waren drei Rennen geplant. Für mich lief es richtig gut. Im ersten Lauf wurde ich Sechste, den zweiten Lauf konnte ich gewinnen und im dritten Lauf wurde ich ganz knapp Zweite. Damit konnte ich den Samstag für mich entscheiden; nach drei Wettfahrten war ich in der Gesamtwertung Erste. Das hatte ich vorher gar nicht erwartet.

Schade war, dass wir keinen vierten Lauf gesegelt sind. Denn wir waren schon um 15:30 Uhr wieder im Hafen. Dafür haben wir noch superleckere Burger gegessen. Anschließend haben wir auf dem Spielplatz nebenan stundenlang Fangen und Verstecken gespielt und hatten jede Menge Spaß!

Für Sonntag war der erste Start um 11 Uhr geplant. Als wir am See ankamen, war es ganz schön böig. Nach dem Aufbauen gab es eine zweite Steuerleutebesprechung. Der Wettfahrtleiter hatte ein bisschen Sorge, weil so viel Wind angesagt war. Bis zu 30 Knoten sollten in Böen über den See fegen. Er gab uns noch einige Tipps für Sitzposition und Sicherheitsknoten in der Schot.

Als es dann endlich auf das Wasser ging, bemerkten Sophie Krais vom SCM und ich schon beim Einsegeln, wie weit wir ausreiten mussten. Und dass es in den Böen heftige Winddreher gab. Eins war klar: Das würde eine anstrengende Wettfahrt werden. Und so war es dann auch. Schon kurz vor dem Start kenterten unzählige Boote. Ich natürlich auch.

Passend zum Start war dann plötzlich der Wind weg. Dafür setzte er ein paar Minuten später auf der Kreuz um so heftiger wieder ein. Wir kämpften uns alle tapfer durch die Böen und die Dreher. Leider haute es mich auf der zweiten Kreuz kurz vor der Luvtonne dann nochmal um. Ich war gerade Dritte und legte eine spektakuläre Kenterung hin. Ich war einfach nicht lang und schwer genug für die Böe und konnte nicht so weit ausreiten. Also musste ich nochmal eine Aufholjagd starten. Glücklicherweise reichte es dann insgesamt doch noch für die TOP 3 und meinen Preis, den Bericht schreiben zu dürfen.

Ein großes Lob geht an die Wettfahrtleitung und das gesamte Organisationsteam. Die Regatta war rundum gelungen, das Essen super, alle total nett und wir Kinder hatten alle viel Vergnügen! Bei der Siegerehrung gab es für alle sehr schöne Pokale, Preise und Süßigkeiten. Ganz oben auf dem Treppchen stand Ole Weigt, Zweite wurde Henriette Pfeiffer und ich Dritte. Nicki Stollner belegte den dreizehnten Platz.

Ich kann nur allen empfehlen: Fahrt nächstes Jahr auf jeden Fall zur Baldenopti-Regatta beim SKEH!

Eure Marleen Vogel, GER-1160

24 Hafenmanöver (3 Berichte)

Inhaltsverzeichnis

Bericht 1 (mit Klick zu Bericht 2 & zu Bericht 3)

Falsch gedacht, dies ist ein Bericht über die Trainingskurse „Hafenmanöver 2024“ in Lemmer/NL. Aber, und deswegen die Überschrift, es könnten auch vierundzwanzig verschiedene Manöver im Hafen sein, über die berichtet wird. Die Meinungen, was davon wichtig ist und wieviele, sind durchaus kontrovers. Und sie sind revierabhängig. Die Zahlen schwanken zwischen „vier“ und „144 Seiten“ eines deutschsprachigen Fachbuches zu dem Thema.

Mit Vorspring an- und abgelegt im Zeitraffer

Zum ersten Mal bot der SHM in diesem Jahr nicht nur ein Übungswochenende an, sondern gleich zwei und jedes auch noch in zwei unterschiedlichen Längen. Der Zuspruch war entsprechend, die nötigen Vorbereitungen dazu waren aber exorbitant – Dank an die Organisatorin Beate T.!

Nach „besch…“ Wetter für die am Mittwoch (3. April) angereisten lernwütigen Saisonstart-Herbeisehnenden wurde es mit der Anreise der Besatzung des Ekkes-Bootes zwei Tage später schlagartig besser (natürlich gibt es hier einen ursächlichen Zusammenhang). Uns erwarteten durchweg vier Windstärken, in Böen auch sechs, in der Nacht auf Sonntag noch einiges mehr an Beaufort, und viel Sonne, verbunden mit für Anfang April äußerst angenehmen Temperaturen. Regen gab es auch, aber nur nachts sowie bei An- und Abreise.

Kabinenbelegung, Bootsübernahme, Einkauf, Sicherheitseinweisung und Abendesssen standen am Freitagabend auf dem Programm. Natürlich auch Anlegergetränke, denn andere hatten ja schon angelegt. „Waris“, eine 41er Bavaria, war uns schnell vertraut und ab nächstem Vormittag auch in Hafen und freiem Wasser. Samstagmorgen wurden wir uns schnell einig, dass nach Kennenlernen der Bootsbesonderheiten die Standardmanöver geübt werden sollten – eben unter verschärften Windbedingungen. Denn Anlegen bei 0 bis 2 Bft. kann ja jede/r, Ausnahmen bestätigen meist die Regel.

Also drehten wir so unsere Runden für Drehen-auf-dem-Teller, Aufstoppen, Rückwärts-fahren usw. bis kurz vor Mittag, um dann die ersten An- und Ableger (in der Box) zu üben. Mittagspause an Bord, oooch eine Viertelstunde Siesta in Windschatten und Sonne gehen doch noch, weiter üben: kleine Box, große Box, mit und gegen den Wind, auch Wind von seitwärts, vorwärts einparken und ebenso rückwärts. Mal vier Leute. Immer im Gespräch: die ominöse Mittelspring.

Der Feierabend war fix da, wir müde und nicht nur wegen der ungewohnten 23 Grad Lufttemperatur ebenso. Abendessen in der weltbesten Kibbeling-Bude in Lemmer-City (ich fühlte mich bei der Bewertung stark an den Bericht über den 23er Törn zu den Liparischen Inseln erinnert…), dann Anlegergetränke an Deck bis halb elf ohne Jacke, sehr angenehm, Besuch des einen oder anderen SHM-Bootes, danach grüßte Hypnos heftig und bald vermischten sich unterschiedlich intensive Schlafgeräusche mit heftigem Regengeprassel und Besuch vom Klabautermann in Form von schwankenden Booten und heulenden Wanten sowie Tampenschlägen an den Masten.

Wie üblich am Sonntag: sieben – acht – neun. Naja, es wurde dann doch später. Was aber nicht daran lag, dass wir uns uneinig gewesen wären, auf jeden Fall bei den Kaiserwetter-nahen Rahmenbedingungen mindestens einmal das Groß setzen zu wollen. Gesagt, getan. Raus aus dem Hafen, vor der großen Schleuse fix längsseits anlegen geübt mit und gegen Wind in Kanalrichtung. Mal vier Leute. Rückwärtsanlegen, wie im Mittelmeer verbreitet, bei gut 20 kn Wind plus Böen von querab waren dann selbst für Ekkes am Rande der Möglichkeiten. Wir anderen haben gern verzichtet.

Dann in die Schleuse nach kurzer Wartezeit. Noch eine Viertelstunde unter Motor, Groß etwas raus, Genua ebenfalls, am-Wind-Kurs, Maschine aus und zwei Stunden perfekt gesegelt. Mit so wenig Tuch völlig entspannt und mit geringer Krängung auch unspektakulär. Andere Segelboote zogen durchaus das eindrucksvollere Segeln mit Vollzeug vor bei Seitenneigungen, die in Böen von 30 Grad kaum entfernt waren; einem Boot ist das wohl nicht so gut bekommen: es bekam die Roll-Genua nicht rein, weil es teils im Wasser war und sich vermutlich am Anker vertüddelt hatte. Nach einiger Zeit hatte die Besatzung das Boot Gott-sei-Dank unter Kontrolle und fuhr unter Maschine mit flatterndem Vorsegel Richtung Anleger bzw. Windschatten.

Gerade hatten wir den Nachmittagsverlauf geplant, als ein Handy klingelte. Kalle K. war dran und fragte, ob wir Marcus B. für den Nachmittag „verleihen“ könnten, da er mit Kerstin W. allein an Bord geblieben war wegen früher Rückreise der Restcrew. Und zu zweit war es den beiden doch zu windig. Wir verabredeten uns für eine Stunde später auf der Binnenseite der großen Schleuse, die beiden aus Lemmer kommend und wir vom IJsselmeer. Leckerer Kaffeeduft umwehte Kalles Boot, begleitet von einem reichhaltigen Kekssortiment und einer Tüte „Osterkollektion“ eines bekannten Gümmibärchenherstellers. Netter Klönschnack, etwas Fachsimpelei und – schwupp – war eine weitere Stunde vorbei. Wir entschieden, dass es genug für beide Tage war und motorten zum Anleger zurück.

Nach dem Festmachen genossen wir eine weitere Stunde Sonne und Aussicht in das Schilfröhricht, gelegentlich unterbrochen von vorbei fahrenden Segel- und Motorbooten, und begleitet von: jawoll, Anlegergetränken und einer Nussauswahl. Dann wurde sich fix umgezogen und gepackt, Innenreinigung des Bootes entfällt bekanntermaßen. Ekkes nahm übrig gebliebene Lebensmittel mit auf sein Anschlussboot, da er für zehn Tage gebucht hatte. Noch eine kurze Verabschiedung der vor Ort bleibenden SHM-Mitglieder und nun ging es auch schon auf die dreistündige Rückfahrt, die dank der fortgeschrittenden Zeit ruhig und völlig stressfrei verlief.

Das war ein wirklich gelungener Saisonstart und bereitet heftige Vorfreude auf kommende Segelereignisse.

Text: Hans-Christoph T.
Fotos: Kerstin W. und andere Teilnehmer*innen

Manövertraining Lemmer 2024 (Bericht 2)

Ein tolles Paket

Auch diesmal hatten Beate und die Skipper ein tolles Paket geschnürt – Euch vielen Dank dafür! Themenabende zur Theorieauffrischung, variable Teilnahmezeiten und eine reibungslose Organisation haben die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg werden lassen. Nur diesen individuellen Zeitfenstern zwischen dem 5.4. und dem 14.4. ist es geschuldet, dass es kein gemeinsames Gruppenfoto gibt – man kann eben nicht alles haben.

Das Wetter bot Sonnenschein, Wolken, einen kurzen Regenschauer und viel Wind (WNW, 4-5, in Böen 6), und leicht unterkühlte Temperaturen.

Die 37er Bavarias von Enjoy Sailing waren für unsere Zwecke gut geeignet. Das „Boxen-Karussel“ des Vercharterers bot vom ersten Tag an ein variables Übungsgelände mit „Wind nach Wahl“. Enjoy Sailing führte parallel zu uns ebenfalls Manövertraining durch – so war das Hafenkino („So machen wir das aber nicht …“) abwechslungs- und lehrreich.

„Läuft!“ (Foto Christian V.)

Essen hält Crew und Schiff zusammen

Rührei zum Frühstück hatte sich bei uns an Bord schnell zum Standard entwickelt, die Restaurantbesuche in Lemmer und Medemblik führten die Crews, die ja sonst unabhängig voneinander operierten, zusammen. Das Chili con Carne von Richard stellte aber an Bord der „Annika“ alles in den Schatten – das muss hier auch erwähnt werden! Marmelade und Bier erwiesen sich als geeignete Tauschwährung und ein Anlegerbier Heck an Heck war ein starker Auftakt für einen gemütlichen Abend in Medemblik.

Übung macht Skipperin oder Skipper …

Der Manöverplan stand – und wurde doch den Bedingungen von Wetter und Hafensituation immer wieder angepasst:

  • Drehen auf dem Teller (Gibt es einen Radeffekt oder nicht oder nur ein bisschen?)
  • Rückwärts fahren (Da gibt es ja unterschiedliche „Schulen“: Vom „Ich seh‘ bugwärts nix, aber achteraus Blick bis zum Horizont“ bis zum „Ich schubber mir während des Rückwärtsfahrens den Rücken am Ruderrad“)
  • Gezieltes Aufstoppen (Kein „Puschelaufstoppen“! oder heißt es „Puschen ausstopfen“?)
  • Ein- und ausparken in enge Boxen mit sehr engem Fahrwasser (So lange man sich das enge Fahrwasser nicht mit anderen Schiffen teilen muss – safety first!)
  • Drehen an der luvwärtigen Achterleine (Gedreht wurde um diverse Poller – nur quietschen durfte nichts!)
  • Längseits anlegen über Achterleine und Vorspring (Als Einhandmanöver gerne genommen)
  • Boxentraining mit Rückwärts-Hosenträger bei Querwind und vorwärts mit Eindampfen in die Achterleine (Wind hatten wir reichlich, so dass auch die Hosenträger der Seglerhosen ordentlich beansprucht wurden)
  • Schleusenfahrten (Auch bei geringem Hub gilt abwärts: Leinen mitfieren)
  • Und last but not least Leinen werfen aus jeder Position (Das Werfen ist ja nicht das Problem – treffen muss man …)
Brückentag!

Ein solches Programm erzeugt natürlich auch Reibung: Gequietscht hat meines Wissens nach niemand, aber die kritischen Anmerkungen vom Skipper müssen auch verdaut werden. Und mancher wird gegrummelt haben „Hab ich doch gemacht … vielleicht nicht so … aber hat doch geklappt … fast …“. Schon die Bedienung des Gashebels hat bei uns an Bord die Frage ausgelöst, ob Werften die Dinger als letztes lästiges Übel behandeln und darum irgendwo, gerne auch in der Nähe der Bilge einbauen, wo noch etwas Platz ist. Auf manchen Schiffen brauchte es, sollte die Übersicht nicht verlorengehen, schon einen sehr laaaangen Arm. Die Leinenführung bot immer wieder Anlass für intensive Diskussionen und Fachsimpeleien und die Wahl des richtigen Winkels zur Pier sollte uns alle mittelfristig für Billardmeisterschaften qualifizieren – aber ohne Abpraller.

Heck an Heck ! (Foto Christian V.)

Die letzte Herausforderung waren bei uns an Bord MoB-Manöver bei Windstärken zwischen 4 und 5, in Böen 6. Ein zufällig gesichteter, von irgendwem verlorener Kugelfender konnte im dritten Anlauf geborgen werden – ganz ohne vorbereitetes Auge im Tampen. Die zu Übungszwecken gewasserten Fenderpaare trieben so schnell, dass die besprochenen Manöver (Q-Wende, „Münchener“) auch mit Blick auf die (weitab) in Lee liegende „Steile Bank“ vor Lemmer ad hoc angepasst wurden – und die Geschwindigkeit des Schiffs im Moment der Bergung sich hartnäckig bei 2,5 Knoten einpendelte.

Es war ein großes Rad, das Beate da gedreht hat – Danke für die gründliche Organisation und die Flexibilität bei der Dauer der Manövertrainings! So hatten wir uns an Bord der „Annika“ von Mittwoch bis Sonntag eingebucht und damit genug Zeit, uns vielfältige Herausforderungen zu suchen. Wir waren uns einig: Nächstes Jahr gerne wieder genau so!

Holger H.

Hafenmanöver 12. – 14.04.2024 (Bericht 3)

In Gesprächen mit anderen Vereinsmitgliedern über das vielfältige Angebot Fahrtensegeln hörte ich immer wieder: „Das Training Hafenmanöver musst du unbedingt mal mitmachen, da lernst du richtig was“. Große Überredungskünste waren nicht nötig. Ich war sofort begeistert und habe mich gefreut, dass es mit der Anmeldung geklappt hat. Eine Veranstaltung, bei der der Umgang mit dem Schiff im Hafen im Fokus steht. Wer will schon Hauptdarsteller im Hafenkino sein?! Offensichtlich geht es vielen anderen Mitgliedern genauso, die Resonanz war groß. Verteilt über zwölf Tage, wurden insgesamt sieben Schiffe gechartert!

Nach der umfangreichen Theorie mit zwei Themenabenden und dem Workshop Leinenarbeit im März sowie einer Crewbesprechung via Zoom ging es für mich am 12.04.24 los in Richtung Lemmer. Für den Hinweg haben sich verschiedene Fahrgemeinschaften zusammengefunden; wir sind um 13:30 Uhr in Münster gestartet. Besten Dank nochmals an Richard H., der uns souverän ans Ziel gebracht hat! Nach gemütlicher Überlandfahrt sind wir am Freitagnachmittag bei leichtem Wind und angenehmen Temperaturen angekommen. So kann´s weiter gehen, haben wir uns gedacht. Und das ging es auch, der Wettergott hatte uns wohl gehört. Am gesamten Wochenende waren Sonnencreme und Sonnenbrille angesagt!

Die Übernahme des Schiffes hat wegen einer Vielzahl an kleinen und größeren Mängeln einige Zeit gedauert, es gab Vieles zu protokollieren. Unser Skipper Stefan hatte vom Vercharterer den Hinweis bekommen, dass unser Schiff Diesel bunkern müsste, tanken wäre bis 19:00 Uhr möglich. Die Uhren des Vercharterers gingen aber wohl anders: Um kurz vor Sieben haben wir an der Tankstelle festgemacht, wurden dann aber auf den nächsten Morgen vertröstet. So hatten wir zumindest schon das erste Ab- und Anlegemanöver absolviert. Nach dem Hick-Hack hatten wir uns eine erste Hopfenschorle redlich verdient. Der Freitag klang beim gemeinsamen Abendessen mit allen Crews im Restaurant aus.

Nach einem Frühstück an der frischen Luft stand am Samstag erst einmal Schiffsgewöhnung auf dem Programm: Vollkreis fahren, Aufstoppen, Radeffekt, Drehen auf dem Teller… Dann ging es richtig los: An- und Ablegen in der Box mit Wind von unterschiedlichen Seiten, vorwärts, rückwärts und eindrehen über die Achterspring. Nach der Mittagspause ging es mit längsseits anlegen weiter. Hierzu sind wir zur großen Schleuse gefahren, im Wartebereich war ausreichend Platz für uns. Auch hier wurden verschiedene Varianten mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen besprochen und direkt geübt. Alle hatten reichlich Praxiszeit, Stefan hat uns zusätzlich mit viel theoretischem Wissen versorgt. Am späten Nachmittag hatten wir genug, die Köpfe rauchten. Es ging zurück zum Hafen. Stefan hat sich als Smutje angeboten und uns ein leckeres Abendessen kredenzt. Nach dem Spülen saßen wir noch im Salon zusammen und haben über dit und dat geklönt.

Der Sonntag startete mit Vertiefung, alle durften nochmals an- und ablegen in der Box üben. Anschließend stand das Schleusen an. Zuerst durch die Prinses-Margrietsluis, dann sind wir ein Stück durchs Fahrwasser in Richtung Industriehafen motort und durch die Lemstersluis ins Stadtgebiet von Lemmer gefahren. Bei bestem Wetter war eine Menge Betrieb im Ort, wir wollten uns das Treiben in aller Ruhe bei einer Tasse Kaffee von Land aus ansehen. Nach kurzem Suchen haben wir eine Stelle zum Festmachen gefunden. Leo hat die SY „Vidare“ souverän angelegt. Auf dem Rückweg zum Hafen durften wir an einer Brücke nochmals, mehr oder weniger freiwillig, Aufstoppen und längsseits Festmachen üben. Inzwischen waren wir schon etwas spät dran. Zurück im Hafen haben wir fix unsere persönlichen Sachen zusammengepackt, noch schnell etwas gemeinsam gegessen und den restlichen Proviant aufgeteilt. Dann ging´s schon wieder in Richtung Heimat.

Es war ein tolles Wochenende. Wir hatten eine Menge Spaß und haben viel gelernt. Das Ganze gibt es auch noch zu einem wirklich günstigen Preis. Ich werde ganz bestimmt wieder teilnehmen! Zum Abschluss nochmals herzlichen Dank an Beate für die Organisation und an alle Skipper für die Geduld und die Bereitschaft, Wissen und Erfahrungsschatz zu teilen!

Thorsten N.

J/70-Training 2024 unseres neuen Junioren-Bundesligateams

Am vergangenen Wochenende trafen sich Laser-, Piraten- und Opti-Segler unseres Vereins, um gemeinsam zum Möhnesee zu reisen. Unser Ziel: die Heinz Nixdorf Vereins Akademie, wo unser neues Junioren-Bundesligateam ein intensives Training absolvierten sollte. Dabei waren Christoph, Konstantin, Tim, Johannes und Hannes.

Die Reise begann bereits am Freitag, als wir uns mit dem Zug auf den Weg machten. Angekommen, haben wir am Abend eine spannende Theorieeinheit gemacht, die uns auf die kommenden Tage vorbereitete. Sie enthielt viele Grundlagen der J/70, da bis jetzt nur Hannes und Konstantin Erfahrung mit der Bootsklasse hatten. Im Verlauf des Abends kam noch je ein Team aus Hamburg und Düsseldorf dazu.

Der Samstag begrüßte uns mit sehr regnerischem Wetter und niedrigen Temperaturen, aber das hinderte uns nicht daran, auf dem Wasser zu trainieren. Zu Beginn des Trainings trafen auch die übrigen Teams ein. Trotz der Wetterunbilden verbrachten wir den Tag mit intensiven Übungen und Manövern. Dank der Unterstützung unseres Trainers Rüdiger konnten wir sogar nach dem regulären Training auf dem Wasser bleiben, um noch weiter an unseren Fähigkeiten zu feilen. Beim Training wurden hauptsächlich kurze Rennen gefahren, um jedes Manöver, aber auch z.B. Nachstartphasen zu trainieren. Wir waren begeistert, wie gut es von Anfang an in unserem Team funktionierte und konnten bei allen Wettfahrten an der Spitze mitsegeln. Auch das Gennaker up und down sowie die Halsen wurden immer flüssiger. Die J/70 besitzt eine Segelfläche am Wind von 24 m², zu welcher der Gennaker mit 45 m² hinzukommt und für spürbar mehr Druck sorgt. Abends ließen wir den Tag bei leckerer Pizza und weiteren Segeltheorie-Diskussionen ausklingen.

Am Sonntagmorgen segelten wir trotz Schneefalls zur ersten Wassereinheit. Der Wind war kräftig und forderte uns heraus, doch wir meisterten die Herausforderung. Nach einem stärkenden Mittagessen im Westfälischen Yachtclub Delecke e.V. ging es für uns zur letzten Trainingssession auf’s Wasser. Mit viel Energie und Motivation beendeten wir das Wochenende mit einem erfolgreichen Training. In der letzten Trainingseinheit gab es leider noch einen Crash zwischen zwei Booten, es ist zum Glück aber niemand verletzt worden.

Insgesamt war unser Wochenende geprägt von intensiven Trainingseinheiten mit insgesamt sieben J/70 Teams, herausforderndem Wetter und vor allem von der Gemeinschaft im Team. Wir haben viel gelernt, unsere Fähigkeiten verbessert und sind als begeisterte J70 Segler aus diesem Training hervorgegangen. Ein besonderer Dank gilt unserem Verein für die Unterstützung. Wir freuen uns auf weitere Trainings und die ersten Wettkämpfe!

Hannes G.

Karibisches Westfalen – Haltern Classics 2024 der Piraten

Allerbeste Bedingungen erwarteten uns dieses Jahr bei den Haltern Classics – insgesamt 12 Münsteraner Piratensegler*innen genossen die vier sonnigen und gleichzeitig windigen Wettfahrten. Aber schon während der Steuerleutebesprechung wurden die zackigen Böen dem ersten zum Verhängnis; ein Vater-Sohn-Ausflug fiel ins Wasser, und das Duo hatte einen der Deckel nicht angebracht. Bis das Boot wieder aufrecht fuhr, war der Unterboden mit Wasser gefüllt, und die Auftriebskörper konnten endlich mal zeigen, wofür sie bezahlt werden… Zurück an der Sliprampe, brauchte es eine ganze Menge Kraft, den Piraten auf dem Slipwagen zu platzieren und wieder an Land zu befördern.

Dieses eher unschöne Ereignis wurde aber von einem deutlich schöneren verdrängt. Ein neuer Pirat wurde auf den Namen (I AM) TITANIUM getauft. Stolzer Besitzer ist Sebastian Schuhl (Aachener Boots Club) der Bruder von Melina Schuhl (SHM und Aachener Boots Club). Die Seglergemeinschaft wünschte Crew und Boot alles Gute zur Jungfernfahrt und raus ging es in die sommerlichen Temperaturen mit warmem südwestlichem Wind.

Noch auf dem Weg zur Regattabahn zeigte sich, warum sich die Vater-Sohn-Crew spontan für’s Baden entschied: Die Böen am Samstag waren sehr zackig und mit tückischen Drehern versehen. Einen dieser Dreher konnten wir nach dem ersten Start nutzen, um vor dem restlichen Starterfeld durchzufahren und als dritter die Luvbahnmarke zu runden, eines der Boote vor uns bekam den Spinnaker nicht sauber zum Stehen, und so ging es auf Platz zwei um die Raumtonne. Die direkten Verfolger konnten wir bis zur Überquerung der Ziellinie abwehren, ein solider Einstieg in den Wettfahrttag!

Doch eines der anderen Boote war an der Raumtonne mit Spinnaker durchgekentert und trieb schon seit einer guten halben Stunde kopfüber im See. Die DLRG war zwar vor Ort, doch es brauchte ein wenig externe Beratung, um das Boot wieder aufzurichten. Crew und Boot waren unbeschadet, die beiden Seglerinnen waren durch das kalte Wasser aber komplett entkräftet und mussten den Wettfahrttag frühzeitig beenden.

Die zweite Wettfahrt verlief für uns ohne große Besonderheiten, aber ein kleines Problemchen gab es dennoch. Henrik Balzer (SCM) blies mal wieder zum Angriff und platzierte sich direkt vor uns im Ziel – somit waren wir punktgleich. In der dritten Wettfahrt kam es deshalb zu einem spannenden Zweikampf, in den wir uns zum Glück behaupten konnten, aber auch nur einen Platz beziehungsweise Punkt. In dieser Wettfahrt hatten aber auch die Böen wieder deutlich an Stärke gewonnen und ein weiterer Pirat war durchgekentert. Diese Crew hatte leider vergessen die Schwertsicherung zu befestigen, was ein Aufrichten zusätzlich erschwert. Auch hier waren wieder vereinte Kräfte von DLRG und Seglern notwendig, um das Boot aufzurichten und auch hier war die Crew komplett entkräftet.

Die gesammelten Erfahrungen und Erlebnisse des Tages wurden abends in einer geselligen Runde bei leckeren Grillwaren und kühlen Getränken ausgetauscht.

Der zweite Wettfahrttag begann erst um 11:00 Uhr, da es nur noch eine Wettfahrt zu segeln gab. Eine Crew hatte sich mit drei ersten Plätzen dermaßen souverän behauptet, dass sie ihr Boot bereits abbauen konnte. Um so nervöser war ich an diesem Wettfahrttag, weil meine Platzierung noch nicht in Stein gemeißelt war. Zusätzlich hatte die Windrichtung gedreht, sodass die Luvtonne recht dicht an einer bewaldeten Insel lag, was die Anfahrt sehr spannend machte. Trotz meiner Nervosität oder vielleicht genau deshalb konnte ich erneut als Dritter über die Ziellinie fahren. Henrik war schon auf der Startkreuz in einem Pulk gefangen und sammelte somit einige zusätzliche Punkte in dieser Wettfahrt. Somit ging es zügig in den Hafen, wo wir erneut mit reichlich leckeren Speisen versorgt wurden.

Die Platzierungen für sehen so aus:

  • Wie bereits erwähnt, gab es eine unbesiegte Crew vom SCD; Glückwunsch an Sebastian Bunte und Ralph Nyhuis zum ersten Platz!
  • wie im letzten Jahr mit Rahel (SCM), konnte ich mir dieses Jahr mit Lilli (SCM) den zweiten Platz sichern.
  • Der dritte Platz ging an Marius Dufke und Jan Niehues vom (FSCK).
  • Henrik Balzer (SCM) und Lynn Hübner (SCM) ersegelten den vierten Platz,
  • gefolgt von Carsten Wiegel (SHM) und Julius Ströhm (SCM).
  • Sebastian (ABC) und Melina Schuhl (SHM) im fabrikneuen Piraten erreichten den sechsten Platz.
  • Niklas Köster und Konstantin Seidel belegten am Ende Platz elf.
  • Auf Platz 15 landeten Nadine Höthker (SCJ) und Mia Trottenberg (SHM).
  • Clara Müller (SHM) und Evelyn Witte (SHM) erreichten Platz 16.

Ein wirklich tolles lehrreiches Wochende! Wir freuen uns auf die weitere Saison und hoffen weiterhin derart viele Münsteraner Beteiligungen vorweisen zu können.

Josh K.