2020 Laser Euro Master Germany / IDMa 2020

Foto: Sven Lamprecht

Vom 18. bis zum 20. September haben sich die Lasermaster, darunter Weltmeister und Olympiateilnehmer, in Greifswald zur Internationalen Deutschen Meisterschaft (IDMa) getroffen. Insgesamt haben 44 Laser Standard und 19 Laser Radial aus Deutschland, Portugal, der Türkei, Kanada, Schweden und Brasilien daran teilgenommen. Bei herrlichstem Spätsommerwetter konnten leider mangels Wind nur 4 Wettfahrten durchgeführt werden. Die Lokalmatadore konnten sich an so viele Flautentage am Stück überhaupt gar nicht erinnern.

Nachdem am Freitag überhaupt keine Wettfahrt gestartet wurde, ging es am Samstag bei ebenfalls spiegelglattem Bodden aufs Wasser. Aber das vom dänischen Wetterdienst versprochene Lüftchen setzte zum Glück dann auch pünktlich ein, so dass die erste Wettfahrt der IDMa gestartet werden konnte. Leider ist mir kurz vor dem ersten Start eine Öse gebrochen und ich musste zum Strand zurückkehren. Dank der netten Hilfe des Gastgeberclubs war ein Provisorium schnell gefunden und angeschraubt, so dass ich zumindest noch zwei Wettfahrten mitsegeln konnte und mit dem Mittelfeld ins Ziel gekommen bin.

Am Sonntag wurde dann noch eine Wettfahrt durchgeführt, leider hatte ich zwar zunächst noch den richtigen Riecher für den Wind und mir die richtige Seite für die letzte Kreuz ausgesucht. Aber dann bin ich leider auf der Anlegelinie „verhungert“ und habe sehr viele Plätze auf den letzten Metern zur Luvtonne verloren. Und bei wenig Wind bin ich dann mit meinem alten Boot auf dem Vorwindkurs gegen erfahrene Regattasegler mit viel jüngeren Booten hoffnungslos unterlegen Deutscher Meister im Laser Standard ist Philipp Gläser und bei den Radial Thorsten Wyk geworden.

Ein herzliches Dankeschön für die tolle Veranstaltung gebührt den drei durchführenden Clubs, dem Greifswalder Yachtclub, dem Yachtclub Wieck und dem Akademischen Seglerverein Greifswald, für die super Organisation an Land und auf dem Wasser.

(Thomas S.)

Sparkassen-Opti-Cup 2020

Am 13. September fand bei Overschmidt vorne auf dem Aasee der Sparkassen-Opti-Cup statt. Morgens um 8:00 haben wir uns schon bei Hansa getroffen. Wir haben unsere Boote aufgebaut und sind mit Vorwindkurs zu Overschmidt gesegelt. Bei der Anmeldung haben wir schon ein T-Shirt bekommen. Wir waren mit 19 Optis in Gruppe A, und in Gruppe B waren die jüngeren Kinder von Overschmidt. Es gab drei Wettfahrten. Bei der ersten eine Runde, bei der zweiten zwei und bei der dritten dann drei Runden. Vor dem zweiten Start hat sich ein großes Segelboot von Overschmidt genau an die Startlinie begeben. Erst nach einer Lautsprecherdurchsage von der Wettkampfleitung hat sich das Boot wieder von der Startlinie wegbegeben. Nach der zweiten Wettfahrt gab es eine Mittagspause, in der wir viel Spaß gehabt und Quatsch gemacht haben. Danach ging es es wieder aufs Wasser für die letzte Wettfahrt. Als wir wieder im Hafen waren, hat die Regattaleitung alles ausgezählt. Am Ende kam die Siegerehrung. Anschließend sind wir wieder zu Hansa zurückgesegelt und haben die Boote abgebaut. Ich fand, der Tag hat viel Spaß gemacht, und Hansa hatte sehr gute Platzierungen.

Insgesamt erreichte Esma Platz 1, Robert Platz 3, Johannes Platz 5, Mattis Platz 6, Viktoria Platz 7, Justus Platz 8, Jan Platz 11, Keno Platz 12 und Laurenz Platz 17.

Johannes

IDM Flying Junior 2020 auf dem Dümmer

Bei der Seglervereinigung Hüde (SVH) fand im Zuge der Glasenuhr Regatta die Internationale Deutsche Meisterschaft (IDM) der Flying Junior (FJ) statt. In einem ungewohnt kleinen, aber starken Feld, ging es mit 16 Booten nach Corona am Samstag zu den ersten Wettfahrten aufs Wasser. Ebenfalls mit am Start waren die OK-Jollen und die Europe Klasse.

Aufgewertet wurde die IDM der FJ Klasse durch die Teilnahme vom 4 Booten aus dem benachbarten Niederlanden. Darunter der amtierende Europameister von 2018 und Weltmeister von 2019 Guido Sol mit Crew und Hylke Sasse, Vize Europameister 2018. Gesegelt wurde ein klassischer Dreieckskurs mit Leberwurst.

Bernd Hater vom SHM mit seiner Crew Paula Scharf vom Segelclub Lippstadt (SCLI) konnten den ersten Segeltag mit dem vierten Platz, punktgleich mit dem dritt platzierten Deutschen Team vom SCLI, Michael und Katarina Korsmeier, beenden. Mit Wind der Stärke von 3-4 Beaufort, Sonnenschein und den guten Wellen auf dem Dümmer war der Samstag ein toller Segeltag.

In der ersten Wettfahrt mit gutem Start und einer Guten Kreuz passierte das Team vom SHM die erste Tonne als zweites Boot. Auf dem anschließenden Raumschotskurs wurde der Spinnacker zu spät gesetzt und das Leichtwindteam viel auf den vierten Platz zurück. Der Rückstand konnte bis zum Zieldurchlauf nicht aufgeholt werden.

Die zweite Wettfahrt verlief erfolgreicher. Mit geringem Abstand zu den beiden Teams aus den Niederlanden passierte das Team vom SHM als dritter die Ziellinie. Zwischen dem Team vom SHM und dem direkten Verfolgerteam Korsmeier vom Segelclub Lippstadt platzierte sich das dritte Team aus den benachbarten Niederlanden mit dem vierten Platz und drängte das Verfolgerteam Korsmeier (SCLI) auf den 5 Platz.

Da die Windvorhersage für den Sonntag wenig Wind versprach wurde von der bekannt gut funktionierenden Wettfahrtleitung am Dümmer eine dritte Wettfahrt gestartet. In der dritten Wettfahrt hatte das SHM Team eine schlechte Startposition erreicht. Als sechstes Boot ging es um die Luvtonne. Im weiteren Verlauf der Wettfahrt konnte der Abstand zu den führenden Booten verringert werden. Das Team vom SHM passierte als viertes Boot die Ziellinie.

Am Sonntag konnten wie bereits vorausgesagt keine Wettfahrten gesegelt werden. Die Glasenuhrregatta wurde um 12.00 Uhr beendet. Punktgleich mit dem Drittpalzierten ging es mit einem zufriedenen 4.Platz nach der Corona Pause erfolgreich nach Münster zurück.

Der Seglervereinigung Hüde gilt der Dank für die gute Organisation, da auch zeitgleich die OK Jollen und Europe Klasse mit ca. 40 Booten auf der Regattabahn die Wettfahrten ausgetragen hatten.

(Bernd H.)

Bockwurstchallenge 2020

Der Wind wehte beständig aus Osten, die Temperaturen lagen deutlich über 20°, kein Regen und alle Teilnehmerinnen waren rundum zufrieden. An der Startlinie versammelten sich am Samstag pünktlich 23 Boote, die am ersten Regattatag auch sofort 4 Wettfahrten absolvierten. Am Sonntag folgte dann die letzte Wettfahrt mit spannenden 4 Runden, die deutlich von den Clubs aus Münster angeführt wurde. Trotz aller Hürden, die aufgrund der Hygienemaßnahmen beachtet werden mussten, war es eine gelungene Regattaveranstaltung.

Ein besonderer Dank gilt dem Organisationsteam, den zahlreichen Helferinnen und dem Restaurant Moro.

Ergebnisliste der Bockwurst Challenge 2020

Lasercup 2020

Für die meisten Segler war es die erste Laserregatta in diesem Jahr und für den Verein Hansa Münster schon die zweite Regatta unter „Corona-Bedingungen“. Nach umfangreichen Vorbereitungen unter Beachtung sämtlicher Hygieneregeln konnte die Regatta mit 46 Teilnehmern am 5. und 6. September auf dem Aasee stattfinden. Da sich nur wenige Vereine die Organisation unter den erschwerten Bedingungen zutrauen, kamen Segler aus ganz NRW und Niedersachsen. Gestartet wurde in drei Gruppen. Der Laser ist eine olympische Bootsklasse und kann mit drei verschiedenen, in der Größe unterschiedlichen, Segeln gesegelt werden. Die meisten Segler starteten in der Klasse Laser Radial.

Am Samstag konnte trotz guter Windvorhersage für die Klassen 4.7 und Radial nur eine Wettfahrt stattfinden. Die als erstes gestartete Gruppe der Standards schaffte zwei Wettfahrten. Anschließend schlief der Wind ein. Dafür bot der Sonntagvormittag stabilen Wind und Sonnenschein. So konnte nahezu das gesamte Regattaprogramm mit bis zu fünf Wettfahrten je Gruppe gesegelt werden.

Sehr erfreulich war die Standortbestimmung mit vier Podestplätzen aus Sicht der Segler vom Hansa Münster. So gewann Ole Kuphal in der Klasse Laser Radial und Max Stiff belegte den dritten Platz. In der Klasse Laser Standard belegte Christoph Möhring den dritten Platz, genauso wie Julia Woehl in der Klasse 4.7.

Nach der Siegerehrung auf der Aaseewiese waren sich alle einig, dass es ein gelungenes Regattawochenende war.

Ergebnisse bei Raceoffice

Diesmal haben wir gleich zwei sehenswerte Bildergalerien mit spektakulären Fotos – eine von Ralf und eine von Malte.

IDM Piraten 2020

Vom 3. bis 6. September fand die Internationale deutsche Meisterschaft der Piraten an der Müritz statt. 51 Teams aus Deutschland und Tschechien kamen dabei zusammen. Vom Hansa segelten Josh und ich (Melina), sowie Lisa mit Eike vom Dümmer See.

Wir reisten bereits Dienstags an, damit wir Mittwoch den See etwas erkunden konnten und um die Abläufe im Team abzustimmen. Donnerstags fand die Begrüßung unter Corona Bedingungen draußen auf der Wiese statt. Da die Meisterschaft sowohl terminlich als auch örtlich verschoben werden musste, gab es wenig Sponsoren und so waren wir froh, als die Ankündigung kam, dass es trotzdem ein wenig Verpflegung geben würde.

Der erste Startschuss am Donnerstag kam pünktlich um 13 Uhr. Bereits beim ersten Lauf wurde klar, dass das seglerische Niveau sehr hoch war und es dadurch keinen klaren Favoriten gab. Doch auch im Mittelfeld wurde sich nichts geschenkt und hart um jeden Platz gekämpft. Am ersten Tag fanden zwei Läufe statt, die für uns nicht optimal liefen und direkt unseren Streicher ersegelten. Auch zerriss in der letzten Runde unser einziger Spi, sodass wir leicht geknickt und nur mit der Hoffnung, diesen vernünftig flicken zu können, in den Hafen segelten.

Der zweite Tag brachte uns einen fachmännisch reparierten Spi, mit dem wir trotz des ein oder anderen Missgeschicks etwas bessere Ergebnisse holten. Auch an der Spitze war nach der Hälfte der Wettfahrten noch kein klarer erster Platz abzusehen, da das Feld in jedem Lauf komplett neu gemischt war und viele sich mal vorne, mal hinten wiederfanden.

Am Samstag waren wir als Team endlich ordentlich eingespielt und segelten auch in der ersten Feldhälfte. Lisa und Eike hatten an diesem Tag leider auch den Spi gerissen und schafften es mit dem neuen Spi leider nicht mehr rechtzeitig zum letzten Start. Abends wurde in der Bootshalle ein Championsdinner als vorgezogene Meisterfeier serviert, das sehr gut und daher umso schneller leer war.

Am letzten Tag gab es nochmal ordentlich Wind. Wir verabschiedeten uns zudem von unserer alten Starttaktik und mieden nun das Gedränge am Startboot. Am Pinend war wenig los und man konnte trotz Blackflag nah an der Linie warten ohne drüber gedrückt zu werden. So lief der erste Start super und wir waren nach einer gelungenen Startkreuz an der Luvtonne weit vorne im Feld. Mit einem 18. Platz in diesem Lauf waren wir sehr zufrieden, vor allem da der starke Wind uns eher ein Nachteil war. Der letzte Lauf war eher durchwachsen, aber trotzdem ein schöner Abschluss dieser Woche.

Letztlich belegten Lisa und Eike nach vielen guten und manchen hinteren Platzierungen den 33. Platz. Josh und ich landeten von den 51 Booten auf Platz 35. Sieger wurden Butze und Svenja Thoroe. Insgesamt war es eine gelungene Meisterschaft bei viel Wind, Welle und starker Konkurrenz.

Bericht: Melina Schuhl GER 4398

Ergebnisse bei Raceoffice (PDF)

Opti-Sauerland-Cup 2020

Vom 22. – 23.08.2020 fand beim Kanu- und Segelclub Hemer der Opti-Sauerland-Cup statt. Insgesamt starteten in A 16 und in B 27 Segler*innen. Mit dabei waren Moritz, Jule, Emil, Max, Demir, Tim, Finn, Esma und Benita vom SHM und Paul und Michi vom HiSC. Die A-Segler*innen fuhren insgesamt 8 und die B-Segler*innen 7 Wettfahrten. Der Wind war bombastisch (in Böen bis zu sechs Windstärken), was vielen von uns total Spaß gemacht hat. Leider mussten einige aber auch ihr Boot mehrfach wieder aufrichten, weil sie gekentert waren und andere konnten nicht alle Wettfahrten mitsegeln, weil der Wind so stark war.

Man konnte im Vereinsheim im Zimmer oder im Auto oder Wohnmobil schlafen. Es gab im vereinseigenen Restaurant Abendessen am ersten Tag und Frühstück am nächsten Morgen, wobei streng auf die Coronaauflagen geachtet wurde. Am Abend machte die Jugend einen Spaziergang am Sorpesee entlang, während die Älteren im Restaurant auf der Terrasse saßen und quatschten.

Nachdem wir am zweiten Tag aufgeladen hatten, fing es plötzlich an, wie aus Eimern zu regnen, so dass wir ins Restaurant flüchteten, wo Judith uns eine Pommes vom Geld unseres lieben Trainers Paul ausgab. Während wir die Pommes aßen, fand noch eine vereinsinterne Siegerehrung statt. Die Ergebnisse findet ihr hier: http://www.raceoffice.org/event.php?eid=3715927005e0a026aeecb2.

Nachdem wir zurück in Münster die Boote abgeladen hatten, fielen wir nur noch todmüde ins Bett. Ein großes Dankeschön an Judith und Paul und die Eltern, die uns toll unterstützt haben!

(Jule)

Eine große Fotogalerie gibt es bei Google Fotos

Kiepenkerlregatta 2020

Am 08. und 09.08.2020 fand bei uns am Aasee die Kiepenkerlregatta mit fast 40 Seglern und Seglerinnen (30 in Gruppe B und 9 in C) aus ganz Deutschland und trotz Corona statt.

Als zweite Regatta in diesem Jahr in NRW war sie sehr beliebt. In diesem Jahr war einiges anders, z.B. wurde die Steuerleutebesprechung am Donnerstag Abend als Videokonferenz durchgeführt, das Publikum durfte sich nur auf dem Weg um den Aasee aufhalten und das Hafengelände nicht betreten, und es gab nur für die jeweils ersten drei aus Gruppe B und C Pokale im kleinen Kreis.

Bei sehr warmen Temperaturen war der Wind sehr schwach, was das Segeln erschwerte. Am Samstag wurde nach der ersten Wettfahrt in der Hoffnung auf mehr Wind eine Pause bis 17 Uhr eingelegt. Aber auch dieser Lauf wurde schließlich abgebrochen. Mit etwas mehr Wind ging es am Sonntag um 10 Uhr wieder los, und es konnten noch drei Wettfahrten gesegelt werden. Trotz aller Besonderheiten hat es mit den Abstandsregeln gut funktioniert, und es hat sehr viel Spaß gemacht.

Jonathan

Bildergalerie

Ergebnisliste Opti B

Ergebnisliste Opti C

Der Segelclub Hansa-Münster dankt dem Moro112 für die freundliche Unterstützung bei der Kiepenkerlregatta!

Vom Aasee zu Hochseeregatten

Vielen dürfte Anika als begeisternde Trainerin bei Optitrainings, Regattabegleitungen, vom Sommercamp oder als Organisatorin des Jugendtörns bekannt sein. Hier berichtet sie in einem Brief an den Verein von einer ganz anderen Seite ihres Segelns, Hochseeregatten auf dem Atlantik, und das auch noch sehr erfolgreich! Der HVS (Hamburgischer Verein Seefahrt e.V.) ermöglicht Jugendlichen und Jungen Erwachsenen, die Mitglied in einem DSV Verein sind, zusätzlich die Teilnahme an Hochseeregatten. Aber lest selbst…

Moin Ihr!

Im Januar dieses Jahres fand, wie alle drei Jahre, die Regatta Cape2Rio statt. Das traditionsreiche Rennen wird seit 1971 vom Royal Cape Yacht Club ausgerichtet. Auch in diesem Jahr war mit uns wieder ein deutsches Team am Start. Zusammen mit 11 weiteren Seglern durfte ich dieses Abenteuer mit der Haspa Hamburg bestreiten.

Aktuell hat der HVS zwei ca. 50ft. Schiffe, meist irgendwo in der Ost- oder Nordsee. Regelmäßig finden dann größere Regatten und Touren statt, wie Transatlantik oder auch mal die Southern Ocean Challenge auf den Pazifik. Ziel ist es, intern Wissen über mehrere Generationen weiterzugeben, junge Skipper auszubilden sowie Verantwortung und Teamgeist zu schulen. Die Schiffe werden jeden Winter durch die Segler wieder fit gemacht, sodass auch technisches Wissen bei allen vorhanden ist und Kosten für Werftarbeiten gespart werden. So wird das Mitsegeln für jeden auch finanziell ermöglicht und in Notsituationen oder bei technischen Problemen, weiß jeder was zu tun ist.  

Die Vorbereitungen haben bereits 1,5 Jahre vor dem Start begonnen und nachdem im Februar 2019 die Crew feststand, ging die Arbeit richtig los. Ein Qualifier von 500 Meilen wurde im Juni absolviert und ab August stand das Schiff für die anstehenden Arbeiten in der Werft. Im November wurde das Schiff auf einem Frachter nach Kapstadt verladen, wo zwei Teamkollegen und ich es dann Anfang Dezember empfangen haben. Der Dezember war dann geprägt durch das Aufbauen und Stellen des 30m hohen Mastes sowie weiteren Schiffsarbeiten. Kurz vor Silvester kam der Rest der Crew an. Ab dann startete das Training in den Wachen und mit den neuen Segeln, sodass wir gut vorbereitet in das Rennen starten konnten.

Am 11. Januar 2020 sind wir dann endlich hochmotiviert nach Rio gestartet und hatten ein sehr angenehmes Rennen mit hauptsächlich achterlichen Winden, sodass wir meist unter Gennaker Richtung Westen segeln konnten. Mit der Zeit wurde es immer wärmer, der Wind blieb meist konstant zwischen 10 und 20 Knoten und wir machten ordentlich Strecke. Kurz vor Brasilien erwartete uns das erste und einzige Tief mit bis zu 42 Knoten Wind, dass wir nach längerer Beobachtung und einer internen Absprache als südlichstes Schiff mitgenommen haben. Ganz zu unserem Vorteil, sodass wir am Ende weniger lang in der Flaute hingen und gewannen die Line Honors als schnellster Monohull. Am 28 Januar nach knapp 17 Tagen kamen wir sicher und überglücklich in Rio an. Mit dem Erfolg hatten wir nicht gerechnet. Nach der Berechnung sind wir am Ende mit einem guten 4. Platz auf der Siegerehrung begrüßt worden.

David, unser Mediabeauftragter, aber auch sehr guter Segler aus dem Team, hat die Regatta in einem Film mit Interviews von uns zusammengeschnitten. Anbei findet ihr den Link zum Youtube – Video. Auf dem Kanal sind auch noch weitere Filme aus der Vorbereitungszeit und von anderen Regatten.

Viele Liebe Grüße von Anika

Bunte Tücher auf dem Aasee

Bei ausgezeichneten Wetterverhältnissen fand am Sa. 11.07./So. 12.07.2020 ein offenes Trainingswochenende für das Spinnaker-/Gennakersegeln im Hansahafen statt. Die Teilnehmer hatten sich zuvor rege bei Markus Jenki (Leiter Leistungsstützpunkt Segeln, Schwertzugvogel-Obmann) angemeldet, um Grundkenntnisse zu erwerben bzw. die eigenen vorhandenen Kenntnisse zu erweitern. Workshopteilnehmer im Alter von 13 bis 70 Jahren folgten zunächst den theoretischen Ausführungen über die Unterschiede zwischen Spinnaker- und Gennakersegeln, um danach die individuell möglichen fahrbaren Kurse der im Training zum Einsatz kommenden Bootsklassen C55, Pirat, Manta 19 und Laser SB3 zu erörtern. Spinnaker- und Gennakersegel sind bauchig geschnittene Vorsegel zur Vergrößerung der Segelfläche auf sog. Vorwindkursen. Das Aufriggen der Segel, Abläufe beim Setzen und Bergen, Vorwindkurse und Trimm erläuterte Markus Jenki mit Unterstützung der Obleute Dirk Paul Mielke (C55) und Olivier Kirchner (SB3) den Teilnehmern zunächst in Theorie und Praxis an Land.

Viele Kursteilnehmer hatten von Spi und Gennaker bereits gehört, aber die Segel mit einer doch imposanten Größe von bis zu 46 m² Segelfläche bisher nicht aus dem „Sack“ gelassen. Noch festgemacht wurden Trockenübungen zum Hissen und Bergen der Segel auf den Booten ausgeführt, die teils akrobatisch anmuteten. Schon jetzt wurde deutlich, dass Standfestigkeit auf den Booten von hohem Vorteil ist. Große Segel sind an langen Schoten angeschlagen und so war es nicht verwunderlich, dass mancher Palstek im laufenden Gut nicht gleich gelingen wollte und manche Schot sich um die Beine des Vorschoters verhedderte. Die Besonnenheit und der geschulte Blick der Obleute verhalf den Crews schnell die nötige Sicherheit im Umgang mit den Segeln und Schoten zu erwerben, bevor die Boote und die Besatzungen klar für den Beginn der Übungen auf dem Aasee waren.

Gute Startpositionen für das Hissen der Spi waren schnell bei mäßigem Wind auf dem Aasee ausgemacht. Bei Kurswechsel auf stabilen Vorwindkurs konnte das Spinnakersegel gehisst werden. Sobald das Segel den Wind einfing, nahm das Boot erstaunlich an Fahrt auf. Steuermann und Vorschoter waren jetzt damit beschäftigt, das Boot auf Kurs und das Spi geschickt auf Vor- bis Halbwindkurs zu halten. Die ersten Manöver erschienen noch ein wenig holprig, doch nicht viel später waren die Abläufe zwischen Steuermann und Vorschoter eingespielt und auch die Zuschauer hatten vom Aaseeuferweg ihre Freude an den voll aufgeblähten bunten Segeln auf dem See.

Teilnehmer, die am Samstag verhindert waren, konnten am Sonntag die Fähigkeiten für das Spinnaker- und Gennakersegeln erwerben und ausbauen. Diejenigen, die schon am Samstag mit von der Partie waren, vertieften ihre Kenntnisse und Fähigkeiten beim Halsen mit gesetzten Spinnakersegeln. Einer suchte die Abkühlung im Aasee.

Insgesamt eine sportlich sehr gelungene Trainingseinheit, die vielen Teilnehmern gut in Erinnerung bleibt. Eine großartige Leistung der Vereinsarbeit!

Leo Schürmann

Optipussi am Baldeneysee 2020

Endlich durfte wieder eine Regatta gesegelt werden. Am 20./21. Juni wurde am Baldeneysee in Essen nach langem Segelverbot eine Regatta für B– und C-Segler angepfiffen. Der ETUF hatte alles gegeben, um ein ausgeklügeltes Hygienekonzept auf den Tisch zu legen. Die Steuermannsbesprechung wurde am Mittwoch zuvor mit einem Videomeeting für alle von zu Hause aus abgehalten. Hier wurde online der Kurs, Stellplätze für die Boote und der Gesamtablauf erklärt.

Alle Segler wurden mit Lunchpaketen und Apfelsaft versorgt, da es an dem Tag sehr warm war. Um 13:55 war dann endlich das erste Ankündigungssignal. Gesegelt wurde ein Up and Down Kurs durch ein Gate. Für B starteten 35 Optimisten und in C starteten 24 Boote.

Am ersten Tag wurden 3 Läufe gesegelt, wobei der zweite Lauf zuerst abgebrochen wurde, weil der Wind weniger wurde und dann mit einem Winddreher wieder einsetzte. Dann kamen aber neue Böen und Wind und alle kämpften sich tapfer bei der Hitze um die Tonnen. Die SHM`er lagen in den Läufen meistens im ersten Drittel.

Am Sonntag ertönte das Ankündigungssignal für die nächsten zwei Läufe um 10:55 Uhr. Der Wind war mit Windstäke zwei eher mäßig. Auch in diesen beiden Rennen schlugen die SHM’er sich sehr gut. Im letzten Lauf fuhren wir sozusagen als Flotte mit dem 12., 13. und 14. Platz hintereinander ins Ziel. Insgesamt ersegelte Jule Heiny Platz 11, Moritz Lütke-Notarp Platz 14 und ich Platz 22.

Leider mußte die Siegerehrung wegen den Hygienevorschriften ausfallen und alle Kinder haben eine Wasserspritze bekommen. Es hat Spaß gemacht endlich wieder segeln zu dürfen.

Als Abschluß sind wir dann alle zum Abkühlen in den Baldeneysee gesprungen!

Liebe Grüße
Eure Benita Thewes