Kiepenkerlregatta 2021

Über 40 Optis zum 40jährigen

Zum vierzigsten Mal fand am 2./03.10. unsere Kiepenkerlregatta statt. 1981 war Frank Tusch der erste Sieger, der stolz den Pokal, unseren hölzernen Kiepenkerl, mit nach Hause nehmen und seinen Namen in einer Plakette auf dem Pokal verewigen konnte. Nach Münster kommen konnte er aus diesem Anlass leider nicht, weil er gerade selbst als aktives Mitglied des WYD regattasegelnd unterwegs war.

40 Jahre später heisst der Sieger Michael Jaroschenko vom Hiltruper Segelclub. Michi beschloss seine Opti-Karriere damit mit einem schönen Erfolg, bevor er nun in den Laser umsteigen wird. Der Pokal, den er für einen Jahr mit nach Hause nehmen konnte, wurde in der Zwischenzeit um mehrere Podeste ergänzt und mit einem Glasschutz versehen und konnte so in all den Jahren durch verschiedenste Vereine und an viele Seglerinnen und Segler gehen.

Pokale gingen an diesem Wochenende aber an alle Seglerinnen und Segler, die ihre Vielseitigkeit während der Regatta unter Beweis stellen mussten. Trotz der eher windreichen Vorhersage war es am Samstagnachmittag ruhig, so dass nur zwei Wettfahrten gesegelt werden konnten. Am Sonntagmorgen frischte der Wind dann immer mehr auf. Die Kinder waren wirklich gefordert und mussten auf starke Böen und auf Winddreher reagieren.

Besonders souverän leisteten das Paul Fiete Hickstein vom SCD und Paul Patalas vom HiSC, die Michael Jaroschenko in der Klasse Opti B auf den Plätzen 2 und 3 folgten. Unsere besten Seglerinnen und Segler waren Jule Heiny auf Platz 4, Max Beckervordersandfort auf Platz 5 und Jonathan Fisch auf Platz 6.

Auch in Opti C hatten die auswärtigen Seglerinnen und Segler die Nase vorn: Hier gewann Lars Rohde vom ETUF vor Janne Hillerkus vom SKBUE. Auf Platz 3 lag dann aber schon Carl-Anton Stollner aus unserem Verein, der erst seit kurzer Zeit bei uns Mitglied ist und gemeinsam mit seinem Bruder Niklas direkt in den Regattabetrieb eingestiegen ist.
Insgesamt waren die Hanseatinnen und Hanseaten mit 14 Seglerinnen und Seglern sehr gut im Feld vertreten. Herzlichen Dank an alle Kinder, die für uns an den Start gegangen sind! In guter Tradition geht es bei unseren Regatten aber nicht nur ums Segeln, sondern auch darum, gemeinsam etwas Schönes zu erleben, miteinander auf dem Wasser und an Land Spaß zu haben und sich gegenseitig kennenzulernen.

Begrüßt wurden die Regattateilnehmerinnen und -teilnehmer deshalb schon von einem „echten“ Kiepenkerl, der Äpfel und Müsliriegel an die Kinder verteilte. Zwei Tage lang gab es neben der Regatta auch einen Flohmarkt von Seglerinnen und Seglern für Seglerinnen und Segler. Dieser wurde von beiden Seiten sehr gut angenommen und einige Kinder konnten am Sonntagmorgen im gebraucht neuen Outfit gut gewärmt dem Oktoberregen trotzen.

Am Samstagabend brachten unsere Trainer Christoph und Jesse die Kinder, die Lust hatten, noch etwas zu erleben, zum Mühlenhofmuseum. Dort hatten sie – gesponsort durch den Verein La Viesta – die Möglichkeit, den im Rahmen des Lichterfestes wunderschön ausgeleuchteten Mühlenhof zu erkunden. Auch einige Eltern wanderten um den Aasee herum, um dieses Event miterleben zu können.

Den Abschluss der Regatta bildete am Sonntagnachmittag natürlich die Siegerehrung, bei der alle neben ihrem Pokal eine weiße Sonnenbrille erhielten, die auf den nächsten Sommer und viele weitere Segelstunden hoffen lässt. Sehr dankbar wurden auch die Preise der Tombola angenommen, die u.a. von Magic Marine gesponsort worden waren. Ein herzlicher Dank gilt der Wettfahrtleitung, dem DLRG, allen Helferinnen und Helfern, dem Regattabüro, den Sponsorinnen und Sponsoren und der guten Organisationsleitung. Danke für dieses gelungene Wochenende!

Petra


Ein zweiter Bericht wurde uns von Paul eingereicht:

Am Samstagmittag ging es los mit mäßigem Wind. Um Punkt 13 Uhr starteten die Opti B Segler. Jule Heiny (SHM) gelang es im ersten Lauf einen großen Vorsprung herauszufahren, den sie auch nicht mehr zurückgab. So segelte sie auf den ersten Platz. Den zweiten Lauf gewann Michael Jaroschenko (HiSC). Die Wettfahrt wurde nach der ersten Runde an der Luvtonne verkürzt, da der Wind eingeschlafen war. Der Wind ist auch nicht wieder aufgefrischt, so dass am Samstag nur zwei Wettfahrten gefahren wurden.

Am Sonntagmorgen ging es um 10 Uhr los, der Wind hatte ordentlich aufgefrischt. Den ersten Lauf gewann wieder Michael Jaroschenko (HiSC). Zum zweiten Lauf frischte der Wind weiter auf und wieder gewann Michael Jaroschenko (HiSC), der auch den letzten Lauf gewann und damit zum vierten mal siegte. Insgesamt war es ein sehr erfolgreiches Wochenende aus Sicht der münsteraner Segler. Den ersten Platz belegte Michael Jaroschenko (HiSC), den zweiten Platz Paul Fiete Hickstein (SCD), den dritten Paul Patalas (HiSC), den vierten Jule Heiny (SHM), den fünften Platz belegte Max Beckervordersandfort (SHM) und den sechsten Platz Jonathan Fisch (SHM).

Paul

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Helga Cup 2021 in Hamburg

Über 200 Frauen aus neun Ländern nahmen vom 1. bis zum 3. Oktober am diesjährigen Helga-Cup, der größten Frauensegelregatta weltweit, teil. Fünf davon waren wir, die Hansa Sailsisters:

v.l.n.r. Petra Unterbrink, Stefanie Wiebe, Petra Fellechner, Susann Woehl, Bärbel Kemper

Anfang des Jahres entstand die Idee, als Hansa-Crew bei diesem Event dabei zu sein, und recht schnell hatten wir uns als Team zusammengefunden. In vielen intensiven Trainings auf SB3 und J70, auf dem Aasee, am Möhnesee und auf der Außenalster, erwarben wir uns Kenntnisse im Gennakersegeln und wuchsen als Team zusammen.

Die Atmosphäre in Hamburg war fantastisch. Schnell fanden wir Anschluss, und bei den Abendveranstaltungen genossen wir den Austausch mit unseren Trainingscrews vom Möhnesee und aus Hamburg.

Bei reichlich Wind starteten wir am Freitag unsere ersten vier von insgesamt zehn Rennen. Bei den ca. 10 Minuten langen Läufen waren Konzentration und eine gute Taktik gefragt. Unter den 55 Teams waren verschiedenste Leistungsklassen bis hin zur Segel-Bundesliga vertreten. Die zehn besten Crews haben sich am Sonntag ein packendes Finale geliefert. Die Rennen wurden bei Youtube live gestreamt.

Zwei Termine stehen jetzt schon fest im Kalender: Zum Einen das Ostertraining 2022 auf dem Möhnesee mit den Teams von Yachtclub Möhnesee und den Hamburgerinnen vom LSV, und zum Zweiten natürlich der Helga Cup 2022 vom 9. bis zum 12. Juni. Wir würden uns freuen, wenn außer den Hansa Sailsisters noch weitere Frauencrews aus dem SHM dabei wären. Wir haben das Event in vollen Zügen genossen und freuen uns auf das nächste Mal.

Vielen Dank an alle Unterstützer, vor allem an unseren SB3-Obmann Olivier!

Susann

P.S.: Einen Artikel zum Helga Cup gibt es auf der Yacht-Homepage: https://www.yacht.de/regatta/alle_news/der-vierte-helga-cup-in-hamburg

Bockwurst Challenge 2021

Bei Sonnenschein trafen sich wieder 20 Piraten auf dem Aasee zur Bockwurst Challenge. Der Wind schwächelte zwischenzeitlich, dennoch konnten fünf Wettfahrten gesegelt werden.

Bei traditioneller guter Verpflegung war die Stimmung entsprechend. Allen Helferinnen und Helfern ist wieder für den guten Ablauf herzlich zu danken.

Ralf

Hier gibt es die Ergebnisse, und hier eine Bildergalerie.

pinta Opti Trophy 2021

Am 11.-12.09.2021 fand in Medemblik am Ijsselmeer die Landesjüngstenmeisterschaft „pinta Opti“ für Opti A+B statt.

Vom Hansa waren Jonathan, Jule, Finn, Demir, Esma und Benita und ich dabei, zusammen mit Paul und Michael vom HiSC und Lisa aus Dormagen. Am Donnerstag Abend reisten wir schon an und trainierten Freitag nochmal den ganzen Tag mit Paul Beumker als Trainer. Versorgt wurden wir von unseren mitgereisten Eltern, die für uns Brötchen holten und kochten. Gegessen wurden inmitten unserer Campingburg, wo die meisten von uns auch übernachteten.

In A waren etwa 75 Segler dabei und in B 39. Am Samstag konnten vier Wettfahrten bei mittlerem Wind gesegelt werden. Am Abend gab es Spaghetti Bolognese für die Segler und Trainer. Am Sonntag konnten nach langer Startverschiebung und drei Fehlversuchen noch zwei Läufe bei weniger Wind gesegelt werden. Zum Schluss hatte Jule in B den 2. Platz ersegelt Jonathan den 8.; Benita wurde 9., Moritz war 10., Paul 11. und Michael 14. geworden. Finn und Demir landeten in A im Mittelfeld.

Ein besonderer Dank geht an Familie Schweizer für das Vorbereiten des leckeren Mittagessens und an Procar Automobile, die uns einen tollen BMW zum Ziehen des Motorboots geliehen haben.

Insgesamt war es für alle eine schöne und gut organisierte Regatta.

Moritz

Hier ein Zeitraffervideo vom Einslippen (MP4, 25MB):

Jugendtörn 2021

Freitag: Heeg bis Galamadammen

Das Wochenende begann am Freitag Morgen am Hansa. Kurz nach 7 Uhr waren tatsächlich alle da und wir brachen eine gute Stunde später Richtung Friesland auf. Mit vier Fahrgemeinschaften kamen Kinder und Teamer bis zum späte Vormittag problemlos in dem kleinen Ort Heeg in der Gemeinde Súdwest-Fryslân an. Die gecharterten Boote – vier Fox 22 – lagen dort bereits.

„Jugendtörn 2021“ weiterlesen

Sparkassen Opti Cup Aasee 2021

Am Sonntag, dem 19.09.2021 nahmen 23 Vereinssegler und 26 Kinder aus dem Kurs der Segelschule Overschmidt am Sparkassen Opti Cup teil. Die Wettfahrten wurden auf dem Aasee am Segelclub Münster ausgetragen. Es gab insgesamt 3 Wettfahrten, gesegelt wurde auf einem up and down Kurs. Zwischen der 2. und der 3. Wettfahrt gab es eine Mittagspause, in der Würstchen angeboten wurden. Das Wetter war bewölkt und windig. Alle 7 Teilnehmer vom SC Hansa landeten unter den Top 11, herausragend waren Johannes auf Platz 1 und Mattis auf Platz 2.  

Robert

Goldener / Silberner Opti 2021 in Kiel-Schilksee

Kaum zurück von der Landesjüngstenmeisterschaft starteten sechs Seglerinnen und Segler des SHM und des HiSC im Laufe der Woche schon wieder ihre Reise nach Kiel. Jule, Moritz und Paul trainierten bereits ab Donnerstag mit Paul Beumker am Olympiazentrum in Kiel-Schilksee, Benita, Esma und Demir mit ihren Trainingsgruppen ab Freitag.

„Wir sind ganz weit rausgefahren. Die Wellen waren total hoch und es hat voll Spaß gemacht!“ wurde am Freitagmittag berichtet. Am Nachmittag ging es dann weiter mit einem gemeinsamen Training verschiedener Trainingsgruppen aus NRW, u.a. um Starts zu üben. Zurück im Hafen ging es direkt zur Anmeldung und Registrierung, für die man etwas Geduld mitbringen musste. Belohnt wurde das Warten aber mit einem Regattabeutel, der neben liebevoll zusammengepackten Kiel- Bonbons und Segelanweisung auch Gutscheine für ein Regatta-T-Shirt und eine Kugel Eis enthielt, die insgesamt dankbar angenommen wurden.

Am Samstagmorgen ging es dann los mit den Wettfahrten zum Goldenen bzw. Silbernen Opti 2021, einer der größten deutschen Optiregatten mit ca. 200 Startern in Opti A und B. Gegen 10 Uhr fuhren die A-Seglerinnen und Segler raus auf die Ostsee, ca. eine Stunde später die B-Leute. Im Hafen wurde es ruhig, nur am Horizont konnte man an zwei Stellen perlenschnurartig die Segel der Optis erkennen. Hin und wieder drangen Informationen von Trainerinnen und Trainern in den Hafen, Zwischenergebnisse gab es aber kaum.

Umso turbulenter wurde es dann, als alle fast gleichzeitig zurückkamen und alle – Teilnehmende und Trainerinnen und Trainer – nicht ganz zufrieden gewesen waren mit dem, was sie in Opti B erlebt hatten. 11 Starts, davon fünf für die vierte Wettfahrt, die dann am Ende am Samstag nicht mehr zustande kam, hatten alle ziemlich mürbe gemacht. Am Sonntag lief es dann aber besser – es war zwischendurch sonnig, insgesamt windig und anders als am Samstag hatte die Wettfahrtleitung auch die Black Flag dabei, so dass die Seglerinnen und Segler vorsichtiger starteten und drei weitere Wettfahrten bei vier Windstärken zügig gefahren werden konnten. Der Wind nahm im Laufe des Tages noch eher zu und die Wellen wurden höher, so dass einige Seglerinnen und Segler auch nach Ende der letzten Wettfahrt gerne noch länger draußen geblieben wären.

Auf die vorderen Plätzen segelten in Opti B die Jungs und Mädels aus Schleswig-Holstein und Hamburg. Bester B-Segler aus NRW war Louis Tensmann vom YCRE auf Platz 17, aus gemeinsamen Stützpunkttrainings auch in Münster gut bekannt, bester Münsteraner Segler Paul Patalas vom HiSC auf Platz 22. Beim Goldenen Opti gingen die ersten vier Plätze zu gleichen Teilen an Segler aus den USA und aus Dänemark. Bester deutscher Segler war Levian Büscher vom DYC auf Platz 5. Wer alle Ergebnisse nachlesen möchte, kann das hier tun.

Am Ende waren sich die Münsteraner Kinder, der Trainer und die Eltern einig, dass sich das Wochenende aufgrund des tollen Segelwetters und des Wiedersehens von vielen netten Bekannten auf jeden Fall gelohnt hatte, auch wenn einzelne Wettfahrten mal anders verlaufen waren als gewünscht. Aber wer kennt das nicht?

Petra

Laser-WM 2021

Hansa-Trio sammelte WM-Erfahrung, so die Überschrift des Artikels in den westfälischen Nachrichten.
Der Segelclub Hansa kann stolz sein, dass drei Segler aus seinen Reihen sich im Wettkampf mit den besten Seglern der Welt in ihren Altersklassen messen konnten. Corona bedingt waren im letzten Jahr viele Wettkämpfe, so auch die letztjährige Weltmeisterschaft, und Trainingsmaßnahmen ausgefallen. Auch dieses Jahr wurde recht kurzfristig die U21 Laser-Weltmeisterschaft aus England nach Polen verlegt. Schwerer wiegt aber, dass in der Vorbereitung der Trainer der Gruppe überraschend infolge von Umstrukturierungen des Verbandes sein Amt verloren hat. So entstand nicht unerhebliche Unruhe und Verunsicherung und es musste improvisiert werden. Umso erfreulicher ist, dass unsere Sportler dennoch an den Meisterschaften teilnehmen konnten.

Der 15-jährige Max Stiff startete im Laser Radial bei der Jugendweltmeisterschaft auf dem Gardasee. Als einer der jüngsten Teilnehmer konnte er einen beachtlichen 180. Platz von insgesamt 270 Startern belegen.

Bei der U21 Laser-Standard WM in Gdynia belegte der 20-jährige Christoph Möhring den 58. Platz. Ole Kuphal konnte bei den U18- Teilnehmern den achten Platz erkämpfen und den 115. Gesamtplatz. Herzlichen Glückwunsch an alle drei Segler.

Ralf

Laser Cup 2021

Bei Sonnenschein und strahlend blauem Himmel trafen sich am 4. und 5. September LaserseglerInnen aus nah und fern in allen drei Bootsklassen.

Bei Meldebeschränkungen orientiert an den Meldezahlen der letzten Jahre gab es überraschend in der Laser Standard-Bootsklasse Meldestau. Nächstes Jahr wird hoffentlich wieder eine offene Meldung möglich sein. Hygieneregeln und Online-Steuerleute-Besprechung hatten sich schon im letzten Jahr bewährt. Der Wind hielt  sich auch an die gewünschten Regeln und wehte ausreichend stark und aus der ausreichend richtigen Richtung, so dass pünktlich gestartet werden konnte. Es konnten in allen drei Bootsklassen am Samstag vier Wettfahrten gesegelt werden und Sonntag war auch noch die letzte ausgeschriebene fünfte Wettfahrt möglich. So ging nach der Siegerehrung ein sonniges schönes Segelwochenende mit der Möglichkeit zur pünktlichen Abfahrt für die zum Teil lange Heimreise zu Ende.

Wir danken ganz herzlich den Organisatoren, der Wettfahrtleitung und den Helferinnen und Helfern. Die Ergebnisliste und Fotos sind online.

Ralf

Spontanes J70-Training 2021

Das Segel- und Wellness-Wochenende wurde von Olivier und Markus sehr kurzfristig organisiert, nachdem an einem Wochenende die J70 der Heinz-Nixdorf-Stiftung plötzlich verfügbar geworden sind. In weniger als zwei Wochen wurden Campingplatz, Boote und Trainer organisiert und knapp über 20 SHM-Segler zum Möhnesee gebracht. So was von Spontanität, die ich als Engländerin in Deutschland noch nie erlebt hatte!

Das Wochenende ist dann am Rumkerhof Camping Platz in Bad Sassendorf am 5. August losgegangen, als die „early birds“ ihre Wohnwagen und Zelte früh am Abend aufgestellt haben. Die hatten noch die schöne Möglichkeit, eine zusätzliche Nacht mit den Pferden, Hühnern und unbekannten Tieren (die mit Hörnern und ganz viel Haaren…) auf dem Campingplatz zu verbringen. Ein schön entspanntes Wochenende könnte man vielleicht denken…

Nur dann kam noch ab Freitag das Segeln dazu! Eine kurze Einleitung zum Trainer, Boot und Selbstbeteiligung… und dann durften wir die J70 kennenlernen. Los zum Steg!

Die Crews wurden von Markus gut organisiert, um ein breites Erfahrungsspektrum abzudecken, wo jedes Team nur einen ‚Rooky‘ (engl.: Grünschnabel, Anfänger) mit keiner Kielboot-Erfahrung hatte. Und als Rooky selbst kann ich berichten, dass ich schon dankbar war, auch Erfahrene mit an Bord zu haben. Denn an den J70 gab es ganz viele Leinen und relativ viel zu optimieren… mit Achterstag, Unterliek, Cunningham, Baumniederholer, Traveller… Und vier Menschen, die ihr Gewicht koordiniert und optimiert positionieren mussten. Aber dafür haben alle, die an dem Wochendende mitgemacht haben, von dem Trainer ein ganz einfaches Motto gelernt – es soll einfach gut aussehen. Damit man auch danach gute Fotos hat. Da optimale Aerodynamik meistens auch gut aussieht.

Nachdem man es geschafft hatte, abzulegen, was an dem Heinz Nixdorf Steg nicht eine so einfache Geschichte war, konnte man richtig segeln. Und auch spannend so mit gutem Wind. Die Crews saßen öfter mit ihren Füßen außen… und hofften auf trockene Füße und dass der Steuermann nicht zu schnell im Wind dreht. Und wenn die Füße nicht direkt von dem See nass geworden sind, sind sie vielleicht dann einfach von den vielen kurzen Schauern trotzdem nass geworden.

Und dazu kam auch der Gennaker – das war auch spannend – ob beim schnell-vor-dem-Wind-fahren oder bei einer Sonnenschuss-Übung“ …. (damit hatten viele schon ihre Erfahrung gemacht). Es war eine schöne Möglichkeit, was Neues auszuprobieren. Wenn man richtig damit segelt, fühlt es sich gut an… Und wie der Trainer oft betonte, sieht natürlich auch gut aus. Jedoch: wie man genau und am besten den birgt, scheint unter den Crews immer noch ein bisschen umstritten zu sein.

Abends gab es immer gutes gemeinsames Essen und Trinken, sogar ein Team/Crew, die eine Zelt-WG gegründet haben (Bärbel, die zwei Petras und Susann) und, trotz Bernhards zusätzlichem Grill, ganz viel Konkurrenz für den Grillplatz. Mit Bier war man auch, dank Ingo, Markus und dem Waschmaschinen-Kühlschrank, gut versorgt.

Nur leider gab es am Sonntag so viel Wind, dass wir gar nicht segeln konnten. Da eine Crew immer noch nicht die Chance hatte, Pfadfinder bei den Pfadfinderstarts zu sein, heißt das dann einfach, dass wir bald wieder nochmal dahin müssen. Dann bis nächstes Mal!

Helen

[Helen ist Engländerin, hat in England Segeln gelernt und nimmt regelmäßig an dem offenen Freitagstraining teil. Wie einige andere Hanseaten auch, nahm sie erstmalig an dem J70-Training vom 5. bis 7. August auf dem Möhnesee teil.]

Hafenfest 2021

Ein abwechslungsreiches Fest voller kleiner und großer Höhepunkte – so lässt sich der vergangene Samstagnachmittag zusammenfassen, an dem im Hansa-Hafen das diesjährige Hafenfest stattfand. Abwechslungsreich nicht zuletzt deshalb, weil das Wetter zwischen Sonnenschein und kräftigen Schauern hochfrequent hin- und herwechselte und dazu einen Wind bot, bei dem nicht nur Seglern die Augen tränten. Aber auch das Programm war eine gründlich choreographierte Aneinanderreihung von Highlights und ließ keine Langeweile aufkommen.

Los ging es mit dem Marine-Shanty-Chor Münster, der bekannte und beliebte Seemannslieder, aber auch Klassiker aus anderen Genres zum Besten gab und nicht nur die Gäste in Stimmung brachte – auch oben auf dem Weg blieben Passanten stehen und schunkelten begeistert mit.

Wer Lust auf mehr hat, der kam beim Shanty-Festival am 12. September im Mühlenhof auf seine Kosten. Dort wurde für einen guten Zweck musiziert – der Erlös der Veranstaltung soll Flutopfern in NRW zugutekommen.

Nach der Begrüßung durch den Hansa-Vorsitzenden Karl-Heinz Kötterheinrich folgten Grußworte von Philipp Hagemann, dem Vorsitzenden des Sportausschusses, Michael Schmitz vom Stadtsportbund sowie von Eveline Kleine vom Seglerverband NRW.
Sie hoben in ihren Worten die gute Zusammenarbeit mit dem SHM hervor und versprachen Unterstützung auch für kommende Projekte. Michael Schmitz kündigte darüber hinaus eine Spende für die Hansa-Jugend an. Anwesend waren auch Barbara Jany vom Sportamt und Werner Witte vom Hiltruper Segelclub. Stadtdirektor und Sportdezernent Thomas Paal, der ehrenamtliche Bürgermeister Klaus Rosenau und die Leiterin des Sportamtes Kerstin Dewaldt hatten bedauert, wegen konkurrierender Termine nicht teilnehmen zu können, wünschten dem Hafenfest aber schriftlich einen guten Verlauf.

Karin Reismann, Vorsitzende des Vereins zur Förderung des Leistungssports und in ihrer Funktion als ehrenamtliche Bürgermeisterin langjährige Wegbegleiterin des SC Hansa, leitete dann zum zentralen Themenschwerpunkt der Veranstaltung über – der Ehrung des ehemaligen Vorsitzenden Klaus Mechler für seine Verdienste um den Verein. Frau Reismann, die sich dem Anlass entsprechend extra mit einem maritimen Accessoire ausgestattet hatte, erinnerte an viele Gespräche, in denen so manches Hansa-Projekt in die richtigen Bahnen gelenkt wurde, darunter nicht zuletzt der Bau der Bootshalle in Hiltrup.

Als Dank für sein Engagement und seine Leistungen in zwölf Jahren als Vorsitzender erhielt Klaus von Karl-Heinz die goldene Ehrennadel des Vereins. Klaus habe sich – so der amtierende Vorsitzende – intensiv um die Einbindung vieler Vereinsmitglieder in das aktive Vereinsleben bemüht, die ganze Breite der Vereinsangebote unterstützt und nicht zuletzt wegweisende Projekte angestossen und umgesetzt. Im Anschluss wurde er von zwei jungen Seglerinnen interviewt und gab Auskunft, welches ferne Ziel er gern noch einmal ansteuern möchte und worin die Faszination des Segelns besteht.

Nach einem weiteren musikalischen Intermezzo wurden ein Laser und zwei Optimisten getauft. Die Namen der Optis – Sturmvogel und Waterfall – waren in einem Wettbewerb unter den Optikids ermittelt worden; die Sieger erhielten SC-Hansa-Sweatshirts. Es folgte eine Vorführung von Opti- und Laserseglern, die – bei anständigem Wind und kommentiert von Trainingsleiterin Susann Woehl – zeigten, welche technischen und taktischen Kniffe im Vereinstraining vermittelt werden.

Unterdessen wurde der Grill angeworfen, und wer konnte, sicherte sich zum Essen einen der begehrten weil wetterfesten Plätze unter Zelt, Schirmen oder Pavillon. Gut gesättigt ging es dann an den nächsten Event-Block: Nach einem kurzen satirischen Beitrag über eine fiktive Vorstandssitzung überreichten zwei Hanseatinnen Geschenke an Klaus Mechler, darunter eine Zusammenstellung von Fotos und Dokumenten in Buchform, stilecht dekoriert mit Seglerknoten. Klaus ergriff im Anschluss das Wort und dankte in einer bewegenden Rede seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern, die ihn im Laufe seiner Amtszeit unterstützt und so mit zum Erfolg des Vereins beigetragen haben.

Bei Einbruch der Dämmerung startete dann als letztes Highlight der traditionelle Lichterkorso mit einem halben Dutzend beleuchteter Boote, die sich trotz des kühlen Abendwinds ausdauernd über den See ziehen ließen. Auch wenn die Montgolfiade auf der gegenüberliegenden Seite des Aasees diesmal nicht zeitgleich stattfand, bildeten die Lichter einen stimmungsvollen Rahmen für das gemütliche Beisammensein im Hafen, mit dem das Hafenfest am späten Abend ausklang.

Vielen gebührt Dank für diesen ereignisreichen und gelungenen Tag: Der Vorbereitungsgruppe mit Evelin Gerlach, Steffi Hövener, Reinhard Pruhs, Dirk Steinebach und Karl-Heinz Kötterheinrich; den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern, die an allen Ecken mit angepackt haben; dem Moro 112, das ein leckeres Buffet beisteuerte; den externen Ehrengästen, die trotz engen Zeitplans ihre Verbundenheit mit dem Hansa zum Ausdruck brachten; und nicht zuletzt auch dem Tiefdruckgebiet „Nick“, das zwar mit einigen Regengüssen dazwischengrätschte, im Großen und Ganzen aber ein Einsehen hatte, sodass das Hafenfest 2021 zu einer gelungen Veranstaltung wurde, an die man sich noch lange erinnern wird.

Lars

Hier gibt es eine Bildergalerie zum Hafenfest