Laser Cup: Ein Hauch von Starkwind fordert Segel-Elite

Münster, 5. bis 6. September 2026

Der Segelclub Hansa Münster e.V. (SHM) war Anfang September wieder Gastgeber seiner traditionellen Segelregatta „Laser Cup“. Ein anspruchsvolles Teilnehmerfeld von 42 gemeldeten Seglerinnen und Seglern aus elf Vereinen kämpfte in den Bootsklassen ILCA 4, ILCA 6 und ILCA 7 um den Sieg. Am Ende präsentierten sich die Lokalmatadore des SHM in absoluter Spitzenform und sicherten sich gleich mehrere Podestplätze auf ihrem Heimatrevier. Das Regattawochenende verlangte den Athleten direkt zum Auftakt alles ab. Während am Samstag die ersten beiden Rennen auf dem Programm standen, frischte der Wind am Mittag im Zuge einer abziehenden Kaltfront spürbar auf. Bei einem Grundwind von 3 Bft mussten die Crews hochkonzentriert agieren, da kräftige Böen von 5 bis 6 Bft über den See fegten. Diese herausfordernden Bedingungen forderten taktisches Geschick und exzellente Bootsbeherrschung. Am Sonntag beruhigte sich das Wetter etwas, sodass das dritte und finale Rennen wie geplant über die Bühne gehen konnte.

In der Nachwuchsklasse ILCA 4 (Laser 4.7) triumphierte nach den drei packenden Wettfahrten Carl-Anton Stollner vom Segelclub Hansa Münster. Er verwies Jan Bickert vom Yacht-Club Lister am Biggesee e.V. auf den zweiten und Jakob Fischer vom Wassersportverein Gronau e.V. auf den dritten Platz. Ein extrem enges Match lieferten sich die Segler in der Klasse ILCA 6 (Laser Radial). Hier holte sich schließlich Kolja Heidenreich vom Norddeutschen Regatta Verein den verdienten Turniersieg. Die Plätze zwei und drei gingen mit Michael Jaroschenko und Demir Toran Onay ebenfalls an den Segelclub Hansa Münster.

Besonders in der olympischen Bootsklasse ILCA 7 (Laser Standard) feierte der Segelclub Hansa Münster einen überragenden Triumph und besetzte fast das gesamte Podium. Paul Patalas sicherte sich hier den Gesamtsieg vor seinem Vereinskollegen Moritz Lütke Notarp, während Fabian Schmitz vom Segelclub Prinzensteg e.V. aus Haltern am See den starken dritten Rang belegte.

Die organisatorisch anspruchsvolle Veranstaltung verlief reibungslos. Der Vereinsvorsitzende des SHM Karl-Heinz Kötterheinrich zeigte sich erfreut über die hervorragende Organisation und die erzielten sportlichen Erfolge.

Leo S.

Deutsche Junioren Segel-Liga 2026 – ACT 2

Strande, 21. bis 23. August 2026

Für den zweiten ACT der Deutschen Junioren Segel-Liga (DJSL) führte uns der Weg erneut an die Kieler Förde. Austragungsort war der Kieler Yacht-Club in Strande, wo sich 27 Juniorenteams aus ganz Deutschland zum nächsten Saisonhighlight trafen.

Bereits am Freitagmorgen machte sich unser Team auf den Weg nach Strande. Nach der Ankunft konnten wir noch rund eineinhalb Stunden auf dem Wasser trainieren. Die Trainingszeit wurde vor allem genutzt, um uns als neu zusammengestellte Crew besser aufeinander einzustellen und die Abläufe an Bord weiter zu festigen.

Am Samstag starteten die ersten Wettfahrten bei anspruchsvollen Bedingungen und deutlich mehr Wind. Für unser Team gingen Julia Woehl am Steuer, Jule Heiny als Taktikerin, Helena Körner und Annbritt Peitz im Trimm sowie Johanna Bosch am Vorschiff an den Start. Gesegelt wurde wie gewohnt im Bundesligaformat auf identischen J/70-Booten. Die kurzen und intensiven Rennen verlangten bei den windigen Bedingungen volle Konzentration, schnelle Entscheidungen und präzise Manöver.

Im Laufe des Wochenendes konnte sich das Team immer besser aufeinander einstellen und wertvolle Erfahrungen für die kommenden Wettkämpfe sammeln. Am Ende stand Platz 23 von 27 Teams im Gesamtklassement.

Mit vielen neuen Erkenntnissen und zusätzlicher Motivation richtet sich der Blick nun bereits auf den nächsten ACT. Dieser findet am 12. und 13. September beim Bayerischen Yacht-Club am Starnberger See statt. Bis dahin heißt es, weiter an der Abstimmung zu arbeiten und die Erfahrungen aus Strande mitzunehmen, um in Starnberg wieder anzugreifen.

Text: Helena K.
Fotos: ©Paul Ingwersen

Segeltag mit der Lebenshilfe aus Senden

Ein bisschen Regen und schwacher Wind? Für die 12 Kinder und Jugendlichen der Lebenshilfe war das am Dienstag, den 18. August, absolut kein Hindernis. Gemeinsam mit fünf engagierten Trainer*innen und Helfer*innen des SHM ging es auf den Aasee, um ein ganz besonderes Abenteuer auf dem Wasser zu erleben.

Mit von der Partie waren junge Seglerinnen und Segler mit unterschiedlichsten Behinderungen. Für Barrierefreiheit im besten Sinne sorgten unsere Polyvalken: Auf diesen Booten konnten sogar eine Rollstuhlfahrerin direkt im eigenen Rollstuhl mitsegeln und hautnah dabei sein. Neben den Polyvalken kam auch unsere c55 zum Einsatz.

Dass es für einige bereits das zweite Mal war, änderte nichts an der großen Aufregung Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer trauten sich auf die Boote und wuchsen über sich hinaus. Auf dem Wasser übernahmen sie schnell Verantwortung, hielten die Pinne selbst in der Hand und spürten, wie das Boot auf ihre Kommandos reagierte. Dieses gestärkte Selbstvertrauen und das gemeinsame Meistern der Böen sorgten für riesige Begeisterung.

Trotz des Regens verflog der Vormittag wie im Fluge. Am Ende blickte das SHM-Team in rundum strahlende Gesichter voller neuer Eindrücke und Erinnerungen.

Ein großes Dankeschön an Finn, Lucas, Robert, Felix und Karl-Heinz für euren großartigen Einsatz, der diese wertvolle Erfahrung erst möglich gemacht hat! Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Mal.

Julia W.

Zwei Skulpturen am Aasee

Münster, 03. September 2026

Seit einigen Wochen stehen zwei kleine Skulpturen des Künstlers und SHM-Mitglieds Claus-Ulrich Siebe am Aasee.

Symbolisieren sie die Verbindung zwischen SCM / Overschmidt und SHM? Steht eine Zusammenarbeit zwischen Moro 112 und A2 am See bevor? Oder ist dies bereits ein Einstieg auf die Skulptur Projekte Münster 2027?

Ich weiß es nicht, habe mir aber ein paar Gedanken gemacht.

Die Zwillinge Mila und Milo – so nenne ich sie der Einfachheit halber – stehen jeweils auf einer rot-weißen Kugel, die auf einem rot-weißen Pfahl platziert ist (rot-weiß: sicheres Fahrwasser). Man könnte auch sagen: sie stehen auf einem fröhlichen Globus und sind damit das Gegenteil von Atlas, der die Erde auf seinen Schultern trägt: nicht die Schwere der weltlichen Last, sondern die Leichtigkeit des Lebens auf dem Wasser. Und wer kennt nicht die Eselsbrücke: Mila, Milo, Aasee / Backbord und Luv vor Lee.

Die Figuren stehen eine Seemeile voneinander entfernt. Dass dies nicht genau eine Seemeile ist, lässt sich leicht erklären: Das Wasser des Aasees war zum Zeitpunkt der Messung mehr als 20 Grad wärmer als die Standardtemperatur von 4 Grad, und eine Aaseemeile ist etwas größer als eine gewöhnliche Seemeile.


Die Figuren schauen sich an, sind in Verbindung weit über’s Wasser hinaus, achten aufeinander. So wie wir, wenn wir unserem Segelhobby auf dem Aasee nachgehen.

Seit es die Skulpturen gibt, komme ich noch lieber zum Aasee; sie erfreuen mich.

Danke, Claus-Ulrich Siebe.
Ben M.

NRW-Tag: ein Pirat zog viele Blicke auf sich

Münster, 28. bis 30. August 2026

Auf der „Sportmeile“ des NRW-Tages vom 28. – 30.08. auf einer Freifläche Nähe Promenade/Stadtbad Mitte gab es für die Hansa-Aktiven eine Menge zu tun. Viele Besucherinnen und Besucher, darunter viele Familien mit Kindern, ließen sich die aufgestellten Boote – ein Pirat und ein Optimist – erklären. Sie erhielten eine Vielzahl mündlicher und schriftlicher Infos über das Segeln und unseren Verein. Und sie setzten die jungen Gäste für ein kleines Foto-Shooting auch schon mal in die Jollen, in denen sie erste Erfahrungen mit Pinne und Schot machen konnten.

Als Prämie für die erfolgreiche Teilnahme an einem kleinen Wettbewerb, bei dem Sandsäcke per langer Leine möglichst schnell über eine festgelegte Strecke gezogen werden mussten, winkte die Teilnahme an einem Hansa-Segeltraining. Auch Oberbürgermeister Tilmann Fuchs, sein Vorgänger Markus Lewe sowie Sportdezernent Thomas Paal holten sich Segel-Infos aus erster Hand am Hansa-Stand. Das Wetter spielte mit erträglichen Temperaturen, viel Sonnenschein und etwas Wind prächtig mit.

Ein aufgeschlossenes und interessiertes Publikum, eine passende Ausstellungsfläche im Grünen, eine entspannte und familienfreundliche Atmosphäre, ein unmittelbarer Einblick in viele Sportarten, ein motiviertes, freundliches und fachkundiges Hansa-Team: die Teilnahme am NRW-Tag war für unseren Club eine prima Sache, durch die die „Faszination Segeln“ vielen Besuchern hautnah vermittelt werden konnte. Der Hansa zeigte Flagge! Ein großes Dankeschön den knapp 20 Helferinnen und Helfern, die zusammen mit dem „Kernteam“ von Malte Sulkiewiecz, Judith Maucher, Reinhard Pruhs, Markus Jenki und dem Designteam für Vorbereitung, Transport, Aufbau, Präsenz am Hansa-Stand gesorgt hatten.

Karl-Heinz Kötterheinrich
Vorsitzender des SC Hansa Münster

Platzierungen, Plausch und Pommes

Hafenfest 2026

Münster, Ende August 2026

Am Ende hatten Rolf K. und Rolf W. die Nase vorn. Bei der Yardstickregatta, die ganz bewusst als Teil des Hafenfestes geplant war, belegten Henry F. den zweiten und Bernhard W. und Karl-Heinz K. den dritten Platz. Die Wettfahrtleiter Hermann S. und Volker B. hatten die zwölf Boote bei teils herausfordernden Windverhältnissen in den Wettkampf geschickt.

Nach dem sportlichen Auftakt wurde unter Regie des Ehrenvorsitzenden Klaus M. mit Unterstützung von Finn P. ein Laser von Paul P. auf den Namen „Josie“ getauft.

Bei bestem Wetter und mit Blick auf das stimmungsvolle Hafenambiente gab es für die zahlreichen Hansa-Mitglieder ausreichend Gelegenheit, bestehende Kontakte zu vertiefen, neue zu knüpfen und locker über Törns, Privates und Segel-Highlights zu plaudern. Kaffee und Kuchen, später Leckeres vom Grill und gut gekühlte Getränke fanden dankbare Abnehmer. Der Vorsitzende Karl-Heinz K. informierte über aktuelle Schwerpunkte des Vereins, Sportvorstand Markus J., Hannes G. und Paul P. über sportliche Perspektiven. Besonderen Applaus erhielt Chris M., der als frisch gebackener Deutscher Meister in der WASZP-Klasse Spannendes über dieses rasante Segeln auf schmalen Foils zu berichten wusste.

Bei einbrechender Dunkelheit startete der beleuchtete Zugvogel-Lichterkorso seinen Aasee-Rundkurs und sorgte bei den Mitfahrenden und den Zuschauern am Ufer für stimmungsvolle Aussichten. Organisiert wurde er wieder von Petra F., das Motorboot steuerte Olivier K., für die Beleuchtung hatte Bernhard W. gesorgt.

Am späten Abend klang unter Lichterketten und bei leiser Hintergrundmusik das Hafenfest dann langsam aus. Allen Helferinnen und Helfern, allen voran Reinhard P., gebührt großer Dank für Vorbereitung und Organisation dieses traditionellen Sommer-Events im Hansa-Hafen.

Karl-Heinz K.

Åland-Törn

Schweden, Finnland, 8. bis 22. August 2026

Im August 2026 machten sich zwölf Hanseatinnen und Hanseaten auf den Weg nach Schweden, um auf zwei Yachten ins Åland-Archipel zu segeln. Was es zwischen Schären und Fähren, zwischen Plumpsklos und Polarlichtern zu erleben gab, lest Ihr demnächst im gedruckten Hanseaten. Bis dahin stimmen wir Euch mit einem kleinen Video ein:

Lars O.

Internationale Deutsche Jugend Meisterschaft (IDJM)

Strande, 29. Juli bis 7. August 2026

Mann, war das aufregend: Durch meinen dritten Platz beim Optiband Blau Rot in Krefeld (https://www.segelclub-hansa.de/2026/07/14/optiband-blau-rot-in-krefeld/) schob ich mich auf Platz 223 der Rangliste und hatte plötzlich eine realistische Chance, an der IDJM 2026 in Strande teilzunehmen. Eigentlich hatte ich mich darauf eingestellt und schon gefreut, mit dem Hansa Team nach Helgoland aufzubrechen und beim Störtebeker Cup zu starten. Am 28.7. stand nach der Schließung der bereinigten Startliste fest, dass ich auf Platz 208 stand. Durch Nichtmeldungen anderer Kinder aus dem In- und Ausland durfte ich kurzfristig nach Kiel reisen.

Schon am nächsten Morgen ging es mit Mama und meiner kleinen Schwester los. Von unterwegs buchten wir eine Unterkunft für die ersten Tage. Ich war aufgeregt und freute mich, zum Vortraining des Kader Team West dazuzustoßen. Von Mittwoch bis Sonntag trainierten wir viel in der Kieler Förde, meist bei guten Windbedingungen. Außerdem erlebten wir Sporteinheiten wie Joggen und einen Besuch im Kletterwald gemeinsam als Team. Am Freitag gab es auf dem Campingplatz einen Grillabend aller Teammitglieder und Familien. Jeder brachte etwas mit, und wir bauten eine lange Tafel auf. Unsere Teamkleidung – ein T-Shirt und Hoodie – erhielten wir an diesem Abend. Mir gefiel vor allem gut, dass bei jedem der Name und die eigene Segelnummer sowie die Landesbezeichnung NRW bzw. Niedersachsen abgebildet wurden.

Der Samstag war sehr aufregend für mich, da die Vermessung anstand. Das war für mich das erste Mal an einer solchen teilzunehmen. Dabei wurden alle Optiteile geprüft und mit Aufklebern beklebt. Die Messbriefe mussten ordnungsgemäß vorgelegt werden. Der ganze Ablauf war sehr spannend, ging aber gut und mein Material wurde nicht beanstandet. Gut vorbereitet!

Abends war die Eröffnungsfeier in der Halle des Kieler Yacht Clubs, wo uns unter anderem der Bürgermeister von Strande sowie Mitglieder des Yacht Clubs, Organisatoren und Wettfahrtleiter begrüßten. Anschließend zogen wir Segler aus der ganzen Bundesrepublik mit unseren jeweiligen Landesfahnen durch den Ort. Eine Blaskapelle begleitete uns. Ich durfte sogar das Schild mit dem Aufdruck „Nordrhein-Westfalen“ tragen.

Sonntag war Lay-Day. Das heißt, wir hatten segelfrei und ich ging mit meiner Familie zu Fuß zum Minigolf und wir machten einen Abstecher an den Kieler Strand. Ich genoss die Entspannung und freute mich gleichzeitig auf den Regattastart am nächsten Tag.

Montag startete die IDJM. Unsere Optis standen nach Bundesländern geordnet auf der Wiese und wir wurden in Fleets Gelb, Blau und Rot vorab eingeteilt. Ich startete in Rot und war somit im letzten Starterfeld für den Tag. Bevor es aufs Wasser ging, besprachen wir uns mit unseren Trainern und bauten die Boote auf.

Durch die super Organisation des Kieler Yacht Clubs durften immer nur die Starter des jeweiligen Fleets slippen. Dafür wurde Delta mit der jeweiligen Startfarbe am Fahnenmast gezogen. Das entspannte die Situation sehr und ich wartete auf die rote Fahne. Um 11 Uhr standen wir dann endlich an der Startlinie. Ich segelte an diesem Tag Platz 59, 45 und 54. In einem Fleet waren 76 Starter und ich war mit mir zufrieden. Gemäß unseren Platzierungen wurden wir für den nächsten Tag wiederum in die Fleets Gelb, Blau und Rot eingeteilt.

Am Dienstag war ich im gelben Fleet und konnte somit als erstes slippen und an die Startlinie fahren. An diesem Tag fuhr ich Platz 50, 49 und 25 ein. Auf die 25 war ich sehr stolz, da ich in einem starken Fleet war. Mit meiner Platzierung wurde ich für den nächsten Tag im roten Fleet eingeteilt.

Mittwochs war der letzte Qualifikationstag vor den beiden Finaltagen. Diese Ergebnisse entschieden darüber, ob man im Gold-, Silber- oder Bronzefleet starten würde. Eine besondere Spannung lag in der Luft, da wenige Punkte über die Teilnahme an dem jeweiligen Fleet entschieden. Ich ging davon aus, dass ich bei den Finaltagen im Bronzefleet starten würde, da meine Platzierungen dem entsprachen. Ich lag auf Platz 175, das Silberfeld begann ab Platz 151. Ich fuhr an dem Tag 35, 32 und 35! Dies erfuhr ich später an Land und freute mich sehr über die Ergebnisse. Auf dem Wasser fand ich die Einschätzung schwierig, da wir mit drei Feldern auf dem Kurs waren und sich zeitweise die Felder überschnitten.

Am Ende des Tages lag ich auf Platz 135 und startete damit an den Finaltagen tatsächlich im Silberfleet und das bei meiner ersten Teilnahme an einer IDJM. Damit hatte ich nicht gerechnet.

Donnerstag war Starkwind und eine Sturmwarnung. Aus dem Grund kam es zu einer Startverschiebung für alle Fleets. Das Goldfeld konnte nach Wartezeit an Land an den Start gehen. Die Bedingungen waren sehr schwierig und anspruchsvoll zu segeln. Die Rennfahrtleitung entschied, dass Silber- und Bronzefleet an diesem Tag nicht starten zu lassen. Auch wenn ich gerne gesegelt wäre, konnte ich diese Entscheidung nachvollziehen.

Freitag ging es dann für mich im Silberfleet an den Start. Die Windbedingungen waren gut und ich segelte auf Platz 49, 55 und 29. Damit lag ich am Ende auf Platz 134 von 227 Startern insgesamt.

Freitagabend gab es noch eine Tombola und die Siegerehrung mit verschiedenen Preisen. Gesamtsieger der IDJM 2026 wurde verdient Jonny Seekamp.

Der Kieler Yacht Club stellte uns Seglern ein tolles Rahmenprogramm: Jeden Tag gab es ein reichhaltiges Obst-Buffett und es gab Wasserspender, die wir jederzeit nutzen konnten. Abends gab es natürlich etwas zu Essen. Der Verein hatte in der Halle und draußen auf der Wiese viele Spiele aufgebaut, die von uns Seglern und den Geschwisterkindern sehr gerne genutzt wurden.

Unvergessen bleibt der Dienstagabend mit Anna Barth und Erik Kosegarten-Heil vom Sail GP Team, die uns vor Ort von ihren Erfahrungen sowie Erlebnissen berichteten und unsere Fragen beantworteten. Anschließend bekamen wir Autogramme. Donnerstagabend gab es einen Filmabend mit Popcorn, bei dem wir einen Film von Boris Herrmann und dem Team Malizia geschaut haben.

Mein Fazit von meiner ersten IDJM: Ich fand, dass es auf dem Wasser sehr fair ablief und dass die Felder immer gut durchmischt waren. Es war toll, dass wir jeden Tag drei Läufe machten und das über fünf Tage. So hatten wir am Ende einige Läufe geschafft und die Ergebnisse hatten dadurch eine gewisse Richtigkeit. Von uns wurde aber auch nicht zu viel erwartet, sodass die Tage gut schaffbar waren. Das Wetter, der Wind und die Welle hatten für jeden Segler etwas dabei. Niemand konnte sich beschweren, dass die Bedingungen für ihn nicht passten.

Nun startet die neue Saison und ich bin gespannt, ob ich es 2027 in Travemünde zur Gesamtdeutschen schaffe.

Luise (GER 2078)

Störtebeker Opti Cup auf Helgoland

Helgoland, 01. bis 05. August 2026

Dieses Jahr sind wir zum Störtebeker Opti Cup nach Helgoland gefahren. Schon vor der Reise war es aufregend. Erst gab es Schwierigkeiten mit den Tickets, dann hat sich aber alles geklärt.
Am Tag vor der Abreise kamen wir in Cuxhaven an und gaben die beiden Trailer ab, die mit den Optis und dem Tornado beladen waren. Am nächsten Morgen ging es mit der MS Helgoland nach Helgoland und unser Gepäck wurde in einen Container geladen. Die Überfahrt war total schön.

Auf Helgoland darf man ausnahmsweise zum Störtebeker Opti Cup auf dem Unterland zelten. Wir waren allerdings in einer Ferienwohnung auf dem Oberland. Das war gemütlich und sehr bequem. Morgens, nach dem Frühsport, gab es direkt auf der Landungsbrücke Frühstück im Sonnenschein und abends warmes Essen.

Das Wetter war typisch Nordsee. Es war für die Insel sehr warm, zwischen 18 und 22 Grad. Meist schien die Sonne, mal gab es Wolken und immer wieder ordentlich Wind. Das Wasser war ungefähr 18 Grad kalt. Die Strömung war an allen Tagen sehr stark und hat das Segeln ganz schön schwierig gemacht. Die Regattabetreuung durch Paul Sigge vom ETUF und Johanna war richtig gut, so waren wir gut vorbereitet.

Jeden Morgen mussten wir unsere Optis durch die Brandung am Strand slippen. Dabei kamen immer wieder Wellen von vorne und teilweise lief das Boot schon voll, bevor man überhaupt losgesegelt war.

Am ersten Regattatag war leider viel zu wenig Wind, aber dafür eine richtig starke Strömung. Deshalb gab es erst Startverschiebung und später wurde der Regattatag für alle abgebrochen. Das war zwar schade, aber nachmittags durften wir mit dem Tornado bis zur Langen Anna fahren. Das war total cool, weil das Tornado so schnell ist und wir die Felsen vom Wasser aus sehen konnten.

Am zweiten Tag wurden vier Läufe geplant. Aber schon beim ersten Start wurden ich und ein paar andere seekrank. Nach einer Pause ging es für mich aber wieder raus.

Am dritten Tag lief es dann endlich besser. Wir konnten drei Läufe segeln und ich habe die Plätze 7., 8. und 13. erzielt. Das hat mich richtig gefreut. Abends haben wir dann alle Optis wieder auf den Trailer geladen und das Tornado gekrant.

Am Ende der Regatta war Claas auf Platz 9, Josua auf Platz 24 und ich auf Platz 31.

Am nächsten Tag haben wir nach dem Packen noch etwas Sightseeing gemacht. Wir sind über das Oberland bis zur Langen Anna gelaufen. Danach waren wir noch im Schwimmbad, haben Pizza gegessen und zum Abschluss ein Eis gegessen. Dann ging es mit der MS Helgoland zurück nach Cuxhaven. Dort haben wir den Trailer wieder ans Auto angekuppelt und sind nach Hause gefahren. Auf der Fahrt haben wir noch das Motorboot getankt.

Die Woche auf Helgoland war anstrengend, aber richtig spannend. Es war toll, auf den Wellen mit Strömung zu segeln. Ich habe viel erlebt, viel gelernt und hoffe, dass ich nächstes Jahr wieder beim Störtebeker Opti Cup dabei sein kann.

Barbara GER2094

Bundesliga-Spieltag auf der Kieler Förde

Kiel, 10. bis 12. Juli 2026

Dieses Mal war die Deutsche Segel-Bundesliga zu Gast auf der Kieler Innenförde und bot den Teams anspruchsvolle Bedingungen: drehende Winde, wechselnde Windstärken und enge Rennen machten den dritten Spieltag der Saison zu einer echten Herausforderung.

Für den Segelclub Hansa Münster gingen Melina an der Pinne, Luka auf der Taktik, Lena auf dem Trim und Henry auf dem Vorschiff an den Start.

Foto: Sven Jürgensen / WirsindWir

An insgesamt 16 Wettfahrten stellte sich unser Team der starken Konkurrenz aus 18 Vereinen. Dabei gelangen mehrere gute Einzelresultate, unter anderem zwei 3. Plätze sowie mehrere 4. Plätze. Auf dem anspruchsvollen Revier war jedoch jeder Fehler teuer, sodass sich am Ende nicht alle Rennen in die gewünschte Richtung entwickelten.

Am Ende belegte unser Verein den 18. Platz in der Spieltagswertung. Das Ergebnis spiegelt nicht den Einsatz und die kämpferische Leistung unseres Teams wider, das bis zur letzten Wettfahrt alles gegeben hat. Gerade auf der Kieler Innenförde, wo Winddreher und Böen innerhalb weniger Minuten das gesamte Feld durcheinanderbringen können, entscheiden oft Kleinigkeiten über viele Plätze.

Unser Team nimmt die Erfahrungen aus Kiel mit und richtet den Blick bereits nach vorne. Die Saison ist noch nicht beendet und in den kommenden Spieltagen gibt es weitere Chancen, wichtige Punkte für die Gesamtwertung zu sammeln.

Wir bedanken uns bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die mitgefiebert haben, und freuen uns auf die nächsten Rennen!

Hannes G.

Optiband Blau Rot in Krefeld

Krefeld, 4. und 5. Juli 2026

Meinen ersten Podestplatz in Opti A ersegelte ich Anfang Juli auf dem Elfrather See. Das Wochenende startete gut für mich, da der Wind auf meiner Seite war. An beiden Tagen waren konstante Windverhältnisse vorhergesagt. In diesem Segeljahr ist dies leider selten der Fall gewesen. Deswegen freute ich mich auf ein tolles Wochenende.

Samstagmorgen fühlte ich mich gut und startete die Regatta im ersten Lauf mit Platz drei. Der zweite Lauf lief aber noch viel besser und ich lag auf Platz eins. Ich war sehr stolz, weil ich viel von meinem bisher Gelernten umsetzen konnte. Leider kam es in diesem Lauf zu einer unvermeidbaren Bootsberührung und mein Opti hat einen Schaden davongetragen. Der dritte Lauf lief von meinem Gefühl ebenfalls gut. Abends erfuhr ich, dass ich leider einen DSQ erhalten hatte. Mein Protest wurde nicht angenommen. Den letzten Lauf des Tages beendete ich auf Platz drei.

Abends gab es ein leckeres Grillbuffet mit einer großen Salatauswahl. Ein Highlight war das kostenlose, selbstgemachte Zitronenwasser.

Am Sonntag folgten nochmal zwei Läufe, bei denen ich bei beiden auf Platz drei lag. Der Wind war tatsächlich wieder konstant gut und das Segeln machte riesig Spaß. Somit war mein Endergebnis der Regatta Platz drei. Darüber freute ich mich sehr, weil ich damit vor der Regatta nicht gerechnet hatte.

Auf Platz eins lag Ole W. und Platz zwei erlangte Maximilian R. Somit wurde er auch Stadtmeister. Herzlichen Glückwunsch an die beiden.

Meine Vereinskollegen vom SHM Claas P. und Linus W. belegten Platz 5 und Platz 15. Auch an die beiden Herzlichen Glückwunsch.

Das Wochenende war ein Wechselbad der Gefühle. Der Schaden am Boot kann zum Glück repariert werden und ich freue mich schon auf die nächste Regatta.

Luise
GER 2078