Noch Platz in der Halle 2023?

Rote Balken, wohin man schaut. Der Belegungskalender der Werkhalle in Hiltrup ist komplett ausgebucht. Letztes Wochenende hatten sich die Piraten eingetragen. Seit einigen Jahren schon, werden die Ausbildungsschiffe im Winter wieder auf Vordermann gebracht.

Dieses Jahr steht die Deckslackierung im Fokus. Dank einiger Themenabende zu den Arbeiten, besitzen die anpackenden Mitglieder dieser Bootsklasse inzwischen genügend Erfahrung, um sogar ein komplettes Deck zu sanieren. Weiterhin tummeln sich die Laser (ILCA), c55, Optis und SZV im Belegungskalender.

Folgt bitte den Aufrufen Eurer Obleute, damit die Schiffe im Frühjahr wieder fit sind. Jede und jeder kann mitmachen, Spezialkenntnisse sind nicht notwendig.

Thomas K.

Wind und Welle – Wintertraining 2023 in Andijk am IJsselmeer

Nach der Saison ist vor der Saison – das dachten sich insgesamt 32 Opti- und ILCA-Segler*innen aus NRW und Niedersachsen und folgten vom 17. bis zum 19. November dem Winter-Trainingsangebot des Landesstützpunkts Aasee nach Andijk ans IJsselmeer.

Dort fanden sie beste Bedingungen vor. Viel Wind sowie eine ordentliche Welle, und das gleich an beiden Trainingstagen! Los ging es schon am Freitagabend, ein ganzer Tross von Autos und Hängern bevölkerte den bereits winterfesten Jachthaven Andijk. Nach und nach nahmen die Optis und ILCAs (früher: Laser) sämtliche Lücken zwischen den Wintertrailern der Yachten ein und bereiteten ihre Boote für den Trainingsstart am Samstag vor. Geschlafen wurde im nahegelegenen Ferienpark IJsselhof, dort gab es auch abends ein erstes gemeinsames Abendessen und ein „Get together“ der drei verschiedenen Trainingsgruppen.

Der erste Trainingstag begann für die jungen Segler*innen mit einer Dusche von oben. In strömendem Regen und bei üsseligen 5 Grad Lufttemperatur ging es zur ersten Einheit aufs Wasser. Dort blies es mit 22 Knoten im Mittel schon ordentlich. Tapfer kämpften sich die Schützlinge von Opti-Trainer Paul Beumker, Opti-Trainerin Lena Voigt und ILCA-Coach Christoph Möhring durch Startübungen, Läufe sowie Wellentraining auf Kreuz und Vorwind. Nachmittags frischte es noch weiter auf, bis zu 35 Knoten erreichte der Wind. Das sorgte dafür, dass vor allem die leichteren und jüngeren Optikids Theorieprogramm absolvierten, während sich die Größeren und die ILCAs in einer kurzen Wassereinheit nochmal Wind und Welle stellten.

Am zweiten Trainingstag wurden die 32 jungen Segler*innen von der Sonne begrüßt, der Wind hatte sich allerdings noch nicht verabschiedet – im Gegenteil! Zunächst wartete das Trainerteam noch ab, die morgendlichen 36 Knoten sollten sich noch ein wenig auf 27 bis 30 Knoten abschwächen. An Land wurde nochmals Material gecheckt und wild getrimmt, in der Gewissheit, dass der Wind draußen keine Gnade kennen wird.

Und das schon im Hafen, wie sich herausstellte. Bei 30 Knoten ging es raus. Einige Optis schafften nicht mal die knackige Kreuz durch das schmale Hafenbecken, die den jüngsten Segler*innen einen schnellen Wechsel von Wenden und Ausreiten auf engstem Raum abverlangte. Die, die es bis vor die Mole schafften, hörte man dann nur noch laut jauchzen und kreischen – vor Freude! Paul Beumker und Lena Voigt legten ein Dreieck aus, das ihre Schützlinge absolvieren sollten. Die probierten sich bei diesen harten Bedingungen aus und flogen regelrecht über das IJsselmeer. Auch die 13 ILCA-Segler*innen jubelten und nutzen den Wind für ein effektives Windtraining und eine sehenswerte Fotosession.

Nach 2,5 Stunden hatten dann auch die Letzten ihre Kräfte aufgebraucht und kamen abgekämpft, aber sehr happy in den Hafen: „Der Wind war einfach der Knaller. Das hat so einen Spaß gemacht, wir sind echt abgehoben auf dem Wasser.“, resümierten Carl-Anton Stollner (SHM) und Leichtgewicht Marleen Vogel (SHM), die mit ihren 27 Kilo nur so über die Wellen flog: „Ich liebe den Wind da draußen! Ich hätte nie gedacht, dass ich das durchhalte. Aber ich glaub‘, ich kann an den nächsten Tagen nicht so gut laufen. Ich hab‘ jetzt schon Muskelkater.“

Der besondere Dank des Landesstützpunkts Aasee gilt – neben dem Trainerteam Christoph Möhring, Paul Beumker und Lena Voigt – den betreuenden und unterstützenden Eltern vor Ort sowie dem SVNRW, der uns für das Training eines seiner Motorboote zur Verfügung gestellt hat. Ohne die Hilfe, die Leihgabe und die Unterstützung von Mobo-Koordinator Christoph Vogelsang wäre es nicht möglich gewesen, ein qualifiziertes Training für so viele junge Nachwuchssegler*innen anzubieten. Herzlichen Dank!

Alexandra Vogel
Landesstützpunkt Segeln am Aasee

Münster, Kiel, Rio: Max Stiff segelt auf Junioren-WM 2023

Der derzeit wohl erfolgreichste und bekannteste Regattasegler des SHM, Max Stiff, hat Münster in Richtung Kiel an ein Sportinternat verlassen, um dort noch viel bessere Trainingsbedingungen für sein sportliches Fortkommen zu nutzen und gleichzeitig sein Abitur anzupeilen.

Und er wurde vom DSV nominiert, Deutschland in der Nähe von Rio de Janeiro während der „Youth Sailing World Championships“ in der Laser-Radial-Klasse (ILCA 6) zu vertreten. Je Land und Bootsklasse/Disziplin ist nur ein/e Starter/in dort vertreten. Die Junioren-WM beginnt am 8. Dezember 2023. Die SHM-Mitglieder drücken Max die Daumen, um sein selbst gestecktes Ziel zu erreichen, unter die Top10 zu segeln.

Am 1.12.2023 berichteten die „Westfälischen Nachrichten“ über Max (Link zum Artikel), und Vereinsmitglieder können demnächst im gedruckten „Hanseaten“ ein kürzlich von den Redaktionsmitgliedern Tanja V. und Hans-Christoph T. mit ihm geführtes Interview lesen. In dem Gespräch gab der Siebzehnjährige Einblicke in sein neues Leben und die damit verbundenen Gefühle und Herausforderungen.

Übrigens postete auch die DSV-Seglerjugend auf facebook über Max: https://www.facebook.com/seglerjugend.

Hans-Christoph

Schweriner Herbstpokal 2023 – Große Regatta für kleine Boote

Alle Zeichen standen auf Sturm. Sieben Windstärken waren angesagt. Doch dann kam es anders. Das Tief zog nördlicher durch und auch schneller. Von den schlimmen Ereignissen in den Häfen der westlichen Ostsee wurde viel berichtet. Am Samstag präsentierte sich der Schweriner See von seiner herbstlichen Seite: es war kalt, nebelig und feucht. Am Nachmittag kam ergiebiger Regen dazu.

Aus Nordrhein-Westfalen sind Lars Rohde vom ETUF und ich (Carl-Anton Stollner) vom SHM angereist, um am 21. und 22. Oktober 2023 am 33. Schweriner Herbstpokal gemeinsam mit über 200 weiteren Optis sowie Lasern und Europes den Schweriner See zu besegeln. Zusammen mit den Coachboats waren fast 500 Boote auf dem Wasser!

Gut organisiert starteten die Optis am Schweriner Yachtclub, während die Europes und Laser sich am Segelverein Schwanenhalbinsel versammelten. Auf Grund der Vielzahl der Boote mussten wir alle noch Bugnummern am Boot anbringen.

Da der See groß ist und durch den teils schnell aufziehenden Nebel auch unübersichtlich werden kann, hatten wir die Möglichkeit wahrgenommen, uns von Trainer Erik vom Yachtclub Warnow aus Rostock mit betreuen zu lassen. Nach Willkommensgruß und warm-up durch Segler/DJ/Barkeeper/Eventmanager/Moderator „Paddy“ folgte die Steuerleutebesprechung und noch eine kurze Besprechung mit Erik, bevor es dann raus auf’s Wasser ging.

Am ersten Wettfahrtag machten wir drei Läufe bei nun eher schwachen Winden. Herausfordernd waren die Kälte, der Nebel und der einsetzende Regen. Im Startfeld von 100 B-Optis konnte ich mich im Mittelfeld platzieren. Bei Lars lief es super, er schaffte es nach den drei Läufen mit den Platzierungen 2/3/3 am ersten Wettfahrtag insgesamt auf Platz 2. Am zweiten Wettfahrtag klarte es auf, die Sonne kam raus, es war wärmer, aber auch windiger mit einsetzenden Böen. Heute lief es super bei mir und ich beendete die drei Läufe zunächst mit den Plätzen 7/4/2.

Am Ende wurde es dann spannend: Bei Start mit Flagge „Uniform“ gab es diverse Einträge auf der Tafel, und die Platzierungen veränderten sich nochmal leicht. Zum Glück standen Lars und ich nicht auf der Tafel.

Während bei der Wettfahrleitung die Köpfe rauchten, die Protestverhandlungen abgeschlossen und alle Ergebnisse sorgfältig geprüft waren, sorgte Segler/DJ/Barkeeper/Eventmanager/Moderator „Paddy“ mit seinem Animationsprogramm dafür, dass wir Segler*innen uns schon mal am Podium versammelten.

Dann war es so weit – die Siegerehrung begann. Die Spannung stieg immer weiter, als die Zahlen einstellig wurden! Am Ende schaffte ich es auf den 8. Platz und Lars auf den 3. Platz und damit auf‘s Treppchen. Wir waren beide sehr glücklich mit unseren Platzierungen!

Als Erinnerung haben alle Teilnehmer einen tollen Hoodie erhalten.

Euer Carl-Anton

Warnemünder Woche 2023

Vom 1. bis zum 4. Juli 2023 bin ich in Warnemünde bei der Warnemünder Woche/ Europa Cup mitgesegelt. Es war meine erste Regatta im Laser Radial/ ILCA 6.

Insgesamt waren es 51 Starter*innen im ILCA 6 und 47 im ILCA 7. Vom Hansa waren Christoph Möhring im ILCA 7 und ich im ILCA 6 mit dabei. Paul Beumker hat die Regatta-Betreuung gemacht.

In Warnemünde hat uns dann sehr viel Wind erwartet. Am ersten Tag sind wir zwei Läufe gesegelt. Es waren 25 bis 30 kn Wind und sehr hohe Welle. Ich konnte den vielen Wind leider gar nicht halten und bin sehr oft gekentert. Es hat aber trotzdem sehr viel Spaß gemacht, weil ich bei solchen Bedingungen noch nie gesegelt bin.

Am 2. Tag kam dann noch mehr Wind. Bis zur ersten Luvtonne hab ich es geschafft, dann musste ich leider von einem Motorboot zurück in den Hafen gebracht werden, weil ich es nicht mehr zur nächsten Tonne geschafft habe. Der Wind und die Welle haben mich so oft umgeworfen, dass ich nach der x-ten Kenterung einfach keine Kraft mehr hatte. An der Tag wurde auch nur ein Lauf gesegelt, da der Wind immer mehr zugenommen hat. Wir haben aber den Rest des Tages gut genutzt und sind Kart fahren gegangen.

Den dritten Tag habe ich dann zusammen mit Paul auf dem Motorboot verbracht. Ein bisschen schade, dass ich den Tag nicht gesegelt bin.

Der letzen Tag war dann wieder etwas “entspannter”, etwa wie der erste Tag. Wir konnten noch einen Lauf segeln.

Insgesamt war es eine super schöne Regatta, und ich konnte ganz viele neue Erfahrungen sammeln.

Julia

„Max Stiff setzt Segel gegen Norden“, 2023

So titelten die „Westfälischen Nachrichten“ am 8. August 2023 in ihrem Bericht über den frisch gebackenen deutschen Juniorenmeister im ILCA 6 (ex Laser Radial). Auch seine Zukunftspläne werden in dem Artikel dargelegt. Max ist seit weit über zehn Jahren SHM-Mitglied und im nationalen und international Segelsport überaus erfolgreich.

Online ist alles hier nachzulesen: https://www.wn.de/sport/lokalsport/muenster/max-stiff-hansa-muenster-segeln-deutscher-meister-kiel-2803454.

Hans-Christoph T.

Segeln und Backen 2023: Hansa-Segler Max Stiff in der WDR-Lokalzeit

Mit Redakteur, Tontechniker und Kameramann rückte das WDR-Fernsehen am Montagmorgen im Hansa-Hafen an. Am Ende hatten die Medienprofis Aufnahmen von Max Stiff beim Aufriggen seines Lasers und bei einigen Demonstrationsübungen auf dem Wasser im Kasten. Das 17-jährige Hansa-Mitglied ist bekanntlich amtierender Deutscher Meister U17 im ILCA (ehemals Laser).

Die WDR-Mitarbeiter wurden von Hermann Sandknop mit dem Motorboot sicher über den Aasee geschippert. So kamen gute Actionszenen mit Max dabei heraus.

Im zweiten Teil des kurzen Films stellt Max seine Kuchenbackkünste unter Beweis, deshalb auch der Titel des Beitrages: „Regattakuchen“. Am Ende des Drehs durften sich Hermann Sandknop und Karl-Heinz Kötterheinrich persönlich davon überzeugen. Der Beitrag wurde am 28. Juli 2023 in der WDR-Lokalzeit gesendet und ist einige Zeit in der WDR-Mediathek verfügbar. Hier ist der Link zur Sendung.

Karl-Heinz Kötterheinrich

Über 200 Teilnehmer*innen bei der YES 2023

Am Pfingstwochenende war es mal wieder soweit, und zwar fand in Kiel die Young Europeans Sailing (YES) Regatta statt. Es sind sechzehn Mitglieder vom Landesstützpunkt SHM angetreten, welcher somit gut vertreten war.

Am Samstag haben die Teilnehmer*innen aus sieben Ländern, aufgeteilt in drei Bootsklassen ILCA 4, ILCA 6 und ILCA 7, drei Wettfahrten bei schwachem Wind und Wellengang absolviert. Durch die immer mal wieder auftretenden Startverschiebungen haben sich die Segler*innen auch gut amüsieren können. Dazu haben die schöne Gemeinschaft des Segelclubs Hansa Münster und das gute Wetter vor Ort entschieden beigetragen.

Am zweiten Tag mussten die Segler*innen mentale Stärke beweisen. Da es kaum Wind gab, durfte man sich im Boot nicht bewegen, um die Geschwindigkeit nicht zu verlieren.  Aus diesem Grund wurden am selben Tag auch nur zwei Wettfahrten gesegelt.

Auch am letzten Tag der Regatta sind wir nur noch zwei Läufe gesegelt, da es am frühen Morgen kein/ wenig Wind gab, so dass der Start um zwei Stunden verschoben wurde.

Nach der Regatta wurde den Segeln vom SHM die Möglichkeit gegeben, noch einen Tag länger an der Ostsee zu trainieren, um die Techniken zu perfektionieren und um aus Fehlern zu lernen, damit man für´s nächste Mal noch besser vorbereitet ist.

Insgesamt waren wir 206 Laser-Teilnehmer und -Teilnehmerinnen, die alle Spaß und Freude am Ende der Regatta hatten, was, wie ich finde, das Wichtigste ist!

Michael (Text)
Lars (Fotos)