„Spaß ist das Wichtigste, um erfolgreich zu sein.“

Gespräch mit Max Stiff

Max Stiff,  sympathisches sportliches Aushängeschild des SC Hansa und gerade erst zurück von der ILCA-U21-Weltmeisterschaft in Irland, war prominentester Starter beim diesjährigen Laser-Cup des SC Hansa. Ich habe die Möglichkeit genutzt, im Hafen kurz mit ihm zu plaudern.

Max, schön, Dich hier im Hansa-Hafen zu sehen. Wie fühlt sich das an, mal wieder am heimischen Aasee zu sein?

Ich freue mich auch sehr, hier zu sein, es ist immer eine tolle Atmosphäre hier und alle sind nett. Mit dem Wetter jetzt ist das Wochenende so natürlich perfekt!

Was waren Deine seglerischen Highlights in diesem Jahr? Bist Du mit Deinen Platzierungen trotz starker nationaler und internationaler Konkurrenz zufrieden?

Ja genau, also wie du schon sagst, ist die Konkurrenz natürlich groß, aber dafür lief mein Jahr bisher definitiv zufriedenstellend. Bei der Kieler Woche habe ich einmal das rote bib des drittplatzierten getragen im Feld vieler Olympiateilnehmer. Das war sehr besonders für mich. Danach war die WM bei für mich schwierigen Bedingungen mit dem 26. Platz auch ein toller Erfolg. 

Was steht jetzt noch auf Deiner Agenda? Wo bist Du noch am Start?

Nun steht der Fokus auf die noch kommende EM in Kroatien. Davor wird sich nochmal bei der deutschen Meisterschaft in Warnemünde getestet und ganz viel trainiert! Vielleicht ja auch mit dem Hansa am Gardasee.

Erzähl uns ein wenig über einen ganz normalen Trainingstag. Wie läuft der so ab?

Ein ganz normaler Trainingstag in einem Trainingslager würde so ablaufen, dass ich nach einem langen und guten Schlaf mit kräftigem Frühstück für etwa 3 Stunden in die erste Segeleinheit starte. Danach wieder Energie auffüllen. Generell ist es ein großer Teil, sich gesund zu ernähren, aber eben auch viel zu essen, um das Gewicht halten zu können. Danach würde es meistens eine Rennrad- Einheit für etwa zwei Stunden geben bevor der Tag mit einer ausführlichen Videoanalyse beendet wird. Dann wird gekocht;  meistens auch schon für den nächsten Tag, um dann erschöpft ins Bett zu fallen. Natürlich wird oft auch anderer Ausgleichssport zum Segeln gemacht oder manchmal zwei mal am Tag gesegelt, aber vollgepackt sind die die Tage im Trainingslager immer.

Kannst Du uns jetzt schon etwas über Deine weiteren sportlichen Ziele verraten? Was willst Du noch erreichen? Ist eine Olympia-Teilnahme noch drin?

Also: Olympia sollte, denke ich, immer das Ziel sein. Ob es erreichbar ist, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Momentan ist die Motivation auf jeden Fall groß und die Entwicklung stimmt. Solange das so bleibt, werde ich definitiv alles für diesen Traum tun.

Was kannst Du unseren jungen Seglerinnen und Seglern mit auf den Weg  geben? Was braucht es, um erfolgreich zu sein.

Ich würde sagen, das Wichtigste um erfolgreich zu sein, ist der Spaß. Wenn eine Sache keinen Spaß macht und man sich gar nicht auf das Training und die mentale beziehungsweise physische Herausforderung freut, ist es schwierig sich weiter zu entwickeln. Es ist auf jeden Fall schwierig, von heute auf morgen der Beste zu sein. Aber es steht niemandem etwas im Wege, um sich Stück für Stück zu verbessern und dabei das Leben zu genießen! Die ersten kleinen Erfolge kommen immer und daraus kann man dann Motivation ziehen.

Max, vielen Dank für das Gespräch und bis möglichst bald hier im Hansa-Hafen. 

Karl-Heinz Kötterheinrich