Kiel, 21. bis 29. Juni 2025

Die Kieler Woche – das Highlight im Seglerjahr für viele. Die meisten denken bei uns dabei vor allem an die Optis und die ILCAs. Clubmitglied Johannes denkt da vor allem an die Ursprünge der KiWo – die Kutterregatta, den Ursprung der Kieler Woche.
Kutter?

Ja, Marinekutter, die es in verschiedenen Ausführungen gibt, zeichnen sich dadurch aus, dass man sie mit Riemen pullen kann und dass sie über zwei Masten (Groß und Besan) verfügen. Die Marine lädt alljährlich zur Regatta der Kutter in den verschiedenen Klassen und Startgruppen ein und bereitet im Marinestützpunkt vieles, wenn nicht alles für die Teilnehmer*innen vor. Eine Crew besteht aus Steuermann und acht Crewmitgliedern, Kutter und Zeltplatz werden gestellt. Es gibt keine Altersbeschränkung – so gibt es Teams aus Schulklassen und Oldies. Und unser Mitglied Johannes ist „Wiederholungstäter“…

Ich durfte dabei sein und habe auf meiner Bucket-List jetzt das Thema Kuttersegeln abgehakt – was nicht heißt, dass ich im nächsten Jahr nicht wieder antreten würde. Es macht tierischen Spaß.
Das Camp der Gleichgesinnten aus ganz Deutschland befindet sich mitten auf dem Stützpunkt. Von dort bis zum Wasser und den in diesem Jahr 25 Kuttern sind es nur wenige hundert Meter. Die Kutter werden den Crews zugelost, danach geht es zum Bootsmann (bzw. -frau), Material abholen. Segel anschlagen, Riemen bereitlegen und prüfen, ob alles passt – und dann im allgemeinen, geordneten Chaos durch das Hafenbecken auf die Förde. Nach den Wettfahrten lockt das Volksfest in der Stadt und an der Kiellinie mit kulinarischen Köstlichkeiten und Konzertdarbietungen auf mehreren Musikbühnen. KiWo at it´s best.
Zum Ergebnis: Johannes ist Samstag gestartet, ich habe die Crew am Sonntag auf der Langfahrt übernommen. Insgesamt sind wir (mit mir als „Rookie“) auf einen respektablen achten Platz (von 25) gesegelt.

Zur Stimmung: Es ist tierisch entspannt und auch wenn es auf der Bahn mal laut wird – alles läuft schonend für das Material ab, nicht zuletzt wegen der allgegenwärtigen Jury-Begleitboote mit ihren trillerpfeifenden Schiedsrichtern.
Also: Neues Ziel? Infos unter https://marinekutterregatta.de/.
Malte und Johannes
PS: Bewegtbilder gefällig? Etwas älter, aber für einen ersten Eindruck…:




Die Aussteller und Bühnen waren immer gut besucht, auf dem ganzen Hafengelände war ständig was los, z. B. jeden Morgen um 8 Uhr war Wettervorhersage, ganz professionell, aber auch für Rookies verständlich erklärt, was auf dem Wasser zu erwarten ist.
Zum 2. Segeltag bekam Chris vom Kader-Trainer die Aufgabe zu versuchen in die „Gold-Fleet“ zu kommen (d.h. am Ende des 2. Tages müsste er mindestens 40. sein.) Morgens war er noch auf Platz 41, er hat alles versucht, aber es war nicht sein Tag. Es hat nichts geklappt, er hat zweimal den 29. Platz und einmal 27. Belegt. Damit war am Ende des Tages klar: er kommt in die silberne Gruppe! Das war sein Ziel vor der Regatta, also hat er trotz schlechtem Tag versucht, sich zusammenzureißen und auf die nächste Läufe zu konzentrieren.
An dem Tag hatte er einen tollen Lauf gehabt, wo er an der…. Tonne noch Fünfter war, leider aber gekentert ist… Und das Feld war so dicht, dass er mit diesem Fehler gleich 9 Plätze verloren hat. Damit ist er im Gesamtergebnis einen Platz nach hinten gerutscht, auf Platz 63. Da für den letzten Tag deutlich weniger Wind vorhergesagt wurde, war es nicht überraschend, dass es nur ein Lauf zu Ende gesegelt werden konnte. Allerdings sind von 40 aus seiner Gruppe insgesamt 26 Segler wegen BFD disqualifiziert worden… Darunter leider auch Christoph…
Vom SHM nahm in diesem Jahr offenbar nur Leonard aktiv an der Kieler Woche teil. Da diesmal die Mutter von Nils als Supportfrau an der Reihe war, verfolgten wir das Kieler Geschehen von Münster aus vor allem auf der Homepage, denn die telefonischen Kontakte waren spärlich und kurz. Offenbar herrschten am ersten Tag der Internationalen Klassen traumhafte Segelbedingungen, viel Sonne, Wind und Welle. Die 420er starteten in 3 Gruppen, 143 Boote, 82 davon Deutsche, ansonsten war das Feld mit Seglern aus insgesamt 14 Nationen sehr international aufgestellt. Der Wind kam aus Ost mit anfangs 4 Bft., später bis zu 5 Bft.. Die meisten Klassen konnten 3 Wettfahrten segeln. Abends ein Anruf von Leo, er ist recht zufrieden, der erste Lauf lief noch nicht so gut, Platz 19, mit zunehmendem Wind lief es dann besser, Plätze 8 und 6 ergaben insgesamt Platz 18, damit ist er an diesem Abend 8. Deutscher, ein super Ergebnis. Auch am zweiten Tag ist er ganz zufrieden, Plätze 16, 26 und 4 führten zu einer Gesamtplatzierung auf Platz 25. Damit kam das Team souverän in die „Goldfleet“, in der die besten 48 Segler der Gesamtliste an den letzten beiden Tagen gegeneinander antraten. Dort lief es dann leider nicht mehr so rund. Böige Winde um 4 von Land mit vielen Drehern waren unberechenbar, Kommunikationsprobleme an Bord erschwerten die Situation und das Pech einer Kenterung sowie ein zerrissener Spinnaker waren wohl mit die Ursache, um die beiden deutlich nach hinten zu werfen – In der Goldfleet verzeiht die Konkurrenz keinen Fehler! Mit den zusätzlichen Platzierungen 41, 24, 30, 25 und 46 bei nur einem Streicher endete die Kieler Woche mit dem 37. Platz in der Gesamtwertung, damit sind sie 16. Deutsches Team von 143 teilnehmenden Booten. (Katrin)