Internationale Deutsche Jugend Meisterschaft (IDJM)

Strande, 29. Juli bis 7. August 2026

Mann, war das aufregend: Durch meinen dritten Platz beim Optiband Blau Rot in Krefeld (https://www.segelclub-hansa.de/2026/07/14/optiband-blau-rot-in-krefeld/) schob ich mich auf Platz 223 der Rangliste und hatte plötzlich eine realistische Chance, an der IDJM 2026 in Strande teilzunehmen. Eigentlich hatte ich mich darauf eingestellt und schon gefreut, mit dem Hansa Team nach Helgoland aufzubrechen und beim Störtebeker Cup zu starten. Am 28.7. stand nach der Schließung der bereinigten Startliste fest, dass ich auf Platz 208 stand. Durch Nichtmeldungen anderer Kinder aus dem In- und Ausland durfte ich kurzfristig nach Kiel reisen.

Schon am nächsten Morgen ging es mit Mama und meiner kleinen Schwester los. Von unterwegs buchten wir eine Unterkunft für die ersten Tage. Ich war aufgeregt und freute mich, zum Vortraining des Kader Team West dazuzustoßen. Von Mittwoch bis Sonntag trainierten wir viel in der Kieler Förde, meist bei guten Windbedingungen. Außerdem erlebten wir Sporteinheiten wie Joggen und einen Besuch im Kletterwald gemeinsam als Team. Am Freitag gab es auf dem Campingplatz einen Grillabend aller Teammitglieder und Familien. Jeder brachte etwas mit, und wir bauten eine lange Tafel auf. Unsere Teamkleidung – ein T-Shirt und Hoodie – erhielten wir an diesem Abend. Mir gefiel vor allem gut, dass bei jedem der Name und die eigene Segelnummer sowie die Landesbezeichnung NRW bzw. Niedersachsen abgebildet wurden.

Der Samstag war sehr aufregend für mich, da die Vermessung anstand. Das war für mich das erste Mal an einer solchen teilzunehmen. Dabei wurden alle Optiteile geprüft und mit Aufklebern beklebt. Die Messbriefe mussten ordnungsgemäß vorgelegt werden. Der ganze Ablauf war sehr spannend, ging aber gut und mein Material wurde nicht beanstandet. Gut vorbereitet!

Abends war die Eröffnungsfeier in der Halle des Kieler Yacht Clubs, wo uns unter anderem der Bürgermeister von Strande sowie Mitglieder des Yacht Clubs, Organisatoren und Wettfahrtleiter begrüßten. Anschließend zogen wir Segler aus der ganzen Bundesrepublik mit unseren jeweiligen Landesfahnen durch den Ort. Eine Blaskapelle begleitete uns. Ich durfte sogar das Schild mit dem Aufdruck „Nordrhein-Westfalen“ tragen.

Sonntag war Lay-Day. Das heißt, wir hatten segelfrei und ich ging mit meiner Familie zu Fuß zum Minigolf und wir machten einen Abstecher an den Kieler Strand. Ich genoss die Entspannung und freute mich gleichzeitig auf den Regattastart am nächsten Tag.

Montag startete die IDJM. Unsere Optis standen nach Bundesländern geordnet auf der Wiese und wir wurden in Fleets Gelb, Blau und Rot vorab eingeteilt. Ich startete in Rot und war somit im letzten Starterfeld für den Tag. Bevor es aufs Wasser ging, besprachen wir uns mit unseren Trainern und bauten die Boote auf.

Durch die super Organisation des Kieler Yacht Clubs durften immer nur die Starter des jeweiligen Fleets slippen. Dafür wurde Delta mit der jeweiligen Startfarbe am Fahnenmast gezogen. Das entspannte die Situation sehr und ich wartete auf die rote Fahne. Um 11 Uhr standen wir dann endlich an der Startlinie. Ich segelte an diesem Tag Platz 59, 45 und 54. In einem Fleet waren 76 Starter und ich war mit mir zufrieden. Gemäß unseren Platzierungen wurden wir für den nächsten Tag wiederum in die Fleets Gelb, Blau und Rot eingeteilt.

Am Dienstag war ich im gelben Fleet und konnte somit als erstes slippen und an die Startlinie fahren. An diesem Tag fuhr ich Platz 50, 49 und 25 ein. Auf die 25 war ich sehr stolz, da ich in einem starken Fleet war. Mit meiner Platzierung wurde ich für den nächsten Tag im roten Fleet eingeteilt.

Mittwochs war der letzte Qualifikationstag vor den beiden Finaltagen. Diese Ergebnisse entschieden darüber, ob man im Gold-, Silber- oder Bronzefleet starten würde. Eine besondere Spannung lag in der Luft, da wenige Punkte über die Teilnahme an dem jeweiligen Fleet entschieden. Ich ging davon aus, dass ich bei den Finaltagen im Bronzefleet starten würde, da meine Platzierungen dem entsprachen. Ich lag auf Platz 175, das Silberfeld begann ab Platz 151. Ich fuhr an dem Tag 35, 32 und 35! Dies erfuhr ich später an Land und freute mich sehr über die Ergebnisse. Auf dem Wasser fand ich die Einschätzung schwierig, da wir mit drei Feldern auf dem Kurs waren und sich zeitweise die Felder überschnitten.

Am Ende des Tages lag ich auf Platz 135 und startete damit an den Finaltagen tatsächlich im Silberfleet und das bei meiner ersten Teilnahme an einer IDJM. Damit hatte ich nicht gerechnet.

Donnerstag war Starkwind und eine Sturmwarnung. Aus dem Grund kam es zu einer Startverschiebung für alle Fleets. Das Goldfeld konnte nach Wartezeit an Land an den Start gehen. Die Bedingungen waren sehr schwierig und anspruchsvoll zu segeln. Die Rennfahrtleitung entschied, dass Silber- und Bronzefleet an diesem Tag nicht starten zu lassen. Auch wenn ich gerne gesegelt wäre, konnte ich diese Entscheidung nachvollziehen.

Freitag ging es dann für mich im Silberfleet an den Start. Die Windbedingungen waren gut und ich segelte auf Platz 49, 55 und 29. Damit lag ich am Ende auf Platz 134 von 227 Startern insgesamt.

Freitagabend gab es noch eine Tombola und die Siegerehrung mit verschiedenen Preisen. Gesamtsieger der IDJM 2026 wurde verdient Jonny Seekamp.

Der Kieler Yacht Club stellte uns Seglern ein tolles Rahmenprogramm: Jeden Tag gab es ein reichhaltiges Obst-Buffett und es gab Wasserspender, die wir jederzeit nutzen konnten. Abends gab es natürlich etwas zu Essen. Der Verein hatte in der Halle und draußen auf der Wiese viele Spiele aufgebaut, die von uns Seglern und den Geschwisterkindern sehr gerne genutzt wurden.

Unvergessen bleibt der Dienstagabend mit Anna Barth und Erik Kosegarten-Heil vom Sail GP Team, die uns vor Ort von ihren Erfahrungen sowie Erlebnissen berichteten und unsere Fragen beantworteten. Anschließend bekamen wir Autogramme. Donnerstagabend gab es einen Filmabend mit Popcorn, bei dem wir einen Film von Boris Herrmann und dem Team Malizia geschaut haben.

Mein Fazit von meiner ersten IDJM: Ich fand, dass es auf dem Wasser sehr fair ablief und dass die Felder immer gut durchmischt waren. Es war toll, dass wir jeden Tag drei Läufe machten und das über fünf Tage. So hatten wir am Ende einige Läufe geschafft und die Ergebnisse hatten dadurch eine gewisse Richtigkeit. Von uns wurde aber auch nicht zu viel erwartet, sodass die Tage gut schaffbar waren. Das Wetter, der Wind und die Welle hatten für jeden Segler etwas dabei. Niemand konnte sich beschweren, dass die Bedingungen für ihn nicht passten.

Nun startet die neue Saison und ich bin gespannt, ob ich es 2027 in Travemünde zur Gesamtdeutschen schaffe.

Luise (GER 2078)

IDJoM Ribnitz-Damgarten 2024

Vom 10. bis 16. August fand in Ribnitz-Damgarten die Internationale Deutsche Junioren Meisterschaft im Pirat (IDJoM) statt. Gemeldet waren 47 Boote, darunter Teams aus der Türkei, Chile, der Schweiz, Ungarn und den Niederlanden. Vom Hansa meldete leider nur ein Team, Evi und ich. Melina fuhr als Crew bei Malte vom Yacht Club Rursee mit.

Wir erreichten Ribnitz am Freitag als erstes auswärtiges Team, bauten das Zelt und das Boot auf. Noch einmal wurde kontrolliert, ob das Boot alle Kriterien der Vermessung erfüllte, die am Samstag stattfand, und nach und nach trudelten andere bekannte Teams ein.

Nach erfolgreicher Vermessung und einem Probelauf wurde Sonntagabend die Veranstaltung mit einem reichhaltigen Buffet eröffnet. Die erste Wettfahrt startete am Montag, bei der wir einen 18ten Platz ersegelten. Schnell wurde uns bewusst, wie anspruchsvoll das Revier war und welch eine große Rolle ein gut getrimmtes Boot hier spielte. Die nächsten Wettfahrttage liefen etwas weniger erfogreich, die Bedingungen waren hart und kräftezehrend. Melina und Malte erreichten insgesamt einen 16ten Platz, obwohl sie zwischendurch einen Unfall hatten. Trotzdem hatten wir viel Spaß und haben viel hinzugelernt.

Nach den Wettfahrten wurde viel Halli-Galli gespielt, gegrillt und schöne Abende verbracht. Freitagabend stand dann der Meisterabend an, bei dem die Meister traditionell Getränke ausgeben und alle zusammen feiern. Zeitgleich stand in Ribnitz das Hafenfest statt, das die Teams auch besuchten und zusammen Autoscooter fuhren, wobei es nicht weniger kompetitiv als auf dem Wasser zuging. So wunderten sich andere Kirmesbesucher über Jugendliche, die laut „Raum“ und „Protest“ rufend durch die Gegend fuhren. Abgerundet wurde der Abend durch Livemusik von einer Coverband. Am nächsten Tag ging es dann wieder nach Hause, erschöpft von anstrengenden Tagen, trotzdem voller Vorfreude auf die nächste Regatta.

Evi & Niklas (GER 4364)

Internationale Deutsche Jugendmeisterschaft 2024 – ILCA 6, ILCA 4

Dieses Jahr haben sich Jule, Moritz, Paul und ich für die Deutsche Meisterschaft 2024 im Laser qualifiziert. Um uns richtig vorzubereiten, sind wir schon ein paar Tage vorher zum Dümmer gefahren und haben zusammen mit unserem Trainer Christoph trainiert. Der Wind war an diesen Tagen ziemlich durchwachsen. An zwei Tagen war der Wind so wenig, dass wir gar nicht erst raus gefahren sind.  Die Zeit haben wir gut genutzt, waren schwimmen, Eis essen und haben unsere Boote vorbereitet.

Die Boote wurden anschließend vermessen, wir mussten ein paar Kleinigkeiten ändern, dann konnte es losgehen.

Jule startete im Laser 4.7/ILCA 4,  Moritz, Paul und ich im Radial/ILCA 6. Geplant war, an vier Regatta-Tagen insgesamt neun Wettfahrten durchzuführen, doch der erste Tag war total windstill, und es waren ein paar Gewitter angesagt, so dass wir zwar zwischendurch rausgefahren sind, jedoch auf dem Wasser nur Startverschiebungen hatten. Abends wurde ein Pastabuffet aufgebaut, und wir haben den Abend gemeinsam ausklingen lassen.

An den drei Tagen danach ging es dafür umso mehr zur Sache. Die 4.7 sind insgesamt acht Wettfahrten und Radial 9 neun Wettfahrten gesegelt. Wir hatten relativ viel Wind, die Tage waren lang und anstrengend, haben aber total viel Spaß gemacht. 
Im 4.7 sind 76 Seglerinnen und Segler gestartet. Trotz so vielen Booten auf dem Kurs ist Jule in die erste Hälfte gesegelt und hat den 35. Platz belegt.
Von insgesamt 51 Startern im Radial-Feld sind Paul auf dem 16. Platz, Moritz auf dem 19. Platz und ich auf dem 22. Platz gelandet. 

Wir sind total zufrieden mit unseren Ergebnissen, haben super viel gelernt und freuen uns auf die nächste Deutsche Meisterschaft 2025.

Julia