J/70-Training 2024 unseres neuen Junioren-Bundesligateams

Am vergangenen Wochenende trafen sich Laser-, Piraten- und Opti-Segler unseres Vereins, um gemeinsam zum Möhnesee zu reisen. Unser Ziel: die Heinz Nixdorf Vereins Akademie, wo unser neues Junioren-Bundesligateam ein intensives Training absolvierten sollte. Dabei waren Christoph, Konstantin, Tim, Johannes und Hannes.

Die Reise begann bereits am Freitag, als wir uns mit dem Zug auf den Weg machten. Angekommen, haben wir am Abend eine spannende Theorieeinheit gemacht, die uns auf die kommenden Tage vorbereitete. Sie enthielt viele Grundlagen der J/70, da bis jetzt nur Hannes und Konstantin Erfahrung mit der Bootsklasse hatten. Im Verlauf des Abends kam noch je ein Team aus Hamburg und Düsseldorf dazu.

Der Samstag begrüßte uns mit sehr regnerischem Wetter und niedrigen Temperaturen, aber das hinderte uns nicht daran, auf dem Wasser zu trainieren. Zu Beginn des Trainings trafen auch die übrigen Teams ein. Trotz der Wetterunbilden verbrachten wir den Tag mit intensiven Übungen und Manövern. Dank der Unterstützung unseres Trainers Rüdiger konnten wir sogar nach dem regulären Training auf dem Wasser bleiben, um noch weiter an unseren Fähigkeiten zu feilen. Beim Training wurden hauptsächlich kurze Rennen gefahren, um jedes Manöver, aber auch z.B. Nachstartphasen zu trainieren. Wir waren begeistert, wie gut es von Anfang an in unserem Team funktionierte und konnten bei allen Wettfahrten an der Spitze mitsegeln. Auch das Gennaker up und down sowie die Halsen wurden immer flüssiger. Die J/70 besitzt eine Segelfläche am Wind von 24 m², zu welcher der Gennaker mit 45 m² hinzukommt und für spürbar mehr Druck sorgt. Abends ließen wir den Tag bei leckerer Pizza und weiteren Segeltheorie-Diskussionen ausklingen.

Am Sonntagmorgen segelten wir trotz Schneefalls zur ersten Wassereinheit. Der Wind war kräftig und forderte uns heraus, doch wir meisterten die Herausforderung. Nach einem stärkenden Mittagessen im Westfälischen Yachtclub Delecke e.V. ging es für uns zur letzten Trainingssession auf’s Wasser. Mit viel Energie und Motivation beendeten wir das Wochenende mit einem erfolgreichen Training. In der letzten Trainingseinheit gab es leider noch einen Crash zwischen zwei Booten, es ist zum Glück aber niemand verletzt worden.

Insgesamt war unser Wochenende geprägt von intensiven Trainingseinheiten mit insgesamt sieben J/70 Teams, herausforderndem Wetter und vor allem von der Gemeinschaft im Team. Wir haben viel gelernt, unsere Fähigkeiten verbessert und sind als begeisterte J70 Segler aus diesem Training hervorgegangen. Ein besonderer Dank gilt unserem Verein für die Unterstützung. Wir freuen uns auf weitere Trainings und die ersten Wettkämpfe!

Hannes G.

Ein Abenteuer 2022 mit der „Castor“ – alles Einstellungssache?!

„Gesucht werden Teilnehmer für die Ranglistenregatta auf der Möhne„, schrieb Markus in die Freitagstraining-WhatsApp-Gruppe. Ich hatte Lust und Zeit, und nach kurzer Zeit fand sich Petra Unterbrink als weiteres Crewmitglied. Bis zu dem Zeitpunkt war ich kaum Schwertzugvogel (SZV) gesegelt, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

Unsere Erwartungshaltung bestand aus Spaß haben und Erfahrungen sammeln. Aber wie kommt die Castor an die Möhne? Für zwei Newbies schon eine Herausforderung, aber Markus sicherte uns seine ganze Unterstützung zu. Samstag um 14 Uhr sollte der erste von fünf Läufen starten, also beschlossen wir, die Castor schon Freitag an die Möhne zu bringen.

Gesagt – getan: um 16 Uhr trafen wir uns beim Hansa und dank zahlreicher Helfer war der SZV um 18 Uhr abfahrbereit. Und kaum hatten wir das Gespann um 19 Uhr auf dem Gelände des Yachtclubs Westfalia Arnsberg abgestellt, umringten uns wieder zahlreiche helfende Hände und das nicht nur vom ausrichtenden Club. Wir wurden sehr herzlich willkommen geheißen und in die Regattagruppe aufgenommen. Es war schon fast dunkel, als die Castor aufgeriggt auf dem Slipwagen stand.

Am Samstagmorgen um 10 Uhr wurden die letzten Einstellungen an der Castor optimiert und die Boote anschließend gemeinsam ins Wasser geslippt. Kurze Steuermannsbesprechung und um 14 Uhr erfolgte unser erster gemeinsamer Start mit Petra an der Pinne. Es blieb leider keine Zeit zum Einsegeln bzw. musste hierfür der Weg zur Startlinie ausreichen. Wir waren bis dahin gerade zweimal zusammen gesegelt. Mit sonnigem Gemüt und Vorstartfieber erwarteten wir die Signale.

Der erste Lauf, ein Up and Down–Kurs, wurde mangels Wind abgebrochen, aber kurze Zeit später haben wir noch zwei Läufe bei gutem Wind gesegelt. Baumniederholer, Unterliekstrecker, Traveller, Schwert: wir hatten alle Hände voll zu tun, wurden aber mit jedem Lauf sicherer. So gegen 18 Uhr kamen wir geschafft, aber glücklich, vom Wasser. Ein gemütlicher Grillabend rundete den genialen Segeltag ab.

Am Sonntagmorgen lag die Möhne noch ruhig vor uns, als wir uns auf der Terrasse des Clubhauses gemeinsam mit den anderen TeilnehmerInnen beim Frühstück für die zwei letzten Läufe stärkten. Im letzten Lauf legte Petra einen super Start hin. Insgesamt haben wir immerhin den 8. Platz von zehn startenden Booten erreicht. Aber wie sagt man so schön, da ist noch Luft nach oben. Gegen 17 Uhr waren wir mit der Castor wieder auf der Autobahn Richtung Münster unterwegs.

Wir sind sicher, bei so viel Spaß und so netter SZV-Segelkameradschaft muss das wiederholt werden!

Beate

Glasopti am Möhnesee 2019

mit Moritz, Jule und Paul

Kaum angekommen am Möhnesee, kamen die ersten YCMler auf uns zu: „Braucht ihr Hilfe mit dem Trailer?“, dann an die Kinder gewandt: „Hallo, ich bin nachher auf dem Startboot. Wer bist du denn? Und wie heißt dein Boot?“ Nachdem die Kinder Auskunft gegeben hatten, noch die freundliche Ansage: „Wenn ihr eine Frage habt, stellt sie auf jeden Fall!“
Auch die Steuerleutebesprechung passte dazu: Kurz und knapp bekamen die Seglerinnen alle Informationen. Sie konnten klären, was ein Leetor ist – „ach, bei uns heisst das Gate!“ – und dann ging es raus auf den Möhnesee bei ordentlichem Wind von 4-5 Bft.

Die ersten beiden Wettfahrten sahen von der Aussichtsplattform aus nach Spaß aus, sie müssen aber auch ganz schön kräftezehrend gewesen sein. Zur dritten Wettfahrt hin beruhigte sich der Wind. Am Abend waren sich alle Seglerinnen und Segler einig, dass der erste Wettfahrttag sowohl vom Wind als auch von der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der YCMler her super war.

Dass in diesem Jahr nur 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Weg zur Möhne gefunden hatten, war zwar einerseits schade, führte aber andererseits auch dazu, dass alle Kinder sich nach einer kurzen Pause am Abend untereinander kennenlernen konnten. Sie philosophierten über vergangene Regatten, an denen sie unbekannterweise gemeinsam teilgenommen hatten, und auch zwischen den Eltern entstanden am Abend und während der Regatta viele Gespräche.

Am nächsten Morgen ließ der Wind nur kurz auf sich warten und zwei weitere Wettfahrten wurden bei 3 Bft. gesegelt. Die Kampfeslust der Seglerinnen und Segler stieg, was zu einigen Fehlstarts führte. Ansonsten sorgten die letzten beiden Wettfahrten noch einmal dazu, dass die Platzierungen des Vorabends noch einmal deutlich vermischt wurden und während Paul sich über eine Verbesserung freuen konnte, rutschten Moritz und Jule in der Gesamtwertung leicht ab. So wurde Paul am Ende 11, Moritz 10. und Jule 8.. Alle konnten sich aber über einen schönen kleinen Glasopti freuen, einen wirklich besonderen Pokal, den ein Clubmitglied des YCM selbst entworfen hat.

Bei all den Regatten, die wir schon besucht haben, gehört der Glasopti zu den besonders netten Regatten: ein schönes Revier, sehr nette Clubmitglieder, eine tolle Betreuung, gute Verpflegung und ein hübscher Pokal.

Vielen Dank an den YCM!
(Petra)