Die neue Homepage geht an den Start!

Willkommen auf der brandneuen Homepage des Segelclubs Hansa-Münster!
Wir haben im vergangenen Dreivierteljahr eine völlig neue Seite aufgebaut, die wir anlässlich der Mitglieder­versammlung am 10. Februar 2018 in Betrieb genommen haben.

Vielen Dank an Ekkes, der die bisherige Seite mehr als ein Jahrzehnt lang aufgebaut, betrieben und gepflegt hat! Wir haben einen riesigen Schatz an Informationen vorgefunden, den wir in die neue Seite übertragen haben. Über die neue Suchfunktion lässt sich nun so manches alte Schätzchen wiederfinden, und durch die Schlagwörter gelangt man zu verwandten Inhalten und kann sich stundenlang in alten Geschichten verlieren…
Danke auch an alle, die zur neuen Seite beigetragen haben, sei es durch Fotos, Texte, Informationen oder Anregungen!

Mit dem Start der neuen Seite ändern sich ein paar Dinge: So wird es zum Beispiel viel einfacher, neue Informationen ins Netz zu stellen, da unser Basis-System WordPress hierfür eine leicht zu bedienende Oberfläche bereitstellt. Wer sich nicht scheut, kann also selbst als Autor für neue Beiträge aktiv werden und entlastet dadurch uns als Administratoren. Für Interessierte wird es in Kürze eine Einweisung als Sonder-Themenabend geben; Details hierzu geben wir per e-Hanseat bekannt.
Neue Termine, die im Hansa-Terminkalender angezeigt werden sollen, nehmen Katharina und Anas entgegen. Diesen Kalender kann man sich auch in den eigenen Kalender (Smartphone oder PC) einbinden; die URLs dazu gibt es auf der Kalender-Seite.

So eine Homepage lebt davon, dass sie immer informativ und aktuell ist, und um das zu erreichen, brauchen wir Eure Hilfe! Wir brauchen Eure Berichte über alle Events, Regatten, Törns, Feste, Workshops…, die im Hansa stattfinden. Wir brauchen Eure Fotos. Wir brauchen Euren Input, wenn es neue Informationen gibt (Neuer Obmann? Neues Boot? Neuer Theoriekurs?). Wir brauchen Eure wachsamen Augen, die Fehler auf der Seite entdecken. All diese Informationen könnt Ihr uns künftig ganz einfach per Mail zukommen lassen, und zwar an webmaster@segelclub-hansa.de. Weitere Kontaktmöglichkeiten sind in Planung; mehr dazu in Kürze.

Wir wünschen Euch viel Spaß mit der neuen Seite und freuen uns auf Eure Rückmeldungen!

Eure Webmaster
Gerit und Lars

Eisbärenregatta Bremerhaven 2017

wenig Wind am 1. Tag

Am Wochenende habe ich an der Eisbärenregatta (4.—5.11.) in Bremerhaven teilgenommen. Es gab 34 Boote in A und in B gab es 37. Insgesamt hat der Wind viel gedreht, aber am Sonntag war ein bisschen mehr Wind.
And the Winner is ...Es war eine schöne und gute Regatta, weil alle so nett waren und die Veranstalter (der Club) alles gut organisiert hat und wir konnten alle viel Spaß haben. Am ersten Tag haben wir 3 Läufe gemacht. Der Kurs war sehr lang und ich konnte insgesamt den 2. punktgleich mit dem ersten Platz erreichen.
Am zweiten Tag hat Ole Schweckendiek vom Far East Team 3 erste Plätze gefahren und damit wäre er vor mir. Doch als ich und Josh Berktold (ETuF) gegen ihn protestieren wollten, weil Ole auf dem Vorwind Josh den Raum genommen hat und ich das gesehen habe (ich war Zeuge), hat die Wettfahrtleitung gesagt, dass Ole ein BFD hatte und dann hat es sich nicht mehr gelohnt zu protestieren. Damit war ich dann vor Ole und habe die Regatta dann gewonnen. (Max Stiff)

Rund Rügen 2017

Ein Bericht von der „Urfin“

DSC_5174Vom 22. bis zum 28. Juli umrundeten wir als vierteilige Flottille die Insel Rügen entgegen dem Uhrzeigersinn. Unsere vier Yachten trugen die ebenso wohlklingenden wie extravaganten Namen „Ougenweide“, „Madita“, „Woy Woy“ und „Urfin“. (Es gibt Gerüchte, dass Uwe Ochsenknecht beim Vercharterer für die Namen zuständig ist… 😉 ) Wir bestritten die Tour an Bord der 37,5-Fuß-Hanse „Urfin“, deren Name einem russischen Kinderbuch über einen Tischler entstammt – passend dazu zierte ein wild aussehender Nussknacker unser Großsegel. Unsere Crew war mit sechseinhalb Personen die teilnehmerstärkste.

Am Samstagvormittag trafen wir in Greifswald ein und übernahmen unser Schiff, das in den kommenden sechs Tagen unser Heim sein würde. Nach Formalitäten und Beladung konnte es am Nachmittag endlich losgehen; wir motorten frohen Mutes ostwärts durch den Fluss „Ryck“, durchquerten die historische Wiecker Klappbrücke und steuerten hinaus auf die Ostsee. War die Fahrt bis hierher noch geruhsam gewesen, wurde sie jetzt umso ungemütlicher – kräftiger Wind, kernige Wellen und aufkommender Regen verlangten nach Ölzeug und voller Konzentration. Da der Nachmittag schon weitgehend verstrichen war, sputeten wir uns, um unser Ziel Gager zu erreichen, wo wir dann auch als letzte ankamen. Nach einem Anlege-Geduldsspiel (Einfädeln der Vorleine in die Mooring-Öse bei seitlichem Wind) bereiteten wir ein schmackhaftes Abendessen und gingen früh in die Kojen – immerhin hatte der Tag anreisebedingt um zwei Uhr früh begonnen…

Eine Unwetterprognose ließ uns den Sonntagvormittag an Land verbringen; der Hügel im örtlichen Naturschutzgebiet wurde erklommen. Am Nachmittag fädelten wir die Vorleine wieder aus und setzten Kurs in Richung Sassnitz. Die Fahrt verlief bis kurz vor dem Ziel weitgehend ereignislos, doch dann zog von Westen eine kleine aber äußerst düstere Gewitterfront auf: Unter einer tiefgrauen Wolkenwalze trieb der Wind helle Wolkenfetzen im Kreis vor sich her – ein beeindruckendes Schauspiel! Glücklicherweise war die graue Wand so schnell wieder verschwunden, wie sie gekommen war, und wir konnten in aller Ruhe im Hafen Sassnitz festmachen.

Für Dienstag waren massenhaft Wind und Regen angesagt, sodass ein ganzer Tag ausfallen würde. Also hieß es den Montag nutzen, um möglichst viel Strecke zu machen, und wir starteten noch vor dem Frühstück bei bestem Wetter zu einem langen Schlag. Das Frühstück wurde aufs Stilvollste nachgeholt: Die berühmten Kreidefelsen an Backbord, genossen wir den Morgen mit knusprigen Brötchen, selbstgemachter Marmelade und frischem Kaffee, während der Motor uns die Küste entlangschob.
Einen sonnigen Segeltag später trudelten wir am Nachmittag in Kloster auf Hiddensee ein. Der Hafen war bereits gut gefüllt, sodass für uns nur ein Päckchenplatz in der dritten Reihe übrig blieb; so bedeutete jeder Landgang das Überqueren der „Woy Woy“ sowie des Schiffs eines frischgebackenen Eigners, der darauf bestand, dass sein Neuerwerb ausschließlich barfuß oder auf Socken zu betreten sei. Angesichts der Dauerregens am folgenden Tag geriet dies zum umständlichen Prozedere, und am Dienstagabend besaß ich kein trockenes Paar Schuhe mehr.
Doch zunächst genossen wir den sonnigen Abend; ein Teil unserer Crew brach zum Strand auf, und wir folgten der Woy Woy-Crew zu Willis Fischkutter, wo es sehr gute Bismarckheringsbrötchen gab.
Doch Hiddensee hatte noch etwas zu bieten: Mücken! Die Plagegeister waren allgegenwärtig; allerdings ahnten wir nicht, dass das gegen Lubmin noch vergleichsweise harmlos war.

Der Dienstag hielt sich an die Prognose und beschied uns Dauerregen, sodass wir in Ölzeug den Leuchtturm besichtigten (ihn mangels Fernsicht aber nicht bestiegen) und ansonsten nicht viel taten. So mancher wird wohl froh gewesen sein, dass das Hafen-WLAN ganz brauchbar war. Obendrein statteten wir der „Woy Woy“ so manchen Besuch ab – weil es sich dort so nett plaudern ließ, aber auch aus Ehrfurcht vor den immensen Vorräten an allen denkbaren Gaumenfreuden, die dort gereicht wurden. Wer diese Crew in der Flottille hat, wird nicht verhungern! 🙂

Am Mittwoch hieß unser Ziel Stralsund. Wir folgten dem Fahrwasser bei gutem Wind südwärts und bereiteten uns schon auf das Einlaufen vor, als unser Motor nicht mehr ansprang! Dank tatkräftiger Hilfe der anderen Crews und dem seglerischen Können unserer Skipperin gelang das Anlegen unter Segel nahezu problemlos – einzig ein Fender löste sich und brach zu seiner eigenen Reise durch die Ostsee auf. (Wir wünschen ihm alles Gute!)
Kaum standen wir nach überwundenem Schreck an Land, schon zeigte sich der Hafenmeister und begrüßte uns mit einem Maß an Freundlichkeit, das andere Menschen nur an den Tag legen, wenn man ihnen den Autolack zerkratzt. Glücklicherweise verstand er früher oder später, dass wir einen Motorschaden hatten und nicht in der Lage waren, woanders hinzufahren. Als dann der Elektriker unser Anlasserproblem soweit behoben hatte, dass der Motor wieder ansprang, konnten wir uns auf den Weg in die Stadt machen. Die Altstadt von Stralsund ist sehenswert! Wir schauten uns ein wenig um und aßen dann gepflegt zu Abend, bevor wir zum Hafen zurückschlenderten und den Tag mit Plauderei an Deck ausklingen ließen.

Am Donnerstag trennte sich die Flottille, da der Großteil bereits nach Greifswald zurücksegelte, um am Freitag früh zur Heimreise aufzubrechen. Wir hingegen hatten mehr Zeit, da wir unseren Urlaub an der Ostsee noch fortsetzen würden, und steuerten Lubmin an, das bereits kurz vor der Nordspitze von Usedom liegt. Bei angenehmem Wetter und günstigem Wind segelten wir geruhsam südostwärts und erreichten schließlich den Lubminer Yachthafen, der so weit von der Ortschaft entfernt liegt, dass wir gar nicht erst erwogen, hinüberzulaufen. Stattdessen liefen wir zum Strand und steckten die Füße ins Wasser, allerdings näherte sich abermals ein Gewitter, und wir verbrachten den Rest des Abends unter Deck mit Kartenspielen und Mückenjagd – derartige Schwärme von Blutsaugern habe ich noch nicht erlebt! Trotz chemischer Gegenmittel waren wir alsbald hoffnungslos zerstochen; eine flüchtige Zählung ergab bei den Kindern jeweils rund zwei Dutzend Stiche.

DSC_5324Der Freitag zeigte sich weitgehend sonnig, während wir nach Greifswald zurücksegelten und wieder in den Fluss einbogen, der zum Yachthafen führte. Wir entluden die „Urfin“ und übergaben sie wieder dem Vercharterer. In den vergangenen sechs Tagen hatte sie uns klaglos um Rügen herumgebracht und nur einmal aufgemuckt, als der Startermotor stumm blieb. Ansonsten war sie gutmütig und gut zu segeln; einzig das riesenhafte Steuerrad erforderte so manchen Tanz, um drumherum zu kommen, und es fehlte an Kleiderhaken! 🙂

Wir danken den Organisatoren des Törns für eine gelungene Woche auf der Ostsee, und wir danken unseren Mitseglern Anne und Walter für einen harmonischen und lustigen Törn – das hat Spaß gemacht!

Linus, Julia, Lucas, Susann und Lars

Hier eine kleine Bildersammlung:

Lasercup 2016

Laserlager 2016
Am letzten Oktoberwochenende 2016 war es wieder Zeit für den Lasercup des SHM. In diesem Jahr konnte der Hansa bei traumhaftem Spätherbstwetter insgesamt 63 Seglerinnen und Seglern aus ganz Deutschland – ein Segler ist sogar aus Italien angereist – begrüßen.
Mobile Camp SHM 2016 Lasercup
Selbst der Wind, der eigentlich auch Wochenende gehabt hätte, schaute am späten Vormittag vorbei. Nachdem die Wettfahrtleitung den Starterinnen und Startern in der Steuermannsbesprechung alle wichtigen Informationen zu den Wettfahrten mitgeteilt hatte, hieß es dann umziehen und ab auf’s Wasser!

Leider hatte sich der Wind vor dem ersten Start dann endgültig entschieden, den Weg durch den Zookanal zu nehmen, so dass der Startponton noch einmal „umgeparkt“ werden musste. Aufgrund der Größe des Feldes wurden die einzelnen Klassen dann getrennt gestartet. Den Anfang machten die Radialsegler – die größte Gruppe mit 30 Startern – gefolgt von den Standards (20 Starter) und den Nachwuchsseglern mit den 4.7 (13 Starter). Nach einem Fehlstart bei den Radialseglern klappte der zweite Startversuch dann reibungslos und die Felder setzten sich in Bewegung. Bei dieser Wettfahrt wurde in allen Klassen um jeden Platz gekämpft! Als hätten die Seglerinnen und Segler geahnt, dass es die einzige Wettfahrt an diesem Wochenende bleiben sollte.
Wenig "Wind"
Denn beim Countdown zur zweiten Wettfahrt zeigte der Aasee dann wieder sein typisches Gesicht – häufig drehende Winde, so dass hier keine fairen Wettbewerbsbedingungen mehr gegeben waren und die Wettfahrtleitung nach zwei Versuchen den Start endgültig abgebrochen hat. Im Anschluss wurde dann entschieden, dass am Samstag keine weiteren Wettfahrten mehr stattfinden werden. Also konnte dann der gemütliche Teil beginnen – für die jüngeren Starterinnen und Starter mit einem heißen Kakao für die Älteren mit einem Anlegeschluck …
Auch der Sonntag begrüßte die Aktiven mit schönstem Wetter und einer sehr sehr leichten Brise. Daher hieß es dann erst einmal abwarten… – beim gemeinsamen Mittagessen wurde dann die Entscheidung der Wettfahrtleitung bekannt gegeben, dass der Lasercup 2016 beendet sei. Bei der anschließenden Siegerehrung freuten sich die Hansasegler vor allem über den 2. Platz von Lean Hohenlöchter, den 4. Platz von Jan Niemann und den 6. Platz von Merle Wiebe in der Klasse 4.7 und den 6. Platz von Christopher Möhring in der Klasse Radial. Die Erstplatzierten durften sich außer über die Platzierung und einen Pokal noch über wertvolle Sachgeschenke freuen.
Und dieses Regattawochenende wäre natürlich ohne die vielen fleißigen Helferinnen und Helfer, sei es in der Wettfahrtleitung oder an der Theke oder am Grill, nicht möglich gewesen. Ein ganz besonderer Dank gebührt dabei zum einen den beiden Cheforganisatoren Emese und Jörg Möhring, die immer freundlich und gut gelaunt für einen reibungslosen Ablauf sorgten und zum anderen den Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern Beermann, Bruns und Kraise, der Fahrschule Ulf Imort und dem Kosmetikstudio Raphaela Schmidt für ihre großzügige Unterstützung.
Je die bsten 3 in den 3 Klassen

Sven Gregor, 1. Platz, 4.7 Lean Hohenlöchter 2. Platz, 4.7 Lennart Feldhoff, 3. Platz, 4.7 Leonie Siepmann, 3. Platz, Radial Tim Conradi, 1. Platz, Radial Florence Permantier 2. Platz, Radial Jerome Peck, 3. Platz, Standard Gregory Lucas Keizers, 1. Platz,Standard Jens-H. Thiele, 2. Platz, Standard

Oben im Bild zu sehen die jeweils drei Besten der drei Laserklassen aus. Platzierung und Name: einfach drauf zeigen. Es gibt natürlich auch die Gesamtergebnisliste und eine Fotogalerie.

 

Absegeln 2016

Bodennebel


Am Morgen und Vormittag des 23.10. hätte mann zunächst meinen können, ohne GPS oder zumindest Kompass und Logge darf niemand beim diesjährigen Absegeln den ortssicheren Bootssteg verlassen, denn dichter Bodennebel verschleierte den ganzen Aasee.
Absegeln
Aber die Wettervorhersage sollte diesbezüglich recht behalten: nach und nach setzte sich die Sonne durch und um 14 Uhr ertönte wie vorgesehen das Startsignal zur diesjährigen Absegelregatta des SHM. Tapfer hielten die Mannschaften die Wettfahrt bei eher schwachem Wind und Temperaturen im einstelligen Bereich durch, vieleicht angetrieben von der Vorstellung danach im warmen „La Vela“ bei heißem Kaffee und leckerem Kuchen noch in anregenden Gesprächen das Segeljahr revue passieren zu lassen.

 

Amalfiküste und Golf von Neapel ’16

AnlegerDer Mittelmeertörn des SHM fand wie in all den letzten Jahren von einer Woche vor und der ersten Woche in den Herbstferien statt (01.10.-08.10.-15.10.2016).
In diesem Jahr wurden vier Yachten von 36 bis 45 Fuß länge besetzt: je eine Dufour 365 und Dufour 455 sowie zwei Sun Odyssey 439.
Ausgangshafen war Salerno, der partielle Crew­wechsel fand auf der Insel Procidia statt.
Wichtigstes kulturelles Ziel waren die Ausgrabungs­stätten von Pompeij. In beiden Wochen war Gelegenheit sie ausgehend von Sorrent mit der Circumvesuviana in heissem Ritt aufzusuchen.

Hier der Bericht von Matthias:

Flottille Hansa Amalfiküste und Golf von Neapel

Am 1. Oktober in aller Frühe um 4 Uhr machten sich 28 Seglerinnen und Segler vom SHM auf, die Weiten der Amalfi-Küste und des Golfs von Neapel zu erkunden. Dom/Kathedrale von AmalfiDie Anreise klappte trotz zweier unterschiedlicher Flug­routen reibungslos, und die beiden Reisegruppen trafen sich nach leichter Zitterpartie wegen des Gepäcks, das etwas lange auf sich warten ließ, vorm Flughafen Capodicino in Neapel. Der Bus wartete schon, und es konnten noch etwa zwei Stunden in Neapel verbracht werden, wo noch zwei weitere Reisende zur Gruppe hinzustießen.
Die Reise ging weiter bis die SHM-Segler in Salerno vier bemerkenswert gut ausgestattete Segelyachten übernehmen konnten. Am Sonntag sollte es losgehen, doch das Wetter war düster und es regnete in Strömen. Gewitter und Regen sollten uns in den Folge­wochen noch öfter begleiten. So verzögerte sich die Abfahrt, und man verständigte sich auf Amalfi als erstes Etappenziel.
Auf dem Wege dorthin führten einige verzweifelte Versuche, Marina Coppola/Amalfidie Segel zu setzen jedoch leider nicht dazu, dass der Wettergott auch nur einen Hauch Wind zur Verfügung stellte, und die Weiterfahrt konnte nur unter Motor erfolgen. Kurz vor Amalfi wurde die Flottille dann vom „Pirata di Porto“ geentert und Schiff für Schiff mit gekonnter Routine in den Hafen Coppola verbracht, wo die Schiffe zwar sicher, aber sehr unruhig bei knapper Wassertiefe an einem Schwimmsteg lagen.
Am nächsten Tag ging es mit genauso viel Wind weiter Richtung Capri, unterbrochen durch einen kurzen Stopp zum Schwimmen in der Bucht Seno di Ieranto nahe dem Punta Campanelle noch auf dem Festland der Halbinsel Sorrent kurz vor Capri.
Tags drauf ging es vom touristisch stark geprägten Capri weiter mit ein wenig mehr Wind, der aber auch nur kurze Segelversuche zuließ. Die Flottille erreichte Isola di Nisida, die sich nicht nur als geschlossen herausstellte sondern auch eine aufgegebene Industrieumgebung aufwies. Das Endlich ..hinderte den „Patrone di Porto“ jedoch nicht daran 200€ pro Schiff zu verlangen, ohne sanitäre Anlagen oder ähnliches. Nach einigem Verhandeln und etlichen Rück­sprachen des Hafe­nmeisters mit seinem Patrone verständigte man sich auf erträgliche 300€ für die gesamte Flottille.
Dann endlich kam der erste richtige Segeltag. Mit Wind um 3-4 Bft aus Richtung Neapel flog die Flotte nur so dahin Richtung Sorrento. Nachdem sich die Mira über Funk zu einer Regatta bekannte, gab es ein heißes Rennen um die Führung. Zunächst setzte sich die Passion in Führung, verschenkte aber deutlich Raum.
Hart, aber fair ...
Ein geschicktes Wendemanöver der Roberta brachte die Passion dann in eine Ausweichsituation, zu der diese jedoch erst durch ein deutliches Achtungsignal der Roberta ermuntert werden musste. Offenbar Segeln ...wollte der Kommodore der Passion mit seiner Crew das Manöver des letzten Augenblicks trainieren. Durch das Manöver setzte sich die Crew der Roberta deutlich in Führung und erreichte die Marina Grande von Sorrent als erste, vor der sie längere Zeit auf die anderen Schiffe wartete und den letzten Wind für Manöver ausnutzte.
Auch ermunterte der Kommodore andere Crew­mitglieder gerne zum fleißigen Funk­training, was jedoch bis Törnende nicht zu prüfungs­tauglichen Seefunk­gesprächen führte.
Ein anschließender Hafentag gab Gelegenheit zum Besuch von Pompeji, wo man sich unter anderem über die sexuellen Gepflogenheiten von damals interessierte. Ein gemeinsames Essen aller Crews schloss den Hafentag ab.
Abschlussessen - Crew der RobertaBei gutem Wind erreichte die Flottille am folgenden, intensiven Segeltag die idyllische, weniger touristenlastige Insel Procida, bei den Italienen auch gerne als „Heiratsinsel“ gebucht, was wir vor Ort auch sofort verstehen und bemerken konnten. Hier ging dann für einige Crewmitglieder die Reise und für andere die erste Woche zu Ende.

Die Nachfolger trafen am frühen Nachmittag ein und übernahmen ihre Kojen. Weiter ging es von dort rund Ischia zum kleinen Porto di Angelo, für einige trotz gutem Wind wieder nur mit Unter­wassergenua, für andere unter Vollzeug mit Bade­stopp in einer kleinen Bucht im Nordwesten von Ischia. BadestoppWir entschieden uns, noch eine Nacht auf der schönen Insel Ischia zu bleiben, jedoch in die Marina Porto di Ischia zu gehen.
Am folgenden Tag freute sich die Crew der Roberta auf einen tollen Segelwind, angekündigt nach Rückfrage per Funk von der Mira: 5-6 bft (oder doch Knoten?!) von dem jedoch nichts vorzufinden war, als die Roberta den Windschatten von Ischia auf dem Weg nach Sorrent verlassen hatte bis hin zur völligen Flaute. Später setzte dann jedoch noch toller Segelwind ein, der die Roberta mit max. 7.7kn nach Sorrent tragen sollte, abrupt gestoppt durch eine längere Starkwindboe, die zu leichteren Schäden führte, so dass die Reise in den Hafen nur unter Fock beendet werden konnte. Der Hafen wurde glücklich bei Einbruch der Dunkelheit erreicht.
Sorrent Hafen und Blick zum Vesuv Pompeij
Leichtere Reparaturen fanden dann am Folgetag statt und stellten die Einsatz­bereitschaft der Roberta wieder her. Von Sorrent aus gab es dann auch für die Crews der 2. Woche die Möglichkeit Pompeji oder Ziele, wie Positano, aufzusuchen.
Der ursprüngliche Plan für die letzten beiden Tage, zunächst Amalfi und dann den Ausgangs­hafen in Salerno anzulaufen, schien zunächst durch ungünstiges Wetter ins Wasser zu fallen, da Amalfi wetterbedingt keine Schiffe aufnehmen wollte. Also segelten wir los, mit dem Ziel, Salerno direkt anzulaufen.
Dies gestaltete sich schwieriger als gedacht, da bei der Umrundung der Enge zwischen Capri und dem Festland plötzlich heftige Winde auftraten, die alle Schiffe bis ins 3. Reff zwangen. Auch kamen die Winde für die Fort­setzung der Fahrt nach Salerno recht ungünstig, so dass ein Kreuzen unausweichlich war. Comodore
Der Wind beruhigte sich jedoch im Laufe des Tages, so dass gegen Ende wieder mit unter vollen Segeln gefahren werden konnte. Leider drehte der Wind dabei noch ungünstiger und ließ schließlich stark nach. Glücklicherweise öffnete sich der Hafen in Amalfi dann doch noch kurzfristig für die Hansa-Flotte, so dass vor Einbruch der Dunkelheit der sichere Hafen erreicht wurde. Auch hier wieder mit vollem Einparkservice!
Der Empfehlung des Hafenmeister-Piraten folgend, lief die Flotille am kommenden Morgen schon zwischen 8 und 9 Uhr aus, da schweres Wetter kommen sollte. Sie erreichte Salerno bereits gegen 11 Uhr nach kurzem Tank­stopp im Porto Touristico. Das Unwetter zog jedoch weit südlich an uns vorüber. Den Tag verbrachten wir mit Aufräumen, Schiffsübergabe und Stadtbummel bis wir uns um 19:30 Uhr zum gemeinsamen Flottillen-Abschluss-Essen ganz in der Nähe des Hafens trafen.

Die Heimreise am folgenden Tag verlief reibungslos und so erreichten wir gegen Mitternacht im kalten Münster den SC Hansa. Damit gingen dann leider zwei Wochen mit schönen, warmen, sonnigen, stürmischen, gewittrigen, flautigen und aufregenden (für den Kommodore motorlastigen) Tagen zu Ende.
Abschlussessen 2. Woche

Adventskaffee 2007


Kommt der Weihnachtsmann eigentlich immer nur an Heiligabend und nur zu den Kindern? Diese Frage stellten sich jüngst die Mitglieder des Festausschusses des Segelclub Hansa. Annette und Angela nahmen Kontakt zu dem freundlichen alten Mann mit dem langen weißen Bart und der roten mit weißem Pelz besetzten Kutte auf und siehe da, er versprach, auch die zu einem gemütlichen Adventskaffee im Clubhaus des SHM versammelten Mitglieder am vergangenen Sonntagnachmittag zu besuchen.
An einer adventlich gedeckten Tafel freuten sich die Teilnehmer auf einen geselligen Nachmittag bei Kaffee, Glühwein, Kuchen und Plätzchen. Doch plötzlich wurden die Gespräche durch ein Rumpeln und Klopfen unterbrochen. Da stand doch tatsächlich der Weihnachtsmann in der Türe. Stumme Verwunderung machte sich breit. Hatte der gute Mann sich etwa verlaufen? Doch spätestens, als er sich an jedes einzelne Clubmitglied persönlich wandte und sich herausstellte, dass er offensichtlich über alle bestens Bescheid wusste, war klar, dass der Weihnachtsmann ganz bewusst zu den Mitgliedern des SHM gekommen war. Er erwähnte nicht nur die seglerischen Erfolge und den besonderen Einsatz für den Club sondern ermunterte die Anwesenden, sich auch im nächsten Jahr wieder in besonderer Weise für den Segelclub einzusetzen.
Bevor der Weihnachtsmann wieder ging, überreichte er noch allen, einer guten, alten Tradition folgend, sein Ebenbild aus Schokolade. „Das war wirklich eine gelungene Überraschung“, so der Kommentar einer begeisterten Seglerin.
Sehr zur Freude aller gaben zum Abschluss des Nachmittags noch Simon Wickel   und Lars Haalck mit ihren Klarinetten ein 20minütiges, adventliches Konzert. Dabei ließen die bekannte Lieder auch sonst eher raue Seebären zu stimmungsvollen Sängern werden.