Müde und voller Vorfreude – Absegeln 2022

06.11.2022
Bereits gegen 12 Uhr wurden die ersten ambitionierten Segler:innen am Hafen gesichtet, ein RS Aero lag segelklar am Laser-/Opti-Steg, Windfinder hatte mit 4-5 Bft nicht unrecht. Der Trubel in Umkleiden, Optikeller sowie auf und um den Steg kam zur Steuermensch-Besprechung gegen 13:30 Uhr kurz zum Stillstand, dann stand fest, es werden zwei Wettfahrten à zwei Runden gesegelt. 21 Boote hatten sich gemeldet – von Conger, c55, Laser bis Zugvogel nahezu alle Aasee-heimischen Bootsklassen. Besonders erfreulich waren die Meldungen von vier Laserseglerinnen unter dem internen Code „female power on laser“.

Der Trubel verlagerte sich langsam aufs Wasser. Trotz großzügiger Startlinie wurde es zu 14 Uhr merklich eng. Einige hatten mit den Böen zu kämpfen, an Peilung oder bevorteilte Startseite war zumindest für mich nicht mehr zu denken. Vor der Tonnenrundung die erste Kenterung eines Lasers (trocken!), zwei weitere folgten während des ersten Laufes. Die Raum-Rufe wurden auf dem langen Vorwindkurs hörbar weniger. Wenn nicht gerade durch die Bugwelle der Erstplatzierten ins Schwanken gebracht, bestand hier etwas Zeit zum Durchatmen und Genießen. Da die herbstliche Flaute schon vor drei Wochen den Aasee erreicht hatte, war ich fast nicht mehr an so viel Schotarbeit und Trimm gewöhnt. Mit rund 30 bis 40 Minuten Segelzeit je Lauf, langer Kreuz und Krängung kamen ganz sicher alle Teilnehmenden auf ihre Kosten.

Kaffee, Kuchen und Suppe zur Siegerverkündung runden meine erste Regatta ab. Danke an die Wettfahrtleitung und alle helfenden Hände. Ich habe ein faires, durchaus anspruchsvolles Segeln erlebt – so können wir verdient, müde und voller Vorfreude in die Winterpause gehen.

Text: Alex
Fotos: Sandra

Pirat, Laser, SZV und c55 fit für die neue Saison

Gleich vier Bootsklassen belegten am Samstag jeden Winkel in der Bootshalle, um die Jollen fit für die Saison zu machen. Dank des frühlinghaften Wetters konnte Melina sich im Außenbereich breit machen und das Leinenmaterial in der 3925 und 3753 aufbereiten.

Dirk und Simon schliffen (gefühlt die gesamte Nacht) ihre C55, um die Saison 2019 mit einem nackten Unterwasserschiff zu starten.

Familie Unewisse polierte ihren Laser bis die Politur nichts mehr leisten konnte. Kerstin und Berhard sagten dem Kalk unter dem SZV den Kampf an. Fabian sitzt seit zwei Tagen vor dem Kiel der C55 und schleift und schleift und …

Ernst und Christian mit Team reparierten alles was nicht seefest war an den SZV. Einziger Lichtblick an diesem arbeitsreichen Samstag war die Mittagspause mit Grillwürstchen, Salaten und frischem Kaffee auf dem Vorplatz der Bootshalle 🙂

Weitere Arbeitsaufrufe erfolgen über den E-Hanseaten und Emails der Obleute.

(Thomas)

c55-Workshop

Am letzten Wochenende fand ein erster Workshop statt, um die beiden c55 des SHM – die „simply more“ und die neue „simply red“ – für die neue Segelsaison fit zu machen.
Eine große Anzahl an Aktiven hatte sich dazu im Werkraum der neuen Bootshalle eingefunden, wobei neben erfahrenen Personen auch mehrere Neumitglieder dabei waren. So konnte schon ein Großteil der vorgesehen Arbeiten erledigt werden, die von einfachen Tätigkeiten wie Reinigen und Wachsen bis hin zu aufwendigen Aktionen wie Boot umdrehen, Kiel ausbauen und Antifouling entfernen reichten.

Neben diesen Tätigkeiten wurde auch das laufende Gut der beiden Boote angepasst und gleich ausgestattet, um die Bedienung für alle Seglerinnen und Segler in der kommenden Saison zu erleichtern.
Allen Beteiligten gilt ein großer Dank für die geleistete Arbeit. Am übernächsten Wochenende (15. und 16.2.) geht es dann weiter – hoffentlich wieder mit einer großen Anzahl an Aktiven!

(Dirk)