Besonders am Wochenende hören wir diese Frage oft, wenn neue Vereinsmitglieder an der Hiltruper Bootshalle vorbeischauen, um beim Herrichten der Vereinsboote Optimisten, Laser, SB3, Pirat, Polyvalk oder Schwertzugvogel zu helfen.

Das stimmt – einerseits. Andererseits gibt es aber dieses Jahr sehr viele Schäden zu reparieren und Wartungsarbeiten zu erledigen und daher noch einiges zu tun, bis die Vereinsboote Anfang/Mitte April wieder ins Wasser können. Auf der Website gibt es einen Kalender, in den alle Termine in der Bootshalle eingetragen werden. Also Kalender checken, Termin(e) ausgucken und bei den zuständigen Obleuten für die jeweilige Bootsklasse melden, um bei einem Termin mitzuhelfen.
Bei den Schwertzugvögeln konnten so schon marode Schoten und Püttinge saniert werden, ausgerissene Ruderbeschläge ersetzt, Gelcoatschäden beseitigt oder Unfallschäden zulaminiert werden. Bei den c55 wurde schon gereinigt und poliert sowie kleinere Schäden beseitigt.



Besonders gern gesehen sind aber auch Vereinsmitglieder, die bereit sind, einzelne Arbeiten in ihre Verantwortung zu nehmen und eigenständig zu erledigen. Das hat den Vorteil, dass man sich die Zeit für die Arbeiten frei aussuchen kann. Auch hier gibt es natürlich Anleitung, Hilfestellung, Werkzeuge und Material von den jeweiligen Obleuten. Den Vereinsbooten sind auch noch Paten zugeordnet, die einige Arbeiten selbst übernehmen, aber ebenfalls über Hilfe froh sind.
Bei den Polyvalken müssen noch Fockroller ersetzt werden, ein Kiel neu befestigt und die Mastlegevorrichtung repariert werden. Bei den Schwertzugvögeln (SZV) werden noch alle Ruderblätter neu beschichtet und ausgerissene Schwertaufhängungen neu laminiert. Auch sollen noch neue Schoten betakelt werden.




Je nachdem kann man so entweder lernen, wie man mit Hilfe beleuchteter Schminkspiegel kopfüber in einem Bootsrumpf laminiert, Stahlschwerter beschichtet, Gelcoat aufträgt, wie man in einen zu engen Bug geschoben wird oder wie schwer ein Kiel sein kann.
Also wer schweißen kann, takeln oder Persenninge nähen lernen will oder gut schleifen kann: meldet Euch!
Markus J. (SZV-Obmann)







Für die meisten war es nach 2015 und 2016 bereits das dritte Segelevent auf dem beliebten holländischen Segelrevier, für andere eine Premiere. Die von Segeltrainerin Lena Thöne ausgearbeiteten Trainingseinheiten forderten von den Segelcrews ein gutes Maß an Konzentration, gegenseitiger Abstimmung und gelegentlich auch eine gute körperliche Fitness. All das war vor allem gefragt beim Setzen, Segeln und Bergen des Gennackers, eines grossen und leichten Vorsegels. Das Segeltraining wurde in den Mittagspausen unterbrochen durch einen Aufenthalt in den malerischen Häfen der Halbinsel Marken und des Städtchens Volendam.
Ich wurde am Donnerstag von der ersten Crew (Sabrina, Alexandra, Gerit und Olivier) in Münster aus dem Wasser geholt und wußte gar nicht wie mir geschah. Am Freitag ging es dann über Landstrassen und Autobahnen nach Friesland, genauer gesagt nach Workum. Ich war schon ganz aufgeregt, zumal ein guter Wind angesagt war.
Kurz und gut, die Crew hat sich mit mir vertraut gemacht und gelernt mich auch bei mehr Wind zu steuern. Gerade als alle einmal an der Pinne waren, blieb der Wind weg. Schade, der Tag war so schön. Nun ging es leider zurück an meinen Liegeplatz im Hafen von Workum.
Dann wurde ich wieder an meinen Liegeplatz gebracht und blieb die ganze Woche alleine.
Kaum waren das Großsegel wie auch die Fock gesetzt folgte auch schon der Gennaker und es ging in knapp einer Stunde bis Kornwerder Sand. Hui das war richtig klasse. Häufig gesurft. Leider hatte meine Crew keinen Speedometer dabei, so dass keiner genau wußte, wie schnell wir waren (anhand der Strecke und der Zeit würde ich sagen, dass wir gut 10 Knoten schnell waren).
Am Sonntag war wieder ordentlicher Wind mit 4 Bft. . Meine Crew ließ den Gennaker in der Tasche, da ich unter Groß und Fock schnell war und denen gezeigt habe, dass ich bei zuviel Druck auch gerne mal in den Wind schieße. War aber nicht schlimm und alle haben sich schnell daran gewöhnt bzw. den Traveller einfach ganz in Lee gefahren.