Segelfreizeit in Friesland im Mai 2024

Am Freitag, den 27. Mai 2024, war es wieder soweit: 48 Mitglieder unseres Segelvereins machten sich auf den Weg nach Koudum /NL, um an der 27. Segelfreizeit am Heegermeer teilzunehmen. Dort angekommen, bezogen wir nach herzlicher Begrüßung unsere sechs Ferienhäuser und einige erkundeten bereits im Anschluss die Umgebung und den Ort. Die Lage der Häuser im Ferienpark De Kuilart ist sehr schön. Von dort aus hatten wir nicht nur einen wunderbaren Blick in Richtung Hafen, sondern auch einen recht kurzen Weg zum Anleger.

Bereits am frühen Nachmittag standen fünf der zwölf gebuchten Polyvalken für uns zur Verfügung und die ersten Segler*innen konnten es kaum erwarten, in See zu stechen. Der Wind war anfangs noch schwach, frischte jedoch am späten Nachmittag auf. So ließen es sich einige Seglerinnen und Segler unserer Gruppe nicht nehmen, auch nach dem Abendessen noch einen Törn zu wagen.

Das Abendessen (so wie auch das Frühstück) wurde von jeweils zwei Häusern gemeinsam eingenommen. Es gab leckere Gyros- und Spargelsuppe zur Auswahl. Der Appetit war riesig und die Töpfe anschließend leer. Den Abend ließen wir gemütlich bei Bier, Wein und anregenden Gesprächen ausklingen.

Am nächsten Morgen begann der Tag mit einem Segelausflug von Koudum aus nordwestlich in Richtung Heeg. Unsere Gruppe segelte an einer Plattbodenschiff-Regatta vorbei und legte zum Mittag auf der Insel Nieuwe Kruispolle an. Dort genossen wir die beim Frühstück geschmierten Butterbrote. Nach dieser Pause teilte sich die Gruppe: Einige Boote segelten weiter in Richtung Heeg, während andere nach Elahuizen fuhren. Bei sonnigem Wetter und gutem Wind kehrten wir schließlich gegen Abend in den Heimathafen zurück.

Am Abend wurde gemeinsam gegrillt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereiteten köstliche Salate zu, und auf dem Grill brutzelten das Fleisch sowie vegetarische Leckereien. Der Abend endete wieder spät in einer fröhlichen Runde, in der die Erlebnisse des Tages ausgiebig besprochen wurden.

Auf Grund der nicht ganz idealen Wetterbedingungen begann unser Segeltörn am Sonntag erst um 11 Uhr und auch der Ausblick auf das Wetter am Nachmittag ließ nichts Gutes erahnen. Es gab für den Nachmittag eine Sturm- und Gewitterwarnung. Nachdem sich alle Boote im Hafenbecken gesammelt hatten, fuhren wir gemeinsam nach Elahuizen, wo die Gruppe einen Mittagsstopp einlegte. Während wir uns mit Appeltaart und Carrot Cake versorgten, verkündete Klaus Veelker, dass er im nächsten Jahr leider nicht an der Freizeit teilnehmen könne. Er stellte Oliver Koen vor, der die Planungen der Touren für die nächste Freizeit übernimmt.

Am Nachmittag änderte sich das Wetter wie angekündigt. Alle Boote nahmen den direkten Weg zum heimischen Anleger. Rechtzeitig vor dem einsetzenden Gewitter lagen unsere Boote wieder sicher vertäut im Hafen.

Aufgrund dieser Wetterbedingungen fiel das geplante Segeln zur Pizzeria in Stavoren aus. Nachdem wir uns alle wieder etwas aufgehübscht hatten, ging es in Fahrgemeinschaften mit dem Auto nach Stavoren. Einige nutzten die Gelegenheit, den Ort zu erkunden oder am Hafen ein Kaltgetränk einzunehmen. Das anschließende Abendessen in der Pizzeria De Kruitmolen war ein sehr schöner Abschluss des Tages und auch der Freizeit. Wir dankten noch einmal herzlich Hedwig Hörbelt-Grantzow für die perfekte Organisation und auch Klaus Veelker für die hervorragende Planung der Segeltouren.

Anschließend fuhren bereits einige Teilnehmer wieder Richtung Münsterland und die Verbliebenen machten sich noch einen letzten gemütlichen Abend in der Unterkunft.

Für uns war es die erste Segelfreizeit und es hat sehr viel Spaß gemacht. Wir haben eine sehr sympathische Seglergemeinschaft kennengelernt und sind beim nächsten Mal gern wieder mit dabei.

Frauke und Ralf

Segelfreizeit in Koudum 2023 – bestes Segelwetter und tolle Stimmung

Vom 2. bis zum 5. Juni 2023 ging es für fünfzig SHM-Mitglieder nach Koudum in die jährliche Segelfreizeit am Heegermeer. Viele von uns waren bereits mehrfach dabei, für mich sollte es die erste Segelelfreizeit sein.

Die ersten Teilnehmer trafen bereits Freitagmittag im Vakantiepark De Kuilart ein und konnten mit den ersten fünf Polyvalken das Segelrevier erkunden. Der Ferienpark liegt in einer wunderschönen Umgebung, die besonders zum Wassersport geeignet ist, also für uns Segler optimal. Die geräumigen Ferienhäuser waren perfekt, so dass in jedem Haus acht Personen untergebracht werden konnten. Es fehlte uns an nichts und Dank der großartigen Organisation von Hedwig waren alle Kühlschränke und Schubladen gut gefüllt. Kontakte in den Hausgemeinschaften und der gesamten Gruppe wurden sehr schnell geknüpft und alle fühlten sich innerhalb kurzer Zeit sehr wohl und freuten sich auf das gemeinsame Segelwochenende. In gemütlicher Runde wurde gemeinsam gegessen, und zu vorgerückter Stunde probierten wir dann auch unsere Gesangskünste aus. Wir bildeten einen großen Stuhlkreis und sangen mit musikalischer Begleitung von Dagmar Shanty-Lieder, das erinnerte einige von uns an frühere Jugendfreizeiten. Einfach toll!

Der Plan für Samstag: 8 Uhr aufstehen – 9 Uhr frühstücken – 10 Uhr losfahren. Nach dem ausgiebigen Frühstück auf unseren sonnigen Terrassen standen zwölf Polyvalken für uns bereit. Noch vor der Abfahrt wurden die Boote überprüft und das Mastlegen geübt, welches sich im Laufe des Tages als sehr wichtig herausstellen sollte. Gut gelaunt und bei bestem Segelwetter mit 3-4 Beaufort ging es für uns jeweils zu viert auf einem Boot zum ersten Treffpunkt, der Nieuwe Kruispolle. Schön anzusehen waren unterwegs die vielen Segelboote und die typisch niederländischen Plattbodenschiffe. Ein Boot von uns benötigte allerdings etwas Unterstützung durch die Vereinskollegen, da es ein Motorproblem hatte. Hier wurde sehr deutlich, was eine tolle Gemeinschaft ausmacht, und so konnte auch das letzte Boot sicher anlegen.

Nach einer kurzen Rast mit belegten Broten und diversen Getränken ging es für uns weiter durch die „Swarte Walde“ in Richtung Koudum. Um die Brücken entlang der Koudumer Far zu passieren, musste nun der Mast gelegt werden, das hatten wir ja gut geübt. Im Hafen von Koudum legten wir uns mit unseren Booten ins Päckchen, um den idyllischen, kleinen Ort zu erkunden und eine Mittagspause in der Cafetaria de King einzulegen. Anschließend ging es für einige von uns zurück in den Heimathafen, andere nutzten das gute Wetter zu einem weiteren Segelausflug. Das gemeinsame Grillen stand abends auf dem Programm. An einer langen Tafel wurde geklönt, gefachsimpelt und von diversen Segelabenteuern berichtet.

Am Sonntag konnten wir eine Stunde länger schlafen, so war der Plan. Es stellte sich jedoch heraus, dass einige Frühaufsteher unter uns waren. Bei dem Geruch von Kaffee und Rührei saßen wir alle schnell wieder gemeinsam auf den Terrassen. Bei frühsommerlichen Temperaturen waren wir um 11 Uhr startklar an unseren Segelbooten, jede Bootsbesatzung legte ihr Ziel selbst fest, und für uns ging es zum ersten Ziel – Elahuizen. Hier sollte es ein hervorragendes Appelgebak geben, und so war es dann auch. Allerdings hatte das „Cafe De Fluessen“ nicht mit einer so großen Anzahl an Gästen gerechnet und das Appelgebak war sehr schnell ausverkauft.

Danach hieß es dann schon für mehrere Teilnehmer Abschied zu nehmen, für die übrigen stand der Nachmittag zur freien Verfügung – segeln, schwimmen oder aber auch chillen und sich auf das Abendprogramm vorbereiten. Es ging mit den Booten nach Stavoren in das Restaurant De Kruitmolen, auch hier mussten wir zuvor wieder mit gelegten Masten eine Brücke passieren. Ein weiterer gemütlicher Abend bei hervorragendem Essen und gut gelaunten Segelfreunden stand auf dem Progamm. Es galt aber auch Danke zu sagen – Hedwig hat wieder dafür gesorgt, dass sich alle auf die nächste Segelfreizeit freuen.

Für den großen Rest von uns hieß es am Montag die Häuser zu räumen und besenrein zu hinterlassen. Es war ein tolles Wochenende mit vielen netten Leuten, einer hervorragenden Organisation und bei allerbestem Segelwetter. Ich bin im nächsten Jahr gern wieder dabei!

Text: Sylvia
Fotos: Teilnehmer*innen

Der Dreck muss weg 2023, Teil 2.

Angenehmer als in der Halle, auch für Olivier unter der Luna

Glück gehabt, am Samstag konnte wieder das gute Wetter genutzt werden, um die weiteren Boote für den Unterwasseranstrich vorzubereiten. Diesmal kamen die Valken in den Genuss der Schönheitsreparaturen. Dank an Kerstin, Friedrich, Olivier und Markus, die geduldig Rumpf für Rumpf schrittweise vorbereitet haben.

WICHTIG! In den nächsten Wochen folgen die Unterwasseranstriche für alle SZV und Valken. Dazu werden einige Kräfte benötigt, weil wir die Farben in einem Rutsch aufbringen müssen. Achtet bitte auf entsprechende Durchsagen.

Thomas K.

Erster Polyvalken-Workshop

Am vergangenen Samstag versammelten sich einige Hanseat*innen in unserer Hiltruper Bootshalle für den ersten Polyvalken (= PV)-Workshop dieses Winters. Bernhard Bruch, Dirk Uwe Hahn und Friedrich Bitzhenner unterstützten den Obmann Klaus Veelker und Bootspatin Tanja Veen bei der Außenreinigung unserer beiden PVs Stella und Luna.

Außerdem wurden dieses Mal auch Baum und Mast abgenommen, weil demnächst noch eine Drehung der Boote ansteht, damit die Bearbeitung des Unterwasserschiffs besser gelingt. Da in diesem Jahr zum ersten Mal biozidfreies Antifouling aufgetragen werden soll, steht noch eine Menge Arbeit am Rumpf an – das Drehen der schweren Kielboote wird noch spannend werden!

Gestärkt durch belegte Brötchen war die Gruppe so motiviert, schon den nächsten Workshop-Termin festzulegen. Die Arbeit geht zur Einstimmung auf die Mitgliederversammlung am Samstag, den 04.02., um 10 Uhr weiter. Helfende Hände sind gern gesehen! (Bitte vorher eine kurze Nachricht an veentanja@gmail.com.)

Liebe Grüße,

Tanja

Aasee 2022

Nicht ernst gemeinte Gegendarstellung zum Beitrag Kanada 2022

„Es ist kalt draußen“, meinte meine Frau, als sie durchgefroren vom Fahrrad stieg. Ich fühlte ihre Hände und beschloss, die wärmere Jacke, winddicht als Zusatzeigenschaft, anzuziehen. Auf dem Aaseetörn, wir schreiben den 19. Oktober mittags, stellte sich heraus, die brauche ich gar nicht: die Sonne schien mit aller Herbsteskraft, der Wind war irgendwo in den entfernteren Seegefilden. Und wenn er sich auf das Wasserniveau herniederließ, brauchte es bekanntermaßen und gewässertypisch nur wenige Minuten, bis auch der „Schattenmann“ an Bord nach dem nächsten Manöver wieder in der wärmenden Sonne saß.

Skipper und Vorschoter erlebten auf der „Luna“ von jetzt auf gleich einige vorhersehbare und einige besondere Vorkommnisse. Wind von 0 Bft (spiegelglatt) bis 4 Bft (sagenhaft) in Böen – ja, da mussten wir schon aufpassen mit Vollzeug. Spaß inklusive, wann passt das bei uns mal so zusammen? Anluven, abfallen, am Wind, mit halbem, raumem und vor dem Wind, geplant und ungeplant wenden, sogar Halsen und Q-Wenden kamen zur Anwendung. Nur so wird man Manövermeister.

Foto (siehe unten)

Farbenrausch wie im indian summer des stärkst besuchten Nationalparks weltweit, dem Great Smoky Mountains National Park. Himmelsfarben wie auf den Seychellen, die wir gerade im Status von Freunden sahen, aber hier verfeinert mit Wolken- und Zirrengebilden, die mich an die New Yorker U-Bahn-Station Oculus am One World Trade Center erinnerten. Landende Gänseschwärme in 20 Metern Nähe und auf Augenhöhe, wie mit einem Spektiv beobachtet. Silbrig schimmernde Mövenansammlungen, die Norderneyer neidisch machen würden. Kranichschwärme im Viertelstundentakt, akustisch und optisch erlebbar wie in der Diepholzer Moorniederung oder in Mecklenburg-Vorpommern. Kirchendreifaltigkeit von Überwasser, Dom und Lamberti in sanften Herbsttönen, umrahmt von wohlgeformten bis spirrigen Bäumen entlang des Sees, Bildern der Malergruppe „Der blaue Reiter“ Konkurrenz machend. Auch einige der afrikanischen big five ließen sich ob der goldenen Herbsteszeit nicht lumpen und artikulierten sich lautstark. Ach so: und schneegleich fallendes Laub auf den Rasenflächen. Dazu übermütige Passanten, die aus lauter Lust am Wetter einen kleinen Stein auf der Wasseroberfläche zum Hüpfen bringen wollten.

Gut, Wale haben wir nicht gesehen. Geschenkt, die passen ja auch nicht in unser Flachgewässer. Baumstämme schon. Auch treibend. Denn wenige Meter neben uns, nahe der Flachwassertonne, knickte eine Windbö einen dicken Baumstamm ab, der dicht neben uns unter Getöse ins Wasser klatschte. Dafür konnten wir den daneben sitzenden Angler dabei beobachten, wie ihm die Farbe aus dem Gesicht wich.

Ansonsten Ruhe. Wie in der arabischen Rub-al-Chali oder im Steinwüstennachbau des Bremerhavener Klimahauses. Gelegentlich unterbrochen, Revierkenner ahnen es, durch Autogehupe und Rettungsfahrzeuge mit Martinshorn: willkommen Realität. Sonst – windabhängig – stumme oder raschelnde bis rauschende Bäume im Wind, Geglucker am Bug bis hin zu veritablem Geplätscher entlang des Rumpfes bei schneller Fahrt. Vogellaute aller Art, immer und überall.

Und das i-Tüpfelchen: kein anderes Boot, keine „Soolaris„, ja doch am unteren Seeteil einige – weit weg. Jedenfalls bis halb vier, dann wurde es voll auf dem Wasser, auch ohne Gruppentraining. Selten gesehene 7 (in Worten „sieben“) Boote gleichzeitig unter weißen Segeln auf manchmal karibisch bläulich schimmerndem Wasser; oder leuchten die Farben in der Bretagne so? Nach 180 Minuten Einsamkeit, die Klaus Imbecks „GEO„-Bericht 1989 über die australische Outback Police entnommen zu sein schienen, in dem er Constabler Mark Butler zitierte, der über den verdammten Verkehr fluche, wenn ihm in vier Stunden zwei Fahrzeuge begegneten, wurde uns das zu trubelig, und wir strichen die Segel. Zu Beginn des Heimweges in Münsters Südosten fragte ich mich zunächst, wo die restlichen über 300.000 Münsteraner wären, stellte dann aber fest: alles beim alten, sie sind auf den Straßen unterwegs.

So toll kann Aaseesegeln sein! Wir berichten übrigens nicht im gedruckten HANSEATEN.

Text: Hans-Christoph T.
Foto: entfällt, Handy war im Spind, so ein Mist

Polyvalken-Segelfreizeit Koudum 2022

Weiße Segel, blauer Himmel, grünes Land

Vom 10. bis zum 13. Juni fand die Segelfreizeit in den Gewässern um Koudum/NL statt. Bekannter ist der Event als Segelfreizeit Heegermeer. Dieses Jahr gab es eine grundlegende Änderung: die Übernachtung fand nicht in Heek sondern in Koudum statt, genau gesagt im Vakantiepark de Kuilart.

Nach der Covid-bedingten Pause merkte nicht nur die Hauptorganisatorin Hedwig, wie ausgehungert viele SHM-Mitglieder nach einem Wiedersehen und Segelpraxis waren. Die gemeldete Teilnehmerzahl erreichte nie dagewesene 52 Nasen. Bei einer durchschnittlichen Besetzung der Polyvalken mit vier Segelhungrigen kann man sich die Anzahl der Boote ausrechnen: In den Kanälen glichen die Segelausflüge einer Prozession.

Das Wetter konnte besser nicht sein: Temperaturen um 20° C, Westwind mit 3 bis 4 Bft, garniert mit 5er Böen. Viel Sonne ließ die Haut trotz wirksamer Sonnenkrems fix bräunen, manchen auch zu schnell, konkurrierte doch die eine oder andere ungeschützte Hautstelle mit der Farbe der untergehenden Sonne.

Weiße Schäfchenwolken passten zur Farbe der Segel. Sattes Grün an den Ufern und auf den Grünländern entlang der Route sowie blauer Himmel rundeten den optischen Eindruck ab. Die Krönung war der Sonnenuntergang auf der Fahrt von Stavoren nach Koudum. Alte Heeker-Meer-Hasen meinten unisono, dass es noch nie sooooo tolles Segelwetter gegeben habe.

Auch das gewählte Quartier, sechs neue Häuser mit bis zu acht Personen Belegung, passte hervorragend in das Gesamtbild. Waren sie doch gut ausgestattet, großzügig geschnitten und kein bisschen abgenutzt. Einhellige Teilnehmermeinung: nächstes Jahr wieder hierher.

Die Stimmung war hervorragend, und außer zwei Motorpannen, die zunächst per Abschleppen der Boote durch Vereinskollegen geregelt wurden, gab es keine Negativmeldung. Bereits kurz nach der Ankunft am Freitag – Häuser bezogen, Lebensmittel verteilt, Ankunftsbier getrunken – waren laute Stimmen zu vernehmen: „Lasst uns jetzt die Boote ausprobieren!“ Gesagt, getan. Flugs war ein halbes Dutzend Boote mit SHM-Segelhungrigen unter geblähten Segeln unterwegs, um nach Herzenslust zu wenden, zu halsen, zu trimmen und zu kreuzen. Für einige galt es, auf der ersten diesjährigen Segeltour eingerostete Routinen zu reaktivieren.

Schnuckelige Örtchen garnierten den sportlichen Veranstaltungsteil. Mittagspausen in Balk und Elahuizen versüßten den runden Gesamteindruck nicht nur kulinarisch noch weiter. Ein Grillabend mit großer Auswahl an Festem und Flüssigem beschloss den Samstag, nachdem am Freitagabend mitgebrachte Gyros- und Spargelsuppen für gefüllte Mägen sorgten; die traditionelle Rudel-Gesangsrunde verbesserte die Stimmung weiter. Am Sonntagabend fuhren wir per Boot mit dreißig Mann (sagt man doch so!) nach Stavoren, um ins Ijsselmeer zu spucken und uns bei Schleusenblick von kompetentem Restaurantpersonal mit leckeren italienischen und niederländischen Gerichten und Getränken verwöhnen zu lassen. Am Montag ging es nach dem Frühstück – wieder auf der Terrasse – ans Klar-Schiff-machen und Packen und danach Richtung Heimat oder Folgeurlaub.

Und die Segelei? Sie konnte besser nicht sein: mit einem Reff waren wir gut bedient, ab und zu wurden auch zwei gesteckt. Zu viert auf Luv ausgeritten, wagten einzelne Boote den Segeltrip ganz ungerefft. Sportlich war’s, aber ungefährlich und für alle Manöver war trotz reichlichem Bootsverkehr, der zeitweise Autobahndichte erreichte, viel Platz und Zeit zum Üben. Auch die Vorfahrtsregeln konnten umfänglich erprobt werden.

Allen SHM-Neulingen sei gesagt, dass sich diese jährlich stattfindende Segelfreizeit ausgezeichnet für das Kennenlernen von Clubmitgliedern eignet, weil im Gegensatz zu anderen Touren in Häusern übernachtet wird. So kommt es oft vor, dass wir bei der individuellen Anfahrt mit anderen Seglern zusammen sind als in den Häusern und mit noch anderen auf den Booten. Gemeinsame Frühstücks- und Abendrunden beflügeln das ganze natürlich. Und: Trainings wie dieses sind nicht nur für erfahrene Segler*innen, sondern auch für Anfänger*innen hervorragend geeignet!

Dank an alle Teilnehmer und Organisatoren und hoffentlich auf ein Wiedersehen 2023.

Text: Hans-Christoph
Bilder: verschiedene Teilnehmer*innen